Kurzes #114 – Der Test

von
Armin A. Alexander

Fortsetzung von: Nachhife tut Not, Der wilhelminische Erziehungsratgeber, Unkonventionelle Maßnahmen, Der Stuhl, Auf allen vieren und Kontrollverlust

 

Nach diesem ›Malheur‹, das Rüdiger im Nachhinein peinlicher erschien als es für Ulla wirklich war, beschränkte er sich darauf, sie mit nacktem Hintern auf dem Stuhl sitzen und auf ihren höchsten Absätzen, die Hände hinter dem Rücken gefesselt, die ganze Zeit über stehen zu lassen, was sie ganz schön enttäuschte. Aber vielleicht war sie auch nur zu verwöhnt. Anstrengend und anregend zugleich war es auf jeden Fall. Sie mußte sich gedulden. Ihm konnte schließlich nicht immer etwas Neues einfallen.

»Was machen wir heute?« fragte sie unternehmungslustig, als Rüdiger die Tür hinter ihr geschlossen hatte.

Das ›Malheur‹ lag fast zwei Wochen zurück und beide schienen kaum noch daran zu denken.

»Eine schriftliche Prüfung. Ich möchte wissen, wieviel du behalten hast und was wir noch vertiefen müssen«, sagte er, ganz als ginge es wirklich nur darum

Während sie angestrengt über seinen Fragen saß und sich bemühte, sie so gut wie möglich zu beantworten, hielt er sich im Hintergrund und beobachtete sie.

Sie saß kerzengerade auf ihrem Stuhl, die Beine fest zusammenstehend, nur den Nacken nach vorne gebeugt. Sie arbeitete konzentriert und nahm seine Fragen ernst wie eine richtige Prüfung. Er hatte sich mit der Zusammenstellung Mühe gegeben. Es waren leichte Fragen, aber auch sehr schwierige darunter. Manche schien sie ohne langes Nachdenken beantworten zu können, schrieb die Antworten sicher und schnell nieder, über anderen saß sie einige Minuten, setzte mehrmals den Stift an, schrieb dann doch nichts. Das durch das Fenster hereindringende warme Abendlicht überzog ihre braunen Locken, die sie im Nacken mit einer breiten Schleife aus schwarzem Samt zusammengebunden hatte, mit einem rötlichen Schimmer. Je länger er seinen Blick auf ihrem Haar ruhen ließ, desto stärker wurde in ihm das Bedürfnis, es zwischen den Finger hindurchgleiten zu lassen. Und wieder gab er dem Wunsch nicht nach.

Die dreiviertel Stunde kam ihr länger vor als ihm. Es war Zeit genug, alles in Ruhe zu beantworten.

»So, die Zeit ist um«, erklärte er entschlossen.

Ohne jeden Widerspruch, ohne überhaupt den Versuch zu wagen, noch um eine oder zwei Minuten zu bitten – sie war noch mitten im Schreiben – setzte sie den Stift ab, legte ihn hin und die Blätter ordentlich zusammen.

Er warf kurz einen Blick darauf und nahm sie an sich.

»Du stellst dich jetzt mit dem Gesicht zur Wand in die Ecke neben dem Fenster.«

Sie stand wortlos ohne eine Miene zu verziehen und mit demütig gesengtem Blick auf und ging in die bezeichnete Ecke.

»Knie durchgedrückt, Beine zusammen, die Hände auf dem Rücken, den Bauch rein und die Brust raus. Du rührst dich erst, wenn ich es dir sage.« Seine Blicke ruhten genießerisch auf ihrer Rückfront.

Mit einem lautlosen Seufzer der Sehnsucht nach dieser Schönheit und weil er sich seit dem ›Malheur‹ vor der Macht, die er offenkundig über sie besaß, die sie ihm übertragen hatte, ein wenig fürchtete, setzte er sich auf den Stuhl. Der Sitz war noch warm von ihr. Es war angenehm und als er daran dachte, daß sie die Sitzfläche vor zwei Wochen mit ihrem Urin getränkt hatte, sozusagen mit einer Duftmarke versehen – wenn auch einer reichlich großen – durchlief ihn ein wohliger Schauer. Wälzten sich Bären während der Brunft nicht auch im Urin von Bärinnen? Waren Menschen wirklich anders? Langsam verstand er dieses Verhalten. Doch bevor er diesem Gedanken verfallen konnte, riß er sich zusammen und machte sich daran, die Richtigkeit ihrer Antworten zu überprüfen. Schnell sah er, daß sie die Mehrzahl korrekt beantwortet hatte, darunter fast alle schweren. Bei einigen leichten hatte sie grob gepatzt.

Währenddessen stand sie brav, nicht einen Muskel rührend, aufrecht in der Ecke, sah die Wand an und sah sie doch nicht. Sie wußte, daß nicht alle Antworten richtig waren, abgesehen von den Fragen, die sie absichtlich falsch beantwortet hatte. Sie hoffte, daß er sich Maßnahmen dafür ausgedacht hatte, die deutlich über eine bloße verbale Richtigstellung hinausgingen und noch mehr hoffte sie, daß ihm die bewußt falschen Antworten nicht als solche auffielen.

Er ließ sie, obwohl er die wenigen Blätter schnell korrigiert hatte, fast eine halbe Stunde in der Ecke stehen. Er bewunderte ihre Ausdauer. Sie hatte sich nicht das kleinste bißchen bewegt. Dabei war ihm klar, wie anstrengend es sein mußte, länger als ein paar Minuten auf ihren hohen Absätzen mit durchgedrückten Knien und geschlossenen Beine unbeweglich dazustehen.

Er stand auf und rückte den Stuhl unnatürlich laut beiseite. Dann hantierte er ebenso auffällig laut mit den Blättern, die er ordentlich auf den Tisch legte, und räumte ansonsten alles vom Tisch.

»Dreh dich wieder um«, befahl er mit fester Stimme und so streng wie möglich.

Mit vor Erwartung heftiger klopfendem Herzen drehte sie sich um. Was würde er jetzt machen?

»Stell dich vor den Tisch.«

Sie ging mit vom langen Stehen leicht unsicheren Schritten zum Tisch und blieb vielleicht einen halben Meter davor stehen.

»So und jetzt ziehst du den Rock hoch und den Slip runter«, fuhr er mit ruhiger Stimme fort, sie aufmerksam beobachtend.

Sie zögerte nicht einen Moment, seinem Wunsch nachzukommen. Langsam schob sie den engen Rock hoch bis ihr Hintern unbedeckt war, der blauseidene Hauch von einem Höschen folgte wortlos. Ihr hübsches nacktes Hinterteil präsentierte sich seinem Kennerblick. Die  Strumpfhalter ihres breiten Hüfthalters teilten die weiße makellose Haut in zwei Flächen auf.

»Jetzt beugst du dich vor. Arme auf den Tisch.«

Sie folgte fast auf dem Fuße. Ihr war bewußt, welchen Anblick sie ihm bot. Sie fragte sich, was er nun mit ihr machen würde, selbst daß er ihr – salopp gesagt – ›den Arsch fickte‹ kalkulierte sie ein und stellte fest, daß ihr dieser Ort im Augenblick weitaus lieber wäre als die Möse. Obwohl ihre Phantasie sehr lebhaft war, blieb sie von der Realität weit entfernt, wie sie gleich spüren sollte.

»Nun liest du zuerst die Frage und anschließend deine Antwort laut und deutlich vor und immer brav der Reihe nach.« Er stellte sich seitlich hinter sie.

Sie mußte sich ein wenig räuspern, denn ihr Hals war etwas trocken, so aufgeregt war sie und zugleich bemüht, es ihm nicht zu zeigen.

Bei der ersten Frage stotterte sie noch leicht. Las aber ihre Antwort bereits flüssig und sicher, weil sie wußte, daß diese richtig war. Auch die zweite war richtig. Bei der dritten war sie sich nicht sicher, versuchte aber, es nicht zu zeigen. Da von ihm nur ein knappes »Richtig, weiter« kam, ging sie zur nächsten Frage über. Sie war sich relativ sicher, sie richtig beantwortet zu haben. Darum war sie einigermaßen überrascht, daß sein »Richtig, weiter« nicht nur ausblieb, sondern daß sie, kaum sie das letzte Wort ausgesprochen hatte, einen heftigen Schlag auf ihrem nackten Hintern spürte, den er mit der flachen Hand ausgeführt hatte. Sie konnte nicht sagen, was ihr unangenehmer vorkam, das unnatürlich laut im Zimmer widerhallende Klatschen oder der sich einstellende brennende Schmerz auf ihrer rechten Hinterbacke.

»Wie heißt das?« fragte er ruhig.

Sie überlegte und versuchte, ihre Antwort zu korrigieren.

Klatsch! Nicht auf dieselbe Stelle, aber dafür spürte sie das Brennen jetzt auf beiden Seiten.

»Noch mal.« Er war unerbittlich.

Sie überlegte angestrengt.

Klatsch!

Sie hatte doch noch gar nichts gesagt!

»Nicht zögern.«

Wenigstens wußte sie jetzt, wofür der war.

»Ich weiß nicht«, sagte sie leise, die Gesäßmuskeln anspannend und den nächsten Schlag erwartend. Doch der blieb aus.

»Weiter«, sagte er nur als habe er sie nicht gehört.

Die nächste Antwort ging wieder anstandslos durch. Nun kam die erste, die sie absichtlich falsch beantwortet hatte. Noch während sie die Frage langsam mit ihrer angenehmen Stimme vorlas, bemerkte sie eine Veränderung in sich. Unausweichlich würde sie nach dem letzten Wort seine Hand auf ihrer nackten Haut schmerzhaft auftreffen fühlen. Aber das ängstigte sie nicht, im Gegenteil sie wollte gar nichts anderes! Sie wollte dieses Brennen fühlen, das sich kurz danach ausbreitete und im Abklingen in ein wunderbar erregendes Gefühl überging, ihre Möse herrlich feucht werden ließ. Sie atmete tief durch, bevor sie die Antwort vorlas. Sie ließ sich jedes falsche Wort förmlich auf der Zunge zergehen, wie ein Gourmet, der weiß, daß sich der Geschmack eines Gerichts so viel besser und nachhaltiger entfalten kann. Er war so darauf konzentriert, beim Verklingen ihres letzten Wortes gezielt ihren hübschen, mittlerweile gleichmäßig leicht geröteten üppigen Po zu treffen, daß er das unerhört sinnliche Timbre in ihrer Stimme nur am Rande wahrnahm und nicht bemerkte, wie sie ihm den Hintern beinahe fordernd entgegenstreckte.

Das letzte Wort sprach sie schon mit geschlossenen Augen, damit sie durch keinen visuellen Reiz abgelenkt wurde. Sie biß sich auf die Lippen, um einen aufkeimenden Seufzer des Wohlbefindens zu unterdrücken. Sie glaubte sehen zu können, wie er zum Schlag ausholte, wie seine Hand übergroß durch die Luft wie in Zeitlupe flog, um dann mit einem lauten Klatschen auf ihrer ungeschützten Haut zu landen.

Als seine Hand tatsächlich auf ihrem Hintern landete, glaubte sie, förmlich vor Lust vergehen zu müssen. Es brannte nicht mehr, es war ein Genuß!

Ja, schlag mich, dachte sie lustvoll, schlag mich, ich habe es hundertmal verdient. Mach mit mir, was du willst, nur sei hübsch grausam!

Wie befohlen versuchte sie zu korrigieren, aber sie dachte nicht daran, sofort die richtige Antwort zu geben. Ja, sie machte sich nicht einmal mehr die Mühe, den Anschein zu wahren, eine richtige Antwort zu geben. Ihr war es gleich, ob er es merkte, er sollte nur ein weiteres Mal seine unbarmherzige Hand auf ihrem Hintern landen lassen.

Ihm ging sofort auf, daß sie absichtlich falsch antwortete. Aber es machte ihm nichts aus. Denn es bereitete ihm ebensoviel Lust, ihren hübschen Hintern mit seiner flachen Hand zu bearbeiten. Weil sie die Mehrzahl der Fragen richtig beantwortet hatte, sah er ihr die absichtlich falschen nach.

Am Ende der Prozedur war ihr Hintern von einem ursprünglich makellosen Weiß in ein nicht weniger ansehnliches Rot gewechselt. Ihre Haut glühte förmlich. Er glaubte die hindurchströmende Wärme sehen zu können. So schön es auch gewesen war, er war froh, daß sie fertig waren, denn ihm brannte die Handfläche mindestens ebenso wie ihr der Hintern.

Ihr standen Tränen in den Augen, Tränen des Schmerzes aber noch mehr Tränen der Lust. Ihr Herz raste, ihre Haut glühte nicht nur auf ihrem Hintern. Ihre Knie zitterten und sie glaubte, daß ihr der Lustnektar bereits an den Beinen hinunterlaufen müsse. So naß war sie schon lange nicht mehr geworden. Sie wußte ja nicht, daß allein seine Schläge ihre Liebesmuschel zum Überfließen gebracht hatten, unabhängig von der Lust, die sie dabei empfand.

Ihre Unterlippe hatte sie fast blutig gebissen, damit ihr keine Lustseufzer entfuhren. Wie gut, daß sie sich mit den Armen hatte aufstützen können.

Wenn du mir jetzt etwas Gutes tun willst, steckst du deinen geilen Schwanz in meine nasse Fotze und fickst mich genüßlich durch, dachte sie fast flehentlich und bemühte sich möglichst einladend mit dem Hintern zu wackeln.

»Du kannst Slip und Rock wieder hochziehen und deine Sachen einschließlich deiner Fragen zusammenpacken. Wir sind fertig für heute. Beim nächsten Mal gehen wir die falschen Antworten noch einmal durch.«

Er sagte es so ruhig und voller Distanz, daß es ihr wie ein scharfer Stich durch den Körper lief.

Du kannst mich doch jetzt nicht nach Hause schicken, nicht in diesem Zustand, dachte sie flehentlich. Wir müssen das doch zu Ende bringen! Bitte, fick mich!

Doch sagte sie nichts und folgte brav seinen Anweisungen, unterdrückte ihre Enttäuschung.

Dabei schickte er sie aus dem gleichen Grund nach Hause, aus dem sie noch gerne geblieben wäre. Er hätte jetzt nichts lieber getan als mit ihr gevögelt. Aber so weit waren sie einfach noch nicht. Sie hatten ihr Ziel noch nicht erreicht. So gerne er ihren geschundenen Hintern mit Küssen bedeckt und mit seiner Zunge gekühlt hätte, so sehr fürchtete er, daß es das Machtgefälle zwischen ihnen zerstörte, sie sich nicht mehr richtig auf ihre Prüfung konzentrierte. Dabei sprach das Ergebnis dieses kleinen Tests eine eindeutige Sprache. Wertete man die bewußt falschen Antworten als richtige, brauchte sie ihn nicht mehr. Sie war längst fit genug, die Prüfung auf jeden Fall zu bestehen, wenn auch noch nicht mit Bravour. Doch war das für sie überhaupt wichtig? Ihr genügte das Bestehen der Prüfung an sich.

Enttäuscht und doch im Bewußtsein, daß es vielleicht gut so war, verließ sie ihn mit einer herzlichen aber kurzen, ihre Enttäuschung ausdrückenden Umarmung.

Kaum hatte er die Tür hinter ihr geschlossen, lehnte er sich mit dem Rücken daran und schloß die Augen, lauschte auf ihre im Treppenhaus verhallenden nachdenklichen Schritte.

Auf was hatten sie sich da nur eingelassen?

Für unangebrachte Selbstzweifel war es zu spät. Er war froh über die absichtlichen Patzer, die ihm zeigten, daß auch diese Maßnahme richtig gewesen war. Es war ihm ungeheuer wichtig, daß seine ›Strafmaßnahmen‹ ihr Vergnügen bereiteten. Auch wenn sie versucht hatte, es möglichst nicht zu zeigen, hatte er mehr als deutlich gesehen, wie sehr sie es genossen hatte, was wiederum seinen eigenen Genuß gesteigert hatte.

Er atmete tief durch und ging ins Bad. Er brauchte jetzt unbedingt eine – kalte – Dusche.

Ulla konnte nicht sagen, wie sie nach Hause gekommen war. Als erstes besah sie den nackten Hintern im Spiegel. Sie war erstaunt, wie gerötet er tatsächlich war und daß er noch immer brannte. Aber es war ein wunderbares Brennen, ein Liebkosen, wie es sanftes Streicheln nicht hätte besser erzeugen können. Es kribbelte überall und ganz besonders zwischen den Beinen. Noch im Stehen vor dem Spiegel halb an die Wand gelehnt verschaffte sie sich mit der Rechten Erleichterung, während sie mit der Linken ihren Rock hochhielt, so daß sie die Rötung im Spiegel ungehindert sehen konnte.

Sitzen konnte sie an diesem Abend und auch am nächsten Tag nur auf einem weichen Kissen. Aber es war dennoch wundervoll.

 

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