Warum SW-Filme selbst entwickeln?

Warum sollte man sich heute noch, wo doch Farbe und vor allem digital in allen Facetten dominiert, an die scheinbar antiquierte Form der SW-Filmentwicklung wagen, mit Chemie herummantschen, im Dunkeln einen störrischen Film in eine Spirale zwängen?
Wer sich mal in Ruhe eine gute SW-Vergrößerung angesehen hat, wird schon eine Ahnung davon bekommen haben, worin der Reiz liegen könnte. Die Schwärzen erreichen eine Tiefe, die bspw. der Rasterdruck eines noch so guten Druckers nie wird erreichen können, was einfach technisch bedingt ist. Ich werde bei Gelegenheit an anderer Stelle darauf mal eingehen.
Es ist einfach etwas ganz anderes, einen Film einzuspulen, den Entwickler einzugießen, die Dose regelmäßig zu bewegen, bis die vorgeschriebene Zeit vorbei ist, dann kurz das Stoppbad und anschließend fixieren und wässern. Dann den nassen Film aus der Spule zu nehmen und zum ersten Mal das negative SW-Bild zu sehen. Zu sehen, ob man alles richtig gemacht.
Es ist wie mit allen Dingen, die nicht industriell vorgefertig sind, sondern handgemacht sind, nach alten, lange erprobten Techniken; sie machen einfach mehr Spaß und sind nicht selten von besserer Qualität als die Massenware. 😉

Ich habe hier absichtlich keine technischen Argumente für und wider vorgebracht, denn neben allem Technischen gibt es eben noch etwas anderes. 😉

Anleitungen zum Entwickeln und Vergrößern hier

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