Schlagwort-Archiv »Literatur«

Emmanuèle Bernheim »Die Andere«

Interpretationen

Der jungen Ärztin Claire wird die Handtasche gestohlen. Kurz darauf taucht ein Fremder in ihrer Praxis auf, der mit Sicherheit kein Patient. Doch entgegen ihrer ersten Annahme ist er nicht der Dieb sondern der ehrliche Finder. Bevor sie ihn zur Rede stellen kann, verschwindet er. Der Dieb hat nur das Geld und die Kreditkarte entwendet. (mehr …)

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Franz Kafka »Ein Hungerkünstler«

Der »Hungerkünstler« war lange Zeit die Jahrmarktsattraktion schlechthin. Sobald er in eine neue Stadt kam war er das Gespräch schlechthin. Jeder wollte ihn zumindest einmal am Tag sehen, während er in seinem Käfig vor sich hungerte. Das Publikum wählte Wächter, die in Dreiergruppen Tag und Nacht darauf achteten, daß er auch tatsächlich hungerte und nicht heimlich etwas aß oder ihm Essen von mitleidigen Seelen zugesteckt wurde. Der Hungerkünstler empfand es Affront, (mehr …)

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Kurzes #9 – Auf allen vieren

Da für die Neugierigen ein Titelbild sicherlich nicht genug ist. 😉 Hier noch ein weiterer Auszug aus den »Nachhilfestunden«

Für den heutigen Tag hatte er ihr per SMS mitgeteilt, was sie anziehen sollte. Im ersten Moment war für sie der Zusammenhang nicht klar, denn es war nichts Besonderes, was er verlangte, nichts was sie nicht sowieso gerne trug, aber vermutlich an diesem Tag nicht unbedingt ausgewählt hätte. Eine einfache weiße Bluse, einen schwarzen kurzen engen Rock, schwarze Nylons, schwarze hochhackige Schuhe und keine Dessous bis auf die nötigen Strumpfhalter war seine Anweisung gewesen. Vor dem Spiegel stehend, fand sie, daß sie allzu sehr wie eine brave Geschäftsfrau wirkte. Und weil sie das störte, schminkte sie sich die Lippen ziemlich stark in einem auffälligen Rotton, so sah sie weniger brav aus – glaubte sie. (mehr …)

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Wer rastet, der rostet #4

Unter Kurzes #8 ist bereits ein kurzer Auszug aus den »Nachhilfestunden« zu lesen. Seit Anfang dieser Woche befindet sich das Manuskript nun im Lektorat. Man sieht, der Termin der Veröffentlichung nähert sich mit großen Schritten. Und für alle Neugierigen: Hier das Titelbild:

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Mary Wollstonecraft (Godwin) Shelley »Frankenstein«

Interpretationen

Mary Wollstonecraft (Godwin) Shelleys 1818 erschienener Roman „Frankenstein“ gilt als Urtyp des modernen Horrorromans, doch er ist weit mehr als das. Zur Zeit seiner Entstehung war die sogenannte „Gothic Novel“ ein beliebtes Genre, in deren Tradition Shelleys Roman steht. Die „Gothic Novel“ ist ebenso Schauerroman wie Phantastischer Roman, beschäftigt mit unerklärlichen Phänomenen, mit Geistererscheinungen. Als Äquivalente in der deutschen Literatur wären bspw. E. Th. A Hoffmann und Wilhelm Hauff zu nennen. Viele von E. A. Poes Erzählungen lassen sich ebenso in dieses Genres einordnen. (mehr …)

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Kurzes #8 – Der wilhelminische Erziehungsratgeber

Der folgende Text ist ein Auszug aus der Erzählung »Nachhilfestunden« der Anfang März 2009 erschienen ist.
Der Studentin Ulla gelingt es nicht, sich auf den Prüfungsstoff zu konzentrieren, den ihr ihr Kommilitone Rüdiger versucht zu vermitteln. Er scheint mit seinem Latein am Ende zu sein, doch dann bekommt er durch Zufall einen uralten Erziehungsratgeber in die Hand.

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Kurzes #7 – Begegnung auf dem Friedhof

Folgende Schilderung einer Begegnung auf dem Friedhof einer Kleinstadt ist ein Abschnitt aus einer neuen, sich noch mitten in der Bearbeitung befindenden Erzählung mit dem Arbeitstitel »Adalberts Erbe«, in der es um ein altes Haus, das Teil einer Erbschaft ist und der Tatsache geht, daß einer der beiden Erben, aus dessen Sicht erzählt wird, vorerst nicht weiß, wer mit ihm erbt.

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Franz Kafka »In der Strafkolonie«

Interpretationen

Anfang Oktober 1914 gerieten die Arbeiten an dem Roman »Der Proceß« ins Stocken. Kafka entschied sich, einen zweiwöchigen Urlaub zu nehmen, um die Arbeit am »Proceß« voranzutreiben. Statt dessen schrieb er an verschiedenen kürzeren Texten, vollendete aber nur ein Kapitel des »Verschollenen« und eben »In der Strafkolonie«. 1916 bot er den Text dem Kurt Wolff Verlag an, in dem bereits »Die Verwandlung« erschienen war. Nach einigen Diskussionen zwischen ihm und Wolff über die mögliche Erscheinungsform und einer Überarbeitungen seitens des Autors, er­schien die Novelle im Oktober 1919 in einer einmaligen Auflage von 1000 Exemplaren. Eine von annähernd fünfzig Veröffentlichungen zu Kafkas Lebzeiten. (mehr …)

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