{"id":127,"date":"2007-03-25T17:58:40","date_gmt":"2007-03-25T16:58:40","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.arminaugustalexander.de\/?page_id=127"},"modified":"2026-04-01T12:50:36","modified_gmt":"2026-04-01T10:50:36","slug":"vergrosern-1-gerate","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/blog.arminaugustalexander.de\/?page_id=127","title":{"rendered":"Vergr\u00f6\u00dfern: 1. Ger\u00e4te"},"content":{"rendered":"\n<p>Nachdem der erste selbst entwickelte Film vor einem liegt, steht der n\u00e4chste Schritt bevor: Das Vergr\u00f6\u00dferen des recht kleinen Negativs.<br>Neben einen v\u00f6llig abgedunkelten Raum, ideal w\u00e4re ein fensterloses Badezimmer, auch wegen des Wasseranschlusses, sind die hier sind die Investionen bedeutend gr\u00f6\u00dfer als bei der Filmentwicklung. Die beiden mit Abstand teuersten Teile sind der Vergr\u00f6\u00dferer und das Objektiv. Die Kosten lassen sich minimieren, indem zu Gebrauchtger\u00e4ten gegriffen wird.<br>Zuerst zum:<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Vergr\u00f6\u00dferer<\/h3>\n\n\n\n<p>Dieser stellt die mit Abstand teuerste Anschaffung dar. Neuger\u00e4te f\u00fcr SW und Kleinbild beginnen bei knapp unter 600 \u20ac. Ger\u00e4te mit Farbkopf beginnen bei 800 \u20ac. Zu empfehlen sind Vergr\u00f6\u00dferer, die mindestens 6&#215;7 Negative aufnehmen k\u00f6nnen, falls man sp\u00e4ter daran denkt, gr\u00f6\u00dfere Formate zu verarbeiten, aber auch f\u00fcr einige Spezialtechniken f\u00fcr die KB-Negative auf gr\u00f6\u00dfere umkopiert werden sollten, sind so problemlos m\u00f6glich. Alles im allem sollte man f\u00fcr ein gutes Ger\u00e4t neu um die 1000 \u20ac einplanen. Zur Frage ob Farb- oder SW-Kopf ist zu sagen, da\u00df ein Farbkopf generell sinnvoll ist, denn die bei SW mittlerweile g\u00e4ngigen Papiere mit variabler Gradition setzen den Gebrauch von Farbfiltern voraus, um die unterschiedlichen Graditionen erzeugen zu k\u00f6nnen. Zwar l\u00e4\u00dft sich das auch durch Gelatine-Filters\u00e4tze erreichen, doch nur in Halbstufen und mit dem Nachtteil, da\u00df diese Filter mit der Zeit relativ schnell ausbleichen. Farbk\u00f6pfe, darunter fallen auch die sogenannten Multigrade-K\u00f6pfe, arbeiten mit dichromatischen Filtern, die <b>nicht<\/b> ausbleichen. Zudem lassen sich mit Farbk\u00f6pfen die Gradationen stufenlos w\u00e4hlen. Ein Farbkopf ist einem Multigrafekopf vorzuziehen, der gr\u00f6\u00dferen Flexibilt\u00e4t wegen.<br>Empfehlenswert ist der Kauf eines Gebrauchtger\u00e4tes, denn die Mehrzahl der Vergr\u00f6\u00dferer, bis auf einige Billigmodelle sind sozusagen f\u00fcr die Ewigkeit gebaut. \ud83d\ude09<\/p>\n\n\n\n<p><b>Beleuchtungsarten des Vergr\u00f6\u00dferes<\/b><\/p>\n\n\n\n<p>Es wird zwischen zwei Grundprinzipien unterschieden:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Lichtquelle mit Kondensor, in der Regel Doppelkondensor<\/li>\n\n\n\n<li>Lichtquelle mit Diffusor<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>Lichtquelle mit Kondensor ist die klassische SW-Vergr\u00f6\u00dfererlichtquelle, findet sich aber auch in Farbvergr\u00f6\u00dfern.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/blog.arminaugustalexander.de\/wp-content\/gallery\/labor\/kondensor.png\" alt=\"\"\/><\/figure>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>Das Licht wird durch einen Doppelkonsor parallel ausgrichtet. Ein Doppelkonsor erzeugt ein hartes gerichtetes Licht, das besonders scharfe und detailreiche Vergr\u00f6\u00dferungen erzeugt, allerdings auch kleinste Kratzer und das Korn relativ fr\u00fch sehen l\u00e4\u00dft.<br>Letzteres war auch der Grund, warum lange Zeit f\u00fcr Farbvergr\u00f6\u00dferungen Diffusorger\u00e4te empfohlen wurden, denn Farbnegative waren sichtbar grobk\u00f6rniger als SW-Negative.<br>Seit es jedoch in den 80er Jahren des letzten Jahrhunderts gelungen ist, geometrisch exakte Silberhalogenidkristalle zu z\u00fcchten und demzufolge die K\u00f6rnigkeit immer mehr gesunken ist und moderne Filme so feink\u00f6rnig sind, da\u00df problemlos Vergr\u00f6\u00dferungen von hoher Qualit\u00e4t \u00fcber 50&#215;60 cm hinaus m\u00f6glich sind, macht ein Kondensorger\u00e4t Sinn, um m\u00f6glichst alles an Qualit\u00e4t aus den Negativen herauszuholen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/blog.arminaugustalexander.de\/wp-content\/gallery\/labor\/diffusor.png\" alt=\"\"\/><\/figure>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>Beim Diffusor liegt anstelle eines Doppelkondensors eine Streuscheibe \u00fcber dem Negativ und sorgt f\u00fcr weiches Licht. Das l\u00e4\u00dft die K\u00f6rnung zwar erst sp\u00e4ter sehen und noch gr\u00f6\u00dfere Vergr\u00f6\u00dferungen zu als der Kondensor, aber eben mit dem Nachteil behaftet, da\u00df diese weicher sind.<br>Bei der Negativb\u00fchne ist bei KB eine glaslose vorzuziehen, es gibt weniger Fl\u00e4chen, wo sich Staub ablagern kann. Bei gr\u00f6\u00dferen ist sie unumg\u00e4nglich und Anti-Newton-Scheiben sollten selbstverst\u00e4ndlich sein.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Das Objektiv<\/h3>\n\n\n\n<p>Um die gr\u00f6\u00dftm\u00f6gliche Information des Negativs aufs Papier zu bringen ist das Objektiv entscheidend. Es nutzt nichts, die feink\u00f6rnigsten Filme oder die 14 Megapixel-Kamera zu verwenden, wenn das Objektiv nicht in derselben Liga spielt.<br>Da davon ausgangen werden kann, da\u00df wer sich heute noch auf die Faszination des klassischen Fotolabors einl\u00e4\u00dft auch entsprechend hochwertige Objektive bei der Aufnahme verwendet, kommen ausschlie\u00dflich Sechslinser wie das Rodagon bzw APO-Rodagon von Rodenstock oder das Componon-S oder APO-Componon <a href=\"http:\/\/www.schneiderkreuznach.com\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Schneider-Kreuznach<\/a> infrage.<br>Der Hauptvorteil der APO-Varianten liegt darin, da\u00df sie die volle Leistung bereits bei der Anfangsblende bringen, w\u00e4hrend die \u00bbgew\u00f6hnlichen\u00ab Sechs-Linser um zwei Stufen angeblendet werden sollten.<br>Letzteres sollte aber immer gemacht werden, schon um eine m\u00f6glicherweise nicht optimale Planlage des Negativs auszugleichen.<br>Ein neuer Sechslinser liegt bei rund 250 \u20ac, die APO-Variante bei etwa 450 \u20ac. Die Preise verstehen sich f\u00fcr KB-Objektive.<br>Auch hier lohnt sich ein Blick auf Gebrauchtware.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Weitere Ger\u00e4te<\/h3>\n\n\n\n<p>Weiterhin ist eine <b>Belichtungsschaltuhr<\/b> empfehlenswert. Zwar l\u00e4\u00dft sich die Zeit auch an der Uhr ablesen, denn durch Belichtungszeiten von 10 Sekunden und mehr, ist auch die Toleranz entsprechend. Aber das w\u00e4re sparen am falschen Ende und nimmt auch den Spa\u00df. Praktisch ist, wenn das Ger\u00e4t auch die Belichtung messen kann. Das spart Probestreifen ein, auf die zwar nie verzichtet werden kann. Aber man bekommt schon eine brauchbare Hausnummer.<br>Wichtig ist auch eine <b>Laborleuchte<\/b>. Denn wer will schon im Stockdunklen hantieren. \ud83d\ude09 (Bei Farbe mu\u00df man das \u00fcbrigens. Zumindest bis das belichtete Fotopapier in der Trommel oder Durchlaufmaschine verschwunden ist.) Die Laborleuchte mu\u00df den f\u00fcr die Papiersorte passenden Filter aufnehmen k\u00f6nnen. Bspw. bei ILFORD Multigrade den S902. Diese Filter halten die Spektralteile des Lichtes zur\u00fcck, f\u00fcr die die Emulsion des Papiers sensibilisiert ist.<br>Drei <b>Laborschalen<\/b> f\u00fcr Entwickler, Stoppbad und Fixierer, bei Baryt-Papieren kommt noch eine vierte dazu f\u00fcr den Ausw\u00e4sserungsbeschleuniger um die W\u00e4sserungszeit von sonst mindestens einer Stunde! auf ca. 10 Minuten zu verk\u00fcrzen. Die Gr\u00f6\u00dfe richtet sich nach der gew\u00fcnschten Papiergr\u00f6\u00dfe. Wer auch Vergr\u00f6\u00dferungen mit 30&#215;40 cm und mehr macht, f\u00fcr den bietet sich die Anschaffung von zwei S\u00e4tzen an. Einen f\u00fcr die Maximalgr\u00f6\u00dfe und einen bis 24&#215;30 cm wenn auschlie\u00dflich kleinere Formate verarbeitet werden.<br>Desweiteren eine <b>Vergr\u00f6\u00dferungskassette<\/b> mit verstellbaren Maskenb\u00e4ndern um das Papier auf dem Brett planzuhalten, was bei Baryt absolut notwendig ist.<br>Und Kleinteile wie <b>Labor-Pinzetten<\/b>, um das Photopapier von einem Bad ins andere zu transportieren. Davon mit den Fingern in die B\u00e4der zu fassen ist abzuraten, wegen m\u00f6glicher Allergien und weil so garantiert Entwickler ans frische Papier kommt, wenn dieses unter den Vergr\u00f6\u00dferer gelegt wird.<br>Daneben ist eventuell ein <b>Test-Negativ<\/b> sinnvoll, da es die genaue Scharfstellung erleichtert. Und nat\u00fcrlich Laborflaschen, Mensuren, etc.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nachdem der erste selbst entwickelte Film vor einem liegt, steht der n\u00e4chste Schritt bevor: Das Vergr\u00f6\u00dferen des recht kleinen Negativs.Neben einen v\u00f6llig abgedunkelten Raum, ideal w\u00e4re ein fensterloses Badezimmer, auch wegen des Wasseranschlusses, sind die hier sind die Investionen bedeutend gr\u00f6\u00dfer als bei der Filmentwicklung. 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