{"id":133,"date":"2007-03-26T13:28:19","date_gmt":"2007-03-26T12:28:19","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.arminaugustalexander.de\/?page_id=133"},"modified":"2026-03-30T18:28:42","modified_gmt":"2026-03-30T16:28:42","slug":"vergrosern-2-probestreifen","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/blog.arminaugustalexander.de\/?page_id=133","title":{"rendered":"Vergr\u00f6\u00dfern: 2. Probestreifen"},"content":{"rendered":"\n<p style=\"height:2rem;\"><\/p>\n\n\n\n<p>Vorab noch ein Tip. W\u00e4hrend Stoppbad und Fixierbad gut haltbar sind, oxidiert Filmentwickler in offenen Schalen bereits nach wenigen Stunden. Um gleichm\u00e4\u00dfige Qualit\u00e4t zu gew\u00e4hrleisten ist es sinnvoll, das Konzentrat als Einmalentwickler anzusetzen. Statt der \u00fcblichen Standardverd\u00fcnnung von 1 + 9 auf 1 + 15 ansetzen. Die Entwicklungszeiten verl\u00e4ngern sich nur unwesentlich aber das Konzentrat reicht l\u00e4nger.<\/p>\n\n\n\n<p>Mittels eines Probestreifen l\u00e4\u00dft sich auf einfache Weise die f\u00fcr die Vergr\u00f6\u00dferung n\u00f6tige Belichtungszeit ermitteln. F\u00fcr die ersten Vergr\u00f6\u00dferungsversuche bieten sich Negative mit mittlerer Dichte an.<\/p>\n\n\n\n<p>Nachdem das Negativ eingelegt, auf gew\u00fcnschte Gr\u00f6\u00dfe eingestellt und scharfgestellt und das Photopapier mit einem St\u00fcck Pappe bis auf einen schmalen Streifen abgedeckt ist, erfolgt die erste Belichtung mit 5 Sekunden. Als n\u00e4chstes wird das St\u00fcck Pappe ein St\u00fcck weiter gezogen und das Papier erneut mit 5 Sekunden belichtet. Beim n\u00e4chsten Schritt wird wieder die Pappe ein St\u00fcck weiter gezogen und erneut mit 5 Sekunden belichtet. Das ganze wird solange wiederholt, bis f\u00fcnf bis sechs schmale Streifen unterschiedlicher Belichtung entstanden sind.<br>Der erste Streifen ist mit 5 Sekunden, der zweite mit 10 Sekunden, 3. mit 15 sec, 4. mit 20 sec, 5 mit 25 sec und 6 mit 30. sec belichtet. Nun wird das Papier entwickelt und fixiert, kurz gew\u00e4ssert und bei Licht beurteilt. In den meisten F\u00e4llen d\u00fcrfte jetzt einer dieser Streifen eine ausreichende Schw\u00e4rzung vorweisen. Sollte das nicht der Fall sein, einfach die Prozedur wiederholen, diesmal mit 10 sec.<br>Mit der so ermittelten Belichtungszeit wird dann das ganze Photopapier belichtet.<\/p>\n\n\n\n<p style=\"height:1rem;\"><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/blog.arminaugustalexander.de\/wp-content\/gallery\/labor\/belichtung.jpg\" alt=\"\"\/><\/figure>\n\n\n\n<p style=\"height:1rem;\"><\/p>\n\n\n\n<p>In der Regel f\u00e4hrt das nur selten im ersten Anlauf zum gew\u00fcnschten Ergebnis. Man bekommt zwar ein einigerma\u00dfen korrekt belichtetes Photo aber kein optimales. Nach dieser Grobabstimmung folgt eine Feinabstimmung. Durch den ersten Probestreifen kennt man die Zeit, die noch nicht ausgereicht hat, bspw. 20 sec und die Zeit, die bereits zu lang ist, bspw 25 sec. Dazu wird ein weiteres St\u00fcck Photopapier genommen und mit 20 sec belichtet. Die Prozedur ist dieselbe wie oben, nur das die weitere Belichtung in 1 Sekundenschritten erfolgt. Sprich, das Papier wird bis auf einen schmalen Streifen abgedeckt und mit einer Sekunde belichtet, usw bis der ganze Streifen belichtet ist.<br>Einer der f\u00fcnf Streifen zeigt nun die richtige Zeit an.<br>Sollte die Vergr\u00f6\u00dferung zu flau oder zu kontrastreich sein, mu\u00df eine andere Papiergradation gew\u00e4hlt werden. H\u00e4rter = h\u00f6here Zahl oder weicher = niedrige Zahl. 2 bis 3 bezeichnet die normale Gradation. Multigradepapiere haben ohne eingeschwenkte Farbfilter etwa Gradation 2. Meist reicht schon der Wechsel auf 3 oder 3 1\/2 um von einem flauen Bild zu einem mit satten Schw\u00e4rzen zu kommen. Weniger als 1 oder mehr als 4 wird eher selten ben\u00f6tigt. Mit dieser neuen Gradation wird ein neuer Probestreifen hergestellt. Dabei mu\u00df beachtet werden, da\u00df Filter grunds\u00e4tzlich Licht schlucken. Aber keine Angst, Farbk\u00f6pfe haben den n\u00f6tigen Verl\u00e4ngerungsfaktor bei den entsprechenden Filterwerten eingraviert und bei den Filters\u00e4tzen liegen Tabellen bei. N\u00f6tig ist lediglich eine Feinabstimmung.<\/p>\n\n\n\n<p>Die ersten Versuche werden etwas m\u00fchsam sein. Aber mit der Zeit bekommt man ein Gef\u00fchl f\u00fcr die richtige Wahl der Gradation. Erfahrene Laboranten brauchen nur einen Kontaktbogen zu sehen, um die Grundwerte zu erkennen. Es ist dann lediglich noch eine Feinabstimmung notwendig. Und als Ergebnis wird mit einer ansprechenden Vergr\u00f6\u00dferung belohnt.<\/p>\n\n\n\n<p style=\"height:1rem;\"><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/blog.arminaugustalexander.de\/wp-content\/gallery\/labor\/belichtung_fertig.jpg\" alt=\"\"\/><\/figure>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vorab noch ein Tip. W\u00e4hrend Stoppbad und Fixierbad gut haltbar sind, oxidiert Filmentwickler in offenen Schalen bereits nach wenigen Stunden. Um gleichm\u00e4\u00dfige Qualit\u00e4t zu gew\u00e4hrleisten ist es sinnvoll, das Konzentrat als Einmalentwickler anzusetzen. Statt der \u00fcblichen Standardverd\u00fcnnung von 1 + 9 auf 1 + 15 ansetzen. 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