{"id":58,"date":"2007-02-18T18:34:08","date_gmt":"2007-02-18T17:34:08","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.arminaugustalexander.de\/?page_id=58"},"modified":"2007-02-19T10:37:29","modified_gmt":"2007-02-19T09:37:29","slug":"filmentwicklung-3-die-verarbeitung","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/blog.arminaugustalexander.de\/?page_id=58","title":{"rendered":"Filmentwicklung 3: Die Verarbeitung"},"content":{"rendered":"<p>So, da nun die einzelnen B?der angesetzt sind, geht es ans eigentliche Filmentwicklen.<br \/>\nDie ben?tigten Mengen Chemie je Film gehen aus den Beipackzetteln der Entwickler hervor. Allerdings mu? beachtet werden, da? die absolute Mindestmenge je Film von der Entwicklerdose abh?ngt, denn der Film mu? bei der Kippentwicklung w?hrend der ganzen Zeit immer <strong>vollst?ndig<\/strong> von den B?dern bedeckt sein. Bei den Jobo-Dosen der 1500er Serie sind das etwas mehr als 200ml. Bsp. im <strong>ID-11<\/strong> lassen sich insgesamt 10 Filme entwicklen, das erg?be 100ml je 1-Liter-Stamml?sung. Man kann entweder 200ml Stamml?sung nehmen, was Verschwendung w?re, denn wir wollen ja der besseren Qualit?t wegen nur Einmalentwickler nehmen, oder eben 1 zu 1 verd?nnen, womit wir bei den 200 ml geforderten w?ren. Analog ist bei den Fl?ssigkonzentraten zu verfahren. N?heres dazu findet sich in den beigef?gten Tabellen.<\/p>\n<p><h3>Einspulen des Films in die Spirale<\/h3>\n<p>Da es hierbei Unterschiede bei den Dosen verschiedener Hersteller gibt, verweise ich auf die in der Regel reichlich bebilderten Anleitungen, die den Dosen beiliegen. Nur so viel: Den Film nie ganz in die Patrone zur?ckspulen, denn dann mu? sie im Dunklen aufgemacht werden und das ist selbst f?r erfahrene Anwender nervig. Denn so l??t sich kaum der Filmanfang sauber abschneiden und die Ecken mit der Schere leicht abrunden. Was das Einspulen in die diversen Spiralen enorm vereinfacht.<br \/>\nWer eine Kamera mit R?ckspulkurbel besitzt, dreht diese nur kurz ?ber den leichten Widerstand hinaus, der entsteht, wenn der Filmanfang aus der Aufwickelspule gezogen wird. Wer ?ber eine motorische R?ckspulung verf?gt, kann nur hoffen, da? sich im Men? eine Einstellung findet, die die R?ckspulung stoppt, bevor der Fim ganz in der Patrone verschwunden ist. Ansonsten hei?t es leider fummeln.<br \/>\nMan sollte ruhig einen Film opfern und das Einspulen in Ruhe im Hellen ?ben und anschlie?end im Dunklen bis die Handgriffe sitzen, bevor man sich an den ersten Film wagt.<\/p>\n<p><h3>Die eigentliche Filmentwicklung<\/h3>\n<p>Der Film ist gl?cklich in der Spirale eingespult, die Dose lichtdicht verschlossen und das Licht wieder an. Die L?sungen sind auch in den richtigen Mengen bereitgestellt, der Entwickler hat die Temperatur von 20? C. Als Zeiten nimmt man zu Anfang am besten die in den Beibl?ttern zum jeweiligen Film genannten. Das gibt gute Ergebnisse.<br \/>\nJetzt wird die Uhr gestartet und der Entwickler gleichm??ig in die Dose gef?llt, Deckel drauf und drei bis viermal mit dem Handballen unten an die Dose schlagen, um eventuelle Luftblasen auf dem Film zu vertreiben. Die Dose wird jetzt viermal kurz hintereinander gekippt und wieder zur?ck.<br \/>\nEs gibt verschiedene Kipprhythmen. Viermal zu Beginn jeder Minute bis zum sogenannten 3sec Kipprhythmus, der eine schnellere Entwicklung erm?glicht. Der pr?gnanteste Unterschied zwischen diesen ist, da? der langsamere eine h?here Kantensch?rfe erzeugt. Ist dasselbe was man im Bildbearbeitungsprogramm mit dem Sch?rfewerkzeug macht. Ich bevorzuge ein Kippen alle 15sec, also insgesamt viermal in der Minute.<br \/>\nIst die angegebene Zeit herum, gie?t man den Entwickler weg. Man sollte von den Entwicklungszeiten immer jeweils 10 bis 15 Sekunden f?rs Ein- und Ausgie?en rechnen. Also wenn die Entwicklung nach 10 Minuten abgeschlossen w?re, dann sollte man bei 9:45 mit dem Ausgie?en beginnen.<\/p>\n<p><h3>Das Stoppbad<\/h3>\n<p>Ist der Entwickler ausgegossen, <strong>sofort<\/strong> das Stoppbad einf?llen. Damit der Entwicklungsproze? gestoppt wird. Das ist wichtig f?r gleichm??ige Ergebnisse bei <em>allen<\/em> Filmen.<br \/>\nDen Film etwa 30 sec im Bad bewegen, bzw. die Dose st?ndig w?hrend der Zeit kippen. Anschlie?end das Stoppbad in die Flasche zur?ckgie?en.<\/p>\n<p><h3>Das Fixierbad<\/h3>\n<p>Das Fixierbad eingie?en und regelm??g kippen. Der Rhythmus ist jetzt nebens?chlich. Wichtig ist nur, da? st?ndig frisches Fixierbad an den Film kommt. Im Schnitt dauert die Fixage 5 bis 7 Minuten, lieber etwas l?nger, besonders wenn schon einige Filme darin fixiert worden sind.<br \/>\nAnschlie?end das Fixierbad wieder zur?ckgie?en.<\/p>\n<p><h3>W?sseren<\/h3>\n<p>Beim W?ssern hat sich f?r eine hohe Archivfestigkeit das Sp?len mit flie?endem Wasser bestens bew?hrt. Einfachste Methode ist, die offene Dose unter den Wasserhahn zu stellen und 10 bis 15 Minuten Wasser laufen zu lassen. Eleganter ist ein Schlauch, der bis zum Boden der Dose reicht und von dort das frische Wasser nach oben sp?lt. Gibt es auch fertig von <a href=\"http:\/\/www.jobo.com\/jobolab\/produkte\/cascade.html\" target=\"_blank\">Jobo<\/a> passend zu ihren Dosen. Durch gleichzeitige Luftzufuhr wird eine optimale Sp?lung schon nach 5 Minuten erreicht. Ich selbst dehne die Zeit immer auf 15 Minuten aus. Damit liege ich dann auf der absolut sicheren Seite.<\/p>\n<p><h3>Abschlu?<\/h3>\n<p>Nach der W?sserung den Film noch gute eine Minute im Netzmittelbad baden, dann kann er herausgenommen und getrocknet werden. Das Wasser wird am besten leicht zwischen zwei Fingern vom Film gestreift. Von Abstreifern rat ich generell ab. Im nassen Zustand ist die Film-Emulsion so weich, da? sie sehr leicht zerkratzt werden kann und es l??t sich nie ausschlie?en, da? ein Staubkorn zwischen den Gummilippen des Abstreifers ist. Sind dann die ber?hmten Telegraphendr?hte.<br \/>\nDen Film an einem staubfreien Ort zum Trocknen aufh?ngen. Das kann mit einer W?scheklammer geschehen und unten sollte auch eine befestigt werden, am besten mit einem kleinen Gewicht, damit der Film sch?n plan h?ngt. Man sollte beachten, da? ein 36er KB-Film rund 1,70 m lang ist.<\/p>\n<p>Ist der Film trocken wird er in 5er oder 6er Streifen geschnitten und eingetascht. Zur Aufbewahrung haben sich Pergamin-H?llen oder Acetat bew?hrt. Erstere sind preisg?nstig. Zweitere zeichnen sich dadurch aus, da? sie klar sind. So l??t sich der erste selbst entwickelte Film gut betrachten.<\/p>\n<p><!--adsense--><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>So, da nun die einzelnen B?der angesetzt sind, geht es ans eigentliche Filmentwicklen. Die ben?tigten Mengen Chemie je Film gehen aus den Beipackzetteln der Entwickler hervor. 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