{"id":1314,"date":"2009-12-12T06:47:27","date_gmt":"2009-12-12T05:47:27","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.arminaugustalexander.de\/?p=1314"},"modified":"2026-04-11T17:15:04","modified_gmt":"2026-04-11T15:15:04","slug":"kurzes-20-autorverleger","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.arminaugustalexander.de\/?p=1314","title":{"rendered":"Kurzes #20 \u00b7 Autor&ndash;Verleger"},"content":{"rendered":"<p class=\"titelbild\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/blog.arminaugustalexander.de\/wp-content\/gallery\/titel\/20070801_1_0025.jpg\" \/><\/p>\n<p><i>Der folgende Text ist eine Passage aus dem noch mitten im Entstehen befindlichen Roman <\/i>\u00bbEine Lesereise\u00ab.<i> Der Protagonist Kai stellt die Beziehung Verleger&ndash;Autor etwas deutlich dar.<\/i><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>\u00bbWei\u00dft du schon, was du aus deinem Werk vortr\u00e4gst?\u00ab wechselte Kais Verleger das Thema.<br \/>\n\u00bbIch dachte einen Querschnitt aus meinem <i>gesamten<\/i> Schaffen\u00ab, meinte Kai von einem leichten Grinsen begleitet, das seinem Verleger leicht erschrocken aufhorchen lie\u00df.<br \/>\nKai lachte in sich hinein, wie leicht war es doch, seinen Verleger aus seiner scheinbar unersch\u00fctterlichen Ruhe zu bringen.<!--more--><br \/>\n\u00bbDu kannst dich beruhigen, ich werde zwar meinen letzten sadomasochistischen Romane und den Erz\u00e4hlband vorsichtshalber mitnehmen, aber vermutlich nicht daraus vorlesen. Au\u00dfer, ich stelle fest, da\u00df ich ein Publikum vor mir habe, dem ich damit kommen kann.\u00ab<br \/>\n\u00bbBei dir bin ich mir nie so sicher\u00ab, war Kais Verleger noch nicht wirklich beruhigt.<br \/>\n\u00bbDu kennst mich jetzt seit mindestens zehn Jahren\u2026 \u00ab<br \/>\n\u00bbIm Juli elf\u00ab, fiel Kais Verleger ihm ins Wort.<br \/>\n\u00bbDu kennst mich jetzt fast elf Jahre\u00ab, unterdr\u00fcckte Kai einen Seufzer und dachte typisch Lehrer immer pedantisch, selbst wenn sie den Beruf l\u00e4ngst nicht mehr aus\u00fcben, \u00bbund wei\u00dft genau, da\u00df ich niemand bin, der gerne ohne Grund provoziert. Und schon gar nicht auf einer Lesereise, die mich ja meinen Lesern n\u00e4her bringen soll. Schlie\u00dflich sorgen sie mit ihren Buchk\u00e4ufen daf\u00fcr, da\u00df wir <i>beide<\/i> etwas zu bei\u00dfen haben\u00ab, sah Kai seinen Verleger streng an.<br \/>\n\u00bbWenn alle Autoren ihre Verleger st\u00e4ndig daran erinnern w\u00fcrden, da\u00df ohne Autoren das Verlagswesen eine reichlich unsinnige Sache w\u00e4re, w\u00fcrden sicherlich viele Verleger sich nach einem neuen Broterwerb umsehen.\u00ab<br \/>\n\u00bbDie Wahrheit ist nun einmal hart\u00ab, meinte Kai lapidar von einem Achselzucken begleitet.<br \/>\n\u00bbJa, schon, aber man mu\u00df sie den anderen ja nicht st\u00e4ndig unter die Nase reiben\u00ab, st\u00f6hnte Kais Verleger auf und drehte die Augen himmelw\u00e4rts als k\u00f6nne er von dort Beistand erwarten.<br \/>\n\u00bbBeruhige dich, daf\u00fcr sage ich ja deinen anderen Autoren nicht, da\u00df ich f\u00fcnfzehn Prozent erhalte.\u00ab<br \/>\n\u00bbWas mich bei einem Menschen, der es so mit der Gerechtigkeit wie du hat, wundert\u00ab, die Retourkutsche war un\u00fcberh\u00f6rbar.<br \/>\n\u00bbWeil die meisten es mir mit Sicherheit nicht danken und sich bevormundet f\u00fchlen w\u00fcrden\u00ab, stellte Kai n\u00fcchtern richtig.<br \/>\n\u00bbDas ist etwas dran\u00ab, erwiderte sein Verleger nach kurzem Nachdenken. \u00bbAndererseits gestaltest du deine B\u00fccher vom Layout bis zum Einband selbst, was mir die mitunter nicht geringen Kosten f\u00fcr den Satz und den Graphiker erspart\u00ab, tr\u00f6stete sich sein Verleger.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der folgende Text ist eine Passage aus dem noch mitten im Entstehen befindlichen Roman \u00bbEine Lesereise\u00ab. 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