{"id":1523,"date":"2010-02-25T14:31:44","date_gmt":"2010-02-25T13:31:44","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.arminaugustalexander.de\/?p=1523"},"modified":"2026-04-11T17:38:14","modified_gmt":"2026-04-11T15:38:14","slug":"kurzes-30-felix-spricht-sich-aus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.arminaugustalexander.de\/?p=1523","title":{"rendered":"Kurzes #30 \u00b7 Felix spricht sich aus"},"content":{"rendered":"<p class=\"titelbild\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/blog.arminaugustalexander.de\/wp-content\/gallery\/titel\/20070801_1_0022_800_2.jpg\" \/><\/p>\n<p><i>Der folgende Text ist eine Leseprobe aus<\/i> \u00bbFelizia &#038; Felix\u00ab<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Auch wenn Felizia einen anderen Eindruck haben mochte, Felix schlief kaum besser als sie. Als er Freitagvormittag an seinem Schreibtisch im Institut beinahe eingenickt w\u00e4re und bei einer sp\u00e4teren Besprechung \u00fcberhaupt nichts mitbekommen hatte, erkannte er, da\u00df er mit jemanden reden mu\u00dfte. Felix mu\u00dfte, die Gedanken und Bef\u00fcrchtungen, die ihn qu\u00e4lten, laut artikulieren. Vielleicht erschlo\u00df sich ihm auf diese Weise eine L\u00f6sung.<br \/>\nSofort dachte er an seinen alten Schulfreund Wolfgang. Schon zur gemeinsamen Schulzeit stand Wolfgang in dem Ruf, ein geduldiger Zuh\u00f6rer zu sein und f\u00fcr sein Alter erstaunlich reife Ratschl\u00e4ge geben zu k\u00f6nnen. Da\u00df das von den Mitsch\u00fclern mitunter weidlich strapaziert worden war, hatte nicht nur Felix erfolgreich verdr\u00e4ngt. Wolfgang war wohl derjenige von ihnen, der \u00fcber den Liebeskummer seiner Mitsch\u00fcler am besten informiert gewesen war, da nicht allein die Jungen sondern auch viele der M\u00e4dchen sich bei ihm nicht nur im \u00fcbertragenen Sinn ausweinten. Da\u00df er das nicht ausnutzte, brachte ihm zeitweise fast den Ruf des \u00dcbermenschlichen ein. Aus der Distanz betrachtet war wenig \u00dcbermenschliches daran. Wolfgang wu\u00dfte einfach, da\u00df er lediglich der vor\u00fcbergehende Lebenstr\u00f6ster gewesen w\u00e4re, und um die zweite Wahl zu sein war er sich einfach zu schade.<!--more--><br \/>\nZu Felix\u2019 Gl\u00fcck war Wolfgang zur Zeit Strohwitwer &ndash; seine Frau war allein mit den beiden Kindern f\u00fcr zwei Wochen zu ihren Eltern nach Husum gefahren, da Wolfgang sich nicht hatte freinehmen k\u00f6nnen. Wolfgang hatte nichts dagegen, sich nach Feierabend mit Felix in einer urigen Kneipe unweit von Felix\u2019 und Felizias Wohnung zu treffen. Es war auf jeden Fall besser als den Freitagabend allein in der leeren Wohnung zu verbringen.<br \/>\nAls Felix aus dem Institut nach Hause kam, war Felizia noch nicht zur\u00fcck. Zwar war es nicht ungew\u00f6hnlich, da\u00df sie erst nach ihm aus dem B\u00fcro kam, aber in der Regel teilte sie ihm telephonisch mit, wenn es sp\u00e4ter wurde. Im Augenblick war Felix jedoch so mit sich selbst besch\u00e4ftigt, da\u00df er sich keine Gedanken dar\u00fcber machte, warum Felizia ihn noch nicht angerufen hatte. Er schrieb lediglich einen Zettel <i>\u00bbBin mit Wolfgang noch auf ein Bier weg\u00ab<\/i> und legte ihn mitten auf den K\u00fcchentisch. Er war gerade damit fertig, als Wolfgang an der T\u00fcr klingelte.<br \/>\nDie beiden Freunde begr\u00fc\u00dften sich kurz. Die wenigen Schritte zur Kneipe gingen sie schweigend nebeneinander. Es war ein milder sonniger Abend, den man am besten irgendwo im Freien verbrachte, doch Wolfgang und Felix verzogen sich in eine Ecke der Kneipe, wo sich vor allem Felix ungest\u00f6rter f\u00fchlte.<br \/>\nZuerst plauderten sie lang und breit \u00fcber Belangloses. Felix lie\u00df Wolfgang \u00fcber dessen Frau und die Kinder berichten.<br \/>\nAls sie bereits beim vierten Glas Bier sa\u00dfen, begann Wolfgang sich zu fragen, warum Felix ihn \u00fcberhaupt so kurzfristig hatte sprechen wollen. Beim f\u00fcnften Glas kam Felix endlich zur Sache. Wolfgang, trinkfester als Felix, bemerkte, da\u00df der Freund sp\u00fcrbar anges\u00e4uselt war und offenkundig erst jetzt den Zustand erreicht hatte, frei heraus sprechen zu k\u00f6nnen.<br \/>\nZuerst hatte Wolfgang M\u00fche zu verstehen, worauf Felix \u00fcberhaupt hinaus wollte, denn Felix begann mit einem recht unzusammenh\u00e4ngenden Loblied auf Felizia. Da\u00df Felizia Felix \u00fcber alle Ma\u00dfen viel bedeutete, war nicht nur Wolfgang bis zum Abwinken bekannt. Wolfgang brauchte mehr als eine halbe Stunde, bis er verstand, da\u00df zwischen Felizia und Felix der Haussegen aus dem Lot geraten war, und es mit etwas begonnen hatte, das Felizia ihrem Felix am zur\u00fcckliegenden Sonntagnachmittag offenbart hatte. Als Felix beim siebten Glas angekommen war, verstand Wolfgang, da\u00df Felizia Felix \u00fcber ihre sadomasochistischen Phantasien und W\u00fcnsche informiert hatte. Aber er besa\u00df immer noch nicht den leisesten Schimmer, wo f\u00fcr Felix das Problem lag und warum es f\u00fcr einen schwerwiegenden Mi\u00dfklang zwischen ihm und Felizia gesorgt hatte. Wolfgang hatte sich bisher nicht vorstellen k\u00f6nnen, da\u00df ein Naturwissenschaftler ohne gro\u00dfe Anstrengung derart unzusammenh\u00e4ngendes Zeug von sich geben konnte.<br \/>\nF\u00fcr ihn naheliegend vermutete Wolfgang zuerst, da\u00df Felix wom\u00f6glich Probleme damit haben k\u00f6nnte, gemeinsam mit Felizia deren sadomasochistische Phantasien umzusetzen, und wollte schon diesbez\u00fcglich aufmunternd intervenieren, m\u00f6gliche Vorbehalte zerstreuen, obwohl er pers\u00f6nlich wenig mit dem Thema bdsm anzufangen wu\u00dfte. Ganz unbekannt war ihm das Thema nicht seine Schwester war bekennende Sadomasochistin, und lebte ihn auch mit ihrem Mann erfolgreich. Aber <i>das<\/i> schien \u00fcberhaupt nicht Felix\u2019 Problem zu sein, wie sich f\u00fcr Wolfgang langsam herausstellte.<br \/>\nWolfgang bef\u00fcrchtete schon niemals dahinter zu kommen und war bereits versucht, dem Freund leicht enerviert zu sagen: \u00bbVerdammt, Felix, was zum Teufel ist denn nun dein Problem dabei\u00ab, da wurden Felix\u2019 Ausf\u00fchrungen f\u00fcr ihn verst\u00e4ndlicher. Endlich begriff Wolfgang, was Felix mit den mehrmals erw\u00e4hnten geheimnisvollen \u203aanderen M\u00e4nnern\u2039 tats\u00e4chlich meinte.<br \/>\nWolfgang mu\u00dfte einen tiefen Seufzer unterdr\u00fccken. Das Problem bestand einzig in Felix\u2019 Vorstellung, war letztlich nichts als gekr\u00e4nkte Eitelkeit, denn da\u00df Felizia sich tats\u00e4chlich mit anderen M\u00e4nnern als Felix einlassen k\u00f6nnte, war auch f\u00fcr ihn unvorstellbar.<br \/>\n\u00bbWei\u00dft du Wolfgang, eigentlich will ich gar keine andere Frau als Felizia. Ich kann mir auch gar keine andere vorstellen\u00ab, wiederholte Felix mit der Beharrlichkeit der Betrunkenen, die nicht mehr wissen, da\u00df sie dasselbe bereits mehrmals kurz hintereinander gesagt haben und ihr Gegen\u00fcber die Aussage l\u00e4ngst verstanden hatte. \u00bbAber warum hat sie gesagt, sie k\u00f6nne sich das mit anderen M\u00e4nnern problemlos vorstellen, doch nicht mit <i>mir<\/i>? Ich wei\u00df, da\u00df sie mir nie untreu war. Aber warum kann sie sich das nicht mit <i>mir<\/i> vorstellen? Sie hat mich nicht einmal gefragt, ob ich mir vorstellen, diese Dinge mit ihr zu machen.\u00ab<br \/>\n\u00bbUnd kannst du\u00ab, fragte Wolfgang, dem Felix\u2019 Niedergeschlagenheit und Selbstzweifel einerseits nahe gingen, dessen Selbstmitleid andererseits, das sich durch den vorhanden Alkoholspiegel im Blut ausgiebig Bahn brach, ihm langsam aber sicher auf die Nerven ging.<br \/>\nIm Grunde war alles eindeutig. Felix begehrte Felizia weiterhin und Felizia schien auch weiterhin Felix zu begehren. Felizia besa\u00df lediglich in der Vorstellung Schwierigkeiten Felix, als ihren \u203aLustsklaven\u2039 zu sehen. Und Felix hatte ihre Aussage schlicht und ergreifend in den falschen Hals bekommen. Da hatte sie sich jetzt nicht nur eingenistet, sondern zu allem \u00dcbel auch noch quer gelegt.<br \/>\n\u00bbMit Felizia w\u00fcrde ich alles tun, verstehst du, ALLES!\u00ab<br \/>\nFelix schwirrte der Kopf, ihm war bewu\u00dft, da\u00df er bereits zuviel getrunken hatte, aber seine Gedanken waren noch bemerkenswert klar &ndash; glaubte er.<br \/>\n\u00bbWarum sagst du ihr das dann nicht\u00ab, schlug Wolfgang pragmatisch vor.<br \/>\n\u00bbJa, warum eigentlich nicht\u00ab, meinte Felix nachdenklich, denn dieser Gedanke war ihm noch gar nicht gekommen.<br \/>\nWolfgang unterdr\u00fcckte einen weiteren Seufzer und sch\u00fcttelte verst\u00e4ndnislos den Kopf. Er sah auf die Uhr. Er war fast halb elf. Seit vier Stunden sa\u00dfen hier bereits zusammen.<br \/>\nAm liebsten h\u00e4tte Wolfgang Felix die Sache mit den \u203aanderen M\u00e4nnern\u2039 erkl\u00e4rt, aber ihm war klar, da\u00df Felix in seinem derzeitigen Zustand so gut wie nichts davon verstehen w\u00fcrde. Letztlich bezeugte Felix\u2019 ganzes Verhalten nur, da\u00df er Felizia noch immer liebte, da ihn ihre Aussage so tief hatte treffen k\u00f6nnen. Wolfgang mu\u00dfte einen Anflug von Neid unterdr\u00fccken, dabei f\u00fchrte er auch nicht gerade eine ungl\u00fcckliche Ehe.<br \/>\nFelix versicherte Wolfgang noch eine ganze Weile, wieviel Felizia ihm bedeutete und da\u00df er bereit w\u00e4re ALLES mit ihr zu tun. Als Felix\u2019 Zunge sichtlich schwerer wurde und er betr\u00e4chtlich Schlagseite zu bekommen begann, zahlte Wolfgang kurz entschlossen f\u00fcr sie beide. Er half Felix in dessen Jacke, pr\u00fcfte, wo sich der Hausschl\u00fcssel befand und bugsierte den Freund nach drau\u00dfen.<br \/>\n\u00bbIch glaube, es ist besser, du gehst jetzt nach Hause und legst dich schlafen\u00ab, sagte Wolfgang v\u00e4terlich. \u00bbMorgen ist Samstag, und dann sagst du Felizia genau das, was du mir die ganze Zeit gesagt hast.\u00ab<br \/>\n\u00bbWas habe ich dir denn gesagt\u00ab, fragte Felix, dem sich alles drehte und der heilfroh war an der frischen Nachtluft zu sein.<br \/>\n\u00bbDa\u00df du bereit seist alles mit Felizia tun und da\u00df sie die einzige Frau ist, die du willst\u00ab, leierte Wolfgang fast schon gelangweilt herunter, w\u00e4hrend er sich bem\u00fchte Felix in die richtige Richtung zu steuern.<br \/>\n\u00bbJa, das ist sie. Es gibt keine tollere und keine sch\u00f6nere Frau. Und ich mach\u2019 ALLES mit ihr was sie nur will\u00ab, bekr\u00e4ftigte Felix mit der Vehemenz der Betrunkenen.<br \/>\nSie kamen einige Schritte vorw\u00e4rts. Felix war froh, da\u00df der Gehweg so breit war. Er ben\u00f6tigte jetzt viel Platz.<br \/>\nWolfgang, der sogar etwas mehr als Felix getrunken hatte aber besser daran gew\u00f6hnt war, besa\u00df keine Probleme sich gerade zu halten. Er geleitete Felix unfallfrei zu dessen Haus.<br \/>\n\u00bbWei\u00dft du, Wolfgang, Felizia ist die tollste und sch\u00f6nste Frau, die man sich vorstellen kann, und ich bin bereit ALLES, WIRKLICH ALLES mit ihr zu tun\u00ab, erkl\u00e4rte Felix.<br \/>\nWolfgang nickte beipflichtend. Zum einen wu\u00dfte er, da\u00df es unsinnig war, einem Betrunkenen zu widersprechen, und zum anderen hatte Felix, nicht nur aus seiner Sicht, nicht einmal unrecht.<br \/>\n\u00bbWirklich, Wolfgang, ich kann dir versichern, Felizia ist die tollste und sch\u00f6nste Frau, die man sich vorstellen kann, und ich bin bereit ALLES, WIRKLICH ALLES mit ihr zu tun\u00ab, sah Felix sich gen\u00f6tigt, es noch einmal zu sagen.<br \/>\n\u00bbJa, Felix, das ist sie\u00ab, sagte Wolfgang pflichtschuldig, in der Hoffnung, da\u00df Felix das Thema wechseln w\u00fcrde, doch Felix wiederholte seinen Satz noch dreimal.<br \/>\n\u00bbAu\u00dferdem k\u00f6nnen mich die \u203aanderen M\u00e4nner\u2039 mal kreuzweise und rauf und runter und \u00fcberhaupt. Die sind meiner Felizia doch gar nicht gewachsen. Die sind nicht mal w\u00fcrdig vor ihr im Staub zu kriechen. Wenn \u00fcberhaupt ein Mann w\u00fcrdig ist vor Felizia im Staub zu kriechen, dann bin doch wohl ich das allein! Verstehst du, Wolfgang?\u00ab Felix blickte Wolfgang fest an, zumindest versuchte er das.<br \/>\nWolfgang konnte sich ein Grinsen \u00fcber die Doppeldeutigkeit dieser Aussage nicht verkneifen. Er widersprach Felix nicht. Zum Gl\u00fcck redete Felix nicht sehr laut.<br \/>\nEin mit seinem Hund an ihnen vor\u00fcbergehender \u00e4lterer Herr sah ihnen nur kopfsch\u00fcttelnd nach. Wolfgang hatte das Gef\u00fchl, da\u00df der Mann Felix zumindest vom Sehen her kannte.<br \/>\nWegen Felix\u2019 Zustand brauchten sie f\u00fcr den relativ kurzen R\u00fcckweg \u00fcber eine viertel Stunde, so da\u00df es fast Mitternacht war, als sie vor Felix\u2019 Haus standen.<br \/>\n\u00bbSo, altes Haus, wir sind da\u00ab, erkl\u00e4rte Wolfgang und hielt den Freund fest, der ansonsten einfach weiter geschwankt w\u00e4re.<br \/>\n\u00bbWo?\u00ab fragte Felix, der sichtliche Orientierungsschwierigkeiten hatte.<br \/>\n\u00bbVor deinem Haus\u00ab, antwortete Wolfgang ruhig.<br \/>\n\u00bbAch?\u00ab betrachtete Felix das Haus als sehe er es zum ersten Mal und wanderte mit dem Augen an der Fassade empor. Nachdem sein Blick fast die Traufkante erreichte, hellte Felix\u2019 Miene sich erkennend auf.<br \/>\n\u00bbJa, stimmt\u00ab, sagte Felix und fragte sich, warum diese verdammte T\u00fcr vor ihm so schwankte. \u00bbKommst du noch mit rauf? Felizia wird sich sicherlich freuen. Sie freut sich ja immer, wenn du mit Connie und den Kindern kommst.\u00ab<br \/>\nDas mag sein, aber ich bin \u00fcberzeugt, da\u00df Felizias Freude mich zu sehen sich im Augenblick stark in Grenzen halten d\u00fcrfte, dachte Wolfgang.<br \/>\n\u00bbNein, es ist sp\u00e4t und ich mu\u00df jetzt auch wirklich nach Hause\u00ab, erwiderte er statt dessen mit h\u00f6flichem Nachdruck.<br \/>\n\u00bbMacht \u00fcberhaupt nichts\u00ab, meinte Felix lapidar und zuckte lediglich mit den Achseln.<br \/>\nEr dachte gar nicht daran, den Freund zu dr\u00e4ngen. Im Prinzip wollte er nichts anderes, als nur in sein Bett zu kommen. Ihm drehte sich alles und ihm war \u00fcbel. Wenn auch nicht so \u00fcbel, da\u00df er das Gef\u00fchl hatte, sich \u00fcbergeben zu m\u00fcssen.<br \/>\n\u00bbWo ist mein Hausschl\u00fcssel\u00ab, fragte Felix, der mehrmals mit der Hand an der rechten Au\u00dfentasche seiner Jacke abglitt ohne den Zugang zu finden.<br \/>\nWolfgang holte den Hausschl\u00fcssel aus der rechten Jackentasche und reichte ihn Felix. Felix murmelte ein \u00bbDanke\u00ab und schaffte es f\u00fcr Wolfgang \u00fcberraschend im ersten Anlauf den richtigen Schl\u00fcssel ins Schlo\u00df zu stecken, was Wolfgang erleichterte, demnach war sein Freund doch noch nicht so betrunken wie es schien.<br \/>\n\u00bbUnd du kommst wirklich nicht noch mit rauf\u00ab, es war mehr eine Feststellung als eine Frage.<br \/>\nWolfgang sch\u00fcttelte verneinend den Kopf. Felix dr\u00fcckte die Haust\u00fcr auf, in dem er sich dagegen lehnte.<br \/>\n\u00bbBist \u2019nen prima Kumpel, Wolfgang. Ehrlich. Mit \u2019ner Frau wie Felizia und \u2019nem Kumpel wie dir, kann eigentlich nichts passieren. Bestell\u2019 Connie einen Gru\u00df von mir, wenn du gleich zu Hause bist.\u00ab<br \/>\n\u00bbJa, werde ich\u00ab, sagte Wolfgang und unterlie\u00df es Felix wiederholt darauf hinzuweisen, da\u00df Connie zur Zeit in Husum war.<br \/>\n\u00bbBist \u2019nen prima Kumpel, Wolfgang. Nein, wirklich. Ich hatte noch nie so \u2019nen tollen Kumpel wie dich. Und so \u2019ne tolle und sch\u00f6ne Frau wie Felizia erst recht nicht\u00ab, versicherte Felix noch einmal entschieden und stolperte ins Haus.<br \/>\nZwar traf er den Schalter f\u00fcr das Minutenlicht erst beim zweiten Anlauf, aber er schaffte es, ohne gro\u00dfartig L\u00e4rm zu machen hinauf in den zweiten Stock. Wolfgang, der zweifelte, ob er den Freund nicht doch besser bis zur Wohnungst\u00fcr geleitet h\u00e4tte, blieb noch einen Augenblick stehen. Das Minutenlicht ging aus und nicht wieder an. Er vermutete, da\u00df Felix jetzt in der Wohnung war. Wolfgang holte sein Mobiltelephon aus der Jackentasche und bestellte sich ein Taxi.<\/p>\n<p><p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Pressestimmen<\/p>\n<p><i>F\u00fcnf Kurzgeschichten serviert uns Armin A. Alexander in seinem Buch \u00bbFelizia &#038; Felix\u00ab und jede ist voller Poesie und liebevoller Z\u00e4rtlichkeit. [&#8230;]<br \/>\nJede der f\u00fcnf Storys ist ein Genuss, dennoch gef\u00e4llt mir die erste am besten, die den Titel Marmeladent\u00f6rtchen tr\u00e4gt.<br \/>\nDort trifft ein Mann auf einem Fest von Freunden eine attraktive Frau. Da er vom Regen \u00fcberrascht und nass wird, bietet sie ihm an, ihn mit zu sich zu nehmen, damit er warm duschen und sich umziehen kann. W\u00e4hrend seine Kleidung im Trockner ist, kocht er als Gegenleistung f\u00fcr sie. Zum Nachtisch gibt es Tee und selbstgebackene T\u00f6rtchen \u2026 Und w\u00e4hrend das Aroma von gutem Tee und frisch Gebackenem durch die K\u00fcche zieht, vernascht die Dame des Hauses doch lieber zuerst den Koch.<br \/>\nEin wunderbares Buch f\u00fcr diese Jahreszeit. Es inspiriert dazu, es sich auf dem Sofa mit Wolldecke und Tee gem\u00fctlich zu machen, um zu lesen und zu tr\u00e4umen.[&#8230;]<\/i><br \/>\nZilli in den <a href=\"http:\/\/www.schlagzeilen.com\" target=\"_blank\">\u00bbSchlagzeilen\u00ab<\/a> Nr. 106<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der folgende Text ist eine Leseprobe aus \u00bbFelizia &#038; Felix\u00ab &nbsp; Auch wenn Felizia einen anderen Eindruck haben mochte, Felix schlief kaum besser als sie. Als er Freitagvormittag an seinem Schreibtisch im Institut beinahe eingenickt w\u00e4re und bei einer sp\u00e4teren Besprechung \u00fcberhaupt nichts mitbekommen hatte, erkannte er, da\u00df er mit jemanden reden mu\u00dfte. 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