{"id":1769,"date":"2010-04-24T22:55:21","date_gmt":"2010-04-24T20:55:21","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.arminaugustalexander.de\/?p=1769"},"modified":"2026-04-11T19:04:06","modified_gmt":"2026-04-11T17:04:06","slug":"kurzes-47-lateinnachhilfe","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.arminaugustalexander.de\/?p=1769","title":{"rendered":"Kurzes #47 \u00b7 Lateinnachhilfe"},"content":{"rendered":"<p class=\"titelbild\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/blog.arminaugustalexander.de\/wp-content\/gallery\/titel\/20160625_325_800_2.jpg\" \/><\/p>\n<p>\u00bbIch frage mich ernsthaft, warum du Latein im Leistungskurs genommen hast. Nicht nur, da\u00df du anscheinend die einfachsten Grammatikregeln nicht verstehst, sondern dich scheint das alles \u00fcberhaupt nicht zu interessieren!\u00ab<br \/>\nRolf sank auf seinem Stuhl tiefer\u00f6tend in sich zusammen. Frau Schellenbach hatte sich mit seinem Klassenarbeitsheft vor ihm aufgebaut und hielt es ihm wie eine S\u00fcnderkartei hin.<br \/>\n\u00bbDas ist ja wohl die mit Abstand schlechteste Arbeit, die ich in den letzten Jahren von einem Sch\u00fcler bekommen habe. Wenn du mit diesen Kenntnissen im alten Rom nach dem Weg gefragt h\u00e4ttest, w\u00e4rst du ganz bestimmt wegen Beleidigung verhaftet worden, wenn nicht Schlimmeres\u00ab, setzte sie bissig und auch ein wenig ver\u00e4chtlich hinzu.<br \/>\nEs war fast unbegreiflich, warum sie ihm das Heft nicht rechts und links um die Ohren schlug. Statt dessen legte sie es mit spitzen Fingern vor ihn hin und drehte sich, ohne ein weiteres Wort an ihn zu richten, auf den Abs\u00e4tzen um und ging zum Pult zur\u00fcck um die \u00fcbrigen Hefte den Sch\u00fclern zur\u00fcckzugeben.<!--more--><br \/>\nRolf starrte das Heft an als sei es an allem Schuld, traute sich nicht den Blick zu heben und glaubte, alle anderen im Raum w\u00fcrden ihn ver\u00e4chtlich grinsend mustern. Dabei waren sie nur erleichtert, da\u00df es immer einen gab, der noch schlechter war als sie selbst.<br \/>\nSchuld war &ndash; wenn sich \u00fcberhaupt die Verantwortung auf einen Dritten \u00fcbertragen lie\u00df &ndash; ihr jahrelanger Lateinlehrer Liebemann. Kompetent und jovial aber auch streng mu\u00dfte es sein. Seine beiden Schw\u00e4chen, gutes, aber leider auch zu oft fettes Essen und das \u00fcppige Rauchen von Zigarren und Zigarillos waren ihm zum Verh\u00e4ngnis geworden. Herzinfarkt, Bypass, monatelanger Klinikaufenthalt, mit Zweiundf\u00fcnfzig auf Grund eines \u00e4rztlichen Attests in den Vorruhestand versetzt. Letztlich nur noch ein Schatten seinerselbst. Es hatte alle wie ein Schock getroffen. Kaum einer, der ihn an der Schule nicht vermi\u00dfte, Lehrer wie Sch\u00fcler.<br \/>\nRolfs Leistungen bei ihm waren zwar nicht \u00fcberragend gewesen, konnten sich aber sehen lassen.<br \/>\nNach Liebemanns Zusammenbruch gab es fast einen Monat nur sporadischer Lateinunterricht. Doch da es der letzte Monat vor den gro\u00dfen Ferien gewesen war und die letzte Klassenarbeit nur wenige Tage vor Liebmanns Infarkt geschrieben worden war &ndash; \u00fcber deren Korrektur war er zusammengebrochen &ndash; war es nicht weiter schlimm.<br \/>\nW\u00e4hrend der Ferien schienen alle nur \u00fcber Liebemann zu reden. Nachdem feststand, da\u00df er nicht mehr an die Schule zur\u00fcckkehren w\u00fcrde, wurde lebhaft \u00fcber einen m\u00f6glichen Nachfolger spekuliert. Entsprechend angespannt wurde der erste Schultag nach den Ferien erwartet. Es gab Ger\u00fcchte \u00fcber eine junge Lehrerin, die gerade ihre Referendarzeit hinter sich haben sollte oder die zumindest noch nicht lange zur\u00fccklag.<br \/>\nUnd dann betrat SIE den Klassenraum; Frau Schellenbach, Irene mit Vornamen. Eine kaum mittelgro\u00dfe, durchaus h\u00fcbsche, beinahe zierliche Frau mit rotblonden Locken. Das hervorstechenste an ihr waren ihre kraftvolle warme Stimme, ihre nat\u00fcrliche Autorit\u00e4t, ihr daraus resultierender, aufrechter selbstbewu\u00dfter Gang und die wirklich sehr hohen Abs\u00e4tze ihrer Schuhe zu ansonsten eher schlichter unauff\u00e4lliger Kleidung. Obwohl \u00fcber die H\u00e4lfte der Sch\u00fcler sie \u00fcberragte, schaffte sie es, alle von oben herab anzusehen, wenn sie vor ihr standen.<br \/>\nW\u00e4hrend die anderen Irene Schellenbachs Person schnell und ein wenig entt\u00e4uscht akzeptierten &ndash; zwar wu\u00dfte keiner so recht, was sie erwartet hatten, aber eine Irene Schellenbach wohl nicht &ndash;, hinterlie\u00df sie bei Rolf einen tiefen Eindruck. Irgendwo tief in seinem Inneren schnackelte etwas. Ihm fiel nichts Treffenderes ein. Es schnackelte und dieses Schnackeln setzte etwas in Bewegung, das er beim besten Willen nicht n\u00e4her definieren konnte, auch wenn er gewollt h\u00e4tte. Irene Schellenbach faszinierte ihn. Wenn sie den Klassenraum betrat, wurden seine Handfl\u00e4chen feucht und die Kehle trocken. Er brachte allenfalls nur noch ein Kr\u00e4chzen hervor und darum schwieg er lieber, richtete sie das Wort an ihn. Seine Leistungen verschlechterten sich rapide, denn bei Latein konnte er nur noch an Irene Schellenbach denken.<br \/>\nEs war an sich verr\u00fcckt. Sie war \u00fcberhaupt nicht sein Typ und sowieso zu alt, au\u00dferdem seine Lehrerin. Mit achtzehn erscheinen einem alle Frauen \u00fcber zweiundzwanzig \u00bbalt\u00ab. Und Irene Schellenbach war bereits dreiunddrei\u00dfig!<br \/>\nNicht einmal so etwas wie Verliebtheit empfand er ihr gegen\u00fcber. Schlie\u00dflich war er aus dem Alter sich in seine Lehrerin zu verlieben l\u00e4ngst heraus. Das war ihm \u00fcberhaupt nur einmal passiert, mit f\u00fcnfzehn.<br \/>\nDie Vertretung ihres Erdkundelehrers hatte sein Herz erweichen k\u00f6nnen, was aber nur zwei Monate angehalten hatte, bis zu dem Tag, an dem Jutta die Geduld verloren und ihm frank und frei er\u00f6ffnete, da\u00df sie ihn sehr nett f\u00e4nde, er sich vor allem nicht so anstellen solle und es das beste w\u00e4re, wenn sie miteinandergingen. Juttas realerotische Gegenwart hatte ihn schnell seine pubertierenden Tagtr\u00e4ume bez\u00fcglich jener Lehrerin vergessen lassen.<br \/>\nDie Hefte waren verteilt und die Unruhe der Sch\u00fcler untereinander erstarb sofort als Irene Schellenbach an die Tafel trat und mit dem Unterricht fortfuhr.<br \/>\nNein, desinteressiert war Rolf ganz bestimmt nicht. Er war sogar sehr interessiert, doch eben nicht am Unterricht an sich. Daf\u00fcr gelang es ihm kaum den Blick von Irene Schellenbachs wohlgeformten Waden, ihren F\u00fc\u00dfen, ihrem hochhackigen Schuhwerk abzuwenden, ganz gleich ob sie wie an diesem warmen Oktobertag wei\u00dfe Riemchensandaletten trug, die ihren zierlichen Fu\u00df betonten und die dunkelrot lackierten N\u00e4gel durch die zarten hellen Str\u00fcmpfe hindurch schimmern lie\u00dfen oder Pumps aus feinem Leder oder Stiefel. Ohne gro\u00dfartig dar\u00fcber nachzudenken w\u00e4re er nur zu gerne vor ihr niedergekniet, h\u00e4tte sie es von ihm verlangt.<br \/>\nDas L\u00e4uten, das das Ende der Unterrichtsstunde verk\u00fcndete, lie\u00df ihn zusammenschrecken. Schon wieder eine Stunde um. Er wu\u00dfte nicht, ob er erleichtert oder entt\u00e4uscht sein sollte. Er wu\u00dfte nur, da\u00df er nichts von dem mitbekommen hatte, was Irene Schellenbach in der letzten halben Stunde nach der R\u00fcckgabe der Klassenarbeitshefte gesagt hatte.<br \/>\nWeil es die letzte Stunde an diesem Tag war, beeilten sich alle, den Klassenraum schnellstm\u00f6glich zu verlassen. Rolf hatte kaum seine Tasche gepackt, da stand SIE neben ihm.<br \/>\n\u00bbIch w\u00fcnsche dich morgen vormittag in meiner Sprechstunde zu sehen\u00ab, sagte sie ruhig, aber mit soviel Nachdruck, da\u00df ihm das Herz in die Hosentasche rutschte.<br \/>\nDas war der Anfang vom Ende, durchfuhr es ihn.<br \/>\nMit zitternden Fingern und weichen Knien klopfte er kaum h\u00f6rbar an die T\u00fcr zu Irene Schellenbachs kleinem B\u00fcro. Ein kraftvolles \u00bbHerein\u00ab erscholl von drinnen und er dr\u00fcckte die Klinge nieder.<br \/>\n\u00bbFreut mich, da\u00df du p\u00fcnktlich bist\u00ab, empfing sie ihn ohne jede Ironie und forderte ihn mit einer fast jovialen Geste auf, sich zu setzen.<br \/>\nEr setzte sich so vorsichtig auf die Kante des Stuhl als k\u00f6nnte er unter seinem Gewicht zusammenbrechen und stellte seine Schultasche neben sich ab. Irene Schellenbach sah ihn von ihrem Platz hinter dem Schreibtisch durchaus wohlwollend an. Weil er den Blick gesenkt hielt, sah er nicht das eigent\u00fcmliche L\u00e4cheln, das ihre dezent geschminkten Lippen umspielte.<br \/>\nSchweigen dominierte die ersten Augenblicke.<br \/>\n\u00bbDu kannst dir denken, warum ich dich herbestellt habe?\u00ab<br \/>\nRolfs Antwort war eine Mischung zwischen Nicken und Achselzucken. Ihr L\u00e4cheln wurde leicht sp\u00f6ttisch.<br \/>\n\u00bbDa\u00df deine Noten unter aller Sau sind &ndash; sagen wir ruhig wie\u2019s ist &ndash; wei\u00dft du. Das an sich ist schon schlimm genug. Aber richtig unverst\u00e4ndlich wird es, wenn man dem deine Noten vom letzten Jahr gegen\u00fcberstellt. Alles zwischen Zwei und Drei.\u00ab<br \/>\nSie machte eine Kunstpause, stand auf und stellte sich vor den Schreibtisch, die H\u00e4nde im Scho\u00df gefaltet. Sofort richtete sich sein Blick, der ohnehin gesenkt war, auf ihre F\u00fc\u00dfe. Riemchensandaletten aus schwarzem Lack, hauchzarte schwarze Str\u00fcmpfe und blutrot lackierte, perfekt pedik\u00fcrte N\u00e4gel. Seine Handfl\u00e4chen wurden wieder feucht, seine Kehle daf\u00fcr umso trockener. Wie gut, da\u00df sie seinen Blick nicht sah.<br \/>\n\u00bbNein\u00ab, lachte sie pl\u00f6tzlich erfrischend fr\u00f6hlich auf, was ihn verwirrte.<br \/>\nEr hob den Blick und sah sie fragend an. Aber ihr Blick war schon wieder n\u00fcchtern geworden. Lediglich ein kaum wahrnehmbares wohlwollendes L\u00e4cheln umspielte ihre Lippen.<br \/>\n\u00bbNein\u00ab, wiederholte sie ernster. \u00bbMangelndes Interesse kann man dir nicht bescheinigen. Leider gilt dein Interesse nicht meinem Unterricht, sondern meinen Beinen und meinen Schuhen.\u00ab<br \/>\nEin heftiger Stich durchfuhr ihn. Wie hatte sie es nur herausgefunden? Was w\u00fcrde sie jetzt machen?<br \/>\n\u00bbEs ist klar, da\u00df wir etwas unternehmen m\u00fcssen, damit du nicht den Anschlu\u00df verlierst, dein Abitur mit einer einigerma\u00dfen akzeptablen Note bestehst und dich daran gew\u00f6hnst, nicht mehr auf meine Beine zu achten, sondern ausschlie\u00dflich auf meinen Unterricht. &ndash; Du bist Samstagnachmittag um drei Uhr bei mir zu Hause!\u00ab<br \/>\nDas war keine Aufforderung, das war eindeutig ein Befehl. Und zudem das Zeichen, da\u00df die Audienz beendet war.<br \/>\nZwei Tage bis Samstag und zwei N\u00e4chte in denen Rolf sehr schlecht schlief, wirre Tr\u00e4ume hatte, schwei\u00dfgebadet aufwachte und sich an nichts erinnern konnte, au\u00dfer daran, da\u00df sie sich alle um Irene Schellenbach drehten.<br \/>\n\u00dcberp\u00fcnktlich stand er an diesem sch\u00f6nen Sp\u00e4therbsttag vor ihrer T\u00fcr. Sie wohnte in einem Altbau mit gro\u00dfz\u00fcgig angelegtem Treppenhaus. Nerv\u00f6s mit seiner Schultasche unter dem Arm, in der nur die Lateinsachen waren, wartete er darauf, da\u00df sie ihm aufmachte. Das Klacken auf dem Parkettboden hinter der T\u00fcr sagte ihm, da\u00df sie auch im Haus ihre hohen Abs\u00e4tze trug.<br \/>\n\u00bbSch\u00f6n, da\u00df du p\u00fcnktlich bist\u00ab, sagte sie und bat ihn herein.<br \/>\nSie trug die Lacksandaletten vom Donnerstag, das bemerkte er sofort. Zum ersten Mal sah er sie in einem kurzen Rock, einem aus schwarzem Leder, der sich eng um ihren festen Po schmiegte.<br \/>\nSie f\u00fchrte ihn ins Wohnzimmer, wobei sie auf eine bet\u00f6rende Weise die H\u00fcften wiegte, was Rolfs Kehle wieder trocken werden lie\u00df, und bot ihm Platz an. Auch diesmal setzte er sich auf die Stuhlkante. Sie hatte Tee aufgesch\u00fcttet. Eine Keramikschale mit frischen Keksen stand auf dem Tisch und eigentlich verstr\u00f6mte alles eine ungezwungene Atmosph\u00e4re. Eigentlich &ndash; w\u00e4re nicht diese besondere Spannung zwischen ihnen gewesen.<br \/>\nSie begann eine zwanglose Unterhaltung, doch entkrampfte er sich nicht wirklich, obwohl der Tee und die Kekse, denen er mit Begeisterung zusprach, ausgezeichnet waren.<br \/>\nSie hatte die Beine damenhaft l\u00e4ssig \u00fcbereinandergeschlagen und wippte ein wenig kokett mit dem Fu\u00df, so da\u00df er unwillk\u00fcrlich den Blick darauf richtete, w\u00e4hrend sie scheinbar \u00fcber Belangloses plauderte, er zuh\u00f6rte und nur ab und zu pflichtschuldig etwas antwortete. Sie beobachtete aufmerksam jede seiner Gesten. Je mehr er auf ihre Beine, ihre F\u00fc\u00dfe, ihre Sandaletten achtete, desto mehr bem\u00fchte sie sich, seinen Blick darauf gefesselt zu lassen.<br \/>\nAls die Kanne fast geleert und von den Keksen auch nicht mehr viel \u00fcbrig war &ndash; er hatte gar nicht gemerkt, wie er einen nach dem anderen gegessen hatte &ndash; kam sie abrupt zum eigentlichen Grund seines Hierseins zur\u00fcck.<br \/>\nDas Teegeschirr wurde beiseite ger\u00e4umt. Er holte Buch, Heft und Schreibzeug aus seiner Tasche.<br \/>\nSie lie\u00df ihn das Buch auf Seite sechzig aufschlagen und nahm einen Block und einen Kugelschreiber zur Hand. Ungeschicklicherweise entglitt ihr der Kugelschreiber und fiel zu ihren F\u00fc\u00dfen.<br \/>\n\u00bbW\u00e4rst du so freundlich und hebst mir den Kugelschreiber auf\u00ab, sagte sie mit einem leicht sardonischen L\u00e4cheln.<br \/>\nFast augenblicklich kam er dieser Aufforderung mit einem Eifer nach, der nicht nur ihn \u00fcberraschte. Er hatte kaum den Kugelschreiber in der Hand, da hielt sie ihm schon den rechten Fu\u00df unter die Nase.<br \/>\n\u00bbWie gefallen dir meine F\u00fc\u00dfe aus der N\u00e4he? Wie ist es, den schwarzen Nylonstoff so dicht vor deinem Augen zu sehen? Die schmalen Riemchen? Meine roten N\u00e4gel?\u00ab<br \/>\nEr h\u00f6rte kaum, was sie sagte, er blickte nur fasziniert auf den sch\u00f6nen schlanken Fu\u00df vor sich, auf das feine transparente Gewebe, auf die schmalen schwarzen gl\u00e4nzenden Lederriemchen. Ihre F\u00fc\u00dfe dufteten angenehm. Das Schuhleder dominierte nicht sehr. Er konnte sich gar nicht losrei\u00dfen. Der Kugelschreiber war vergessen, obwohl er ihn noch in der Hand hielt.<br \/>\n\u00bbK\u00fc\u00df mir die Zehen\u00ab, sagte sie pl\u00f6tzlich mit Nachdruck. \u00bbBer\u00fchre sie mit deinen Lippen, deiner Zunge. Ich wei\u00df, da\u00df du es schon lange willst.\u00ab<br \/>\nSie sprach, ruhig, fast leise, doch daf\u00fcr umso eindringlicher. Es tat ihm gut, diese Stimme zu h\u00f6ren, eine Stimme, die ihm Vertrauen einfl\u00f6\u00dfte.<br \/>\nDoch er z\u00f6gerte. Er hatte davon getr\u00e4umt, es war sein innigster Wunsch gewesen. Das erkannte er jetzt. Das war das Diffuse gewesen, das ihn nicht losgelassen hatte, der Grund, warum er immer auf ihre Beine, ihre F\u00fc\u00dfe geschaut hatte.<br \/>\nMehrmals und voller Geduld wiederholte sie ihre Aufforderung, bewegte den Fu\u00df einladend vor seinem Gesicht. Und dann wie selbstverst\u00e4ndlich ber\u00fchrte er ihre Zehen mit den Lippen, k\u00fc\u00dfte sie zaghaft.<br \/>\n\u00bbJa, mein Kleiner, so ist es gut\u00ab, lobte sie.<br \/>\nUnd schon ber\u00fchrte seine Zunge ihre Zehen, schmeckte er den glatten und doch rauhen Stoff. Immer forscher, immer begehrlicher leckte und k\u00fc\u00dfte er ihre F\u00fc\u00dfe, spielte mit der Zunge zwischen den Riemchen herum. Na\u00df war ihr Strumpf von seinem Speichel.<br \/>\nEr sah durch seine Lage und seinen Eifer nicht, wie ihre Augen gl\u00e4nzten, ihre Unterlippe wohlig zitterte, sie zufrieden den Blick auf seinem R\u00fccken und seine dichten jugendlichen Locken richtete.<br \/>\nSie hatte sich nicht in ihm get\u00e4uscht. Ja, es war sogar gut, da\u00df er durch die Konzentration auf ihre Person, ihre F\u00fc\u00dfe, ihre Schuhe, sich nicht mehr auf den Unterricht konzentrieren konnte. Das hatte es ihr erleichtert. So leicht hatte es noch nie jemand gemacht!<br \/>\n\u00bbDen Absatz\u00ab, sagte sie, \u00bbden Absatz! Umspiele mit deiner Zunge den Absatz!\u00ab<br \/>\nAuch das tat er ohne gro\u00dfartig dar\u00fcber nachzudenken. Er schleckte \u00fcber den Lackabsatz als sei dieser ein wohlschmeckendes Eis mit einem gl\u00e4nzendem Schokoladen\u00fcberzug, umspielte ihn mit der Zunge. Und sp\u00fcrte bei alldem gar nicht, wie seine Jeans viel zu eng wurde. Wie die Erregung, die Lust ihn mehr und mehr erf\u00fcllte.<br \/>\nIhr entging es nicht. Daf\u00fcr war sie zu erfahren. F\u00fcr heute war es genug. Es war an der Zeit, ihm ein klein wenig Entspannung zu g\u00f6nnen. Er brauchte ja einen Anreiz, nicht nur, damit er wiederkam, sondern damit er seine Leistungen in Latein auch wirklich verbesserte.<br \/>\n\u00bbEs ist gut\u00ab, sagte sie, \u00bbrichte dich auf.\u00ab<br \/>\nEntt\u00e4uscht lie\u00df er von ihren F\u00fc\u00dfen ab und sah sie an. Ihr freundlicher ermunternder Blick vers\u00f6hnte ihn etwas, lie\u00df ihn hoffen. Sie stellte den rechten Fu\u00df in seinen Scho\u00df und erst jetzt wurde er sich seiner Erektion bewu\u00dft. Es war unangenehm, wie der feste Stoff dagegen dr\u00fcckte. Und ihr Streicheln mit der Sohle machte es nicht besser. Aber um nichts in der Welt h\u00e4tte er ihn dort weg haben wollen.<br \/>\n\u00bbWir m\u00fcssen was dagegen tun\u00ab, meinte sie hilfsbereit. \u00bbLa\u00df ihn an die frische Luft.\u00ab<br \/>\nSie nahm den Fu\u00df weg und er \u00f6ffnete wie selbstverst\u00e4ndlich die Hose. Wenn ihm vor kurzem jemand gesagt h\u00e4tte, da\u00df er seinen Schwanz in Gegenwart der Schellenbach herausholen w\u00fcrde, dann h\u00e4tte er dem Betreffenden nur ver\u00e4chtlich ins Gesicht gelacht und einen Spinner genannt.<br \/>\nWas sie sah, gefiel ihr. Zwar kommt\u2019s bekanntlich nicht auf die Gr\u00f6\u00dfe allein an, aber es ist doch immer wieder sch\u00f6n, etwas zu sehen, das sich sehen lassen kann. Und sehen lassen konnte sich sein bestes St\u00fcck.<br \/>\nSie nahm ihn zwischen ihre F\u00fc\u00dfe und massierte ihn geschickt. Sie hatte es schon sehr oft gemacht. Es machte ihr Spa\u00df einen Mann auf diese Weise zu befriedigen und au\u00dferdem trainierte es die Beinmuskeln. Lange brauchte sie nicht, bis er sich \u00fcber ihre F\u00fc\u00dfe ergo\u00df, was sie gleicherma\u00dfen liebte. Als sein Sperma ihre Str\u00fcmpfe ber\u00fchrte, konnte sie ein lustvolles Schnurren nicht zur\u00fcckhalten und wurde sehr feucht. Doch sie entschied sich, ihre eigene Befriedigung diesmal hintenanzustellen.<br \/>\n\u00bbDas war ganz gut. Richte dich wieder her und setz dich.\u00ab<br \/>\nFast ein wenig fahrig und leicht err\u00f6tend schlo\u00df er seine Hose als w\u00e4re ihm erst jetzt bewu\u00dft geworden, in welcher Lage er sich befand, und setzte sich fast sch\u00fcchtern wieder auf seinen Stuhl. Der vergessene Kugelschreiber lag noch immer auf dem Boden.<br \/>\nW\u00e4hrend sie die F\u00fc\u00dfe aneinanderrieb, damit sein Sperma in ihre Str\u00fcmpfe einzog, erkl\u00e4rte sie ihm:<br \/>\n\u00bbIch schlage dir ein Gesch\u00e4ft vor. An zwei Tagen in der Woche, einer davon ist ein Samstag, bekommst du von mir Nachhilfe in Latein. Erf\u00fcllst du meine Erwartungen, dann erwartet dich eine Belohnung, wovon das Vorherige lediglich ein Vorgeschmack war. Andernfalls gehst du leer aus. Haben wir uns verstanden?\u00ab<br \/>\nSie sah ihm entschlossen in die Augen. Er nickte nur.<br \/>\nAls er wenig sp\u00e4ter unten auf der Stra\u00dfe vor ihrem Haus stand, kam ihm die letzte Stunde wie ein Traum vor.<br \/>\nMontag hatten sie w\u00e4hrend der ersten Stunde Latein und nichts deutete in Irene Schellenbachs Verhalten darauf hin, was sich am Samstag zwischen ihnen ereignet hatte. Aber Rolf gelang es zum ersten Mal seit Irene Schellenbach ihren Kurs \u00fcbernommen hatte, sich einigerma\u00dfen auf den Unterricht zu konzentrieren und nicht allzusehr auf ihre schicken schwarzen hochhackigen Lederstiefel, die unter einem fast wadenlangen schwarzen Lederrock hervorsahen, zu schauen. Das Wetter hatte umgeschlagen und war herbstlicher geworden.<br \/>\n\u00bbDu denkst daran p\u00fcnktlich zu sein\u00ab, sagte sie ihm Mittwoch nach der Lateinstunde und zum ersten Mal sah er wieder das gewisse L\u00e4cheln um ihre Mundwinkel.<br \/>\nDa wu\u00dfte er, da\u00df ihr Pakt galt.<br \/>\nEr machte Fortschritte &ndash; nicht nur in Latein. Sie erlaubte ihm, sich ihrer Lustgrotte ausgiebig mit der Zunge zu widmen, nachdem er sich ebenso ausgiebig mit ihren F\u00fc\u00dfen besch\u00e4ftigt hatte. Daf\u00fcr belohnte sie ihn auf immer die gleiche Weise.<br \/>\nInnerhalb weniger Wochen war er fast wieder so gut, wie bei Liebemann und ein deutlich besserer und ein ebenso leidenschaftlicher Liebhaber sch\u00f6ner Frauenf\u00fc\u00dfe geworden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u00bbIch frage mich ernsthaft, warum du Latein im Leistungskurs genommen hast. Nicht nur, da\u00df du anscheinend die einfachsten Grammatikregeln nicht verstehst, sondern dich scheint das alles \u00fcberhaupt nicht zu interessieren!\u00ab Rolf sank auf seinem Stuhl tiefer\u00f6tend in sich zusammen. Frau Schellenbach hatte sich mit seinem Klassenarbeitsheft vor ihm aufgebaut und hielt es ihm wie eine [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"pgc_sgb_lightbox_settings":"","_themeisle_gutenberg_block_has_review":false,"footnotes":""},"categories":[52,37,32],"tags":[61,50,38,41],"class_list":["post-1769","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-erotisches","category-kurze-geschichten","category-literarisches","tag-erotisches","tag-fetisch","tag-kurzgeschichten","tag-literatur"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/blog.arminaugustalexander.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1769","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/blog.arminaugustalexander.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/blog.arminaugustalexander.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.arminaugustalexander.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.arminaugustalexander.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=1769"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/blog.arminaugustalexander.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1769\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":8414,"href":"https:\/\/blog.arminaugustalexander.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1769\/revisions\/8414"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/blog.arminaugustalexander.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=1769"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.arminaugustalexander.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=1769"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.arminaugustalexander.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=1769"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}