{"id":2511,"date":"2016-10-07T03:37:59","date_gmt":"2016-10-07T01:37:59","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.arminaugustalexander.de\/?p=2511"},"modified":"2026-04-11T19:48:50","modified_gmt":"2026-04-11T17:48:50","slug":"kurzes-63-bloss-gestellt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.arminaugustalexander.de\/?p=2511","title":{"rendered":"Kurzes #63 \u00b7 \u00bbblo\u00df gestellt\u00ab"},"content":{"rendered":"<p class=\"titelbild\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/blog.arminaugustalexander.de\/wp-content\/gallery\/titel\/20160625_493_800_2.jpg\" \/><\/p>\n<p><em>Die Fortsetzung von \u00bb<a href=\"?p=2487\">Ein \u00bbblinde date\u00ab im Wortsinn<\/a>\u00ab und \u00bb<a href=\"?p=2420\">Der unbekannte n\u00e4chtliche Anrufer<\/a>\u00ab<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Am Abend h\u00e4tte es Simon viel mehr \u00fcberrascht, h\u00e4tte das Telefon nicht p\u00fcnktlich um Mitternacht gel\u00e4utet.<\/p>\n<p class=\"einzug\">\u00bbIch mu\u00df dich loben\u00ab, erscholl die vertraute Stimme ohne Gru\u00df, \u00bbobwohl ich nichts anderes von dir erwartet habe, als da\u00df du soviel Disziplin besitzt, meinen Anweisungen bedingungslos Folge zu leisten.\u00ab<\/p>\n<p class=\"einzug\">\u00bbUnd wenn ich nicht so diszipliniert gewesen w\u00e4re\u00ab, fragte er und versuchte den Klo\u00df im Hals, der sich einstellte, weil er die Antwort schon vor der Frage kannte, sie nicht h\u00f6ren zu lassen.<\/p>\n<p class=\"einzug\">\u00bbIch bin \u00fcberzeugt, da\u00df du die Antwort bereits wei\u00dft\u00ab, entgegnete sie und er glaubte zu sehen, wie ein diabolisches L\u00e4cheln ihre Lippen umspielte.<\/p>\n<p class=\"einzug\">\u00bbNaja, es gibt auch nur eine m\u00f6gliche Antwort\u00ab, versuchte er nonchalant zu klingen, war sich aber sicher, da\u00df ihm das nur unzureichend gelang.<\/p>\n<p class=\"einzug\">\u00bbDarum sehe ich deine Frage auch als rein rhetorische an. Wie gesagt, ich war mir ziemlich sicher, da\u00df du nicht den Versuch machen w\u00fcrdest, dich umzudrehen. Ich kenne dich mittlerweile besser als du dir vorstellen kannst.\u00ab<\/p>\n<p class=\"einzug\">\u00bbKlar, wir haben in der letzten Zeit ja h\u00e4ufig miteinander gesprochen\u00ab, meinte er leger.<\/p>\n<p class=\"einzug\">Ihr tiefes unverhohlenes Auflachen irritierte ihn.<!--more--><\/p>\n<p class=\"einzug\">\u00bbVon einem Mann deiner Intelligenz h\u00e4tte ich eine andere Antwort erwartet. Glaubst du, ich h\u00e4tte nicht schon vieles von dir gewu\u00dft, bevor ich dich das erste Mal anrief? Meinst du, ich h\u00e4tte mich mit einem vollkommen Fremden eingelassen? Nein, unsere Gespr\u00e4che sollten mir nur meine Recherchen, meine Einsch\u00e4tzung best\u00e4tigen und vor allem dich neugierig machen.\u00ab<\/p>\n<p class=\"einzug\">\u00bbWenn du mich schon vorher so gut kanntest, kenne ich dich vielleicht auch?\u00ab fragte er fast schon zaghaft und aus dem Wunsch heraus, der aus der Verwirrung entsteht, wenigstens auf irgendeine wie auch immer geartete Weise einen Anhaltspunkt zu finden, der zur Kl\u00e4rung dienen k\u00f6nnte.<\/p>\n<p class=\"einzug\">\u00bbWenn ich sage, da\u00df ich dich bereits vorher gut kannte, impliziert das nicht automatisch, da\u00df du mich auch kennen mu\u00dft. Nein, du kennst mich nicht. Du kannst mir glauben, da\u00df wir uns heute nachmittag in diesem Zimmer zum ersten Mal physisch begegnet sind. &ndash; Doch genug. Es war f\u00fcr uns beide ein aufregender Tag. Du findest dich \u00fcbermorgen um dieselbe Zeit wieder in dem Zimmer ein. Du sitzt wieder auf dem Stuhl mit dem Gesicht zum Fenster. Mit dem einem Unterschied; du bist diesmal nackt. Und die Arme l\u00e4\u00dft du seitlich herunterh\u00e4ngen.\u00ab<\/p>\n<p class=\"einzug\">\u00bbNackt?\u00ab fragte er, aber nicht weil er glaubte, sich verh\u00f6rt zu haben, sondern weil er versuchte, sich vorzustellen, was sie vorhaben k\u00f6nnte. Mit Sicherheit w\u00fcrde sie diesmal nicht blo\u00df eine Stunde regungslos hinter ihm stehen.<\/p>\n<p class=\"einzug\">\u00bbIch wei\u00df, da\u00df du verstanden hast. Deine Frage ist also \u00fcberfl\u00fcssig\u00ab, obwohl ganz ruhig ausgesprochen, schwang in den Worten eine gro\u00dfe Strenge und ein kr\u00e4ftiger Tadel mit.<\/p>\n<p class=\"einzug\">Er entschied sich, zu schweigen. <\/p>\n<p class=\"einzug\">\u00bbWenn das Wetter es zul\u00e4\u00dft, kannst du dich ja wieder auf die Bank unter der gro\u00dfen Buche setzen, bevor du ins Hotel gehst, oder machst einen kleinen Rundgang. Der Park ist wirklich sehr sch\u00f6n.\u00ab Sie h\u00e4ngte ab, bevor er darauf reagieren konnte.<\/p>\n<p class=\"einzug\">Sein Gef\u00fchl hatte ihn nicht betrogen. Er war beobachtet worden. Aber von wo aus? Von wem? Er hatte niemanden erkennen k\u00f6nnen, der nur ann\u00e4hernd infrage kam.<\/p>\n<p class=\"einzug\">Diese Nacht schlief er unruhig. Immer wieder sa\u00df er auf dem Stuhl im Zimmer. Doch blieb die Sch\u00f6ne diesmal nicht hinter ihm stehen, sondern trat vor ihn, ging um ihn herum. Aber ihr Gesicht blieb immer im Dunkel, lie\u00df sich nicht fassen. \u00dcberhaupt sah er nur Silhouetten von Frauen, die er alle zu kennen schien, von denen er aber keine wirklich identifizieren konnte.<\/p>\n<p class=\"einzug\">Die ins Schlafzimmer flutende Morgensonne weckte ihn. Obwohl er seine \u00fcblichen acht Stunden geschlafen hatte, f\u00fchlte er sich unausgeruht, als w\u00e4re er \u00fcbern\u00e4chtigt zu Bett gegangen und nach wenigen Stunden Schlaf schon wieder aufgeschreckt ohne erneut einschlafen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p class=\"einzug\">Am fraglichen Tag war der Himmel nicht mehr wolkenlos wie vor zwei Tagen. Aber das nahm er nur am Rande wahr. Fast minuti\u00f6s wiederholte er den Ablauf; setzte sich auf die Bank, die ihm schon vertraut erschien, lie\u00df die Blicke umherwandern. Hatte er seinerzeit nur geglaubt, er w\u00fcrde beobachtet, so war es f\u00fcr ihn jetzt Gewi\u00dfheit. Aber auch diesmal konnte er niemanden entdecken, der infrage kam. Obwohl &ndash; die gro\u00dfe elegante Br\u00fcnette dort hinten. Aber andererseits &ndash; nein, die war es nicht und SIE w\u00fcrde sich sicher nicht so zeigen, da\u00df er sie sofort entdeckte.<\/p>\n<p class=\"einzug\">Er sah auf die Uhr. Es war Zeit f\u00fcr den Rundgang. Er kreuzte den Weg der Br\u00fcnetten. An jedem anderen Tag h\u00e4tte er ihr zumindest ein L\u00e4cheln geschenkt, war sie doch der Typ, den er bevorzugte, aber er nahm sie kaum zur Kenntnis.<\/p>\n<p class=\"einzug\">Der Portier reichte ihm beim Eintreten wortlos den Schl\u00fcssel, wie einem langj\u00e4hrigen Stammgast, der selbst schon Teil des Hauses geworden war.<\/p>\n<p class=\"einzug\">Wie selbstverst\u00e4ndlich schlo\u00df er die Zimmert\u00fcr auf, steckte den Schl\u00fcssel von innen ins Schlo\u00df. Die Vorh\u00e4nge waren zugezogen, Licht fiel unter der Verbindungst\u00fcr hervor. Ihm war, als h\u00e4tte er das Zimmer lediglich f\u00fcr einige Minuten verlassen.<\/p>\n<p class=\"einzug\">Er stellte den Stuhl an seinen Platz und zog sich ohne weiter zu \u00fcberlegen aus, legte die Sachen ordentlich \u00fcber einen der beiden anderen St\u00fchle. Er setzte sich aufrecht auf den Stuhl, die Beine zusammen, die Arme seitlich locker herunterh\u00e4ngend.<\/p>\n<p class=\"einzug\">Erst jetzt erfa\u00dfte ihn diese gewisse Nervosit\u00e4t wieder. Einfach auf dem Stuhl hier zu sitzen, war eine Sache, dasselbe nackt zu tun, eine ganz andere. Zumal seine Nacktheit ja eine zweifache war. Einmal seine physische und dann der Umstand, da\u00df sie ihn ja gut kannte, w\u00e4hrend er eigentlich so gut wie nichts von ihr wu\u00dfte. Nicht einmal den Namen, geschweige denn ihr Alter, ihr \u00c4u\u00dferes. Einzig, da\u00df sie eine gebildete und kultivierte Frau war, war gewi\u00df, das hatte sich aus ihrer Art sich zu \u00e4u\u00dfern, ihren Gespr\u00e4chen ergeben.<\/p>\n<p class=\"einzug\">Diesmal schien sie ihn nicht so lange warten zu lassen, oder es kam ihm lediglich k\u00fcrzer vor. Und wieder \u00f6ffnete sich die Verbindungst\u00fcr fast lautlos, f\u00fchlte er, wie ihr Duft langsam zu ihm str\u00f6mte. Wie vertraut ihm ihr Parfum bereits war. Wieder verharrte sie ein paar Minuten, ehe sie sich ihm von hinten n\u00e4herte. Heute jedoch mu\u00dfte er sich nicht beherrschen, damit er sich nicht umdrehte. Heute dachte er nicht einen Moment daran, den Kopf zu wenden, in ihre Richtung zu sehen.<\/p>\n<p class=\"einzug\">F\u00fcr den Moment durchzuckte ihn der Gedanke, ob sie am Ende auch nackt sei, wie ein elektrischer Schlag. Zugleich erschien ihm die Vorstellung aber auch unwahrscheinlich, ohne da\u00df er den Grund daf\u00fcr h\u00e4tte nennen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p class=\"einzug\">Sie war wieder hinter ihm. Er sp\u00fcrte ihre W\u00e4rme, ihren Atem. Und wu\u00dfte sofort, da\u00df sie nicht nackt war.<\/p>\n<p class=\"einzug\">Er f\u00fchlte sich ein wenig schutzlos, ausgeliefert, nackt in mehrfacher Hinsicht.<\/p>\n<p class=\"einzug\">Bevor er die \u00dcberlegung anstellen konnte, ob sie auch heute wieder nur hinter ihm stehenbleiben w\u00fcrde, sah er schon das schwarze Tuch dicht vor dem Gesicht und im n\u00e4chsten Moment sp\u00fcrte er die k\u00fchle Seide an den Augen, wie sie es mit einem strammen Konten im Nacken befestigte. Er war des Sehsinns vor\u00fcbergehend beraubt. Sie hatte ihm das Tuch so geschickt umgebunden, da\u00df er keinerlei M\u00f6glichkeit hatte, irgendwie unten hindurch zu blicken. Er sah tats\u00e4chlich nichts.<\/p>\n<p class=\"einzug\">Als N\u00e4chstes sp\u00fcrte er ihren warmen Atem am Hals und kurz darauf ihre Z\u00e4hne auf der Haut. Ob mit Absicht oder zuf\u00e4llig, sie ber\u00fchrte die Stelle, unter der die Schlagader flo\u00df. Sie grub ihm die Z\u00e4hne langsam und fest in die Haut.<\/p>\n<p class=\"einzug\">Nat\u00fcrlich war es absurd, aber er konnte den Gedanken nicht ignorieren, da\u00df sie nur mit ganzer Kraft zubei\u00dfen mu\u00dfte, um ihm ins Jenseits zu bef\u00f6rdern. Die Vorstellung, da\u00df sein warmes Blut sich in ihren Mund ergo\u00df, jagte ihm einen gruseligen aber nicht wirklich unangenehmen Schauer \u00fcber den R\u00fccken.<\/p>\n<p class=\"einzug\">Ihr Bi\u00df war ein ganz normaler Liebesbi\u00df, wie er schon etliche bekommen und selbst ausgeteilt hatte. Er tat zwar etwas weh, w\u00fcrde auch einige Zeitlang als sogenannter Knutschfleck sichtbar bleiben, war aber absolut harmlos.<\/p>\n<p class=\"einzug\">Sie bi\u00df ihn kurzerhand noch zweimal und er r\u00fchrte sich nicht, verzog nicht einmal eine Miene.<\/p>\n<p class=\"einzug\">Sie richtete sich wieder auf. Mit sichtlicher Zufriedenheit, wie er sp\u00fcrte. Weil er nichts sehen konnte, konzentrierte er sich automatisch auf die \u00fcbrigen Sinne. Da\u00df man mit geschlossenen Augen viel besser h\u00f6rt, erfuhr er nicht zum ersten Mal. Er h\u00f6rte leise ihre Kleidung rascheln, w\u00e4hrend sie sich bewegte.<\/p>\n<p class=\"einzug\">Sie beugte sich von hinten \u00fcber ihn. Er sp\u00fcrte, wie sie ihm die N\u00e4gel auf Bauchh\u00f6he in die Haut dr\u00fcckte und sie langsam den K\u00f6rper hinaufzog. Es war ein angenehmes Gef\u00fchl. Mit etwas mehr Nachdruck h\u00e4tte sie blutige Striemen darauf hinterlassen. Unmittelbar unterhalb der Brustwarzen l\u00f6ste sie den Druck, was ihn leicht entt\u00e4uschte.<\/p>\n<p class=\"einzug\">Er h\u00f6rte, wie sie um ihn herumging und vor ihm stehen blieb. Nahm er es jetzt so deutlich wahr, weil sie ihre Vorsicht abgelegt hatte oder weil das Geh\u00f6r durch die verbundenen Augen gesch\u00e4rft war?<\/p>\n<p class=\"einzug\">Sie befanden sich nun von Angesicht zu Angesicht gegen\u00fcber und er sah nichts.<\/p>\n<p class=\"einzug\">Zuerst glaubte er, sie w\u00fcrde nur vor ihm stehen bleiben, denn eine Weile geschah nichts. Doch dann setzte sie sich ihm rittlings auf den Scho\u00df und legte ihm die H\u00e4nde locker auf die Schultern.<\/p>\n<p class=\"einzug\">Im ersten Augenblick str\u00f6mten soviel Eindr\u00fccke gleichzeitig auf ihn ein, da\u00df er kaum in der Lage war, sie zu ordnen, zu sagen, was ihm als erstes aufgefallen war.<\/p>\n<p class=\"einzug\">Jedenfalls war sie keine kleine zierliche Person, aber das hatte er ohnehin nie ernsthaft angenommen. Ihre Br\u00fcste ber\u00fchrten ihn leicht. Dem Empfinden nach war ihre Bluse aus Seide. Der Stelle nach, wo sie ihn ber\u00fchrten, mu\u00dfte sie relativ gro\u00df sein, was auch mit dem Gewicht, das er sp\u00fcrte, \u00fcbereinstimmte. Sie war eher schlank als kr\u00e4ftig. Sie hatte die Beine nach hinten angewinkelt. Sie trug eine enge Hose aus weichem Leder und vermutlich hohe Abs\u00e4tze. Ihre H\u00e4nde waren schlank und die N\u00e4gel mittellang. Er sp\u00fcrte einzelne Haare im Gesicht. Es sprach also viel daf\u00fcr, da\u00df diese lang waren.<\/p>\n<p class=\"einzug\">Es dauerte eine Weile, bis er bemerkte, da\u00df er bereits bevor sie sich ihm auf den Scho\u00df gesetzt, eine ansehnliche Erektion bekommen hatte und sie, ob beabsichtigt oder nicht, so auf ihm sa\u00df, da\u00df diese gegen ihr Schambein dr\u00fcckte, lediglich weiches Leder dazwischen.<\/p>\n<p class=\"einzug\">Im ersten Moment war ihm das zutiefst peinlich, doch sofort schalt er sich einen Narren. Ein lustlos und schlaff herabh\u00e4ngendes Etwas w\u00e4re ein Grund zur Peinlichkeit, denn das h\u00e4tte SIE \u00fcberraschen m\u00fcssen.<\/p>\n<p class=\"einzug\">So wie er unbeweglich auf dem Stuhl sa\u00df, sa\u00df sie ihm auf dem Scho\u00df. So sch\u00f6n das anfangs auch war, mit der Zeit wurde es unbequem. Der Stuhl war ungepolstert. Und nach einer gewissen Zeit wird auch eine zarte Elfe zur ganz profanen k\u00f6rperlichen Last. Und doch w\u00fcnschte er, sie m\u00f6ge noch lange so sitzen bleiben. Seine Erektion war um keinen Deut abgeklungen, im Gegenteil.<\/p>\n<p class=\"einzug\">Bevor es f\u00fcr ihn wirklich schmerzhaft wurde, stand sie auf. Sie blieb breitbeinig \u00fcber ihm stehen, er sp\u00fcrte ihre Beine an den Schenkeln. Pl\u00f6tzlich griff sie ihm fest in den Nackten, beugte ihm den Kopf nach hinten, so da\u00df es schmerzte. Im n\u00e4chsten Moment sp\u00fcrte er ihre weichen Lippen auf seinen und ihre Zunge im Mund. Sie gab ihm einen relativ kurzen aber intensiven Ku\u00df, der ihm nicht nur sprichw\u00f6rtlich den Atem raubte.<\/p>\n<p class=\"einzug\">Sie lie\u00df seinen Kopf los und ging leise aber festen Schrittes ins andere Zimmer. Nachdem er das Kratzen des Schl\u00fcssels im Schlo\u00df vernommen hatte, nahm er das Seidentuch von den Augen. Es war nicht leicht gewesen, den Knoten zu \u00f6ffnen. Die Augen hatten solange kein Licht mitbekommen, da\u00df er trotz des ihn umgebenden Halbdunkels blinzeln mu\u00dfte und ein wenig Zeit ben\u00f6tigte, bis er sich an die Helligkeit gew\u00f6hnt hatte.<\/p>\n<p class=\"einzug\">Er sah an sich hinunter. Ihre N\u00e4gel hatten sichtbare R\u00f6tungen hinterlassen und ein Blick in den Spiegel \u00fcber dem Waschbecken zeigte ihm die langsam sichtbar werdenden Spuren ihrer Liebesbisse, die er wie Troph\u00e4en betrachtete.<\/p>\n<p class=\"einzug\">Er setzte sich wieder auf den Stuhl, doch nicht, weil er unschl\u00fcssig war, was weiter zu tun sei, sondern weil die verdammte Erektion nicht so einfach abklingen wollte. Und mit ihr war es eben nicht leicht in die Hosen zu kommen.<\/p>\n<p class=\"einzug\">Doch bekanntlich ist nichts von Dauer, auch wenn man es manchmal kaum glauben mag. Und wenig sp\u00e4ter stand er wieder vor dem Hotel in der Nachmittagssonne, das schwarze Seidentuch fest in der Hand haltend.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Fortsetzung von \u00bbEin \u00bbblinde date\u00ab im Wortsinn\u00ab und \u00bbDer unbekannte n\u00e4chtliche Anrufer\u00ab &nbsp; Am Abend h\u00e4tte es Simon viel mehr \u00fcberrascht, h\u00e4tte das Telefon nicht p\u00fcnktlich um Mitternacht gel\u00e4utet. \u00bbIch mu\u00df dich loben\u00ab, erscholl die vertraute Stimme ohne Gru\u00df, \u00bbobwohl ich nichts anderes von dir erwartet habe, als da\u00df du soviel Disziplin besitzt, meinen [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"pgc_sgb_lightbox_settings":"","_themeisle_gutenberg_block_has_review":false,"footnotes":""},"categories":[52,37,32],"tags":[61,38,41],"class_list":["post-2511","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-erotisches","category-kurze-geschichten","category-literarisches","tag-erotisches","tag-kurzgeschichten","tag-literatur"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/blog.arminaugustalexander.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2511","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/blog.arminaugustalexander.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/blog.arminaugustalexander.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.arminaugustalexander.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.arminaugustalexander.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=2511"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/blog.arminaugustalexander.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2511\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":8446,"href":"https:\/\/blog.arminaugustalexander.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2511\/revisions\/8446"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/blog.arminaugustalexander.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=2511"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.arminaugustalexander.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=2511"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.arminaugustalexander.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=2511"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}