{"id":306,"date":"2008-11-29T01:36:59","date_gmt":"2008-11-29T00:36:59","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.arminaugustalexander.de\/?p=306"},"modified":"2026-04-02T18:22:23","modified_gmt":"2026-04-02T16:22:23","slug":"warum-man-texte-veroffentlicht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.arminaugustalexander.de\/?p=306","title":{"rendered":"Warum man Texte ver\u00f6ffentlicht"},"content":{"rendered":"<p class=\"titelbild\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/blog.arminaugustalexander.de\/wp-content\/gallery\/logos\/betrach.png\" \/><\/p>\n<p>Eine bestimmte Gruppe w\u00fcrde sagen, aus Eitelkeit. Aber das sind dieselben die in Blogs den Beginn vom Niedergangs des seri\u00f6sen Journalismus sehen und f\u00fcr die Autoren, die ihre B\u00fccher in Eigenregie ver\u00f6ffentlichen, welche sind, die so uninteressant oder so schlecht sind, da\u00df sie bei keinem Verlag alter Schule unterkommen konnten.<\/p>\n<p>Miesen Journalismus hat es schon immer gegeben und das Gebaren gewisser Gazetten des Boulevard-Journalismus zu unterbieten d\u00fcrfte allein deshalb f\u00fcr den durchschnittlichen Blogger nahe unm\u00f6glich sein<!--more-->, weil er sich mit Sicherheit keine aufwendige Rechtsabteilung leisten kann, die ihn aus der Patsche rei\u00dft, in die er sich mit Wonne gesetzt hat. Uninteressant und\/oder schlecht war noch nie ein zureichendes Kriterium um als Autor von einem Verlag abgelehnt zu werden. F\u00fcr den wirklich gro\u00dfen wirtschaftlichen Erfolg scheinen sie fast Bedingung zu sein. Halt die Geschichte mit dem kleinsten gemeinsamen Nenner.<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich kann sich niemand von Eitelkeit frei sprechen. Es hat schon etwas den eigenen Namen auf einem Buchtitel zu sehen, der problemlos on- wie offline \u00fcberall geordert werden kann. Aber das hat sicherlich nur eine untergeordnete Bedeutung. Neben dem wirtschaftlichen Aspekt, schlie\u00dflich steckt in jedem Text ob er nun f\u00fcnf oder f\u00fcnfhundert Seiten umfa\u00dft eine Menge Arbeit, k\u00f6rperlicher wie geistiger und davon h\u00e4tte man gerne etwas zur\u00fcck in Form klingender M\u00fcnze \u2013 schlie\u00dflich verfa\u00dft man einen Text nicht an einem flauen Sonntagnachmittag zwischen Kaffeetrinken und Abendessen \u2013 steht vor allem die Freude an der Kommunikation im Vordergrund. Man schreibt einen Text, weil man etwas sagen will. \u00dcberzeugt ist, da\u00df dieser es Wert ist von anderen gelesen zu werden. Ich wage mal zu behaupteten, da\u00df keinem Autor der Schritt in die \u00d6ffentlichkeit leicht f\u00e4llt. Viele m?gen sich diesen Schritt in der Phantasie in rosigen Farben ausmalen, aber jeder wei\u00df auch, da\u00df die Realit\u00e4t wenig mit den eigenen W\u00fcnschen gemein hat.<\/p>\n<p>Was es heute einfacherer macht sind die Fortschritte in der EDV. Fr\u00fcher \u2013 vor zehn Jahren und l\u00e4nger \u2013 war die Publikation eines Buches auf Grund der technischen Gegebenheiten mit hohem finanziellen Aufwand verbunden. Im Offset-Druck mu\u00df eben eine bestimmte Anzahl B\u00fccher gedruckt werden, damit die Kosten pro Buch in einem vertretbaren Rahmen bleiben. Und diese B\u00fccher m\u00fcssen zudem in einer bestimmten Zeit verkauft werden, um die (Druck-)Kosten rezufinanzieren, aber auch um die Lagerhaltungskosten zu minimieren. Tausend Exemplare verstaut man eben nicht mal so im Schrank. Verst\u00e4ndlich da\u00df dabei vieles was es eigentlich wert gewesen w\u00e4re, aus Scheu vorm Risiko nicht gedruckt wurde. Durch den digitalen Offset-Druck wird das Risiko minimiert. Druckkosten entstehen nur noch, wenn wirklich ein Exemplar angefordert wird. Die Kosten f\u00fcr Layout und Lektor bleiben zwar, aber lassen sich viel leichter kontrollieren. Auch hier hilft die EDV Kosten sparen.<\/p>\n<p>Trotz dieser angenehmen Risikominimierung, die zugleich ein Garant f\u00fcr Vielf\u00e4ltigkeit ist, bleibt das eigene Buch ein Abenteuer. Man beginnt seinen Text mit anderen Augen zu sehen. Vergleichbar mit den Gef\u00fchlen, die Eltern haben, wenn sie erkennen, da\u00df ihr Nachwuchs fl\u00fcgge wird und allein in die Welt hinausgeht. Was wird sie da drau\u00dfen wohl erwarten? Mit dem Moment seiner Ver\u00f6ffentlichung beginnt ein Text ein Leben unabh?ngig vom Autor. Der Text mu\u00df sich wie die erwachsenen Kinder nun allein durchs Leben schlagen. Mu\u00df sich Kritik stellen, behaupten. Aber wie das Verhalten der Kinder auf die Eltern, so f\u00e4llt der Text auf seinen Autor zur\u00fcck. Sorgt f\u00fcr Mi\u00dfverst\u00e4ndnisse ebenso wie f\u00fcr Klarheiten, es werden von seinen Lesern Aspekte an ihm entdeckt, an die der Autor selbst nie gedacht h\u00e4tte.<\/p>\n<p>Einen Vorteil den die Eigenpublikation voraus hat, ist die vollst\u00e4ndige (k\u00fcnstlerische) Kontrolle die man als Autor besitzt. Das bedeutet zwar auch mehr Verantwortung aber die Chance, da\u00df das Buch so wird, man es sich vorstellt, ist kaum zu untersch\u00e4tzen. Was mit Sicherheit auch vom Leser honoriert wird, wenn er es wei\u00df.<br \/>\n<br \/>\n<b>Eine Auswahl meiner Ver\u00f6ffentlichungen:<\/b><\/p>\n<p>Nachhilfestunden<\/p>\n<p>Die Villa nebenan<\/p>\n<p>Geheimnisvolles Rendezvous<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eine bestimmte Gruppe w\u00fcrde sagen, aus Eitelkeit. 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