{"id":3247,"date":"2016-11-27T15:08:04","date_gmt":"2016-11-27T14:08:04","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.arminaugustalexander.de\/?p=3247"},"modified":"2026-04-11T20:15:09","modified_gmt":"2026-04-11T18:15:09","slug":"kurzes-69-das-kleine-schuhgeschaeft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.arminaugustalexander.de\/?p=3247","title":{"rendered":"Kurzes #69 \u00b7 Das kleine Schuhgesch\u00e4ft"},"content":{"rendered":"<p class=\"titelbild\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/blog.arminaugustalexander.de\/wp-content\/gallery\/titel\/20160625_326_800_2.jpg\"\/><\/p>\n<p>\u00bbBis morgen.\u00ab Robert schlo\u00df die T\u00fcr hinter Lore und Cornelia, seinen beiden Verk\u00e4uferinnen. Er warf einen kurzen Blick auf die Uhr. Noch eine viertel Stunde, dann w\u00fcrde er das kleine Schuhgesch\u00e4ft schlie\u00dfen, das auf Damenschuhe spezialisiert war und das er bereits in der dritten Generation f\u00fchrte.<\/p>\n<p class=\"einzug\">Es war ein lauer Fr\u00fchlingsabend mitten in der Woche. Im Grunde viel zu schade, um ihn mit den l\u00e4stigen t\u00e4glichen B\u00fcroarbeiten zu verbringen. Gut eine Stunde w\u00fcrde er noch damit zubringen m\u00fcssen, bevor er ebenfalls nach Hause gehen konnte. Hoffentlich kam jetzt keine Kundin mehr. Aber vor der Zeit wollte er auch nicht schlie\u00dfen, selbst wenn es sich nur um f\u00fcnf Minuten handelte. Jetzt waren es noch zehn.<\/p>\n<p class=\"einzug\">Er spielte nerv\u00f6s mit den Sch\u00fcsseln in der rechten Hosentasche. Er betrachtete die im gro\u00dfen Schaufenster ausgestellten Schuhe, die \u00fcberwiegend mittelhohe bis beinahe turmhohe Abs\u00e4tze besa\u00dfen und ausnahmslos aus feinem Leder waren.<!--more--><\/p>\n<p class=\"einzug\">Hochwertige und dennoch erschwingliche Schuhe waren seit jeher das Motto des Gesch\u00e4fts gewesen. Wohlhabend war er dadurch nicht geworden. Trotz allem w\u00fcrde er es gegen nichts anderes eintauschen wollen, ein nicht unbetr\u00e4chtlicher Teil seiner Kundinnen besa\u00df sch\u00f6ne Beine, und sch\u00f6ne Frauenbeine gefielen ihm nun einmal sehr. Somit konnte er seiner Vorliebe ungest\u00f6rt fr\u00f6nen, ohne da\u00df sich irgend jemand etwas dabei dachte.<\/p>\n<p class=\"einzug\">Lore und Cornelia ahnten zwar, da\u00df er sie nicht nur auf Grund ihrer guten Zeugnisse eingestellt hatte, sondern deren sch\u00f6ne langen Beine den eigentlich Ausschlag gegeben hatten. Aber da er ein umg\u00e4nglicher Chef war und zudem ein attraktiver, wenn auch etwas zur\u00fcckhaltender vierziger, waren sie \u00fcberzeugt, da\u00df sie es kaum besser h\u00e4tten treffen k\u00f6nnen, zumal sie Schuhe und echte Nylons &ndash; ihre pers\u00f6nliche Leidenschaft, die er in seinem Gesch\u00e4ft in gro\u00dfer Auswahl f\u00fchrte &ndash; zum Selbstkostenpreis erstehen konnten.<\/p>\n<p class=\"einzug\">Er sah erneut auf die Uhr. In rund drei Minuten konnte er endlich abschlie\u00dfen. Er holte den Schl\u00fcssel aus der Hosentasche und wollte die Hand bereits auf den T\u00fcrgriff legen, da dr\u00fcckte eine Frau die T\u00fcr auf. Er trat unwillk\u00fcrlich einen Schritt zur\u00fcck, um die T\u00fcr nicht gegen den Kopf gesto\u00dfen zu bekommen.<\/p>\n<p class=\"einzug\">\u00bbIch wollte gerade schlie\u00dfen\u00ab, sagte er mehr reflexartig und darum auch leicht verlegen, da es mehr seinem Wunsch als seinem Gesch\u00e4ftsprinzip entsprach.<\/p>\n<p class=\"einzug\">\u00bbW\u00fcrden Sie eine Ausnahme machen? Es dauert auch nicht lange\u00ab, fragte sie freundlich mit einer warmen Altstimme und sah ihn dabei mit einem Blick an, dem kaum etwas abzuschlagen war.<\/p>\n<p class=\"einzug\">Erst jetzt schien er zu bemerken, wer vor ihm stand. Sie war ein wenig gr\u00f6\u00dfer als er, was an den fast turmhohen Abs\u00e4tzen ihrer Schuhe lag, denen sein erster Blick galt.<\/p>\n<p class=\"einzug\">Es war eine berufliche Manie von ihm, den Leuten zuerst auf die Schuhe zu sehen. <i>Zeige mir die Schuhe, die du tr\u00e4gst und ich sage dir, wer du bist<\/i>, k\u00f6nnte sein Leitmotiv sein. Ihre Schuhe waren aus feinem Leder, gepflegt und ihnen war anzusehen, da\u00df sie h\u00e4ufig getragen wurden, was die Liebhaberin hochhackigen Schuhwerks verriet.<\/p>\n<p class=\"einzug\">Nach diesem ersten positiven Eindruck hob er den Blick und betrachtete den \u203aRest\u2039 seiner sp\u00e4ten Kundin, die einen knielangen Rock und ein lang\u00e4rmliges Oberteil aus handschuhweichem weinrotem Leder trug und sich wie ein Handschuh um ihren femininen, leicht zum Molligen tendierenden K\u00f6rper schmiegte. Allzu schlanke Frauen hatten noch nie seinen Gefallen gefunden.<\/p>\n<p class=\"einzug\">\u00bbNa gut.\u00ab Er unterdr\u00fcckte einen Seufzer, nicht weil er noch eine Kundin bedienen mu\u00dfte, sondern weil sie zu den Frauen geh\u00f6rte, denen man(n) nur wenig abschlagen konnte und die das auch wu\u00dfte. \u00bbWenn es Sie nicht st\u00f6rt, da\u00df ich solange hinter Ihnen abschlie\u00dfe.\u00ab<\/p>\n<p class=\"einzug\">\u00bbNein, so sind wir ungest\u00f6rter\u00ab, erwiderte sie mit einem leisen L\u00e4cheln, und strich sich mit einer nonchalanten Geste eine Str\u00e4hne ihrer schwarzen, schulterlangen Locken aus der Stirn. Enge Handschuhe aus dem gleichen Leder und von der gleichen Farbe wie Rock und Oberteil schmiegten sich wie eine zweite Haut um ihre schlanken H\u00e4nde.<\/p>\n<p class=\"einzug\">Er schlo\u00df die T\u00fcr hinter ihr ab. Ihr schweres, bet\u00f6rendes Parfum erf\u00fcllte bereits den Laden und wirkte leicht bet\u00e4ubend.<\/p>\n<p class=\"einzug\">ER schob den Schl\u00fcssel in die Hosentasche zur\u00fcck. Die Sch\u00f6ne betrachtete ein Paar zehenfreier Schuhe aus schwarzem Lack mit sehr hohen Abs\u00e4tzen, die in einem kleinen Regal neben der T\u00fcr standen. Beinahe liebevoll nahm sie den rechten Schuh in die Hand und sah ihn genauer an.<\/p>\n<p class=\"einzug\">Das erm\u00f6glichte ihm, ungeniert ihre R\u00fcckfront zu betrachten. H\u00e4tte sie etwas anderes als hautfarbene echte Nahtnylons getragen, h\u00e4tte ihn das gewundert. Ihre H\u00fcften mochten f\u00fcr manchen zu breit sein, doch er fand sie genau richtig, betonten sie das Besondere an Leder, weil sich der Rock auf eine bet\u00f6rende Weise dar\u00fcber spannte.<\/p>\n<p class=\"einzug\">\u00dcberhaupt fand er, da\u00df Frauen, die etwas \u00fcppiger waren, bedeutend besser aussahen als die allzu mageren. Wer auf jedes Gramm Gewicht achtete, verstand es nicht nur nicht im Kulinarischen zu genie\u00dfen, sondern dem fehlte meist auch auf anderen Gebieten die F\u00e4higkeit, genie\u00dfen zu k\u00f6nnen &ndash; ihm war bewu\u00dft, da\u00df er pauschalisierte, aber wirklich falsch lag er nicht damit.<\/p>\n<p class=\"einzug\">\u00bbHaben Sie diese in meiner Gr\u00f6\u00dfe da\u00ab, ri\u00df sie ihn aus seinen Betrachtungen und reichte ihm den Schuh.<\/p>\n<p class=\"einzug\">Ob es ihr aufgefallen ist, <i>wie<\/i> ich sie betrachtet habe, fragte er sich ein wenig verunsichert.<\/p>\n<p class=\"einzug\">\u00bbGr\u00f6\u00dfe 40\u00ab, es war mehr eine Feststellung als eine Frage.<\/p>\n<p class=\"einzug\">In der Regel gen\u00fcgte ihm ein Blick auf die F\u00fc\u00dfe seiner Kundinnen, um die richtige Gr\u00f6\u00dfe festzustellen.<\/p>\n<p class=\"einzug\">\u00bbManchmal sogar etwas mehr. Ich lebe ein wenig auf gro\u00dfem Fu\u00df.\u00ab Es besa\u00df zwar einen leicht entschuldigenden Unterton, jedoch schien es sie nicht zu st\u00f6ren, und ein wenig doppeldeutig klang es zudem, aber das konnte er sich auch einbilden.<\/p>\n<p class=\"einzug\">\u00bbDas ist heutzutage nicht mehr wirklich ungew\u00f6hnlich, au\u00dferdem sind Sie ja alles andere als klein. Zur Sicherheit kann ich Ihren Fu\u00df ja kurz vermessen.\u00ab<\/p>\n<p class=\"einzug\">\u00bbGerne\u00ab, erwiderte sie und das L\u00e4cheln, das ihre vollen, tiefrot geschminkten Lippen umspielte, durchstr\u00f6mte ihn unwillk\u00fcrlich warm.<\/p>\n<p class=\"einzug\">\u00bbIch werde das Paar in Ihrer Gr\u00f6\u00dfe holen. Sie k\u00f6nnen sich derweil schon einmal setzen.\u00ab<\/p>\n<p class=\"einzug\">Er stellte den Schuh leicht fahrig ins Regal zur\u00fcck und ging in den hinteren Bereich, wo sich das Lager befand.<\/p>\n<p class=\"einzug\">Als er mit dem Schuhkarton in den Verkaufsraum zur\u00fcckkam, sa\u00df sie bereits, hatte die Beine \u00fcbereinander geschlagen und ihre Handtasche aus schwarzem Lackleder auf den Stuhl neben sich gelegt.<\/p>\n<p class=\"einzug\">\u00bbSo, da bin ich wieder\u00ab, sagte er \u00fcberfl\u00fcssigerweise, stellte den Schuhkarton neben sie auf den Boden und holte die gute alte h\u00f6lzerne Lehre, um ihren Fu\u00df zu vermessen.<\/p>\n<p class=\"einzug\">Sie folgte ihm mit den Blicken und fand, da\u00df er einen knackigen Po hatte und ganz gut aussah.<\/p>\n<p class=\"einzug\">Er zog einen niedrigen Hocker heran und setzte sich vor sie.<\/p>\n<p class=\"einzug\">\u00bbDarf ich\u00ab, fragte er freundlich.<\/p>\n<p class=\"einzug\">Sie reichte ihm den rechten Fu\u00df. Sanft zog er ihr den Schuh aus. Ein angenehmes Aroma von Lavendel und Schuhleder stieg ihm in die Nase. Er schmunzelte in sich hinein, als er ihren zartbestrumpften Fu\u00df sah, durch den ihre rot lackierten Zehen perlmutten schimmerten. Sie hatte nicht nur sch\u00f6ne Beine, sondern auch sch\u00f6ne F\u00fc\u00dfe, was nicht immer zusammenging.<\/p>\n<p class=\"einzug\">Er stellte ihren Fu\u00df in die Lehre. Dabei fuhr er scheinbar beil\u00e4ufig mit den Fingern \u00fcber den zarten Nylonstoff, den er nur zu gerne f\u00fchlte.<\/p>\n<p class=\"einzug\">Ein idealer Fu\u00df, dachte er bewundernd. Besser geht es gar nicht mehr.<\/p>\n<p class=\"einzug\">\u00bbEine ideale 40\u00ab, sagte er laut und verbarg seine Freude nur schwach. \u00bbWenn Ihnen eine 40 einmal zu eng sein sollte, d\u00fcrfte es daran liegen, da\u00df der Schuh etwas kleiner als gew\u00f6hnlich ausf\u00e4llt.\u00ab<\/p>\n<p class=\"einzug\">Sie nickte nur als Anwort.<\/p>\n<p class=\"einzug\">Er legte die Lehre beiseite und nahm den Karton mit den Schuhen in ihrer Gr\u00f6\u00dfe. Leise raschelte das Papier beim Auspacken. Liebevoll holte er den rechten Schuh heraus und streifte ihn ihr beinahe z\u00e4rtlich \u00fcber den Fu\u00df.<\/p>\n<p class=\"einzug\">\u00bbPa\u00dft genau\u00ab, sagte sie zufrieden.<\/p>\n<p class=\"einzug\">\u00bbUnsere Schuhe sind ausnahmslos hochwertig und pa\u00dfgenau gearbeitet. Eine 40 ist auch eine 40\u00ab, dozierte er beinahe gesch\u00e4ftsm\u00e4\u00dfig.<\/p>\n<p class=\"einzug\">\u00bbKann ich den anderen auch probieren\u00ab, fragte sie ein wenig am\u00fcsiert \u00fcber seine Anpreisung.<\/p>\n<p class=\"einzug\">Er beeilte sich, ihr den linken Schuh auszuziehen und den anderen an. Er legte ihren Schuh zum anderen, in deren Fu\u00dfbett ihre F\u00fc\u00dfe einen dunklen Abdruck im hellen Innenleder hinterlassen hatten. Ein Anflug von Sehnsucht befiel ihn.<\/p>\n<p class=\"einzug\">Sie stand auf und ging die wenigen Schritte zum gro\u00dfen Spiegel. Er folgte ihr mit den Blicken. Er konnte sich nicht helfen, aber sie wiegte die H\u00fcften st\u00e4rker als es notwendig gewesen w\u00e4re, aber noch nicht so, da\u00df es un\u00fcbersehbar kokett gewirkt h\u00e4tte. Sie ging vielmehr wie eine Frau, die sich in ihren Schuh einfach wohl f\u00fchlte &ndash; zumindest wollte er das so sehen.<\/p>\n<p class=\"einzug\">Sie stand vor dem Spiel, stellte das rechte Bein vor und betrachtete den Schuh an ihrem Fu\u00df ausgiebig von allen Seiten im Spiegel.<\/p>\n<p class=\"einzug\">Er stand auf und stellte sich zwei Schritte hinter sie. Die Schuhe harmonierten farblich nicht so recht mit ihren Ledersachen, aber das war im Grunde nebens\u00e4chlich. W\u00e4re ihr das wichtig, h\u00e4tte er sie auch farblich passend auf Lager.<\/p>\n<p class=\"einzug\">\u00bbWas meinen Sie\u00ab, fragte sie und wandte sich ihm zu. \u00bbK\u00f6nnen Sie sie mir empfehlen?\u00ab<\/p>\n<p class=\"einzug\">\u00bbJa, wenn sie Ihnen nicht dr\u00fccken. Sie sind hochwertig verarbeitet. Sie werden bei guter Pflege lange Freude an ihnen haben. Unsere Schuhe halten weitaus l\u00e4nger als eine Saison\u00ab, erwiderte er freundlich.<\/p>\n<p class=\"einzug\">\u00bbIch meine, w\u00fcrden Sie diese Schuhe auch einer Frau empfehlen, die Ihnen nahesteht.\u00ab<\/p>\n<p class=\"einzug\">Sie sah ihn fest an. Ihr Mund umspielte ein eigent\u00fcmliches L\u00e4cheln, das er nicht so recht zu deuten wu\u00dfte.<\/p>\n<p class=\"einzug\">\u00bbSicher, ja.\u00ab Er blickte sie leicht irritiert an. Er konnte sich nicht vorstellen, worauf sie hinauswollte.<\/p>\n<p class=\"einzug\">Sie schmunzelte in sich hinein. Sie fand seine Verwirrung r\u00fchrend, die ihn ihr noch sympathischer werden lie\u00df.<\/p>\n<p class=\"einzug\">\u00bbIch bitte Sie, f\u00fcr die n\u00e4chste Zeit den Schuhverk\u00e4ufer in Ihnen zur\u00fcckzustellen und so zu tun, als w\u00e4ren Sie ein Mann, der mit einer Frau liiert ist, die sich f\u00fcr ihn so verf\u00fchrerisch wie m\u00f6glich kleiden m\u00f6chte, vor allem, was ihre Schuhe betrifft. Sie sollen mir nur die Schuhe zeigen, die ein solcher Mann an einer solchen Frau gefallen w\u00fcrde.\u00ab<\/p>\n<p class=\"einzug\">Ein solcher Vorschlag war ihm bisher noch von keiner Kundin gemacht worden. Aber bei dieser wunderte es ihn nicht. Doch aus welchem Grund sollte er ihren Vorschlag nicht annehmen? Da\u00df er ihr diesen wohl kaum abschlagen k\u00f6nnte, nahm er nur am Rande wahr.<\/p>\n<p class=\"einzug\">\u00bbIn diesem Fall w\u00fcrde ich zu diesen Schuhen raten. Mir gefallen zehenfreie Schuhe. Ich mag es, wie die Zehen scheinbar leicht vorwitzig herausschauen. Bei zehenfreien Schuhen sollten die N\u00e4gel unbedingt lackiert sein, am besten in Rot oder dunklen Farbt\u00f6nen.\u00ab Er kam langsam in Fahrt.<\/p>\n<p class=\"einzug\">Sie l\u00e4chelte zufrieden.<\/p>\n<p class=\"einzug\">\u00bbDann nehme ich sie selbstverst\u00e4ndlich. Ihre Metapher von leicht vorwitzig herausschauenden Zehen gef\u00e4llt mir. Ihre Frau wird sich wohl kaum beklagen k\u00f6nnen, jemals von Ihnen schlecht beraten zu sein.\u00ab<\/p>\n<p class=\"einzug\">\u00bbZur Zeit gibt es keine\u00ab, erwiderte er mit einem Anflug von Melancholie.<\/p>\n<p class=\"einzug\">Sie \u00fcberging es mit einem schwer zu deutenden L\u00e4cheln, in dem eine fast diebische Zufriedenheit mitschwang.<\/p>\n<p class=\"einzug\">\u00bbF\u00fcr einen hei\u00dfen Sommertag, wozu w\u00fcrden Sie Ihrer Frau da raten?\u00ab fragte sie und ging erneut einige Schritte auf und ab, wobei sie die H\u00fcften nun sichtlich verf\u00fchrerischer wiegte.<\/p>\n<p class=\"einzug\">\u00bbAuf jeden Fall zu Riemchensandaletten. Es stellt sich lediglich die Frage, zu welchem Kleid, der Farbe wegen.\u00ab<\/p>\n<p class=\"einzug\">\u00bbEinem roten aus leichtem Stoff mit einem \u00fcppigen Dekollet\u00e9\u00ab, pr\u00e4zisierte sie und blickte ihn herausfordernd aus ihren braunen Augen an.<\/p>\n<p class=\"einzug\">Er nickte nur und war auch schon im Lager.<\/p>\n<p class=\"einzug\">Sie sah ihm am\u00fcsiert mit einem leichten Kopfsch\u00fctteln nach. M\u00e4nner, die in der Gegenwart einer selbstbewu\u00dften und sch\u00f6nen Frau noch verlegen werden konnten, r\u00fchrten sie stets aufs Neue.<\/p>\n<p class=\"einzug\">Fast ein wenig stolz trug er einen Schuhkarton vor sich her, von dem er bereits den Deckel abgenommen hatte.<\/p>\n<p class=\"einzug\">\u00bbDiese werden Ihnen gefallen. Sie sind so leicht, da\u00df Sie sie kaum an den F\u00fc\u00dfen sp\u00fcren werden\u00ab, verk\u00fcndete er so stolz, als h\u00e4tte er sie eigenh\u00e4ndig entworfen und gefertigt.<\/p>\n<p class=\"einzug\">Sie setzte sich wieder mit einem erwartungsvollen L\u00e4cheln.<\/p>\n<p class=\"einzug\">Er setzte sich wieder auf den niedrigen Hocker. Sie legte ihm sogleich den rechten Fu\u00df in den Scho\u00df. Da\u00df sie ihn dabei mit der Fu\u00dfspitze an seinem besten St\u00fcck ber\u00fchrte, war nat\u00fcrlich reiner Zufall. Da sie es selbst gar nicht zu bemerken schien, tat er, als w\u00fcrde er es ebenfalls nicht bemerken, obwohl es ihm nicht leicht fiel, das elektrisierende Gef\u00fchl, das ihn dadurch durchstr\u00f6mte, nicht nach au\u00dfen zu zeigen.<\/p>\n<p class=\"einzug\">Er zog ihr den Schuh aus, legte ihn beiseite und nahm die rechte Riemchensandalette aus dem Karton, die gleichfalls \u00fcber einen sehr hohen und schlanken Absatz verf\u00fcgte. Bevor er ihr diese anzog, hielt er ihren Fu\u00df l\u00e4nger als n\u00f6tig in der Hand. Ihre Ber\u00fchrung mit dem Fu\u00df an seiner neuralgischen Stelle hatte in ihm die Vorstellung entstehen lassen, wie es w\u00e4re, w\u00fcrde sie mit ihren sch\u00f6nen, zartbestrumpften F\u00fc\u00dfen seinen Schwanz ber\u00fchren und wom\u00f6glich \u2026<\/p>\n<p class=\"einzug\">\u00bbIst etwas?\u00ab lie\u00df sie ihn den Gedanken &ndash; zum Gl\u00fcck &ndash; nicht weiter denken.<\/p>\n<p class=\"einzug\">\u00bbNein\u00ab, schrak er kaum merklich zusammen, denn er wurde sich nicht nur der Ungeh\u00f6rigkeit seiner Gedanken bewu\u00dft, sondern ebenso, da\u00df er den Fu\u00df einer Kundin l\u00e4nger als notwendig und zugleich wie ein Liebhaber und mit eindeutigen Phantasien in der Hand gehalten hatte. \u00bbIch habe nur die Sch\u00f6nheit Ihres Fu\u00dfes bewundert. Selbst jemand, der wie ich tagt\u00e4glich etliche Frauenf\u00fc\u00dfe sieht, vermutlich mehr als jeder Orthop\u00e4de in seiner Praxis, bekommt auch nur selten einen derart sch\u00f6nen Fu\u00df wie den Ihren zu sehen.\u00ab<\/p>\n<p class=\"einzug\">\u00bbJa, finden Sie?\u00ab spielte sie meisterlich die \u00dcberraschte, die sich \u00fcber die m\u00f6gliche Sch\u00f6nheit ihrer F\u00fc\u00dfe noch nie Gedanken gemacht zu haben schien. \u00bbIch finde nichts Besonderes an ihnen.\u00ab<\/p>\n<p class=\"einzug\">Sie bewegte die Zehen und betrachtete nun den eigenen Fu\u00df, als sehe sie ihn zum ersten Mal bewu\u00dft.<\/p>\n<p class=\"einzug\">Er schien gar nicht glauben zu wollen, was er da von ihr h\u00f6rte. Er konnte sich nicht vorstellen, da\u00df einer Frau wie ihr die Sch\u00f6nheit ihrer F\u00fc\u00dfe nicht bewu\u00dft sein k\u00f6nnte, weshalb er eine Eloge auf ihren Fu\u00df begann. Er beschrieb seine Schlankheit, die fast ideale W\u00f6lbung, die optimalen Auflagepunkte, die sich ja auch im Fu\u00dfbett ihres h\u00e4ufig getragenen Schuhs deutlich zeigten und jeden Orthop\u00e4den zu Begeisterungsrufen hinrei\u00dfen m\u00fc\u00dften, ob der Gesundheit ihres Fu\u00dfes. Er beschrieb das Ebenma\u00df ihrer Zehen, die gesunden N\u00e4gel. Sprach von griechischen Statuen im allgemeinen und vom klassischen griechischen Ideal im besonderen, und w\u00e4re g\u00e4nzlich in einen Diskurs zum Sch\u00f6nheitsideal der Antike und den Wurzeln der europ\u00e4ischen Kultur abgeglitten, h\u00e4tte sei ihn nicht mit einem warmen, ja durchaus liebevollen Lachen gebremst.<\/p>\n<p class=\"einzug\">\u00bbIch glaube Ihnen ja, da\u00df ich sch\u00f6ne F\u00fc\u00dfe habe! Ich wei\u00df es ja selbst, aber Sie wissen ja, wie gerne eine Frau Komplimente h\u00f6rt, vor allem von einem Fremden, der ja unbefangen ist. Aber noch nie hat ein Mann mir derartig poetische Komplimente \u00fcber meine F\u00fc\u00dfe gemacht.\u00ab<\/p>\n<p class=\"einzug\">Er konnte nicht verhindern, da\u00df er leicht err\u00f6tete und hoffte, da\u00df sie es nicht bemerkte. Ihm war n\u00e4mlich bewu\u00dft geworden, da\u00df er w\u00e4hrend der ganzen Zeit ihren Fu\u00df nicht nur in der Hand gehalten hatte, sondern seine anatomischen Beschreibungen mit den Fingern unterst\u00fctzt hatte, z\u00e4rtlich \u00fcber ihre Nahtnylons gestrichen war, was ihr wiederum ein wohliges Kribbeln von den F\u00fc\u00dfen aufw\u00e4rts bereitet und in ihrem Scho\u00df das gleiche verursacht hatte, was sie bei ihm mit der Ber\u00fchrung ihres Schuhs erreicht hatte. Als ihr dabei \u00fcber die Fu\u00dfsohlen gestrichen war, um die \u203aoptimalen Auflagepunkte\u2039 zu beschreiben, hatte sie ein wohliges Schnurren unterdr\u00fccken m\u00fcssen und sich gew\u00fcnscht, da\u00df er vorerst gar nicht damit aufh\u00f6rte. Da\u00df er ihr jetzt beinahe \u00fcbereifrig die rechte, rote Riemchensandalette anzog, am\u00fcsierte sie sogar. Aber er hatte nicht \u00fcbertrieben, sie besa\u00df kaum Gewicht.<\/p>\n<p class=\"einzug\">\u00bbIch f\u00fcrchte, in das Fesselriemchen m\u00fcssen noch mindestens zwei L\u00f6cher gemacht werden\u00ab, sagte er. Es klang alles andere als bedauernd.<\/p>\n<p class=\"einzug\">\u00bbIch wei\u00df, man untersch\u00e4tzt leicht, wie schmal meine Fesseln sind. Bei einer Gr\u00f6\u00dfe von 40 und meinen doch eher kr\u00e4ftigen Waden, meint man, da\u00df auch meine Fesseln kr\u00e4ftiger sein m\u00fc\u00dften\u00ab, erwiderte sie fast ein wenig entschuldigend.<\/p>\n<p class=\"einzug\">\u00bbIch finde Ihre Waden gar nicht kr\u00e4ftig, vielmehr besitzen sie eine angenehm geschwungene Form, die harmonisch mit Ihren Fesseln korrespondiert und, soweit ich das beurteilen kann, in ihren Schenkeln eine ansprechende Fortsetzung findet\u00ab, setzte er zu einer weiteren Lobeshymne an.<\/p>\n<p class=\"einzug\">\u00bbIch bin mit meinen Beinen sehr zufrieden, darum trage ich so gerne enge Lederr\u00f6cke und zarte Nylons\u00ab, fiel sie ihm lachend ins Wort, obwohl sie gerne mehr Komplimente \u00fcber ihre Beine von ihm geh\u00f6rt h\u00e4tte.<\/p>\n<p class=\"einzug\">\u00bbIch scheine heute ein wenig vorlaut zu sein\u00ab, entschuldigte er sich.<\/p>\n<p class=\"einzug\">\u00bbCharmante M\u00e4nner k\u00f6nnen niemals vorlaut sein\u00ab, sagte sie ernst und sah ihm tief in die Augen.<\/p>\n<p class=\"einzug\">Er mu\u00dfte einen sehns\u00fcchtigen Seufzer unterdr\u00fccken. Warum begegnete man nur derma\u00dfen selten einer solchen Frau, und warum w\u00fcrde sie in kaum einer Stunde schon wieder aus seinem Leben verschwunden sein? Sicher war sie auf irgendeine Weise gebunden. Frauen wie sie waren nur sehr selten Single.<\/p>\n<p class=\"einzug\">\u00bbIch gehe die Lochzange holen, damit die notwendigen zus\u00e4tzlichen L\u00f6cher gemacht werden k\u00f6nnen\u00ab, sagte er mit leicht trockenem Mund.<\/p>\n<p class=\"einzug\">Er stand auf und holte die Zange, die hinter dem Tresen unter der Kasse lag. Er war froh, f\u00fcr einen Moment aus ihrer unmittelbaren N\u00e4he zu kommen. Er mu\u00dfte sich ein wenig sammeln.<\/p>\n<p class=\"einzug\">Sie folgte ihm mit den Blicken. Ein derart charmanter Mann war ihr schon l\u00e4nger nicht mehr begegnet. In einer Beziehung lebte er anscheinend nicht. Das lie\u00df hoffen \u2026<\/p>\n<p class=\"einzug\">Er setzte sich wieder, legte die Zange auf den Boden, nahm ihr die Sandalette vom Fu\u00df und f\u00fcgte mit der Zange im gleichen Abstand, wie die bereits vorhandenen, zwei weitere L\u00f6cher hinzu, dann legte er die Zange beiseite und zog ihr die Sandalette wieder an. Das letzte Loch pa\u00dfte genau. Er hatte sich nicht versch\u00e4tzt. Mit der anderen Sandalette verfuhr er ebenso.<\/p>\n<p class=\"einzug\">Sie stand auf und ging zum Spiegel. Da\u00df sie dabei die H\u00fcften ungeniert kokett wiegte, war in seinen Augen fast schon selbstverst\u00e4ndlich.<\/p>\n<p class=\"einzug\">\u00bbSie haben recht, man merkt sie kaum.\u00ab<\/p>\n<p class=\"einzug\">\u00bbSie k\u00f6nnen sie auch zu Ihrem Rock tragen. Sie passen farblich ausgezeichnet.\u00ab<\/p>\n<p class=\"einzug\">\u00bbDas werde ich wohl auch\u00ab, erwiderte sie freundlich.<\/p>\n<p class=\"einzug\">Sie ging noch einige Schritte auf und ab. Ihm schien es, als mache sie es, um ihm einen Gefallen zu tun.<\/p>\n<p class=\"einzug\">\u00bbIch nehme sie, und nat\u00fcrlich die zehenfreien Lackpumps.\u00ab<\/p>\n<p class=\"einzug\">\u00bbHaben Sie noch einen Wunsch\u00ab, fragte er mit leicht zitternder Stimme, denn er bef\u00fcrchtete, da\u00df sie gleich bezahlen w\u00fcrde und anschlie\u00dfend nicht nur sein Gesch\u00e4ft verlassen, sondern auch f\u00fcr immer aus seinem Leben verschwinden und ihn schnell vergessen.<\/p>\n<p class=\"einzug\">\u00bbJa, Stiefel. Stiefel kann man in unseren Breiten immer brauchen, auch im Sommer, je nach Witterung. Aber auch unabh\u00e4ngig davon\u00ab, f\u00fcgte sie mit einem kaum merklichen, vertraulichen, vielsagenden Zwinkern hinzu.<\/p>\n<p class=\"einzug\">\u00bbEine bestimmte Farbe?\u00ab Seine Stimme vibrierte kaum wahrnehmbar. Unbewu\u00dft hatte er ihr Zwinkern richtig gedeutet.<\/p>\n<p class=\"einzug\">\u00bbUnter anderem zu meinem Rock und meinem Oberteil passend\u00ab, erwiderte sie, ohne zu \u00fcberlegen.<\/p>\n<p class=\"einzug\">Er nickte und war erleichtert \u00fcber diesen \u203aAufschub\u2039. Er wollte schon ins Lager gehen, denn er hatte bereits eine Vorstellung, was er ihr vorschlagen k\u00f6nnte, da f\u00fcgte sie noch hinzu:<\/p>\n<p class=\"einzug\">\u00bbDie Sch\u00e4fte sollten m\u00f6glichst hoch sein.\u00ab Dabei sah sie ihn mit einem Blick an, der ihn hei\u00df durchlief. L\u00fcstern w\u00e4re das falsche Wort, um diesen Blick ad\u00e4quat zu beschreiben, und doch besa\u00df er sehr viel davon.<\/p>\n<p class=\"einzug\">\u00bbWie hoch\u00ab, fragte er nun mit sp\u00fcrbar kratzender Stimme.<\/p>\n<p class=\"einzug\">\u00bbSo hoch, wie es anatomisch m\u00f6glich ist\u00ab, erwiderte sie mit demselben Blick.<\/p>\n<p class=\"einzug\">\u00bbDas l\u00e4\u00dft sich, glaube ich, machen.\u00ab Seine Handfl\u00e4chen wurden feucht.<\/p>\n<p class=\"einzug\">Zwar wurden solche Stiefel seltener verlangt, aber er hatte auch diese auf Lager, wenn auch immer nur ein Paar in jeder Gr\u00f6\u00dfe und auch nur in Rot und in Schwarz.<\/p>\n<p class=\"einzug\">Im Lager mu\u00dfte er erst einmal tief durchatmen. W\u00e4hrend er einen gro\u00dfen Karton aus dem Regal nahm, zitterte seine H\u00e4nde richtiggehend. Er war froh, da\u00df er diese Art Stiefel unten in den Regalen aufbewahrte. Es w\u00e4re ihm im Augenblick unm\u00f6glich gewesen, auf eine Leiter zu steigen.<\/p>\n<p class=\"einzug\">Bei seiner R\u00fcckkehr sa\u00df sie bereits auf dem Stuhl, die Beine \u00fcbereinandergeschlagen und die lederbehandschuhten H\u00e4nde im Scho\u00df gefaltet.<\/p>\n<p class=\"einzug\">Er war ein wenig ruhiger geworden. Er zitterte kaum noch sp\u00fcrbar. Er stellte den Karton auf einem der St\u00fchle und nahm den Deckel ab. Er schlug das knisternde Papier beiseite und nahm den rechten Stiefel heraus.<\/p>\n<p class=\"einzug\">Nun war es an ihr, fasziniert zu blicken, nun beschleunigte sich ihr Atem und ihr Herzschlag. Das waren genau die Stiefel, die sie sich vorgestellt hatte. Wie mu\u00dften die erst an ihren Beinen wirken! Das Leder war so weich wie das ihres Rocks, ihres Oberteils und ihrer Handschuhe. Die Abs\u00e4tze h\u00e4tten f\u00fcr ihren Geschmack vielleicht ein wenig h\u00f6her sein k\u00f6nnen, obwohl sie alles anderes als niedrig waren, aber ihr konnten Abs\u00e4tze ohnehin nicht hoch genug sein. Ganz gleich, was diese Stiefel kosteten, sie mu\u00dfte sie unbedingt haben!<\/p>\n<p class=\"einzug\">Er sah an ihrem Blick, da\u00df er ihren Geschmack mehr als getroffen hatte, was ihn mit Freude und Stolz erf\u00fcllte.<\/p>\n<p class=\"einzug\">Er setzte sich auf den Hocker und zog ihr die Riemchensandaletten aus, nahm den rechten Stiefel und \u00f6ffnete den innenliegenden Rei\u00dfverschlu\u00df, der vom Fu\u00df bis eine Handbreit unters Knie verlief und wollte ihr den Stiefel schon anziehen, als er sich bewu\u00dft wurde, wie hoch die Sch\u00e4fte tats\u00e4chlich waren.<\/p>\n<p class=\"einzug\">Sie erkannte den Grund f\u00fcr sein Z\u00f6gern und hatte Verst\u00e4ndnis daf\u00fcr. Sie nahm ihm mit einem freundlichen L\u00e4cheln den Stiefel aus der Hand und zog ihn selbst an.<\/p>\n<p class=\"einzug\">Er stand auf, und nicht nur, weil er sich im Weg glaubte, und ging einen Schritt beiseite. Er hatte unwillk\u00fcrlich die Lochzange in die Hand genommen, damit seine nerv\u00f6sen Finger etwas zu tun hatten.<\/p>\n<p class=\"einzug\">Sie zog den Schaft des Stiefels hoch. Fast besch\u00e4mt, sah er beiseite, als sie den Rock hochziehen mu\u00dfte. Er wu\u00dfte, da\u00df die Sch\u00e4fte selbst bei einer Frau mit derart langen Beinen fast den Schritt ber\u00fchrten. Er h\u00f6rte, wie sie den Rei\u00dfverschlu\u00df schlo\u00df. Dann zog sie den anderen Stiefel an.<\/p>\n<p class=\"einzug\">\u00bbGenauso habe ich mir das vorgestellt\u00ab, klang sie mehr als zufrieden.<\/p>\n<p class=\"einzug\">Er wandte ihr wieder den Blick zu. Sie hatte den Rock wieder hinuntergezogen. Das weiche Leder schmiegte sich z\u00e4rtlich um ihre Beine, modellierte sie wunderbar nach, brachte sogar ihre schmalen Fesseln zur Geltung.<\/p>\n<p class=\"einzug\">Sie trat zum Spiegel und jetzt schlug sein Herz fast bis zum Hals. Ihr ganzer K\u00f6rper war unglaublich verf\u00fchrerisch in hautenges, weiches rotes Leder geh\u00fcllt.<\/p>\n<p class=\"einzug\">Selbstvergessen betrachtete sie ihre Beine im Spiegel, schob dabei den Rock langsam hoch, so hoch, bis die R\u00e4nder der Stiefel zumindest vorne sichtbar wurden. Zwar wandte sie ihm den R\u00fccken zu, doch der Spiegel erm\u00f6glichte ihm, auch ihre Vorderseite zu sehen, was ihr aber nicht bewu\u00dft zu sein schien, andernfalls w\u00fcrde sie ihren Rock kam derart hochgezogen haben.<\/p>\n<p class=\"einzug\">F\u00fcr einen Augenblick bekam er ihren Scho\u00df zu sehen und sah, da\u00df sie nichts unter ihrem Rock trug, auch das nat\u00fcrliche Haar nicht. Die Stiefelsch\u00e4fte schmiegten sich wie ein Handschuh um ihre muskul\u00f6sen Schenkel.<\/p>\n<p class=\"einzug\">\u00bbSehr sch\u00f6n\u00ab, sagte sie leise zu sich selbst.<\/p>\n<p class=\"einzug\">Dann schien sie sich wieder zu erinnern, wo sie sich befand, und zog den Rock wieder hinunter, doch ohne Hast und alles andere als von Scham erf\u00fcllt.<\/p>\n<p class=\"einzug\">Sie ging, g\u00e4nzlich ignorierend, was sie in ihm verursacht hatte, zu den St\u00fchlen zur\u00fcck. Einen Schritt davor blieb sie jedoch stehen.<\/p>\n<p class=\"einzug\">\u00bbOh, auf dem rechten Stiefel scheint etwas zu sein.\u00ab<\/p>\n<p class=\"einzug\">\u00bbWo\u00ab, fragte er. Er bef\u00fcrchtete, da\u00df sie einen Fabrikationsfehler entdeckt haben k\u00f6nnte, obwohl der Hersteller sehr sorgf\u00e4ltig arbeitete, was man bei dem Preis auch verlangen konnte.<\/p>\n<p class=\"einzug\">\u00bbDort unten, nahe der Fessel. Es sieht mir nach Staub oder etwas \u00c4hnlichem aus. Vielleicht w\u00e4ren Sie so freundlich, es zu entfernen.\u00ab<\/p>\n<p class=\"einzug\">Er konnte zwar nichts entdecken, aber der Kunde hat ja grunds\u00e4tzlich recht und eine Frau wie sie, wollte er nun wirklich nicht ver\u00e4rgern.<\/p>\n<p class=\"einzug\">Er tat aber etwas, was er vielleicht am wenigsten von sich erwartet h\u00e4tte; statt einen Lappen zu holen, kniete er sich zu den F\u00fc\u00dfen der Sch\u00f6nen und entfernte das &ndash; vermutlich imagin\u00e4re &ndash; St\u00e4ubchen, oder was immer die Sch\u00f6ne meinte, entdeckt zu haben, was er aber nicht sehen konnte, so genau er auch hinsah, in dem er mit der Zunge \u00fcber das Leder fuhr, was ihm einen unglaublichen Genu\u00df bereitete. Er war derma\u00dfen eifrig bei der Sache, als wollte er allein mit seiner Zunge den ganzen Stiefel auf Hochglanz bringen.<\/p>\n<p class=\"einzug\">Sie dagegen h\u00e4tte sich allerdings gewundert, w\u00e4re der Inhaber eines solchen Schuhgesch\u00e4ftes kein Fetischist gewesen. Es w\u00fcrde sie ebenso wundern, w\u00e4re sie die erste Kundin, der er diesen \u203aService\u2039 zukommen lie\u00dfe. Daf\u00fcr machte er es einfach zu geschickt und hatte kaum gez\u00f6gert, sich vor sie zu knien und ihr die Stiefel zu lecken.<\/p>\n<p class=\"einzug\">\u00bbIch glaube, am Ansatz ist auch noch etwas\u00ab, sagte sie, w\u00e4hrend sie zufrieden auf ihn hinunter sah, seine breiten Schultern betrachtete. Es war sch\u00f6n, einen solchen Mann zu den eigenen F\u00fc\u00dfen zu sehen.<\/p>\n<p class=\"einzug\">Er umspielte mit der Zunge sogleich die Abs\u00e4tze ihrer Stiefel als seien es wohlschmeckende Zuckerstangen.<\/p>\n<p class=\"einzug\">\u00bbDer Mensch hat in der Regel zwei Beine und F\u00fc\u00dfe\u00ab, meinte sie wie beil\u00e4ufig, als er aufh\u00f6ren wollte.<\/p>\n<p class=\"einzug\">Er machte das gleiche mit demselben Eifer auch bei ihrem anderen Stiefel.<\/p>\n<p class=\"einzug\">\u00bbJetzt scheinen sie sauber zu sein\u00ab, sagte sie sichtlich zufrieden und auch ein wenig g\u00f6nnerhaft, aber das auf charmante Weise.<\/p>\n<p class=\"einzug\">Er erhob sich mit erhitzten Wangen und leuchtenden Augen. Er befand sich in einer Stimmung, in der er sehr viel f\u00fcr diese Frau getan h\u00e4tte. Er war sogar ein wenig entt\u00e4uscht, da\u00df sie nicht mehr von ihm verlangt hatte. Er h\u00e4tte ihr nur zu gerne die Stiefel bis hinauf zum Rand mit der Zunge auf Hochglanz gebracht.<\/p>\n<p class=\"einzug\">Die sichtbare Ausbeulung in seinem Schritt war ihm gar nicht bewu\u00dft, aber sie sah sie mit tiefer innerer Zufriedenheit, sie war beredter und ehrlich als alle seine bisherigen verbalen Komplimente.<\/p>\n<p class=\"einzug\">\u00bbIch werde die Stiefel anbehalten.\u00ab<\/p>\n<p class=\"einzug\">\u00bbHaben Sie \u2026 haben Sie noch einen \u2026 Wunsch.\u00ab Seine Stimme wollte ihm nicht so recht gehorchen.<\/p>\n<p class=\"einzug\">Sie tat aber, als bemerkte sie es nicht.<\/p>\n<p class=\"einzug\">\u00bbZwei Paar Schuhe und ein Paar Stiefel gen\u00fcgen vorerst. Packen Sie mir meine alten Schuhe ein.\u00ab<\/p>\n<p class=\"einzug\">Er packte mit fahrigen Bewegungen die Riemchensandeletten und die zehenfreien Lackpumps in ihre Kartons zur\u00fcck, nahm die \u203aalten\u2039 Schuhe der Sch\u00f6nen wie kleine Kostbarkeiten und trug alles zum Tresen.<\/p>\n<p class=\"einzug\">Die Sch\u00f6ne stand bereits dort.<\/p>\n<p class=\"einzug\">\u00bbEs w\u00e4re mir lieb, k\u00f6nnten Sie mir die Schuhe liefern\u00ab, sagte sie, w\u00e4hrend sie die Scheckkarte aus der Handtasche holte.<\/p>\n<p class=\"einzug\">Er machte die Rechnung fertig. W\u00e4hrend er die Scheckkarte ins Leseger\u00e4t schob, holte sie eine Visitenkarte und einen edlen F\u00fcller aus der Handtasche, und schrieb etwas auf die R\u00fcckseite der Visitenkarte.<\/p>\n<p class=\"einzug\">\u00bbDie Geheimzahl, bitte.\u00ab Er klang wieder gesch\u00e4ftsm\u00e4\u00dfiger.<\/p>\n<p class=\"einzug\">Sie tippte sie ein. Anschlie\u00dfend schraubte sie den F\u00fcller wieder zu und steckte ihn in die Handtasche zur\u00fcck.<\/p>\n<p class=\"einzug\">Das Druckwerk der Kasse begann zu rattern.<\/p>\n<p class=\"einzug\">\u00bbWohin sollen die Schuhe geliefert werden?\u00ab Er sprach ruhig. Er hatte sich damit abgefunden, da\u00df er diese Frau, sobald sie sein Gesch\u00e4ft verlassen hatte, vermutlich nicht mehr wiedersehen w\u00fcrde.<\/p>\n<p class=\"einzug\">\u00bbAn diese Adresse\u00ab, sie \u00fcbergab ihm die Visitenkarten. \u00bbWann k\u00f6nnen Sie liefern?\u00ab<\/p>\n<p class=\"einzug\">\u00bbWann w\u00e4re es Ihnen genehm?\u00ab<\/p>\n<p class=\"einzug\">\u00bbSobald als m\u00f6glich\u00ab, sagte von einem besonderen L\u00e4cheln begleitet.<\/p>\n<p class=\"einzug\">\u00bbJa, das lie\u00dfe sich machen\u00ab, erwiderte er freundlich. Er \u00fcberlegte, wen er schicken k\u00f6nnte.<\/p>\n<p class=\"einzug\">\u00bbSch\u00f6n.\u00ab<\/p>\n<p class=\"einzug\">Es entstand eine Pause. Er blieb hinter der Kasse stehen und wunderte sich nur ein wenig, warum seine sch\u00f6ne Kundin nicht ging. Hatte sie noch etwas vergessen?<\/p>\n<p class=\"einzug\">\u00bbWenn Sie mich noch hinauslassen k\u00f6nnten\u00ab, sagte sie freundlich und mit einem leichten Schmunzeln.<\/p>\n<p class=\"einzug\">\u00bbOh, ach ja, entschuldigen Sie.\u00ab Ihm fiel erst jetzt wieder ein, da\u00df er ja hinter ihr abgeschlossen hatte. Dienstfertig ging er um den Tresen herum zur T\u00fcr und schlo\u00df sie auf.<\/p>\n<p class=\"einzug\">\u00bbDanke\u00ab, Ihr L\u00e4cheln ging ihm erneut durch und durch, weil es eine besondere Form von Z\u00e4rtlichkeit enthielt.<\/p>\n<p class=\"einzug\">\u00bbIch habe zu danken\u00ab, sagte er bescheiden, w\u00e4hrend er ihr die T\u00fcr aufhielt.<\/p>\n<p class=\"einzug\">\u00bbNein, <i>ich<\/i> habe zu danken.\u00ab Sie reichte ihm die behandschuhte Hand.<\/p>\n<p class=\"einzug\">Sie besa\u00df einen angenehm kr\u00e4ftigen H\u00e4ndedruck. Es war sch\u00f6n, das von ihrem K\u00f6rper warme Leder ihrer Handschuhe zu sp\u00fcren. Dabei sah er auch, da\u00df sie diese Handschuhe h\u00e4ufig trug, da die Innenfl\u00e4chen dunkel verf\u00e4rbt waren.<\/p>\n<p class=\"einzug\">Er sah ihr nach, w\u00e4hrend sie den Gehweg entlangging, die H\u00fcften selbstverliebt wiegend.<\/p>\n<p class=\"einzug\">Er seufzte, wenn doch nur mehr Frauen, die es sich leisten k\u00f6nnten, den Mut zur Extravaganz aufzubringen w\u00fcrden, wie diese schwarzhaarige, sch\u00f6ne Vierzigerin.<\/p>\n<p class=\"einzug\">Das melodische Klacken ihrer hohen Abs\u00e4tze verhallte leise in den Ger\u00e4uschen der Stra\u00dfe. Ein Auto fuhr langsam vorbei, bestrahlte beim Vorbeifahren f\u00fcr einen Augenblick die R\u00fcckfront der Sch\u00f6nen, was ihm bewu\u00dft machte, da\u00df es bereits dunkel war und das Verkaufsgespr\u00e4ch l\u00e4nger als vermutet gedauert hatte.<\/p>\n<p class=\"einzug\">Als die Sch\u00f6ne in die n\u00e4chste Seitenstra\u00dfe einbog und damit seinen Blicken entschwand, schlo\u00df er die T\u00fcr und vor allem ab. Noch eine sp\u00e4te Kundin w\u00fcrde er jetzt nicht verkraften k\u00f6nnen.<\/p>\n<p class=\"einzug\">Er seufzte tief und wehm\u00fctig. Er r\u00e4umte den Karton, in dem die Stiefel gewesen waren, ins Lager, holte einen leeren und tat ihre alten Schuhe hinein, dann packte er die drei Kartons in zwei gro\u00dfe T\u00fcten mit dem Logo seines Gesch\u00e4ftes darauf.<\/p>\n<p class=\"einzug\">Im Grunde konnte er die heutigen B\u00fcroarbeiten auch morgen abend machen. Er versp\u00fcrte dazu keine Lust mehr, au\u00dferdem war es ein langer Tag gewesen. Er wollte unbedingt nach Hause.<\/p>\n<p class=\"einzug\">Er nahm ihre Visitenkarte und las, was sie auf die R\u00fcckseite geschrieben hatte.<\/p>\n<p class=\"zitate\"><i>Sie bringen mir die Schuhe nat\u00fcrlich<\/i> pers\u00f6nlich <i>vorbei, schlie\u00dflich m\u00fcssen wir das, was wir begonnen haben, zu Ende f\u00fchren.<\/i><\/p>\n<p>Ein Gl\u00fccksgef\u00fchl durchstr\u00f6mte ihn. Er hatte es in seinem Inneren gehofft, auch wenn ihm der Gedanke viel zu k\u00fchn erschienen war.<\/p>\n<p class=\"einzug\">Er drehte die Karte wieder um und las die Adresse. Ein zufriedenes, gl\u00fcckliches L\u00e4cheln \u00fcberzog sein Gesicht. Die Adresse war ihm nur zu gut bekannt, schlie\u00dflich war es seit \u00fcber f\u00fcnfzehn Jahre seine eigene.<\/p>\n<p class=\"einzug\">Er warf einen Blick auf den Kalender an der Wand hinter dem Tresen. Auf den Tag waren Catherine und er zehn Jahre verheiratet und noch immer bereiteten ihnen die kleinen \u203aSpiele\u2039 dasselbe Vergn\u00fcgen wie am ersten Tag, da zwei Fetischisten immer zusammen harmonieren.<\/p>\n<p class=\"einzug\">Er schob die Visitenkarte in die Hosentasche. Zu Hause w\u00fcrde sie er in die Schatulle zu den anderen legen, die ihm Catherine im Laufe der Jahre geschrieben hatte.<\/p>\n<p class=\"einzug\">Er l\u00f6schte das Licht im Laden, nahm die beiden T\u00fcte mit den Schuhen f\u00fcr seine Frau und ging nach hinten ins Lager. Er w\u00fcrde sich beeilen, nach Hause zu kommen. Catherine erwartete ihn sicherlich schon sehns\u00fcchtig. Schlie\u00dflich wollte sein Geschenk zum Hochzeitstag noch eingeweiht werden, diese auf ihren sch\u00f6nen langen Beine ma\u00dfgefertigten Stiefel hatte sie sich lange genug gew\u00fcnscht.<\/p>\n<p class=\"einzug\">Er verlie\u00df das Gesch\u00e4ft durch den Lieferanteneingang.<\/p>\n<p class=\"einzug\">W\u00e4hrend er fr\u00f6hlich ausschritt, dachte er daran, wie er gleich Catherines Stiefel bis hinauf zu ihrer wunderbaren M\u00f6se lecken w\u00fcrde, w\u00e4hrend sie den Rock bis beinahe zur Taille hochgeschoben hatte.<\/p>\n<p class=\"einzug\">Nein, es war gut gewesen, da\u00df er vor mehr als zw\u00f6lf Jahren nicht versucht hatte, sie abzuwimmeln, obwohl er grunds\u00e4tzlich nach Gesch\u00e4ftsschlu\u00df keine Kunden mehr bediente.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u00bbBis morgen.\u00ab Robert schlo\u00df die T\u00fcr hinter Lore und Cornelia, seinen beiden Verk\u00e4uferinnen. Er warf einen kurzen Blick auf die Uhr. 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