{"id":3263,"date":"2016-12-02T18:39:13","date_gmt":"2016-12-02T17:39:13","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.arminaugustalexander.de\/?p=3263"},"modified":"2026-04-11T20:18:55","modified_gmt":"2026-04-11T18:18:55","slug":"kurzes-71-der-fetischist","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.arminaugustalexander.de\/?p=3263","title":{"rendered":"Kurzes #71 \u00b7 Der Fetischist"},"content":{"rendered":"<p class=\"titelbild\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/blog.arminaugustalexander.de\/wp-content\/gallery\/titel\/gummimantel-02.jpg\"\/><\/p>\n<p><em>Der folgende Text ist die Fortsetzung und der Schlu\u00df von<\/em> <a href=\"?p=3259\">Evamarias Gummiregenmantel<\/a>.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Evamaria besa\u00df die beiden Gummiregenm\u00e4ntel vielleicht zwei Wochen.<\/p>\n<p class=\"einzug\">Es nieselte seit dem Morgen ohne Unterbrechung. Evamaria stand wie \u00fcblich bei dieser Witterung allein in der Gasse. Sie schlenderte auf ihrem Platz auf und ab, die H\u00e4nde in den Manteltaschen geschoben, lauschte auf das Klacken ihrer hohen Abs\u00e4tze auf dem ausgetretenen Pflaster, schritt gen\u00fc\u00dflich durch die beiden kleinen Pf\u00fctzen vor der Einfahrt, geno\u00df das Gef\u00fchl wie ihre Schuhe und Str\u00fcmpfe sich mit dem Regenwasser vollsogen, sowie das leise monotone Trommeln des Regens auf der Kapuze und hing ihren Gedanken nach, weshalb sie den Mann nicht kommen gesehen hatte. Sie bemerkte ihn erst, als er sie ansprach und sich nach ihrem Preis erkundigte. Sie konnte nicht sagen, wie lange er sie beobachtet haben k\u00f6nnte.<\/p>\n<p class=\"einzug\">Mit einem gesch\u00e4ftsm\u00e4\u00dfig freundlichen L\u00e4cheln, das dennoch liebensw\u00fcrdig war, nannte sie ihren Tarif, der bei allen Frauen in dieser Gasse derselbe war.<\/p>\n<p class=\"einzug\">\u00bbWas tust du daf\u00fcr?\u00ab fragte er leise, fast sch\u00fcchtern, obwohl niemand in der N\u00e4he war, der sie h\u00e4tte belauschen k\u00f6nnen. Selbst wenn es anders gewesen w\u00e4re, h\u00e4tte sich keiner daran gest\u00f6rt.<\/p>\n<p class=\"einzug\">Sie sah ihn mit leicht schiefgelegtem Kopf und einem freundlichen L\u00e4cheln um die Mundwinkel an. Sie hatte ihn hier noch nie gesehen. Er schien nicht unsympathisch, wirkte fast etwas sch\u00fcchtern als sei es das erste Mal, da\u00df er zu einer wie ihr ging. Er war relativ gro\u00df, schlank, doch nicht hager, wirkte irgendwie \u203abesser gestellt\u2039, sah insgesamt nicht schlecht aus. Er hielt seinen Schirm fest in der Hand, fast als wollte er sich daran festhalten. Sie sch\u00e4tzte ihn auf Anfang vierzig. In ihren Augen ein eher untypisches Alter, um das erste Mal zu einer Hure zu gehen. Aber das bedeutete letztlich nichts.<!--more--><\/p>\n<p class=\"einzug\">\u00bbDas \u00fcbliche halt. Vaginal, einen herunterholen oder Blasen oder dir beim Abwichsen zusehen\u00ab, entgegnete sie freundlich als plauderten sie \u00fcber Belangloses. \u00bbDoch alles nur mit Gummi\u00ab, f\u00fcgte sie entschieden hinzu.<\/p>\n<p class=\"einzug\">Er nickte derart zustimmend, als k\u00f6nne er sich selbst nichts anderes vorstellen.<\/p>\n<p class=\"einzug\">\u00bbUnd dar\u00fcber hinaus?\u00ab stockte er leicht bei dieser Frage.<\/p>\n<p class=\"einzug\">Seine Sch\u00fcchternheit r\u00fchrte sie innerlich. Bisher kannte sie so etwas nur von kaum Zwanzigj\u00e4hrigen.<\/p>\n<p class=\"einzug\">\u00bbKommt darauf an. Wenn es nicht zu ungew\u00f6hnlich ist\u00ab, sie vermied bewu\u00dft \u203aabartig\u2039 zu sagen, denn in ihren Augen gab es nichts \u203aAbartiges\u2039. Solange sie nicht zu etwas \u00fcberredet werden sollte, das auf irgendeine Weise ein gesundheitliches Risiko in sich barg, ob f\u00fcr ihren Kunden oder sie selbst, st\u00f6rte sie sich nicht daran. Sie verlangte auch keine \u00fcbertriebenen Preise daf\u00fcr, wie es andere ihres Berufstandes gerne taten, sollten sie etwas machen, das vom sogenannten \u203aallgemein \u00dcblichen\u2039 &ndash; das wahrscheinlich deutlich weniger umfa\u00dfte, als tats\u00e4chlich verbreitet war &ndash; abwich. \u00bbOder es nicht zu \u203aeklig\u2039 ist. Gerade bei letzterem sind die hier im Hotel sehr eigen. Wenn \u00fcberhaupt, gingen solche Dinge nur im einzigen Zimmer mit Bad, des Saubermachens wegen.\u00ab<\/p>\n<p class=\"einzug\">Er nickte, schien sofort zu verstehen, was sie meinte, aber so, als ob das f\u00fcr ihn ohnehin nicht in Frage k\u00e4me, wenn es ihn auch positiv ber\u00fchrte, da\u00df sie prinzipiell nichts dagegen zu haben schien.<\/p>\n<p class=\"einzug\">\u00bbWas machst du grunds\u00e4tzlich nicht?\u00ab Seine Stimme zitterte nun sp\u00fcrbar, als f\u00fcrchtete er, da\u00df sein Wunsch darunterfiel. Au\u00dferdem schien es ihm nicht leicht zu fallen, sie zu duzen, da er das Du stets so aussprach, als habe er zuerst das Sie herunterschlucken m\u00fcssen, damit es ihm nicht ungewollt \u00fcber die Lippen kam.<\/p>\n<p class=\"einzug\">\u00bbAlles was mit einem unw\u00e4gbaren gesundheitlichen Risiko verbunden ist.\u00ab<\/p>\n<p class=\"einzug\">Er nickte erneut, als w\u00e4re ihm gerade ihre Versicherung besonders wichtig.<\/p>\n<p class=\"einzug\">Evamaria sah ihn interessiert mit leicht schiefgelegtem Kopf und einem leisen L\u00e4cheln um die Mundwinkel an. Er hatte sie neugierig gemacht. Sie versuchte einzusch\u00e4tzen, ob er mehr ein Fetischist oder ein Devoter war. Ein \u203aNormaler\u2039 schien er jedenfalls nicht zu sein. Die interessierte meist nur, ob Blasen deutlich teurer als Vaginal oder Abwichsen war.<\/p>\n<p class=\"einzug\">\u00bbMachst du es auch \u2026 angezogen?\u00ab Hier glaubte sie ihn ein wenig schwerer atmen zu h\u00f6ren.<\/p>\n<p class=\"einzug\">\u00bbAngezogen, ausgezogen, kommt darauf an\u00ab, sie sagte es zwar von einem leichten Achselzucken begleitet, aber er h\u00e4tte schon arg unsensibel sein m\u00fcssen, um nicht herauszuh\u00f6ren, da\u00df sie es bevorzugte, angezogen zu bleiben. \u00bbIch trage jedenfalls kein H\u00f6schen, <span class=\"Kursiv\">nie<\/span>, es ist praktischer, aber daf\u00fcr altmodische Strumpfhalter.\u00ab<\/p>\n<p class=\"einzug\">Er nickte wieder, schien zu \u00fcberlegen.<\/p>\n<p class=\"einzug\">Sie lie\u00df ihm Zeit. Ein anderer Freier war ja nicht in Sicht und letztlich war der Kunde auch K\u00f6nig.<\/p>\n<p class=\"einzug\">\u00bbGut, einverstanden\u00ab, sagte er als w\u00e4re ihm die Entscheidung nicht leicht gefallen.<\/p>\n<p class=\"einzug\">Sie ging die wenigen Schritte zum Hotel voraus, wobei sie kokett die H\u00fcften wiegte und nicht nur, um ihm eine Freude zu machen und zu zeigen, da\u00df er einiges von ihr f\u00fcr sein Geld erwarten durfte. Bevor er das Hotel betrat, schlo\u00df er penibel den Schirm.<\/p>\n<p class=\"einzug\">\u00bbMit Bad\u00ab, fragte sie freundlich, sich in einer Eingebung an ihn wendend, bevor sie sich einen Zimmerschl\u00fcssel geben lie\u00df.<\/p>\n<p class=\"einzug\">Er sch\u00fcttelte entschieden den Kopf. <span class=\"Kursiv\">Das<\/span> hatte er nun wirklich nicht mit seiner Frage gemeint.<\/p>\n<p class=\"einzug\">Sie zuckte kaum merklich mit den Achseln. Der ihr aktive Teil bei feuchten Spielen machte ihr mitunter wirklich Spa\u00df. Es kam einzig auf den Mann an.<\/p>\n<p class=\"einzug\">Sie ging vor ihm die schmale ausgetretene Holztreppe hinauf, die vernehmlich unter jedem Schritt knarrte. Ganz gleich zu welcher Tages- oder Jahreszeit es war immer d\u00e4mmrig auf der Treppe und in den Fluren. Einzig der Eingangsbereich war einigerma\u00dfen gut beleuchtet.<\/p>\n<p class=\"einzug\">Die Zimmer gingen entweder nach hinten, auf einen kleinen Hof in dem eine Gruppe uralter Linden wuchs, oder nach vorne zur Gasse hinaus. Evamaria hatte den Schl\u00fcssel f\u00fcr ein Zimmer im zweiten Stock zum Hof hinaus bekommen. Sie bevorzugte die Zimmer zum Hof hinaus. Bevor sie nach getaner Arbeit wieder nach unten ging, warf sie gerne einen Blick auf die drei alten Linden, die dort wuchsen und mit ihrem ausladenden Ge\u00e4st diesen wie ein gr\u00fcnes Dach bedeckten.<\/p>\n<p class=\"einzug\">Evamaria und ihre Kolleginnen hatten keine festen Zimmer. Welches gerade frei war, wurde genommen. Das Zimmer mit Bad wurde nur selten verlangt. Sie konnte sich gar nicht mehr erinnern, wann sie es das letzte Mal benutzt hatte.<\/p>\n<p class=\"einzug\">Sie lie\u00df den Mann zuerst eintreten, schlo\u00df die T\u00fcr und steckte den Schl\u00fcssel von innen ins Schlo\u00df.<\/p>\n<p class=\"einzug\">Er lie\u00df den Blick durch das kleine, relativ adrette, wenn auch sichtlich verwohnte Zimmer wandern. Ihm schien es zuzusagen.<\/p>\n<p class=\"einzug\">\u00bbUnd?\u00ab fragte sie und schlug die Kapuze zur\u00fcck.<\/p>\n<p class=\"einzug\">Er sah sie fragend an.<\/p>\n<p class=\"einzug\">\u00bbF\u00fcr was hast du dich entschieden?\u00ab Ihr L\u00e4cheln war freundlich.<\/p>\n<p class=\"einzug\">Trotz der langen Zeit, die sie dieses Gewerbe bereits aus\u00fcbte, war sie noch immer neugierig darauf, was ein Kunde von ihr verlangen w\u00fcrde.<\/p>\n<p class=\"einzug\">\u00bbW\u00fcrde es dir etwas ausmachen, deinen Gummiregenmantel anzubehalten?\u00ab fragte er leicht unsicher und lie\u00df die Blicke an ihrem K\u00f6rper entlangwandern. Es war der Blick eines Bewunderers und eines Menschen, der sich endlich am Ziel seiner W\u00fcnsche glaubt.<\/p>\n<p class=\"einzug\">\u00bbNein, warum sollte es mir etwas ausmachen? Du bist der Kunde und du bestimmst, was ich an- oder ausziehe.\u00ab Sie mu\u00dfte an den Grund denken, warum sich ihre Tante die beiden Gummiregenm\u00e4ntel angeschafft hatte. Sie h\u00e4tte nicht gedacht, da\u00df so schnell ein Kunde von ihr verlangen w\u00fcrde, da\u00df sie ihn \u203adabei\u2039 trug.<\/p>\n<p class=\"einzug\">Abgesehen davon war das in ihren Augen nun wirklich nichts, was irgendwie ungew\u00f6hnlich war. Es gab genug Kunden, die sie lieber angezogen wollten, das verst\u00e4rkte wohl in ihren Augen das \u203aVerrufene\u2039 am Sex mit einer Prostituierten und schlie\u00dflich blieb sie ja selbst gerne beim Sex angezogen, und nicht nur, weil sie sich so das \u203al\u00e4stige\u2039 Aus- und Anziehen ersparte.<\/p>\n<p class=\"einzug\">\u00bbIch meine, w\u00fcrdest du <span style=\"font-style:italic\">nur<\/span> ihn anbehalten, nackt darunter?\u00ab pr\u00e4zisierte er mit einem leichten Kratzen in der Stimme.<\/p>\n<p class=\"einzug\">\u00bbJa, nat\u00fcrlich.\u00ab<\/p>\n<p class=\"einzug\">Sie hatte kaum den Gummiregenmantel ge\u00f6ffnet, wollte ihn schon ausziehen, da sagte er schnell: \u00bbDu kannst den Mantel wieder schlie\u00dfen. Ich wu\u00dfte ja nicht, da\u00df du einen Lederrock darunter tr\u00e4gst.\u00ab<\/p>\n<p class=\"einzug\">\u00bbIch trage <span class=\"Kursiv\">immer<\/span> Lederr\u00f6cke\u00ab, erkl\u00e4rte sie freundlich und in einem Tonfall, als m\u00fcsse das jedem bekannt sein, der zu ihr k\u00e4me.<\/p>\n<p class=\"einzug\">Er l\u00e4chelte leicht verlegen und legte endlich seinen Schirm auf die Fensterbank, den er bisher nerv\u00f6s in den H\u00e4nden gedreht hatte.<\/p>\n<p class=\"einzug\">\u00bbW\u00fcrdest du auch die Kapuze \u00fcberziehen und den G\u00fcrtel so eng schn\u00fcren, wie es geht, ohne da\u00df es dir unangenehm ist?\u00ab Er war jetzt forscher und betrachtete sie zum ersten Mal wirklich begehrend, doch nicht herablassend aufdringlich.<\/p>\n<p class=\"einzug\">Sie kam seinem Wunsch nach. Durch den enggeschn\u00fcrten G\u00fcrtel, der ihr leicht ins Fleisch schnitt &ndash; sie hatte etwas \u00fcbertrieben, wollte sich aber vor ihm keine Bl\u00f6\u00dfe geben &ndash;, wurden ihre ohnehin \u00fcppigen Br\u00fcste zus\u00e4tzlich betont.<\/p>\n<p class=\"einzug\">An seinem Blick sah sie, da\u00df er zufrieden war. Was w\u00fcrde jetzt kommen? Trotz aller Erfahrung war das f\u00fcr sie eine neue Situation.<\/p>\n<p class=\"einzug\">\u00bbGefalle ich dir so?\u00ab Sie fragte nicht nur gesch\u00e4ftsm\u00e4\u00dfig zuvorkommend.<\/p>\n<p class=\"einzug\">\u00bbJa, sehr\u00ab, er klang fast \u00fcberschwenglich. \u00bbDu hast sehr sch\u00f6ne Br\u00fcste und Beine. Ich mag es, wenn eine Frau \u00fcppiger ist. Ich mag die asketischen Typen nicht, die allgemein als sch\u00f6n gelten. Die verstehen nicht zu genie\u00dfen. Wie auch, wer jede Kalorie z\u00e4hlt, der nimmt sich auch bei anderen Gen\u00fcssen zur\u00fcck!\u00ab<\/p>\n<p class=\"einzug\">Sie mu\u00dfte grinsen; wie recht er damit hatte, wenn er auch ein wenig verallgemeinerte, und sie wurde f\u00fcr einen Moment verlegen, denn sie sp\u00fcrte, da\u00df er es ernst meinte.<\/p>\n<p class=\"einzug\">\u00bbUnd weiter?\u00ab fragte sie, nachdem er die Jacke ausgezogen und an den Haken neben der T\u00fcr gehangen hatte. \u00bbWas willst du nun mit mir machen?\u00ab<\/p>\n<p class=\"einzug\">\u00bbFrauen mit einem so herrlichen femininen K\u00f6rper wie du, sind verehrungsw\u00fcrdig. Sie bekennen sich zu ihrem Frausein\u00ab, fuhr er im Ton verhaltener Begeisterung fort und kniete sich zu ihren F\u00fc\u00dfen.<\/p>\n<p class=\"einzug\">Also doch ein Devoter, dachte sie auf eine gewisse Weise angetan, denn sie hatte in ihm bisher mehr einen Fetischisten gesehen. Was er wohl weiter tun w\u00fcrde?<\/p>\n<p class=\"einzug\">Er blickte sie von unten mehr mit dem Blick des Bewunderers als mit dem eines Devoten an, was ihr ein wohliges Kribbeln \u00fcber den R\u00fccken laufen lie\u00df. Dann schlang er ihr pl\u00f6tzlich und impulsiv die Arme um die Schenkel und vergrub das Gesicht in ihrem Scho\u00df. F\u00fcr einen Moment erschrak sie, denn sie hatte nicht damit gerechnet. Leicht rieb er das Gesicht an ihrem noch regenfeuchten Gummiregenmantel. Weil er ihr dabei auch leicht den Lederrock am nackten Scho\u00df rieb, sp\u00fcrte sie, wie sie ein wenig feucht wurde.<\/p>\n<p class=\"einzug\">\u00bbWenn du mir wirklich deine Verehrung zeigen willst, dann k\u00fc\u00dft du mir jetzt meine regennassen Schuhe\u00ab, entfuhr es ihr spontan.<\/p>\n<p class=\"einzug\">Ohne zu z\u00f6gern l\u00f6ste er seine Umarmung, beugte sich zum Boden hinunter und ber\u00fchrte mit den Lippen das Oberleder erst ihres linken und dann des rechten Schuhs.<\/p>\n<p class=\"einzug\">Sie durchstr\u00f6mte ein beinahe rauschhaftes Gef\u00fchl, denn sie erkannte, da\u00df er bereit war, ihr sehr weit entgegenzukommen und vermutlich gar nicht mehr daran dachte, da\u00df er sie ja bezahlte.<\/p>\n<p class=\"einzug\">\u00bbSo ist gut\u00ab, lobte sie ihn. \u00bbDu kannst dich wieder aufrichten. Und jetzt ziehst du dich aus!\u00ab<\/p>\n<p class=\"einzug\">Er kam ihrer Aufforderung bereitwillig nach und h\u00e4ngte seine Kleider ordentlich \u00fcber die Lehne eines Stuhls. Es war f\u00fcr sie nichts Neues, vor allem biedere Familienv\u00e4ter verhielten sich so.<\/p>\n<p class=\"einzug\">Erst als er nackt vor ihr kniete, den Hintern auf den Fersen ruhend, fiel ihr auf, da\u00df sein K\u00f6rper zwar drahtig, aber muskul\u00f6s war. Sie ber\u00fchrte seinen Schwanz mit der rechten Schuhspitze, der fast sofort zur vollen Gr\u00f6\u00dfe anschwoll. Sie war von ihm sichtlich angetan. Ob er wu\u00dfte, da\u00df er einen sch\u00f6nen gro\u00dfen geraden dicken Schwanz hatte, den eine Frau ebenso gerne in sich wie in der Hand oder im Mund h\u00e4tte? Sie betrachtete ihn, der mit gesengtem Blick auf ihren Fu\u00df sah, mit dem sie ihn leicht massierte.<\/p>\n<p class=\"einzug\">Nein, sie glaubte nicht, da\u00df er das wu\u00dfte. Es w\u00fcrde sie nicht wundern, wenn ihm das noch keine Frau gesagt h\u00e4tte. \u00dcberhaupt schien er bisher nicht viele Frauen in seinem Leben gehabt zu haben. Ob er verheiratet war? Aber was ging das sie an! Er bezahlte sie daf\u00fcr, da\u00df sie ihm sexuelle Entspannung verschaffte.<\/p>\n<p class=\"einzug\">Sie nahm den Fu\u00df aus seinem Scho\u00df, nicht zuletzt weil ihr das Stehen auf einem Bein zu anstrengend wurde.<\/p>\n<p class=\"einzug\">\u00bbJa, das gef\u00e4llt dir, wenn dir eine Frau mit ihren High Heels den Schwanz ber\u00fchrt\u00ab, meinte sie mit allzu gespielter Geringsch\u00e4tzigkeit, was er ihr aber nachzusehen schien.<\/p>\n<p class=\"einzug\">Geringsch\u00e4tzigkeit anderen gegen\u00fcber war nicht ihre Sache, daher gelang es ihr nie, auch nur halbwegs \u00fcberzeugend zu wirken, was ihr ihre Kunden aber immer nachgesehen hatten, es gen\u00fcgte ihnen, da\u00df sie \u00fcberhaupt einmal ihre W\u00fcnsche erf\u00fcllt bekamen.<\/p>\n<p class=\"einzug\">Er senkte besch\u00e4mt den Blick, was nur zum Teil gespielt war.<\/p>\n<p class=\"einzug\">Sie zog sich einen Stuhl heran und setzte sich vor ihn darauf, schlug die Beine \u00fcbereinander und wippte leicht mit dem freien Fu\u00df, lenkte damit seinen Blick auf ihn. Sie drapierte den Gummiregenmantel so, da\u00df er ihre Knie bedeckte.<\/p>\n<p class=\"einzug\">\u00bbDich erregen meine Schuhe und meine Beine nicht nur meine weichen weiblichen Formen, meine gro\u00dfen schweren Titten. Aber auch mein Gummiregenmantel und mein alter speckiger Lederrock machen dich scharf, wie nicht zu \u00fcbersehen ist.\u00ab<\/p>\n<p class=\"einzug\">Er nickte unmerklich und weiterhin leicht besch\u00e4mt. Offenbar schien ihm noch keine Frau seinen Fetischismus \u203avorgehalten\u2039 zu haben.<\/p>\n<p class=\"einzug\">\u00bbWei\u00dft du, da\u00df schon viele meiner Freier meinen in den Lederrock geh\u00fcllten Hintern abgek\u00fc\u00dft und abgeleckt haben und nicht wenige haben heftig darauf abgespritzt und ihr Sperma anschlie\u00dfend dort eingerieben. Du siehst, es gibt viele M\u00e4nner, die \u00e4hnlich \u203abizarre\u2039 Neigungen haben, die erst dann wirklich k\u00f6nnen, wenn eine Frau etwas ganz Bestimmtes tr\u00e4gt.\u00ab<\/p>\n<p class=\"einzug\">Wieder nickte er und diesmal schien seine Besch\u00e4mung echt zu sein, obwohl sie es mit nicht zu \u00fcberh\u00f6render W\u00e4rme gesagt hatte.<\/p>\n<p class=\"einzug\">Bevor er jedoch ein echtes Schuldgef\u00fchl entwickeln konnte, fuhr sie fort:<\/p>\n<p class=\"einzug\">\u00bbDas sollte eigentlich etwas sein, \u00fcber das sich niemand Gedanken machen sollte, weil es im Grunde ein vollkommen harmloses Vergn\u00fcgen darstellt. Mir gef\u00e4llt es sogar sehr, wenn M\u00e4nner so etwas m\u00f6gen, mir gef\u00e4llt es, wenn M\u00e4nner scharf werden, wenn sie meinen \u00fcppigen Hintern in Leder gepackt sehen, es gef\u00e4llt mir, wenn sie \u00fcber meinen Lederhintern abspritzen. Ich werde sogar na\u00df dabei. &ndash; Warum siehst du mich nicht an, wenn ich mit dir rede\u00ab, fragte sie mit freundlicher Strenge, denn es st\u00f6rte sie wirklich, da\u00df er sie nicht ansah, und ber\u00fchrte mit der Schuhspitze sanft sein Kinn, worauf er den Blick hob und sie mit leuchtenden Augen ansah.<\/p>\n<p class=\"einzug\">\u00bbSo ist es besser. Ich mag es nicht, wenn man meinem Blick ausweicht, au\u00dfer ich verbiete, da\u00df man mich ansieht.\u00ab<\/p>\n<p class=\"einzug\">Sie stellte ihm beide F\u00fc\u00dfe in den Scho\u00df.<\/p>\n<p class=\"einzug\">\u00bbDu massierst mit jetzt die F\u00fc\u00dfe. Die brennen mir n\u00e4mlich vom langen Stehen drau\u00dfen auf dem Pflaster. Bei dem Wetter kommt nicht oft ein Freier vorbei, wie du dir sicherlich denken kannst.\u00ab<\/p>\n<p class=\"einzug\">Er nickte bereitwillig und nahm ihren rechten Fu\u00df in die Hand. Er zog ihr den Schuh aus und f\u00fcr einen Moment war er ein wenig sprachlos. Er hatte noch nie so sch\u00f6ne F\u00fc\u00dfe gesehen. Perlmutten schimmerten die blutrot lackierten Fu\u00dfn\u00e4gel durch den nassen Stoff der Str\u00fcmpfe. Es waren einfache, aber das betonte ihre Sch\u00f6nheit beinahe mehr als tr\u00fcge sie teure Nahtnylons, die in der Tat ein Traum von ihr waren, den sie sich bisher nicht gewagt hatte zu erf\u00fcllen.<\/p>\n<p class=\"einzug\">Als er sich von dieser angenehmen \u00dcberraschung erholt hatte, massierte er ihr umso eifriger die F\u00fc\u00dfe, was er zu ihrer Freude meisterlich beherrschte, weshalb sie sich zur\u00fccklehnte und seine Fu\u00dfmassage geno\u00df.<\/p>\n<p class=\"einzug\">Nachdem er ihr f\u00fcr ihren Geschmack genug die F\u00fc\u00dfe massiert hatte, massierte sie ihm ein wenig mit den F\u00fc\u00dfen den Schwanz. Er atmete mehrmals tief durch. Es schien f\u00fcr ihn das erste Mal zu sein, da\u00df das eine Frau bei ihm machte.<\/p>\n<p class=\"einzug\">F\u00fcr einen Augenblick f\u00fcrchtete sie, da\u00df er bald kommen k\u00f6nnte. Aber so leicht erregbar schien er nun doch nicht zu sein. Es war mehr die angenehme \u00dcberraschung, die ihm ihre Geste bereitet hatte.<\/p>\n<p class=\"einzug\">Behutsam nahm sie die F\u00fc\u00dfe aus seinem Scho\u00df.<\/p>\n<p class=\"einzug\">\u00bbDu kannst mir die Schuhe wieder anziehen.\u00ab<\/p>\n<p class=\"einzug\">Als sie ihre Schuhe wieder an den F\u00fc\u00dfen hatte, stand sie mit einer flie\u00dfenden Bewegung auf, schob die H\u00e4nde l\u00e4ssig in die Manteltaschen, schritt vor ihm auf und ab und wiegte betont lasziv die H\u00fcften. Der Gummregenmantel warf sich in bet\u00f6rende Falten, raschelte leise und erotisierend bei jedem Schritt, das Licht brach sich auf besondere Weise in der seidigglatten Oberfl\u00e4che. Hin und wieder blieb sie stehen, verlegte das Gewicht auf den Absatz und drehte den Fu\u00df leicht hin und her. Dann ging sie wieder einige Schritte bis sie erneut stehen blieb und mit dem anderen Fu\u00df dasselbe machte. Oder sie warf einen Blick auf ihre Beine als suche sie eine Laufmasche in den Str\u00fcmpfen. Oder sie strich lustvoll mit den H\u00e4nden \u00fcber den mittlerweile getrockneten Gummiregenmantel als streichle sie die Haut eines Geliebten. Bei allem tat sie, als sei sie allein und geschehe alles nur zu ihrem ureigensten Vergn\u00fcgen.<\/p>\n<p class=\"einzug\">Er folgte ihr mit begehrlichen Blicken, wagte aber nicht etwas zu sagen. Sie sp\u00fcrte, da\u00df sie ihn damit noch mehr erregte als mit ihrer Fu\u00dfmassage.<\/p>\n<p class=\"einzug\">Sie konnte nicht anders, sie mu\u00dfte sich eingestehen, da\u00df es ihr Spa\u00df machte, ihn nur mit ihrem Herumgehen im Zimmer, dem l\u00fcsternen Wiegen ihrer H\u00fcften zu erregen, w\u00e4hrend er geduldig abwartend auf dem alten rauhen verschossenen Teppichboden kniete. Aber sie sp\u00fcrte auch, wie es sie selbst erregte.<\/p>\n<p class=\"einzug\">Weil sie es nicht ewig in die L\u00e4nge ziehen wollte und auch konnte, blieb sie leicht breitbeinig vor ihm stehen, die H\u00e4nde in den Manteltaschen vergraben.<\/p>\n<p class=\"einzug\">\u00bbDu streichelst mir jetzt die Waden, aber wehe du fa\u00dft mir unter den Rock!\u00ab<\/p>\n<p class=\"einzug\">Er schluckte kurz, denn wie gerne w\u00fcrde er es tun. Er rutschte auf den Knien das St\u00fcck zu ihr hin und streichelte ihr gen\u00fc\u00dflich die Waden, f\u00fchlte den zarten Stoff unter den Fingerspitzen leise knistern. Sie schlo\u00df die Augen. Wohlige W\u00e4rme stieg von ihren Waden aufw\u00e4rts. Zwar sollte er sich nur um ihre Waden k\u00fcmmern aber er widmete sich auch mit Eifer ihren Fesseln.<\/p>\n<p class=\"einzug\">\u00bbGenug\u00ab, fuhr sie ihn fast an, denn es wurde ihr selbst ein wenig zu angenehm. \u00bbWeil du bisher so brav alles gemacht hast, was ich von dir verlangt habe, hast du nun einen Wunsch frei\u00ab, verk\u00fcndete sie mit Gro\u00dfmut, doch vor allem deshalb, weil ihr vorerst nichts mehr einfiel, das sie mit machen konnte, zudem fand sie, da\u00df er f\u00fcr sein Geld etwas mehr erwarten konnte.<\/p>\n<p class=\"einzug\">\u00bbIch w\u00fcrde mich gerne auf dich legen und mich an dir reiben bis ich komme\u00ab, brachte er sch\u00fcchtern mit leichtem Stottern hervor.<\/p>\n<p class=\"einzug\">\u00bbAlso doch vaginal.\u00ab Sie war ein wenig entt\u00e4uscht, hatte sich mehr erhofft.<\/p>\n<p class=\"einzug\">Er sch\u00fcttelte entschieden den Kopf.<\/p>\n<p class=\"einzug\">\u00bbDu sollst mit geschlossenem Mantel daliegen. Ich will mich an deinem Gummiregenmantel reiben.\u00ab<\/p>\n<p class=\"einzug\">\u00bbGut\u00ab, war sie erleichtert, da\u00df sie ihn mi\u00dfverstanden hatte, das k\u00f6nnte interessant werden, dachte sie, legte sich r\u00fccklings aufs Bett, die Beine leicht gespreizt, und strich den Mantel glatt.<\/p>\n<p class=\"einzug\">Er stand auf und betrachtete sie. Er schien sich nicht schl\u00fcssig zu sein, ob er es tats\u00e4chlich wagen k\u00f6nnte.<\/p>\n<p class=\"einzug\">\u00bbWas ist?\u00ab fragte sie mit sp\u00fcrbarer Sch\u00e4rfe. \u00bbIch habe nicht ewig Zeit.\u00ab<\/p>\n<p class=\"einzug\">Ein wenig linkisch legte er sich so auf sie, da\u00df er mit seinem Scho\u00df \u00fcber ihrem lag und vergrub das Gesicht in ihrer Schulter. Sie legte die Arme um ihn und dr\u00fcckte ihn auf sich. Er rieb den Scho\u00df intensiv an ihrem Gummiregenmantel. Da\u00df sein Reiben sie auch erregte, wunderte sie nicht wirklich.<\/p>\n<p class=\"einzug\">Es ging dann doch schneller als sie erwartet hatte. Er st\u00f6hnte leise auf, es war fast ein Wimmern, als er sich auf ihrem Gummiregenmantel entleerte. Die Ber\u00fchrung seines K\u00f6rpers mit ihrem Gummiregenmantel mu\u00dfte seine Erregung sehr beschleunigt haben. Was in ihr die Erkenntnis festigte, da\u00df er ein Fetischist war, der ihre \u203aDem\u00fctigen\u2039 nur hingenommen hatte, um seinen Fetisch erf\u00fcllt zu bekommen. Aber das war nicht das schlechteste, wie sie fand &ndash; ein Kompromi\u00df nach ihrem Geschmack.<\/p>\n<p class=\"einzug\">Sie hielt ihn noch einen Augenblick umarmt, lie\u00df ihn seinen Orgasmus genie\u00dfen. Dann l\u00f6ste sie die Umarmung. Er verstand und stand auf. Ein wenig verlegen wich er ihrem Blick aus, doch betrachtete er fasziniert und auch ein wenig ungl\u00e4ubig &ndash; wie ihr schien &ndash; die Lache seines Spermas auf dem Gummiregenmantel.<\/p>\n<p class=\"einzug\">Der Anblick der Spermalache entlockte aber auch ihr ein L\u00e4cheln. Es war kein unangenehmes Gef\u00fchl zu wissen, da\u00df ein Mann sich \u00fcber ihrem Gummiregenmantel entleert hatte, da\u00df das Reiben an diesem allein gen\u00fcgte, um ihn zum Orgasmus zu bringen.<\/p>\n<p class=\"einzug\">Sie richtete sich vorsichtig auf, damit sein Sperma nicht von ihrem Mantel aufs Bett lief, sondern in ihrem Scho\u00df blieb.<\/p>\n<p class=\"einzug\">Er begann sich wieder anzuziehen, wich dabei ihrem Blick aus.<\/p>\n<p class=\"einzug\">\u00bbWas schulde ich dir?\u00ab<\/p>\n<p class=\"einzug\">Erst seine Frage machte ihr bewu\u00dft, da\u00df sie sich von ihm entgegen ihrer Gepflogenheit nicht vorher hatte bezahlen lassen.<\/p>\n<p class=\"einzug\">Sie nannte einen Preis, den sie in der Regel f\u00fcr ganz gew\u00f6hnlichen Vaginalverkehr nahm, was ihr aber erst auffiel, als er bereits gegangen war.<\/p>\n<p class=\"einzug\">Er gab ihr das Geld, das sie achtlos in ihre rechte Manteltasche schob, und schien sich keine Gedanken dar\u00fcber zu machen, da\u00df es eigentlich f\u00fcr das, was er mit ihr gemacht hatte, zu wenig war, was in ihr noch mehr die \u00dcberzeugung festigte, da\u00df er bisher nur sehr selten zu einer wie ihr gegangen war.<\/p>\n<p class=\"einzug\">Interessiert fragte sie ihn dann doch, wie er gerade auf sie aufmerksam geworden war. Er antwortete sp\u00fcrbar weniger verlegen:<\/p>\n<p class=\"einzug\">\u00bbVor einigen Tagen war ich in der Schreinerei, um einen Auftrag zu erteilen. Da habe ich dich in deinem Gummiregenmantel neben der Einfahrt stehen sehen. Da du mir gleich gefallen hast und ich mich von Gummiregenm\u00e4ntel sexuell stark angezogen f\u00fchle, aber nur wenn eine Frau sie tr\u00e4gt, ist der Wunsch in mir gereift. Zumal der Schreiner mir sagte, was f\u00fcr einen Beruf du hast\u00ab, er l\u00e4chelte wieder ein wenig verlegen. \u00bbAu\u00dferdem habe ich es schon sehr lange nicht mehr auf diese Weise mit einer Frau gemacht\u00ab, f\u00fcgte er beinahe entschuldigend hinzu.<\/p>\n<p class=\"einzug\">\u00bbIst schon in Ordnung\u00ab, meinte sie fast m\u00fctterlich nachsichtig.<\/p>\n<p class=\"einzug\">Sie hatte den Eindruck als sei er unschl\u00fcssig, ob er noch gerne ein wenig ihre Gegenwart haben wollte oder so schnell als m\u00f6glich gehen sollte. Sie nahm ihm die Entscheidung ab.<\/p>\n<p class=\"einzug\">\u00bbBis zum n\u00e4chsten Mal\u00ab, sagte sie mit gesch\u00e4ftsm\u00e4\u00dfiger Freundlichkeit, da\u00df er den Hinauswurf nicht \u00fcberh\u00f6ren konnte.<\/p>\n<p class=\"einzug\">H\u00f6flich und dankbar, da\u00df sie ihm die Entscheidung abgenommen hatte, verabschiedete er sich.<\/p>\n<p class=\"einzug\">Nachdem er die T\u00fcr hinter sich geschlossen hatte, griff sie nach einer Schachtel Papiert\u00fccher, wie sie in jedem Zimmer auf dem Nachttisch standen, holte eines heraus und wischte sich das Sperma vom Gummiregenmantel, damit nichts hinunter auf den alten Teppichboden lief, sobald sie aufstand.<\/p>\n<p class=\"einzug\">Als sie wieder auf ihrem Platz stand, dachte sie noch immer angetan an ihn.<\/p>\n<p class=\"einzug\">Doch bereits am n\u00e4chsten Tage hatte sie ihn vergessen. Erst als er gut eine Woche sp\u00e4ter erneut vor ihr stand, abermals an einem Regentag, erinnerte sie sich wieder an ihn.<\/p>\n<p class=\"einzug\">\u00bbDasselbe wie letztes Mal\u00ab, fragte sie nicht nur mit gesch\u00e4ftsm\u00e4\u00dfiger Freundlichkeit.<\/p>\n<p class=\"einzug\">Sie hatte nichts dagegen, wenn er beabsichtigte Stammkunde zu werden. Er schien einer von der angenehmen Sorte zu sein.<\/p>\n<p class=\"einzug\">\u00bbSo \u00e4hnlich\u00ab, nickte er ein wenig sicherer als beim letzten Mal und folgte ihr ins Hotel.<\/p>\n<p class=\"einzug\">Von nun an kam er einmal w\u00f6chentlich zu ihr. Bald legten sie einen bestimmten Wochentag fest, an dem er zu ihr kam. War das Wetter zu sch\u00f6n um ihren Gummiregenmantel zu tragen, deponierte sie ihn beim Portier des Hotels.<\/p>\n<p class=\"einzug\">Mit der Zeit wurden sie vertrauter miteinander und weiteten ihr Spiel aus, das stets eine Mischung aus Fetisch und devoter Hingabe von seiner Seit war. Sie behandelte ihn mehr und mehr als ihren pers\u00f6nlichen \u203aLustknaben\u2039, dem sie erlaubte, als Belohnung f\u00fcr seine ausgezeichneten Dienste, sich an ihr zu reiben bis er sich auf ihrem Gummiregenmantel entleerte. Nicht einmal kam er anders als durch Reiben an ihrem Gummiregenmantel.<\/p>\n<p class=\"einzug\">Mit der Zeit jedoch mu\u00dfte sie feststellen, da\u00df nicht mehr sie ihm einen sexuellen Dienst erwies, sondern sich von ihm verw\u00f6hnen lie\u00df, sich ausgiebig seinen ausgezeichneten linguistischen F\u00e4higkeiten und seinen geschickten H\u00e4nden hingab, und sie nicht mehr wu\u00dfte, wie sie sich verhalten sollte. Sie hatte l\u00e4ngst mehr von ihren Begegnungen als er. Eigentlich m\u00fc\u00dfte es nun an ihr sein ihn zu bezahlen. Es war eine verr\u00fcckte Situation im Wortsinn. Doch er zahlte stets, obwohl sie immer \u00f6fter ehrlich verga\u00df, von ihm Geld zu nehmen. Doch warum sollte sie einen guten Stammkunden vor den Kopf sto\u00dfen, in dem sie ihn auf einige scheinbare Widerspr\u00fcche aufmerksam machte und sie selbst mehr als befriedigt wurde?<\/p>\n<p class=\"einzug\">Er kam ann\u00e4hernd ein halbes Jahr zu ihr.<\/p>\n<p class=\"einzug\">Bereits seit einiger Zeit sp\u00fcrte sie, wie eine Ver\u00e4nderung mit ihm vorging, da\u00df ihn etwas zu besch\u00e4ftigen schien. Obwohl er sich ihr stets mit der gleichen Aufmerksamkeit widmete, schien er mit einem Teil der Gedanken anderswo zu sein. Mit einem leicht wehm\u00fctigen Seufzer sagte sie sich, da\u00df sie wohl bald einen guten Stammkunden verlieren w\u00fcrde.<\/p>\n<p class=\"einzug\">Auf welche Weise er schlie\u00dflich die \u203aGesch\u00e4ftsbeziehung\u2039 zwischen ihnen beendete, h\u00e4tte sie niemals erwartet. Doch h\u00e4tte ihr die Tante als Beispiel dienen sollen.<\/p>\n<p class=\"einzug\">Relativ n\u00fcchtern f\u00fcr ein derartiges Vorhaben, erkl\u00e4rte er ihr, da\u00df er nun in einem Alter sei, in dem er an eine feste Partnerschaft, eine Heirat nicht mehr l\u00e4nger aufschieben k\u00f6nnte. Er brachte zahlreiche Argumente vor, die teils Allgemeinpl\u00e4tze waren, teils aus einem inneren Bed\u00fcrfnis heraus kamen, die sie ein wenig irritierten, weil sie nicht wu\u00dfte, worauf er letztlich hinauswollte, was sie beide betraf, bis er endlich die Katze aus dem Sack lie\u00df. Kurz gesagt, w\u00fcrde er es gerne sehen, wenn sie den Platz der Frau an seiner Seite einnehme &ndash; er sagte es tats\u00e4chlich derart geschraubt.<\/p>\n<p class=\"einzug\">Sie erkannte sofort, da\u00df es ihm Ernst war und er sie um ihrer selbst wollte und nicht aus irgendeiner Sozialromantik heraus. Da\u00df sie nicht nur die gleichen Fetische verbanden, sondern insgesamt eine Seelenverwandtschaft zwischen ihnen bestand, wie sie sich schlu\u00dfendlich eingestand. Sie \u00fcberlegte nicht lange, nahm sich die Tante zum Vorbild und willigte ein.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>So wie sie von einem Tag auf den anderen in dieser Gasse aufgetaucht war, so verschwand sie von einem Tag auf den anderen aus dieser Gasse. Keiner erfuhr von ihr den Grund. Keiner dachte sich etwas dabei. Ebensowenig wie sich Gedanken dar\u00fcber gemacht worden war, warum sie gerade in dieser Gasse anschaffen gegangen war, wurde sich dar\u00fcber Gedanken gemacht, warum sie es nun nicht mehr tat.<\/p>\n<p class=\"einzug\">Eine Zeitlang war ihr Platz neben der Schreinerei verwaist, bis eines Tages eine andere junge Frau ihn wie selbstverst\u00e4ndlich in Besitz nahm.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der folgende Text ist die Fortsetzung und der Schlu\u00df von Evamarias Gummiregenmantel. &nbsp; Evamaria besa\u00df die beiden Gummiregenm\u00e4ntel vielleicht zwei Wochen. Es nieselte seit dem Morgen ohne Unterbrechung. Evamaria stand wie \u00fcblich bei dieser Witterung allein in der Gasse. 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