{"id":3512,"date":"2017-01-29T20:19:22","date_gmt":"2017-01-29T19:19:22","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.arminaugustalexander.de\/?p=3512"},"modified":"2026-04-11T20:55:44","modified_gmt":"2026-04-11T18:55:44","slug":"kurzes-88-regenspaziergang","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.arminaugustalexander.de\/?p=3512","title":{"rendered":"Kurzes #88 \u00b7 Regenspaziergang"},"content":{"rendered":"<p class=\"titelbild\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/blog.arminaugustalexander.de\/wp-content\/gallery\/titel\/20130516_076_800_2.jpg\"\/><\/p>\n<p><em>Fortsetzung von<\/em> \u00bb<a href=\"?p=3496\">Der entscheidende Schritt<\/a>\u00ab, \u00bb<a href=\"?p=3493\">Die letzte Session mit Daphne?<\/a>\u00ab, \u00bb<a href=\"?p=3490\">Der erste gemeinsame Abend<\/a>\u00ab, \u00bb<a href=\"?p=3483\">Gespr\u00e4ch im Caf\u00e9<\/a>\u00ab, \u00bb<a href=\"?p=3481\">Gero und Daphne<\/a>\u00ab, \u00bb<a href=\"?p=3475\">Daphne<\/a>\u00ab <em>und<\/em> \u00bb<a href=\"?p=3466\">Die neue Zimmerwirtin<\/a>\u00ab.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Gero f\u00fchlte ein leicht schmerzhaftes Ziehen in den Hoden. Er lag auf der Seite. Simone hatte sich mit dem R\u00fccken an ihn geschmiegt. Er sp\u00fcrte ihren festen Po an seinem Scho\u00df. Er hatte den linken Arm unterhalb ihrer schweren Br\u00fcste liegen. Ihr Atem ging ruhig und gleichm\u00e4\u00dfig, kaum wahrnehmbar. Sie lagen in seinem Bett. Sie wollte unbedingt in seinem Bett schlafen. Dort f\u00fchlte sie sich ihm n\u00e4her. Wiewohl er ganz sch\u00f6n m\u00fcde war, konnte er nicht einschlafen. Zuviel hatte sich an diesem Abend f\u00fcr ihn ereignet, wenn auch alles andere als aus heiterem Himmel. Er konnte nicht einmal sagen, wie oft sie miteinander gev\u00f6gelt hatten &ndash; Simone benutzte lieber das in ihren Augen weitaus lautmalerische \u203aFicken\u2039, wie sie ihm in einer Pause zwischen zwei \u203aFicks\u2039 ausf\u00fchrlich dargelegt hatte, wie sie ihm \u00fcberhaupt einen ausf\u00fchrlichen Vortrag \u00fcber lautmalerische Worte in bezug auf alles Sexuelle gehalten hatte. Sie hatte offensichtlich nicht genug bekommen k\u00f6nnen. Ihm war es aber auch nicht anders ergangen. Es war einfach unglaublich sch\u00f6n mit ihr und hatte sich w\u00e4hrend der vergangenen Wochen nicht genug bei ihnen aufgestaut?<!--more--> War er wirklich insgesamt f\u00fcnfmal gekommen? Sie war angezogen geblieben, wie es ihr am liebsten war, lediglich ihre Bluse hatte sie fast bis zum Rockbund aufgekn\u00f6pft, damit er die vorne an ihrem langen hautfarbenen BH angebrachten Schlie\u00dfen soweit \u00f6ffnen konnte, um ihre Br\u00fcste mit den handtellergro\u00dfen und ungew\u00f6hnlich rosigen Warzenvorh\u00f6fen daraus zu befreien. Sie gaben mehr der Schwerkraft als Daphnes nach und erinnerten ihn &ndash; f\u00fcr einen Dichter reichlich prosaisch &ndash; mehr an gut gef\u00fcllte gro\u00dfe Beutel, denn an pralle Halbkugeln, was ihren Reiz in seinen Augen keinen Abbruch tat, sondern erh\u00f6hten f\u00fcr ihn diesen nur. Sie f\u00fchlten sich angenehm weich in den H\u00e4nden an und luden zur Massage ein. Sie liebte es ohnehin, wurde sich ihren Br\u00fcsten ausgiebig mit den H\u00e4nden und dem Mund gewidmet, wobei die Massage ruhig auch kr\u00e4ftiger ausfallen konnte und sogar mittelstarke Bisse in die Nippel sie lustvoll aufst\u00f6hnen lie\u00dfen. Ja, eine ausgiebige Massage und der richtige Einsatz von Z\u00e4hne und Lippen an den Nippeln konnten sie sogar bis zum Orgasmus bringen, wie er gleichfalls erfahren durfte.<\/p>\n<p class=\"einzug\">\u00bbNein, ich m\u00f6chte ohne. Ich wei\u00df, man sollte nicht mit jemanden ohne Kondom ficken, den man noch nicht wirklich kennt, aber ich vertraue dir und ich hoffe, da\u00df du mir auch vertraust. Ich hatte seit mehr als f\u00fcnfzehn Jahren nur mit meinem Mann und seit seinem Tod mit niemandem mehr Sex gehabt, wie schon gesagt. Ansonsten habe ich nie aufgeh\u00f6rt, hormonell zu verh\u00fcten.\u00ab<\/p>\n<p class=\"einzug\">Sie hatte sehr entschlossen geklungen und irgendwo war es ihm auch ganz lieb so. Wobei er keinerlei Probleme damit hatte, Kondome zu benutzen. Mit Daphne hatte es eine ganze Weile gedauert, bis sie ihm angeboten hatte, darauf zu verzichten. Laut ihrer Aussage war er seit langem der einzige Mann, bei dem sie darauf verzichtete, und somit ihrer Lust nachgeben konnte, Sperma in und auf ihrer M\u00f6se zu sp\u00fcren.<\/p>\n<p class=\"einzug\">\u00bbJa, ich vertraue dir auch und ich w\u00fcrde mein Sperma zu gerne in dich verspritzen.\u00ab<\/p>\n<p class=\"einzug\">\u00bbAuf meiner M\u00f6se habe ich Sperma manchmal sogar noch lieber.\u00ab<\/p>\n<p class=\"einzug\">Es war schlie\u00dflich f\u00fcr ihn ein sehr sch\u00f6nes Gef\u00fchl gewesen, ohne Kondom in Simone zu kommen.<\/p>\n<p class=\"einzug\">Leise hatte sie ihm ins Ohr betont lasziv geraunt: \u00bbSage mir, da\u00df ich eine perverse Sau bin, eine notgeile, nur mit ihrer Fotze denkende Schlampe, eine alte Gummifotze, eine fette geile Sau. Du darfst mich ruhig dick und fett nennen. Sage mir in m\u00f6glichst derben Worten alle die zutiefst dem\u00fctigenden Dinge, die man einer Frau nicht nur nicht sagen, sondern noch nicht einmal denken sollte. Es erregt mich, das alles von dem Mann zu h\u00f6ren, dem ich mich freiwillig unterworfen habe, f\u00fcr den ich reines Objekt seiner sexuellen Begierden bin. Ich liebe die Vorstellung, eine Nutte zu sein, die jeder f\u00fcr Geld haben kann und die f\u00fcr Geld die abartigsten Dinge macht, die andere nicht einmal zu denken wagen, wenn sie \u00fcberhaupt eine Vorstellung davon haben und die auch nur noch durch diese Dinge zum Orgasmus kommen kann.\u00ab<\/p>\n<p class=\"einzug\">Sie wurde zwischenzeitlich konkreter im Schildern ihrer Phantasien diesbez\u00fcglich und er mu\u00dfte feststellen, da\u00df ihn einiges davon ebenso erhitzte, unter teilweise sogar leicht zum Err\u00f6ten brachte, als h\u00e4tte er sich gar nicht vorstellen k\u00f6nnen, da\u00df eine Frau wie sie derartige \u203awilde\u2039 Phantasien besa\u00df, wenngleich er wu\u00dfte, da\u00df Frauen kaum weniger \u203aabgr\u00fcndige\u2039 Phantasien als M\u00e4nner besa\u00dfen.<\/p>\n<p class=\"einzug\">Eine Frau, die einen Mann dazu bringen kann, da\u00df er innerhalb weniger Stunden f\u00fcnfmal kommt, ist auf jeden Fall etwas Besonders, war er zufrieden.<\/p>\n<p class=\"einzug\">Wie ruhig sie an ihn geschmiegt lag. Sie besa\u00df im Augenblick etwas sehr liebens- und auch besch\u00fctzenswertes. Er lag jetzt sicherlich mehr als eine Stunde wach. F\u00fcr jemanden wie ihn, der es gewohnt war, allein zu schlafen, und der sich nur schwer daran gew\u00f6hnte, neben jemandem zu schlafen, erschien sie ihm dagegen so vertraut, als h\u00e4tten sie bereits unz\u00e4hlige N\u00e4chte gemeinsam verbracht. Was war nur mit dieser Frau? War sie ihm zu Anfang nur darum \u203al\u00e4stig\u2039 erschienen, weil er sich zu sehr von ihr angezogen gef\u00fchlt hatte? Weil die Wahrscheinlichkeit hoch war, mit ihr eine Beziehung haben zu k\u00f6nnen und er somit seine \u203aUnabh\u00e4ngigkeit\u2039 als Junggeselle \u203agef\u00e4hrdet\u2039 sah? Er hatte sich ja l\u00e4ngst mit einer gewissen Behaglichkeit in seinem Singledasein eingerichtet.<\/p>\n<p class=\"einzug\">Wie sch\u00f6n doch ihr \u00fcppiger K\u00f6rper nackt anzusehen war, trotz oder vielleicht gerade wegen der diversen kleinen Hautfalten und der schweren Br\u00fcste, die nur soweit der Schwerkraft trotzen, wie es n\u00f6tig war, den Schein zu wahren, um nicht als k\u00fcnstlich zu gelten.<\/p>\n<p class=\"einzug\">Er lag letztlich nicht wach neben ihr, weil er nicht einschlafen konnte, sondern um ihre N\u00e4he auskosten zu k\u00f6nnen. Letztlich forderte die M\u00fcdigkeit doch ihren Tribut.<\/p>\n<p class=\"einzug\">Als er erwachte, schien die Morgensonne ins Zimmer. Die durch das leicht ge\u00f6ffnete Fenster ins Zimmer str\u00f6mende Luft spielte mit der Gardine. Er lag auf dem R\u00fccken. Simone lag mit dem Kopf, ihm das Gesicht zugewandt, in seiner Armbeuge und blickte ihm l\u00e4chelnd an. Sie hatte das rechte Beine zwischen seinen Schenkeln liegen und den rechten Arm um ihn gelegt. Ihm wurde bewu\u00dft, was ein mollig warmes weiches Bett in der Gesellschaft einer \u00fcppigen Frau bedeuten konnte.<\/p>\n<p class=\"einzug\">\u00bbGuten Morgen\u00ab, w\u00fcnschte sie ihm.<\/p>\n<p class=\"einzug\">Sie gab ihm kaum Gelegenheit, einigerma\u00dfen wach zu werden, da sp\u00fcrte er schon ihre Rechte an seinem Scho\u00df. Im n\u00e4chsten Moment erkannte er, da\u00df er mit einer pr\u00e4chtigen Erektion erwacht war. Allerdings hatte er bereits gestern festgestellt, da\u00df sie nur die Hand in seinen Scho\u00df zu legen brauchte, damit er eine Erektion bekam.<\/p>\n<p class=\"einzug\">Er drehte sie sanft aber bestimmt auf den R\u00fccken und drang kurzerhand in sie ein. Sein Verlangen nach ihr erschien ihm so gro\u00df, als h\u00e4tte er seit vielen Jahren keine Frau mehr gehabt.<\/p>\n<p class=\"einzug\">\u00bbHast du f\u00fcr heute irgendwelche Verpflichtungen?\u00ab<\/p>\n<p class=\"einzug\">Sie sa\u00dfen beim gemeinsamen Fr\u00fchst\u00fcck, das durch die fortgeschrittene Tageszeit und seiner Reichhaltigkeit mehr einem verfr\u00fchten Mittagessen gleichkam.<\/p>\n<p class=\"einzug\">Sie hatte ihren knielangen weiten Hausmantel aus dunkelblauem Satin mit selbstbewu\u00dfter Nachl\u00e4ssigkeit geg\u00fcrtet, so da\u00df er ihren m\u00fctterlichen Busen nur halb bedeckte. Scheinbar gedankenverloren spielte sie mit dem nackten rechten Fu\u00df an seiner linken Wade. Gero hatte lediglich eine Sporthose und ein \u00e4lteres weites T-Shirts \u00fcbergezogen, das er gew\u00f6hnlich zum Schlafen anzog. Ungeschminkt und mit nachl\u00e4ssig gek\u00e4mmtem Haar war sie f\u00fcr ihn nicht weniger reizvoll.<\/p>\n<p class=\"einzug\">\u00bbNein, allenfalls m\u00fc\u00dfte ich mich sp\u00e4ter f\u00fcr zwei Stunden oder so an den Rechner setzen, um die beiden Essays, die gestern unterbringen konnte, weitgehend fertigzustellen.\u00ab<\/p>\n<p class=\"einzug\">\u00bbSch\u00f6n, dann haben wir Zeit f\u00fcr uns. Ich w\u00fcrde gerne mehr \u00fcber dich erfahren, vor allem wie du deinen SM entdeckt hast. Von meinem habe ich dir ja bereits ausf\u00fchrlich erz\u00e4hlt.\u00ab<\/p>\n<p class=\"einzug\">Er l\u00e4chelte verlegen. Seines Erachtens gab es hierzu nicht viel zu erz\u00e4hlen, im Grunde war es Daphne, die diesen f\u00fcr ihn \u203aentdeckt\u2039 hat. Er war im Zweifel, ob er ihr ausf\u00fchrlicher von Daphne erz\u00e4hlen sollte.<\/p>\n<p class=\"einzug\">\u00bbSo viel gibt es nicht zu erz\u00e4hlen, solange wei\u00df ich ja noch nicht davon. Ich habe es eigentlich durch eine sehr gute Freundin, die ich vor einigen Jahren durch Wolf kennengelernt habe. Sie wei\u00df allerdings schon lange von ihren Neigungen und lebt sie ebenso lange. Sie ist ausschlie\u00dflich dominant.\u00ab<\/p>\n<p class=\"einzug\">Er sah zum K\u00fcchenfenster. Die K\u00fcche lag nach vorne hinaus, ein gepflegter kleiner Vorgarten trennte das Haus von der Stra\u00dfe, einer Sackgasse. War gestern noch ein sonniger Tag gewesen, so war heute alles Grau in Grau. Ein leichter Landregen ging seit den fr\u00fchen Morgenstunden nieder.<\/p>\n<p class=\"einzug\">\u00bbIch mag den Regen\u00ab, sagte sie in leicht schw\u00e4rmerischen Tonfall. \u00bbDann kann ich in Gummistiefeln und meine schicken Regensachen aus PVC und \u00e4hnlichen Materialien spazieren f\u00fchren. Mir macht es Spa\u00df, wie ein kleines M\u00e4dchen mitten durch tiefe Pf\u00fctzen zu stapfen. Ich liebe es, wenn der Regen auf die Kapuze trommelt. Ich w\u00fcrde das Wetter gerne f\u00fcr einen Spaziergang nutzen.\u00ab<\/p>\n<p class=\"einzug\">Regenspazierg\u00e4nge waren nicht seine Sache, andererseits strahlte sie derart viel Vorfreude aus, da\u00df er sich einerseits sch\u00e4big vorgekommen w\u00e4re, w\u00fcrde er ihrem Wunsch nicht entsprechen, andererseits gelang es gerade Frauen, zu denen er sich hingezogen f\u00fchlte, ihn mit ihrer Begeisterung f\u00fcr eine bestimmte Sache anzustecken.<\/p>\n<p class=\"einzug\">Als er wenig sp\u00e4ter, nachdem er sich angezogen hatte, mit leichter wetterfester Jacke &ndash; trotz des Regens war es warmer Tag &ndash; und Schirm wieder herunterkam, erwartete Simone ihn bereits in einer engen Hose und einem \u00e4rmellosen hochgeschlossenen Oberteil aus dunkelblauem Kunstleder und dunkelblauen, hochwertigen Gummistiefel, soviel erkannte selbst er. Sie hatte das Haar nachl\u00e4ssig im Nacken zusammengebunden und einen dezenten erdfarbenen Lippenstift aufgelegt.<\/p>\n<p class=\"einzug\">\u00bbIch vermute, da\u00df du keine Gummistiefel besitzt. Das macht aber nichts. Ich besorge dir welche. Es ist besser, welche zu haben, wenn wir mal bei Regen im Wald abseits der Hauptwege spazieren gehen wollen.\u00ab<\/p>\n<p class=\"einzug\">Sie zog eine lange weite Regenjacke aus leuchtend blauer gl\u00e4nzender PVC-Folie au\u00dfen und gelber gl\u00e4nzender innen an, schlo\u00df den Reizverschlu\u00df und zog die Kapuze \u00fcber. Er konnte sich nicht helfen, sie sah darin irgendwie sexy aus, zumal sie sich un\u00fcbersehbar wohl darin f\u00fchlte.<\/p>\n<p class=\"einzug\">\u00bbK\u00f6nnen wir?\u00ab Sie l\u00e4chelte erwartungsvoll.<\/p>\n<p class=\"einzug\">Er nickte zustimmend.<\/p>\n<p class=\"einzug\">Sie gingen ein St\u00fcck schweigend nebeneinander. Er f\u00fchlte ein besonderes Gl\u00fccksgef\u00fchl an ihrer Seite. Sie gingen den Weg zum Ende der Stra\u00dfe, wo am Scheitelpunkt des Wendehammers ein schmaler Weg der, an einer Reihe Schreberg\u00e4rten vorbei, zu einem an die Siedlung grenzendes Naherholungsgebiet mit einem gro\u00dfz\u00fcgig angelegten Weiher f\u00fchrte.<\/p>\n<p class=\"einzug\">\u00bbDeine Regenjacke sieht chic aus\u00ab, bemerkte er, als sie beinahe an den Schreberg\u00e4rten vorbei waren.<\/p>\n<p class=\"einzug\">\u00bbDas freut mich, da\u00df sie dir gef\u00e4llt. Ich mag das Farbenfrohe, vor allem die Kontrastfarben innen und au\u00dfen. Sie l\u00e4\u00dft sich problemlos wenden, wobei mir das Blau au\u00dfen besser gef\u00e4llt, die gelbe Seite erinnert mich zu sehr an die guten alten Friesennerze, die nicht unbedingt ein Beispiel f\u00fcr Chic sind. Was jetzt nicht bedeutet, da\u00df ich ihnen nichts abgewinnen kann. Ich besitze zwei, da sie als fetischistisches Objekt ihren Reiz besitzen, und trage sie auch hin und wieder. Aber sie sind einfach besser f\u00fcr Wanderungen im Watt, in den W\u00e4ldern, f\u00fcrs Land geeignet, nicht wirklich f\u00fcrs St\u00e4dtische, wo doch der Chic an erster Stelle stehen sollte. Ich besitze noch einen langen Regenmantel und eine Art Wickeljacke in der Machart dieser Regenjacke, letztere in den Farben Schwarz und Rot. &ndash; Wie findest du meine Gummistiefel?\u00ab<\/p>\n<p class=\"einzug\">Er wu\u00dfte nicht so recht, was darauf erwidern sollte, chic w\u00e4re nicht das richtige Wort gewesen. Sie war sich bewu\u00dft, da\u00df er nicht wu\u00dfte, was er darauf erwidern sollte, darum erwartete sie auch keine Antwort von ihm.<\/p>\n<p class=\"einzug\">\u00bbIch wei\u00df, chic ist etwas anderes, das meine ich aber nicht so sehr. Die Marke, eine nicht ganz billige englische, ist bei Gummifetischisten sehr beliebt. Ich habe mehrere Paare in verschiedenen Farben, einige sogar mit modischen Block- und Keilabsatz. Letztere trage ich eigentlich nur im Haus zu meinen Gummi- und Latexsachen oder auf Fetischparties.\u00ab<\/p>\n<p class=\"einzug\">\u00bbDemnach tr\u00e4gst du sie auch beim V\u00f6geln\u00ab, die Erkenntnis lie\u00df ihn ihre Gummistiefel pl\u00f6tzlich mit anderen Augen sehen.<\/p>\n<p class=\"einzug\">\u00bbBeim Ficken habe ich schon alle meine Gummistiefel getragen, auch diese.\u00ab<\/p>\n<p class=\"einzug\">Er versucht sich vorzustellen, wie sie statt eleganter hochhackiger Stiefel aus weichem Leder, diese Gummistiefel trug. So richtig gelang es ihm nicht. Andererseits in Verbindung mit dieser knallengen Kunstlederhose \u2026 ja, das hatte aus fetischistischer Sicht schon etwas, das lie\u00df sich nicht leugnen.<\/p>\n<p class=\"einzug\">\u00bbVermutlich tr\u00e4gst du deine Regensachen auch beim V\u00f6geln.\u00ab<\/p>\n<p class=\"einzug\">Im normalen Gespr\u00e4ch war ihm \u203av\u00f6geln\u2039 doch lieber.<\/p>\n<p class=\"einzug\">\u00bbNat\u00fcrlich. Mein Fetischismus ist schlie\u00dflich stark sexuell orientiert. Ich glaube, ich habe das schon einmal beil\u00e4ufig erw\u00e4hnt.\u00ab<\/p>\n<p class=\"einzug\">Er \u00fcberging ihren sanften Spott oder er war ihm nicht bewu\u00dft.<\/p>\n<p class=\"einzug\">\u00bbGibt es den denn auch anders?\u00ab Er war ehrlich erstaunt.<\/p>\n<p class=\"einzug\">\u00bbJa, gibt es den auch anders. Auf Fetischparties sind stets genug Leute, die Latex und Gummi in erster Linie tragen, um darin gesehen zu werden, weil es sehr chic und extravagant ist. Manch einer tut, als w\u00e4re ein Fetisch und Sexualit\u00e4t etwas, was eigentlich nicht zusammengeh\u00f6rt. Die schw\u00e4rmen einem stundenlang von allen m\u00f6glichen Outfits, den Vor- und Nachteilen aller m\u00f6glichen Materialvarianten und -st\u00e4rken und Bezugsquellen vor, so da\u00df man ihnen mitunter zurufen will, man kann darin auch Sex haben, und nicht wenige haben diese Sachen tats\u00e4chlich in erster Linie, um darin Sex zu haben, weil es sie sexuell unglaublich stark erregt. Einige sind sogar ehrlich schockiert &ndash; ich meine das jetzt nicht ironisch &ndash; wenn Leute auf einer Fetischparty irgendwo Sex miteinander haben und solche Parties auch dazu dienen, Sex miteinander zu haben. Die Zahl der SMer unter den Fetischisten ist nicht sonderlich gro\u00df. Es gibt Schnittmengen, aber im Grunde sind es zwei verschiedene Welten, auch wenn Fetischisten in der allgemeinen Wahrnehmung immer noch den SMern zugeordnet werden. Fetischismus ist sowieso die harmloseste sexuelle Neigung, die man sich nur denken kann, Urolagnie zieht meines Erachtens damit gleich. Jedoch wird mittlerweile unter der Rubrik Fetischismus sehr viel mehr als nur eine besondere Vorliebe f\u00fcr bestimmte Materialien oder Objekte eingeordnet. Allerdings handelt es sich dabei oft mehr um Praktiken als um echte Fetische. Vom urspr\u00fcnglichen Begriff her ist mit Fetischismus ja auch die sexuelle Hingezogenheit zu Objekten beziehungsweise Materialien gemeint. Vorliebe f\u00fcr bestimmte K\u00f6rperteile, gro\u00dfe Br\u00fcste und \u00fcppige Frauen wie bei dir und gro\u00dfe Schw\u00e4nze wie bei mir unter anderem, aber auch F\u00fc\u00dfe, langes Haar und so weiter, fallen auch unter die Rubrik Fetische, obwohl es eindeutig Eigenschaften sind, die einem bei einem anderen  Menschen besonders wichtig sind f\u00fcr die eigene sexuelle Erregung. Einer Frau nur zu gerne die F\u00fc\u00dfe zu massieren und zu pflegen, hat weitaus mehr mir Ehrerbietung zu tun als mit Fetischismus, zumal die M\u00e4nner, die das so gerne machen, da\u00df es eine eindeutige sexuelle Komponente besitzt, in der Regel devot.\u00ab<\/p>\n<p class=\"einzug\">Da sie nebeneinander gingen und er den Schirm ein wenig schr\u00e4g hielt, konnte sie nicht sehen, wie er der Erw\u00e4hnung seiner Vorliebe f\u00fcr gro\u00dfe Br\u00fcste und die ihre f\u00fcr ansehnliche m\u00e4nnliche Genitalien ungewollt leicht err\u00f6ten lie\u00df, schlie\u00dflich war es offensichtlich, da\u00df sie sich damit bewu\u00dft auf die Abmessungen seines prim\u00e4ren Geschlechtsteils bezog.<\/p>\n<p class=\"einzug\">\u00bbIch habe selbst bisher geglaubt, da\u00df SM immer irgendwie auch mit Fetischismus zusammengeht.\u00ab<\/p>\n<p class=\"einzug\">\u00bbZwar sind Leder, Lack und Latex bei SMern relativ weit verbreitet, aber nicht wirklich im fetischistischen Sinn. Es gibt unter den SMerinnen weitaus mehr Korsettliebhaberinnen, als Liebhaberinnen von Leder, Lack und Latex. Bei Gummi und Latex kommt hinzu, da\u00df sie zu den Materialfetischen z\u00e4hlen, die sich im Alltag weniger gut ausleben lassen. Zum einem, weil sie stark sexuell konnotiert sind, deshalb auch immer die Gleichsetzung mit SM, und zum anderen einige praktische Nachteile haben. Zum einen sind sie in der Regel empfindlicher als Kleidung aus Stoff oder gar Leder, zum anderen sind sie nichts f\u00fcr kalte Tage, da sie faktisch nicht w\u00e4rmen. Wenn es sehr warm ist, schwitzt man relativ stark darunter, vor allem, weil der Schwei\u00df nicht so leicht verdunsten kann. Auf der einen Seite schwitze ich nur wirklich darunter, sobald es sehr warm ist, auf der anderen mag ich es durchaus, darunter zu schwitzen bis mir der Schwei\u00df in den Str\u00fcmpfen und Handschuhen steht, vorausgesetzt, es ist wiederum nicht so warm, da\u00df einem bereits der Schwei\u00df ausbricht, sobald man nur an Bewegung denkt. Leder ist weitaus unproblematischer im Alltag, da wird man h\u00f6chstens als mehr oder weniger extravagant angesehen. Frauen, die einen Fetisch f\u00fcr Nylons, schicke Dessous und High-Heels und Stiefel haben, werden allenfalls als betont weiblich empfunden, also als recht \u203anormal\u2039. Fetisch ist hier immer als etwas zu sehen, da\u00df die betreffende Person beim Tragen sexuell anspricht, beziehungsweise deren sexuelle Erregung durch das Tragen bestimmter Materialien gesteigert wird, oder gar erst m\u00f6glich ist. Wobei es absolut unerheblich ist, selbst wenn jemand etwas bestimmtes tragen <i>mu\u00df<\/i>, um \u00fcberhaupt sexuell agieren zu k\u00f6nnen. Wenn er oder sie ihren Spa\u00df und ihre Erf\u00fcllung dabei findet, finde ich, geht das niemandem etwas an. Allenfalls kann es beim Partner das \u00e4sthetische Empfinden tangieren, insbesondere wenn der Partner auf Heavy Rubber steht, also am liebsten so richtig sch\u00f6n in dickem Gummi mit Watstiefeln und Gasmaske \u203averpackt\u2039 ist. Allerdings sollte man dann auch \u00fcberlegen, ob man sich nicht einen Partner sucht, der in diesem Bereich mit einem weitgehend kompatibel ist. Um deine Frage vorweg zu nehmen, ja, Heavy Rubber ist auch mein Ding, darum erw\u00e4hne ich es ja auch. Ich habe eine ganze Sammlung mit Schl\u00e4uchen, Masken und allem was dazu geh\u00f6rt. Selbst mein Mann, f\u00fcr den das alles nun wirklich nichts Neues gewesen war, hat eine Zeitlang ben\u00f6tigt, bis er sich daran gew\u00f6hnt hatte, da\u00df ich es brauche, obgleich ihn meine Neigung auf eine besondere Weise fasziniert hatte. Er war darin ein typischer SMer ohne eigene Fetischneigung. Allerdings hat er es verstanden, mir bez\u00fcglich meines Fetischs manche sch\u00f6ne Stunde zu bereiten. Bin ich ganz in dickes Gummi verpackt mit Gasmaske und Schl\u00e4uchen und dergleichen, einem Atemreduktionsst\u00fcck an den Schl\u00e4uchen, bin ich nicht selten f\u00fcr eine ganze Weile wie in einer anderen Welt und tief in mir selbst. Da vergesse ich alles um mich herum. Dann ist es gut und wichtig jemanden bei sich zu haben, der auf einen achtet, wobei es an sich ungef\u00e4hrlich ist, denn die Reduktionsst\u00fccke lassen immer noch mehr als genug Luft zum Atmen durch, ohne da\u00df man Gefahr l\u00e4uft, ohnm\u00e4chtig zu werden, wobei ich dabei stets auf dem Bett liege, unter mir ein Laken aus dem gleichen dicken Gummi wie mein Ganzanzug. Ist man bei solchen Sachen allein, sollte immer darauf achten, da\u00df man stets genug Luft bekommt. Wobei ich f\u00fcr mich festgestellt habe, da\u00df ich bei der Atemreduktion nur dann wirklich fallen lassen kann, wenn ich jemanden in meiner N\u00e4he wei\u00df, auf den ich mich verlassen kann.\u00ab<\/p>\n<p class=\"einzug\">\u00bbMachst du es denn auf diese Weise alleine?\u00ab<\/p>\n<p class=\"einzug\">\u00bbJa, hin und wieder, das letzte Mal vor einigen Tagen. Ich benutzte dabei ein Atemreduktionsst\u00fcck mit einer derart gro\u00dfen \u00d6ffnung, da\u00df ich sie im Grund gleich ganz weglassen k\u00f6nnte, w\u00e4re nicht die erregende Vorstellung, da\u00df da \u00fcberhaupt ein solches St\u00fcck an den Schlauch geschraubt ist. Onaniere ich in dieser Situation mit meinem leistungsf\u00e4higen Massagestab, den ich durch meinen Ganzanzug hindurch ansetze, ejakuliere ich meist ziemlich heftig. Seit dem Tod meines Mannes hatte ich ja niemanden mehr, der dabei in meiner N\u00e4he war, insofern konnte ich auch eines der st\u00e4rker reduzierenden St\u00fccke nicht verwenden.\u00ab<\/p>\n<p class=\"einzug\">\u00bbDu w\u00fcrdest mal wieder gerne ein solches benutzen und es w\u00fcrde dich freuen, wenn ich dabei w\u00e4re.\u00ab<\/p>\n<p class=\"einzug\">\u00bbJa, du w\u00fcrdest mir eine gro\u00dfe Freude bereiten. Am liebsten w\u00e4re es mir, wenn du mich dabei ans Bett fesseln und mit der Hand in mich eindringen w\u00fcrdest, am liebsten mit einem dicken Gummihandschuh, ich wei\u00df ja, wie geschickt zu mit den Fingern bist. Der dicke Gummihandschuh dabei vermittelt mir das Gef\u00fchl, blo\u00dfes Objekt zu sein. Und anschlie\u00dfend mu\u00dft du mich durchficken, aber bitte so, wie es ausschlie\u00dflich f\u00fcr dich am sch\u00f6nsten ist. Auf mich darfst du keinerlei R\u00fccksicht nehmen, zumal ich ja bereits meinen Orgasmus hatte.\u00ab<\/p>\n<p class=\"einzug\">\u00bbIch denke, das l\u00e4\u00dft sich machen.\u00ab Irgendwie war er neugierig darauf, wobei er ihr ohnehin nichts abschlagen konnte, woran ihr besonders lag.<\/p>\n<p class=\"einzug\">\u00bbDu solltest es selbst einmal auf diese Weise versuchen. Ich bin \u00fcberzeugt, da\u00df dir das gefallen w\u00fcrde. Ich habe sogenannte Riechdildos. Sie sind innen hohl mit L\u00f6chern und werden an einen Gasmaskenschlauch geschraubt. Ich bin mir sicher, da\u00df es dich richtig kirre macht, wenn ich diesen in meine nasse Fotze einf\u00fchre und du somit mein Aroma tief in die Nase einziehen kannst. Da ich auch T-St\u00fccke besitze, k\u00f6nnen wir sogar beide gemeinsam mein Aroma einziehen. Stelle dir vor, ich habe den Dildo in der Fotze, w\u00e4hrend du mir den Arsch fickst. Wie geil das f\u00fcr uns beide w\u00e4re!\u00ab<\/p>\n<p class=\"einzug\">Er blickte sie von der Seite an, das Leuchten in ihren Augen verriet ihm, da\u00df sie das wirklich einmal versuchen wollte. Ihm war das bereits einen Schritt zu weit, obschon das mit einer Frau wie ihr sicherlich seinen besonderen Reiz haben w\u00fcrde. Man w\u00fcrde sehen.<\/p>\n<p class=\"einzug\">\u00bbMir ist nicht entgangen, wie gen\u00fc\u00dflich du an meiner Fotze gerochen hast.\u00ab<\/p>\n<p class=\"einzug\">\u00bbDu riechst da ja auch gut, irgendwie lieblich, wenn ich das mal so sagen darf. Ich habe ohnehin den Eindruck, da\u00df jede Frau dort anders riecht, selbst wenn sie sich frisch gewaschen hat.\u00ab<\/p>\n<p class=\"einzug\">\u00bbEs sollte verwundern, wenn alle Frauen gleich riechen w\u00fcrden, schlie\u00dflich schmeckt ein Schwanz auch nicht bei jedem Mann gleich. Manche M\u00e4nner m\u00f6gen es durchaus, wenn eine Frau sich zwei Tage nicht gewaschen hat, oder wenn sie den ganzen Tag ein Latexh\u00f6schen tr\u00e4gt, das sie beim Pinkeln nicht auszieht, sondern es seitlich hinauslaufen l\u00e4\u00dft, oder die Nacht \u00fcber eine Latexwindelhose tr\u00e4gt oder wom\u00f6glich noch hineingepinkelt hat. Du wei\u00dft doch, wie wichtig Ger\u00fcche sind und nicht immer sind es die vermeintlichen Wohlger\u00fcche, die besonders verlockend erscheinen.\u00ab<\/p>\n<p class=\"einzug\">\u00bbNaja, ich finde, da\u00df eine Frau, ist sie nach dem Sport so richtig sch\u00f6n durchgeschwitzt, besonders erregend riecht.\u00ab<\/p>\n<p class=\"einzug\">\u00bbSiehst du, da hast du schon ein Beispiel. Auch Frauen m\u00f6gen vom Sport durchgeschwitzte M\u00e4nner, was aber wenig mit den Pheromonen zu schaffen hat, wie viele meinen, denn f\u00fcr die haben Menschen anders als viele Tiere gar kein Organ mehr, somit k\u00f6nnen wir die in der Form auch gar nicht wirklich wahrnehmen. Au\u00dferdem machen Stoffe, die sexuelle Paarungsbereitschaft signalisieren bei einem Lebewesen, dessen Sexualit\u00e4t ganzj\u00e4hrig ist und \u00fcber das gesamte Leben reicht, ohnehin wenig Sinn. Im Normalfall, also ohne jeden Stre\u00df und \u00e4hnliche negative Einfl\u00fcsse von au\u00dfen und innen, ist ein Mensch permanent Paarungsbereit. Wir beide brauchen uns lediglich gegenseitig in den Schritt zu greifen, um erregt zu werden und ficken zu k\u00f6nnen. Ob es zum Fick kommt, h\u00e4ngt von anderen Faktoren als irgendwelche Ger\u00fcche ab, wobei die Pers\u00f6nlichkeit des anderen immer der ausschlaggebende Faktor ist.\u00ab<\/p>\n<p class=\"einzug\">\u00bbDem kann ich mich nur anschlie\u00dfend\u00ab, beeilte er sich zu versichern, obschon ihm bewu\u00dft war, da\u00df er sich zum einen mehr als einmal mit einer Frau eingelassen hat, nur weil sie bestimmten &ndash; \u00e4u\u00dferen &ndash; Vorstellung entsprochen hatte, aber ihre Pers\u00f6nlichkeit bereits auf den ersten Blick nicht mit seiner harmonierte, zum anderen sich aber doch beachtlich gegen Daphne und der sch\u00f6nen Frau, die neben ihm ging, gewehrt hatte, nur weil sie physisch nicht seinen, sich selbst vorgeschobenen Idealvorstellung entsprachen. Vermutlich h\u00e4tte er diese Selbstverleugnung noch eine geraume Weile fortgesetzt, h\u00e4tte er nicht Daphne und ihre Entschlossenheit kennengelernt. Hoffentlich kam Simone nie dahinter, da\u00df es f\u00fcr ihn vor noch gar nicht so langer Zeit undenkbar gewesen w\u00e4re, mit einer \u00fcppigen Frau Sex zu haben, von einer mit devoten und fetischistischen Neigungen ganz zu schweigen.<\/p>\n<p class=\"einzug\">Er war l\u00e4ngst an einem Punkt angelangt, an dem er selbst nicht mehr so recht nachvollziehen konnte, wieso er sich nicht schon fr\u00fcher mit \u00fcppigen oder gar dicken Frauen eingelassen hatte. Er war nicht nur in der Schule und auf der Uni einigen begegnet, deren Pers\u00f6nlichkeit ihn fasziniert hatte.<\/p>\n<p class=\"einzug\">Marietta, die Assistentin eines seiner Professoren zum Beispiel, fiel ihm wieder ein. Er dachte zum ersten Mal seit langem wieder an sie. Mit ihr hatte er sich bestens verstanden. Durch sie verstand er zum ersten Mal, was der Begriff Seelenverwandtschaft bedeuten konnte. Es hatte ihm Freude bereitet, mit ihr \u00fcber Literatur und Gott und die Welt zu diskutieren. Sie hatte einen Charme besessen, dem sich ein Mann nur schwer entziehen konnte. Auch war sie ihm gegen\u00fcber alles andere als abgeneigt gewesen. Nichtsdestoweniger hatte er verstanden, sie sich auf Distanz zu halten. Sie war \u203aleider\u2039 dick, zwar nicht klein, daher auch nicht allzu gedrungen, dennoch konnte er nicht umhin, bei ihr immer an die Protagonistin aus Maupassants Erz\u00e4hlung <i><a href=\"http:\/\/gutenberg.spiegel.de\/buch\/dickchen-2530\/2\" target=\"_blank\">Boule de Suif<\/a><\/i> (\u00bbFettkl\u00f6\u00dfen\u00ab auch \u00bbDickchen\u00ab) zu denken, wenn Marietta auch nicht ganz so rundlich war, allerdings war sie auch um einiges gr\u00f6\u00dfer als die von Maupassant beschriebene, jedoch um einiges rundlicher als Daphne oder Simone. H\u00fcbsch und liebenswert war sie auf jeden Fall mit ihrem runden Gesicht und dem immer fr\u00f6hlichen L\u00e4cheln und Auftreten. Wo sie erschien, ging im \u00fcbertragenen Sinn die Sonne auf. Ihre Behendigkeit war nicht ungew\u00f6hnlich f\u00fcr dicke Menschen, denen im allgemeinen Tr\u00e4gheit und nicht Gewandtheit unterstellt wird. Sie litt in keiner Weise unter ihrem \u00dcbergewicht, sondern hatte sich damit abgefunden und verstand es, sich vorteilhafter zu kleiden, als die meisten schlanken Frauen ihrer Umgebung. Zum ersten Mal, nach all den Jahren, bedauerte er, sich seinerzeit nicht auch sexuell mit ihr eingelassen zu haben. Sie hatte nie einen Hehl daraus gemacht, da\u00df sie gerne Sex hatte und diesen nur zu gerne auch mit ihm gehabt h\u00e4tte. Sie hatte ihm ungeniert Photos von sich in verf\u00fchrerischen Dessous gezeigt, die ihm eigentlich Lust h\u00e4tten machen <i>m\u00fcssen<\/i>. Er redete sich vor sich selbst damit heraus, da\u00df er mit einer dicken Frau und sei sie auch so attraktiv wie Marietta, einfach nicht konnte. Jedenfalls mu\u00df Mariettas Sexualleben lebendiger gewesen sein, als das vieler Kommilitoninnen. F\u00fcr eine Zeitlang ging sogar das Ger\u00fccht um, da\u00df beide miteinander liiert w\u00e4ren, was bei der H\u00e4ufigkeit, mit der sie sich sahen und die angeregten Gespr\u00e4che, die sie miteinander f\u00fchrten, nicht verwunderlich war. Wer wei\u00df, vielleicht h\u00e4tte sich manches anders entwickelt, w\u00e4re er damals mit ihr eine Beziehung eingegangen, vielleicht w\u00e4ren sie sogar heute noch ein Paar.<\/p>\n<p class=\"einzug\">\u00bbHast du die Regenjacke schon einmal beim Sex getragen?\u00ab Ihr Fetischismus faszinierte ihn, je mehr sie dar\u00fcber sprach, bisher mehr als ihr Sadomasochismus und er wollte unbedingt mehr dar\u00fcber wissen.<\/p>\n<p class=\"einzug\">\u00bbWenn du damit meinst, ob ich darin bereits onaniert habe, dann ja. Sex mit einem Mann hatte ich darin noch nicht. Ich habe sie, wie auch den langen Mantel und den Wickelmantel erst vor etwas mehr als einem Jahr in einem Online-Shop entdeckt.\u00ab<\/p>\n<p class=\"einzug\">\u00bbIch w\u00fcrde dich gerne in der Regenjacke sehen, wenn du darunter nackt bist.\u00ab<\/p>\n<p class=\"einzug\">\u00bbDu bist mein Dom und daher bestimmst du auch, was ich trage, wenn du deine sexuellen Bed\u00fcrfnisse an mir befriedigst, und wenn ich an gestern denke, t\u00e4usche ich mich sicherlich nicht darin, da\u00df du eine ebenso starke Libido besitzt wie ich.\u00ab<\/p>\n<p class=\"einzug\">Obschon es ein Kompliment war, konnte er nicht verhindern, da\u00df er leicht err\u00f6tete. Er war sich stets bewu\u00dft gewesen, da\u00df er eine relativ starke Libido besa\u00df, allerdings war sie ihm aus einem, f\u00fcr ihn nicht nachvollziehbarem Grund, immer ein wenig peinlich gewesen.<\/p>\n<p class=\"einzug\">Simone schien sich \u00fcberhaupt in seinen Augen seit gestern ver\u00e4ndert zu haben, dabei hatte sie nur ihre Vorsicht abgelegt, um ihn nicht zu verschrecken. Da sie seiner nun weitgehend sicher sein konnte, konnte sie so sein, wie sie war.<\/p>\n<p class=\"einzug\">\u00bbDu bist ja auch eine Frau, bei der das von allein entsteht.\u00ab<\/p>\n<p class=\"einzug\">\u00bbWie gut, da\u00df ich Gummistiefel trage, so wie du dich bei mir einschleimst\u00ab, erwiderte sie mit warmer Ironie, die ihm bei ihr ein wenig ungewohnt war und ihm seine \u00c4u\u00dferung peinlich werden lie\u00df.<\/p>\n<p class=\"einzug\">\u00bbNicht, da\u00df es mir nicht gef\u00e4llt, Komplimente von dir zu h\u00f6ren, aber sie sollten doch einigerma\u00dfen den Tatsachen entsprechen. Zu deinen Gunsten &ndash; und so wie dich bisher kennengelernt habe &ndash; sagst du es, weil es dir aus irgendeinem Grund unangenehm ist zu h\u00f6ren, da\u00df du einen starken Sexualtrieb besitzt.\u00ab An dieser Stelle w\u00e4re er beinahe erneut err\u00f6tet, diesmal, weil sie ihn so leicht durchschaut hatte. \u00bbVielleicht bist du in dem Glauben aufgewachsen, da\u00df es einen \u203anormalen\u2039 gibt. Es mag einen durchschnittlichen geben, wenn man die statistische H\u00e4ufigkeit als Basis nimmt, etwas anderes l\u00e4\u00dft sich einigerma\u00dfen seri\u00f6s auch gar nicht als Bewertungsrichtlinie zugrunde legen, aber keinen \u203anormalen\u2039. F\u00fcr einen jeden bedeutet \u203anormal\u2039 in diesem Kontext etwas anderes. Meine sexuelle Lust liegt auch \u00fcber dem Durchschnitt, wie auch meine sexuellen Neigungen deutlich abseits vom Durchschnitt liegen. Weil ich schon immer dazu gestanden habe, habe ich auch eine andere Sicht auf die Dinge als der Durchschnitt, was dir sicher nicht entgangen sein d\u00fcrfte und was dich ja auch nicht st\u00f6rt, da deine Neigungen schlie\u00dflich auch vom Durchschnitt abweichen. &ndash; Himmel, jetzt habe ich dir an diesem sch\u00f6nen Tag eine Standpauke gehalten, was f\u00fcr eine brave Sub nicht so wirklich schicklich ist.\u00ab<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Fortsetzung von \u00bbDer entscheidende Schritt\u00ab, \u00bbDie letzte Session mit Daphne?\u00ab, \u00bbDer erste gemeinsame Abend\u00ab, \u00bbGespr\u00e4ch im Caf\u00e9\u00ab, \u00bbGero und Daphne\u00ab, \u00bbDaphne\u00ab und \u00bbDie neue Zimmerwirtin\u00ab. &nbsp; Gero f\u00fchlte ein leicht schmerzhaftes Ziehen in den Hoden. Er lag auf der Seite. Simone hatte sich mit dem R\u00fccken an ihn geschmiegt. 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