{"id":3650,"date":"2017-02-17T11:41:08","date_gmt":"2017-02-17T10:41:08","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.arminaugustalexander.de\/?p=3650"},"modified":"2026-04-12T11:36:46","modified_gmt":"2026-04-12T09:36:46","slug":"kurzes-92-der-einzug","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.arminaugustalexander.de\/?p=3650","title":{"rendered":"Kurzes #92 \u00b7 Der Einzug"},"content":{"rendered":"<p class=\"titelbild\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/blog.arminaugustalexander.de\/wp-content\/gallery\/titel\/20130419_053_800_2.jpg\"\/><\/p>\n<p>Es war sp\u00e4t geworden, viel zu sp\u00e4t f\u00fcr Steffens Empfinden. Selbst f\u00fcr einen Samstag und da\u00df ein Sonnenaufgang mitten im Fr\u00fchling einen nicht zu untersch\u00e4tzenden Reiz besitzt. Andererseits wird man nur einmal im Leben drei\u00dfig. Au\u00dferdem war Holger sein bester Freund noch aus gemeinsamen Kindergartentagen; wie h\u00e4tte er also dessen Bitte, bis zum Schlu\u00df zu bleiben, ablehnen k\u00f6nnen?<\/p>\n<p class=\"einzug\">Mit einem herzhaften langanhaltenden G\u00e4hnen und dem bleiernen Gef\u00fchl, das typisch f\u00fcr eine \u00dcbern\u00e4chtigung ist, zog er sich aus und war, nach einem letzten Blick auf die Uhr, bereits eingeschlafen, kaum hatte er mit dem Kopf das Kissen ber\u00fchrt. Sein letzter Gedanke vor dem Einschlafen war, so lange als m\u00f6glich in Morpheus\u2019 Armen zu ruhen, ganz gleich was da kommen mochte.<\/p>\n<p class=\"einzug\">Ein heftiges Rumoren und Poltern im Treppenhaus, begleitet von lauten Stimmen, lie\u00df ihn richtiggehend im Bett hochfahren. F\u00fcr einen Moment glaubte er, es w\u00e4re nicht blo\u00df im Treppenhaus, sondern tats\u00e4chlich in seiner Diele. Noch zu verschlafen, um wirklich ver\u00e4rgert zu sein, blickte er auf die Uhr. Es war nicht einmal neun. Demnach konnte er h\u00f6chstens zwei Stunden geschlafen haben.<!--more--><\/p>\n<p class=\"einzug\">\u00bbPa\u00df doch auf\u00ab, ert\u00f6nte eine ungehaltene Stimme im Treppenhaus.<\/p>\n<p class=\"einzug\">Die Antwort darauf konnte er nicht verstehen, da der Betreffende zu leise sprach.<\/p>\n<p class=\"einzug\">Obwohl er sich am liebsten auf die andere Seite gedreht und weitergeschlafen h\u00e4tte, wollte er doch wissen, wer es an einem Samstagmorgen fertigbrachte einen derartigen L\u00e4rm zu veranstalten. Tr\u00e4ge verschlafen stand er auf und ging zur Wohnungst\u00fcr. Beim Sehen durch den Spion blickte er auf den breiten R\u00fccken eines Mannes, der mit einem anderen versuchte eine gro\u00dfe beige Ledercouch in die Wohnung gegen\u00fcber zu bugsieren.<\/p>\n<p class=\"einzug\">\u00bbMann, streng dich doch etwas an\u00ab, rief derjenige, der Steffen den R\u00fccken zukehrte, \u00e4rgerlich aus, \u00bbdas Teil ist verflucht schwer.\u00ab<\/p>\n<p class=\"einzug\">\u00bbIst mir bewu\u00dft\u00ab, verstand Steffen jetzt auch den anderen. \u00bbHab\u2019s schlie\u00dflich mit dir die drei Etagen raufgetragen. H\u00e4user mit mehr als zwei Etagen ohne Aufz\u00fcge sollten verboten werden.\u00ab<\/p>\n<p class=\"einzug\">\u00bbEin Aufzug w\u00fcrde dir aber auch nichts n\u00fctzen. Das Teil bekommst du in keinen Personenaufzug. Und die meisten anderen M\u00f6bel ebensowenig.\u00ab<\/p>\n<p class=\"einzug\">Der andere brummelte irgend etwas Unverst\u00e4ndliches aber mit Sicherheit nichts Freundliches.<\/p>\n<p class=\"einzug\">\u00bbJetzt streng dich mal etwas mehr an! Wir haben noch mehr als genug unten stehen. Warum mu\u00df ich an meinem freien Samstag ausgerechnet mit dir einen Umzug machen!\u00ab<\/p>\n<p class=\"einzug\">\u00bbWeil es jemanden gibt, dem weder du noch ich etwas abschlagen kann\u00ab, grinste der andere unversch\u00e4mt.<\/p>\n<p class=\"einzug\">W\u00e4hrend dieses Streitgespr\u00e4ch war es ihnen gelungen, die Ledercouch halbwegs durch die Wohnungst\u00fcr zu bugsieren.<\/p>\n<p class=\"einzug\">\u00bbNa, das kann ja heiter werden\u00ab, murmelte Steffen g\u00e4hnend.<\/p>\n<p class=\"einzug\">Er ging ins Bad, um der Natur zu ihrem Recht zu verhelfen und nach der Schachtel mit den Ohropax zu suchen. Wie zur Best\u00e4tigung, da\u00df er den Inhalt jetzt brauchte, polterte es erneut.<\/p>\n<p class=\"einzug\">\u00bbMensch, warst du mal Abbruchunternehmer?\u00ab h\u00f6rte er den Einen fluchen. \u00bbDu rei\u00dft noch das ganze Treppenhaus ab!\u00ab<\/p>\n<p class=\"einzug\">\u00bbWenn <i>sie<\/i> auch so verdammt sperrige M\u00f6bel hat\u00ab, kam es leicht wehleidig zur\u00fcck.<\/p>\n<p class=\"einzug\">\u00bbIch habe schon gesehen, wie ein Klavier in einem engeren Treppenhaus als diesem unbeschadet in den vierten Stock gebracht worden ist.\u00ab<\/p>\n<p class=\"einzug\">\u00bbZum Gl\u00fcck besitzt sie kein Klavier\u00ab, war die trockene Antwort, worauf als Entgegnung ein unverst\u00e4ndliches, leiser werdendes und alles andere als freundliches Brummeln folgte. Demnach hatten sie es geschafft, das M\u00f6belst\u00fcck vollst\u00e4ndig in die Wohnung zu transportieren.<\/p>\n<p class=\"einzug\">Das w\u00fcrde ja ein reizender Samstagvormittag werden! Steffen atmete tief durch, bet\u00e4tigte die Toilettensp\u00fclung und verlie\u00df mit der Schachtel Ohropax das Bad.<\/p>\n<p class=\"einzug\">Bevor er sich wieder ins Bett legte, ging er in die K\u00fcche und a\u00df einen Joghurt, um ein aufkommendes Hungergef\u00fchl zu unterdr\u00fccken, wenngleich sein Freund seine G\u00e4ste \u00fcppig mit Essen versorgt und er reichlich zugegriffen hatte. Dabei warf er einen Blick aus dem K\u00fcchenfenster. Ein gro\u00dfer M\u00f6belwagen stand vor dem Eingang.<\/p>\n<p class=\"einzug\">Er hatte sich schon gefragt, wann wieder jemand in die Wohnung neben ihm einziehen w\u00fcrde. Fast drei Monate hatte sie leer gestanden. Eine relativ lange Zeit in einer Gegend, die gleicherma\u00dfen wegen ihrer vergleichsweise ruhigen Lage und der N\u00e4he zum Zentrum beliebt ist. Oft stand der Nachmieter bereits mit den M\u00f6beln vor der T\u00fcr, w\u00e4hrend der vorherige noch mitten im Auszug war \u2013 \u00fcberspitzt formuliert. Dann waren vor mehr als zwei Wochen Handwerker in der Wohnung t\u00e4tig geworden.<\/p>\n<p class=\"einzug\">Er setzte die Ohropax ein und legte sich wieder ins Bett. Wohlige Ruhe umfing ihn. Alle Ger\u00e4usche schienen von weither zu kommen.<\/p>\n<p class=\"einzug\">Mit der Hoffnung, da\u00df der Einzug von nun an etwas weniger l\u00e4rmend vonstattengehen w\u00fcrde, d\u00e4mmerte er langsam in den angenehmen Zustand des Halbschlafs hin\u00fcber, dem auch bald der richtige Schlaf folgte.<\/p>\n<p class=\"einzug\">Doch seine Hoffnung w\u00e4hrte nicht lange; es war kaum eine Stunde vergangen, als ihn ein lautes Poltern gegen seine Wohnungst\u00fcr, dem selbst das gute Ohropax nichts entgegensetzen konnte, erneut aus dem Schlaf hochfahren lie\u00df. Dem Poltern folgte ein nicht minder lautes: \u00bbDu bist doch echt selten d\u00e4mlich! Willst du mich zerquetschen! Mann, mit dir mache ich noch einmal in meinem Leben einen Umzug!\u00ab<\/p>\n<p class=\"einzug\">\u00bbDann gehe etwas schneller. Oder meinst du, ich will mir deinetwegen wegen dieser Enge die H\u00e4nde am Gel\u00e4nder quetschen\u00ab, wurde prompt mit gleicher M\u00fcnze zur\u00fcckgezahlt.<\/p>\n<p class=\"einzug\">\u00bbKomm, laber nicht und gehe in die Wohnung, dieser Schei\u00dfschrank ist verflucht schwer\u00ab, klang die Erwiderung etwas schuldbewu\u00dft.<\/p>\n<p class=\"einzug\">Steffen unterdr\u00fcckte einen Fluch und drehte sich auf die andere Seite. Er liebte solche Nachbarn, die bereits beim Einzug ein derartiges Spektakel veranstalteten.<\/p>\n<p class=\"einzug\">Zwar ging es die n\u00e4chste Zeit etwas leiser vonstatten \u2013 vermutlich befanden sich jetzt alle wirklich sperrigen und schweren M\u00f6bel in der Wohnung \u2013 aber ihm gelang es nicht, wieder einzuschlafen. Mehr als eine Stunde w\u00e4lzte er sich ruhelos im Bett von einer Seite auf die andere. Obwohl er sich hoffnungslos \u00fcbern\u00e4chtigt f\u00fchlte, war er zugleich hellwach. Zu stark war die Furcht geworden, erneut vom L\u00e4rmen aufgeweckt zu werden, kaum war er eingeschlafen.<\/p>\n<p class=\"einzug\">Mit einem langen und tiefen Seufzer stand er auf, duschte und zog sich an. Nach einem leichten Fr\u00fchst\u00fcck machte er es sich auf dem Sofa bequem. Zwar polterte niemand mehr gegen seine T\u00fcr, das war aber auch alles. Die beiden M\u00e4nner schienen nur streitend miteinander kommunizieren zu k\u00f6nnen. Er fragte sich, wie es ihnen mit dieser Einstellung \u00fcberhaupt gelang zusammenzuarbeiten.<\/p>\n<p class=\"einzug\">Trotzdem besa\u00df das Gebrummel der beiden auch etwas Einschl\u00e4ferndes. Er schlummerte bald ein und begann von M\u00f6belpackern zu tr\u00e4umen, die ein \u00fcberdimensionales Klavier ein endlos langes Treppenhaus hinauftransportierten und dabei an jede T\u00fcr polterten, an der sie vorbeikamen und es war immer seine T\u00fcr.<\/p>\n<p class=\"einzug\">Ein ohrenbet\u00e4ubendes Scheppern ri\u00df ihn zum dritten Mal aus dem Schlaf.<\/p>\n<p class=\"einzug\">Es war bereits fr\u00fcher Nachmittag, die Sonne schien ins Zimmer und warf einen hellen Fleck unterhalb des Fensters auf den Boden. Durch die leicht ge\u00f6ffnete Balkont\u00fcr drangen Vogelgezwitscher und ged\u00e4mpfte Stimmen von den Nachbarbalkonen herein.<\/p>\n<p class=\"einzug\">\u00bbJetzt reicht\u2019s aber\u00ab, seine Geduld war endg\u00fcltig ersch\u00f6pft.<\/p>\n<p class=\"einzug\">Niemand brachte mehr Verst\u00e4ndnis daf\u00fcr auf, da\u00df ein Einzug nicht lautlos vonstattengehen konnte als er, aber was hier veranstaltet wurde, sprengte seines Erachtens jeden vertretbaren Rahmen.<\/p>\n<p class=\"einzug\">Er war derma\u00dfen ver\u00e4rgert, da\u00df es ihn nicht einmal wunderte, da\u00df dem Krach nicht das \u00fcbliche Schimpfen und Streiten folgte.<\/p>\n<p class=\"einzug\">Er ri\u00df die T\u00fcr auf, bereit den beiden M\u00f6chtegernm\u00f6belpackern seine Ansicht \u00fcber deren Art M\u00f6bel zu transportieren, frank und frei mitzuteilen; da hielt er mitten im Tun inne.<\/p>\n<p class=\"einzug\">Vor seiner T\u00fcr kniete eine junge Frau, damit besch\u00e4ftigt, T\u00f6pfe und Topfdeckel einzusammeln. Ein mittelgro\u00dfer Umzugskarton mit durchbrochenem Boden lag neben ihr auf dem Boden.<\/p>\n<p class=\"einzug\">Sie sah auf und blickte ihn sichtlich verlegen an.<\/p>\n<p class=\"einzug\">\u00bbEs tut mir leid, aber der Boden scheint nicht gehalten zu haben\u00ab, entschuldigte sie sich und versuchte ein freundliches L\u00e4cheln aufzusetzen, das ihr aber geh\u00f6rig mi\u00dflang.<\/p>\n<p class=\"einzug\">\u00bbDiese Kartons sind nicht so stabil wie sie sein sollten\u00ab, entgegnete er voller Milde.<\/p>\n<p class=\"einzug\">Da\u00df er urspr\u00fcnglich vorgehabt hatte, ihr zu sagen, was er von diesem permanenten L\u00e4rmen hielt, war ihm vollst\u00e4ndig entfallen.<\/p>\n<p class=\"einzug\">\u00bbIch glaube, der Fehler liegt bei mir\u00ab, widersprach sie ihm freundlich aber entschieden und strich sich eine Str\u00e4hne ihres schulterlangen braunen Haares aus der Stirn. \u00bbIch habe den Karton wahrscheinlich nicht richtig zusammengesteckt.\u00ab<\/p>\n<p class=\"einzug\">\u00bbDas kann schon einmal passieren\u00ab, meinte er gro\u00dfm\u00fctig und half ihr bereits die verstreuten Topfdeckel aufzusammeln.<\/p>\n<p class=\"einzug\">\u00bbLassen Sie mal\u00ab, wehrte sie seine Hilfe ab. \u00bbEs war ja mein Fehler. \u00dcbrigens, ich bin Ihre neue Nachbarin. Nora Schwerdtfeger.\u00ab Sie wischte sich die Rechte an ihrer geflickten alten Jeans ab, bevor sie sie ihm reichte.<\/p>\n<p class=\"einzug\">\u00bbSteffen Maier\u00ab, erwiderte er und nahm die gepflegte schlanke Hand gerne entgegen, die er l\u00e4nger hielt, als es notwendig gewesen w\u00e4re.<\/p>\n<p class=\"einzug\">Als er sie wieder losgelassen hatte, sahen sie sich mit einem leicht verlegenen L\u00e4cheln an.<\/p>\n<p class=\"einzug\">\u00bbSie m\u00fcssen jetzt nicht glauben, da\u00df ich immer derart ger\u00e4uschvoll auf mich aufmerksam mache\u00ab, scherzte sie bereits entspannter.<\/p>\n<p class=\"einzug\">\u00bbHabe ich auch gar nicht angenommen\u00ab, beeilte er sich zu versichern und sp\u00fcrte, wie er beinahe Rot wurde, schlie\u00dflich hatte er ihr vor kaum einer Minute noch genau das vorwerfen wollen.<\/p>\n<p class=\"einzug\">\u00bbDas freut mich\u00ab, erwiderte sie ehrlich. \u00bbAber Sie brauchen mir wirklich nicht zu helfen\u00ab, bekr\u00e4ftigte sie noch einmal freundlich, doch mit Nachdruck.<\/p>\n<p class=\"einzug\">\u00bbGut\u00ab, meinte er nur, \u00bbWenn Sie etwas brauchen \u2026\u00ab Fast h\u00e4tte er hinzugef\u00fcgt, \u00bbSie wissen ja, wo sie mich finden\u00ab, doch dann fiel ihm die unfreiwillige Komik auf und er brach mitten im Satz ab.<\/p>\n<p class=\"einzug\">\u00bbSie sind sehr nett\u00ab, erwiderte Nora mit einem Augenaufschlag, begleitet von einem L\u00e4cheln, das ihn wohlig warm durchstr\u00f6mte.<\/p>\n<p class=\"einzug\">Er z\u00f6gerte noch einen Moment, bevor er wieder in seine Wohnung ging und die T\u00fcr mit einem angenehm beschwingten Gef\u00fchl schlo\u00df.<\/p>\n<p class=\"einzug\">\u00bbWirklich ein netter Typ\u00ab, meinte Nora zu sich, w\u00e4hrend sie die T\u00f6pfe einzeln in ihre Wohnung trug, und das bezog sich nicht allein auf seine H\u00f6flichkeit.<\/p>\n<p class=\"einzug\">\u00bbNett\u00ab, sagte er zu sich selbst, w\u00e4hrend er sich wieder aufs Sofa legte, die Arme hinter dem Kopf verschr\u00e4nkt. \u00bbUnd h\u00fcbsch dazu. Manchem vielleicht ein zu wenig breit in den H\u00fcften, aber wer will schon diesen asketischen Typ, der sich eigentlich nur gut auf Plakaten f\u00fcr die Welthungerhilfe macht. Die wissen ja gar nicht, was genie\u00dfen bedeutet!\u00ab<\/p>\n<p class=\"einzug\">Dabei \u00fcbersah er, da\u00df er selbst mehr der asketische Typ war, allerdings z\u00e4hlte er zu den Menschen, die nur schwer an Gewicht zulegen, unabh\u00e4ngig von der Menge der Nahrung, die sie zu sich nehmen.<\/p>\n<p class=\"einzug\">Er nickte wieder ein und wurde nun nicht mehr von polternden M\u00f6belpackern oder schepperndem Geschirr geweckt. Daf\u00fcr tr\u00e4umte er nun von h\u00fcbschen Nachbarinnen Ende zwanzig, denen er half, auf den Boden gefallene Topfdeckel aufzuheben.<\/p>\n<p class=\"einzug\">Als er am sp\u00e4ten Nachmittag einigerma\u00dfen ausgeschlafen erwachte, war es ruhig im Treppenhaus. Er schaute durch den Spion. Die T\u00fcr der gegen\u00fcberliegenden Wohnung war halb ge\u00f6ffnet. Dann sah er aus dem K\u00fcchenfenster. Der M\u00f6belwagen stand nicht mehr vor dem Haus. Von dieser Seite w\u00fcrde zumindest keine St\u00f6rung mehr zu erwarten sein.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es war sp\u00e4t geworden, viel zu sp\u00e4t f\u00fcr Steffens Empfinden. Selbst f\u00fcr einen Samstag und da\u00df ein Sonnenaufgang mitten im Fr\u00fchling einen nicht zu untersch\u00e4tzenden Reiz besitzt. Andererseits wird man nur einmal im Leben drei\u00dfig. 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