{"id":3661,"date":"2017-02-19T19:45:51","date_gmt":"2017-02-19T18:45:51","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.arminaugustalexander.de\/?p=3661"},"modified":"2026-04-12T11:43:46","modified_gmt":"2026-04-12T09:43:46","slug":"kurzes-93-die-wette","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.arminaugustalexander.de\/?p=3661","title":{"rendered":"Kurzes #93 \u00b7 Die Wette"},"content":{"rendered":"<p class=\"titelbild\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/blog.arminaugustalexander.de\/wp-content\/gallery\/titel\/20160923_105_800_2.jpg\"\/><\/p>\n<p><em>Fortsetzung von<\/em> \u00bb<a href=\"?p=3650\">Der Einzug<\/a>\u00ab<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>\u00bbSo, das Regal h\u00e4ngt\u00ab, verk\u00fcndete Steffen nicht ohne Stolz.<\/p>\n<p class=\"einzug\">Es war nicht leicht gewesen, es zu montieren und nicht allein wegen der Glasplatte. Die beiden Halterungen waren zwar sch\u00f6n anzusehen, ihr Mechanismus jedoch stellte den Monteur vor eine Herausforderung. Daf\u00fcr waren die Befestigungsschrauben unsichtbar. Abgesehen davon hatte die beiliegende Montageanleitung mehr zur Verwirrung als zur Kl\u00e4rung beigetragen. Was heutzutage nicht unbedingt ungew\u00f6hnlich ist.<\/p>\n<p class=\"einzug\">\u00bbIch h\u00e4tte das nicht gekonnt\u00ab, sagte Nora mit ehrlicher Bewunderung. \u00bbAber es sieht toll aus, nicht wahr?\u00ab<\/p>\n<p class=\"einzug\">Nora blickte ihn freudestrahlend aus gro\u00dfen Augen wie ein junges M\u00e4dchen an.<\/p>\n<p class=\"einzug\">\u203aToll\u2039 war in seinen Augen vielleicht etwas \u00fcbertrieben, aber schlecht sah das Regal wirklich nicht aus.<\/p>\n<p class=\"einzug\">\u00bbIch finde, im Bad kann man gar nicht genug Ablagem\u00f6glichkeiten haben\u00ab, fuhr sie in naiver Bewunderung fort.<!--more--><\/p>\n<p class=\"einzug\">Er h\u00f6rte lediglich mit halbem Ohr zu, w\u00e4hrend er begann, sein Werkzeug zusammenzupacken. Sie stellte bereits verschiedene Flakons und Tuben auf das neue Regal.<\/p>\n<p class=\"einzug\">\u00bbKann ich sonst noch etwas f\u00fcr dich tun\u00ab, fragte er mehr aus H\u00f6flichkeit, denn aus ehrlicher Hilfsbereitschaft.<\/p>\n<p class=\"einzug\">Die nervige Montage, f\u00fcr die er mehr als eine Stunde ben\u00f6tigt hatte, hatte seinen Bedarf an handwerklicher Bet\u00e4tigung f\u00fcr diesen Tag vorerst gedeckt.<\/p>\n<p class=\"einzug\">Sie schien ihm nicht richtig zugeh\u00f6rt zu haben, sondern ging anscheinend ganz im Besitzerstolz auf.<\/p>\n<p class=\"einzug\">\u00bbWie? Ach, ja, du k\u00f6nntest mir durchaus noch einen Gefallen tun.\u00ab Es kam etwas sch\u00fcchtern, als sei sie nicht sicher, ob sie ihn \u00fcberhaupt damit \u203abel\u00e4stigen\u2039 k\u00f6nne.<\/p>\n<p class=\"einzug\">\u00bbIm Prinzip jeden solange es sich nicht um noch ein Regal dieser G\u00fcte handelt\u00ab, versuchte er einen schwachen Scherz.<\/p>\n<p class=\"einzug\">\u00bbNein, nein, es handelt sich um nichts Handwerkliches mehr\u00ab, beeilte sie sich zu versichern, von einem schwachen leicht verlegenen L\u00e4cheln begleitet.<\/p>\n<p class=\"einzug\">\u00bbSondern?\u00ab war dadurch selbstverst\u00e4ndlich seine nat\u00fcrliche Neugierde geweckt.<\/p>\n<p class=\"einzug\">\u00bbEs klingt vielleicht etwas bl\u00f6d\u00ab, sie wich betreten seinem Blick aus, nicht zuletzt, damit er das zufriedene Aufblitzen in ihren Augen nicht sah. \u00bbIch wei\u00df gar nicht, ob ich dich tats\u00e4chlich um so etwas bitten kann \u2026 schlie\u00dflich kennen wir uns kaum zwei Wochen. Du hast mir bereits bei so vielem geholfen \u2026 ach \u2026 nein \u2026 es ist wirklich zu dumm. Ich sollte endlich lernen, zu meinen Niederlagen zu stehen. Maren wird mir das ohnehin ewig vorhalten. Sie kann das verdammt gut, wei\u00dft du? Maren ist zwar meine beste Freundin, aber was das angeht ein richtiges Biest. Mitunter nachtragend bis zum Gehtnichtmehr \u2026 na ja, gewisserma\u00dfen bin ich ja auch selbst schuld daran, was mu\u00df ich auch immer den Mund so vollnehmen \u2026 andererseits hat sie mich auch zu sehr gereizt, das mu\u00df ich schon sagen \u2026 sag selbst, kann man so etwas auf sich sitzen lassen?\u00ab<\/p>\n<p class=\"einzug\">Er sch\u00fcttelte energisch den Kopf. Nein, so etwas konnte man nicht auf sich sitzen lassen. Da gab er ihr vorbehaltlos recht. Es mag Situationen geben, bei denen man durchaus f\u00fcnf gerade sein lassen konnte, aber mitunter mu\u00df man Farbe bekennen. Sie hatte sein ungeteiltes Mitgef\u00fchl. Blo\u00df, \u00fcber was sie eigentlich die ganze Zeit redete, wollte sich ihm nicht so recht erschlie\u00dfen.<\/p>\n<p class=\"einzug\">\u00bbNein, das kann man nicht\u00ab, fuhr sie nach einer genau bemessenen Kunstpause beipflichtend fort. Innerlich freute sie sich zwar, da\u00df er derma\u00dfen schnell \u203aangebissen\u2039 hatte, aber irgendwie erschien ihr der Sieg auch zu leicht. \u00bbWie ich sehe, stimmst du darin mit mir \u00fcberein. Andererseits kann ich dich nicht in meine Geschichten mit hineinrei\u00dfen. Solange kennen wir uns ja noch nicht, sind ja \u203ablo\u00df\u2039 gute Nachbarn.\u00ab<\/p>\n<p class=\"einzug\">Sie fuhr noch etwas in diesem Tonfall fort, bis er h\u00f6flich aber auch leicht enerviert fragte: \u00bbNora, das ist ja alles sch\u00f6n und gut, aber worum geht es \u00fcberhaupt?\u00ab<\/p>\n<p class=\"einzug\">\u00bbHabe ich das noch gar nicht gesagt\u00ab, spielte sie derart \u00fcberzeugend die unschuldig \u00dcberraschte, da\u00df er den K\u00f6der mit samt dem Haken und der halben Leine schluckte.<\/p>\n<p class=\"einzug\">\u00bbMaren hat gemeint, da\u00df ich es nicht schaffen w\u00fcrde, da\u00df du f\u00fcr einen Nachmittag als mein pers\u00f6nlicher Diener auftrittst. Dagegen habe ich gewettet\u00ab, fuhr sie, von einem leicht verschmitzten L\u00e4cheln begleitet, fort.<\/p>\n<p class=\"einzug\">Steffen blickte sie leicht irritiert an. Nach ihrer umfangreichen Einleitung hatte er mit etwas Komplexerem gerechnet. Mit Diener assoziierte er sogleich einen englischen Butler \u2013 er hegte von Jugend an eine Leidenschaft f\u00fcr P. G. Wodehouse \u2013 oder sein kontinentales \u00c4quivalent in gestreifter Weste, vornehmer und w\u00fcrdevoller als die Herrschaft selbst.<\/p>\n<p class=\"einzug\">Nachdem sich seine erste \u00dcberraschung gelegt hatte, begann ihn die Aussicht zu gefallen, f\u00fcr einen Nachmittag in die Rolle eines distinguierten Butlers zu schl\u00fcpfen. Mit einem Anflug von Wehmut erinnerte er sich ans Schultheater, in dem er w\u00e4hrend der Oberstufenzeit aktiv gewesen war und manchen Erfolg beim Publikum hatte verbuchen k\u00f6nnen, darunter auch einmal als Butler in dem ber\u00fchmten Sketch \u203a<i>Dinner for one<\/i>\u2039.<\/p>\n<p class=\"einzug\">Er war derart in seine Vorstellungen vertieft, da\u00df er einen Moment ben\u00f6tigte, bis ihm bewu\u00dft wurde, da\u00df sie mit ihrer Erkl\u00e4rung fortfuhr:<\/p>\n<p class=\"einzug\">\u00bbEs fing damit an, da\u00df Maren sich wieder einmal damit br\u00fcstete, wie leicht sie es doch habe, einen Mann dazuzubringen zu tun, was sie will, besonders wenn es dem Betreffenden eigentlich unangenehm ist. Sicher, Maren verf\u00fcgt \u00fcber einen besonderen Charme und sieht auch au\u00dfergew\u00f6hnlich gut aus. Aber das allein macht es nicht. Viel wichtiger als gutes Aussehen ist doch die Pers\u00f6nlichkeit. Kurz und gut, ich sagte ihr leicht ver\u00e4rgert, da\u00df mir das auch nicht schwerfallen w\u00fcrde. Darauf meinte sie, fast schon von oben herab \u2013 was ich ja \u00fcberhaupt nicht abhaben kann und schon gar nicht von der besten Freundin \u2013 ich sei viel zu brav, um einen Mann so richtig um den Finger wickeln zu k\u00f6nnen. Nach einigem hin und her schlug ich diese bl\u00f6de Wette vor. Ich wei\u00df nicht, warum ich dabei ausgerechnet an dich dachte, Steffen. Aber die M\u00e4nner, die mir ansonsten einfielen, kenne ich schon zu lange und Maren w\u00fcrde sie nicht akzeptieren. Sie w\u00fcrde mir unterstellen, da\u00df sie es aus alter Freundschaft zu mir heraus t\u00e4ten. Du verstehst\u00ab, sah sie ihn mit leicht schiefgelegtem Kopf an.<\/p>\n<p class=\"einzug\">Weil sie sich bem\u00fchte, ihn so bittend, als m\u00f6glich anzusehen, entging ihm das diabolische Leuchten in ihren sch\u00f6nen braunen Augen. Ihr galt sein ganzes Mitgef\u00fchl. Wie konnte gerade die beste Freundin derart hinterfotzig sein? Nein, er konnte nicht zulassen, da\u00df diese \u203aFreundin\u2039 triumphierte.<\/p>\n<p class=\"einzug\">Das schien ja leichter zu gehen, als sie gedacht hatte. Es war immer wieder ein sch\u00f6nes Gef\u00fchl f\u00fcr sie zu sp\u00fcren, wenn sie Macht \u00fcber andere besa\u00df. Allerdings war er auch kein wirklich \u203aschwieriger\u2039 Fall. M\u00e4nner mit Helfersyndrom kosten in diesem Punkt wenig Anstrengung, besonders wenn <i>frau<\/i> sich schwach und hilflos gibt. Und war zudem das Objekt ihres Begehrens, wie in diesem Fall, in sie verknallt, selbst wenn es ihm noch nicht so richtig bewu\u00dft sein mochte, war es einfacher als einem Kleinkind den Lutscher abzunehmen. Andererseits hatte sie auch nicht mehr viel Zeit, bis Maren erscheinen w\u00fcrde.<\/p>\n<p class=\"einzug\">\u00bbIst doch nicht so schlimm\u00ab, entgegnete er aufmunternd und bemerkte gar nicht, wie er sich bereits in seiner Falle gem\u00fctlich einrichtete. \u00bbEs ist bestimmt reizvoll, f\u00fcr einen Nachmittag den Kammerdiener zu geben\u00ab, sah er es von der heiteren Seite. \u00bbUnd wenn ihr euren Spa\u00df dabei habt \u2026 und du dir daf\u00fcr nicht monatelange die Schadenfreude deiner Freundin anh\u00f6ren mu\u00dft.\u00ab<\/p>\n<p class=\"einzug\">Unseren Spa\u00df werden wir sicherlich haben, aber anders als du es dir im Augenblick vorstellst, dachte sie. Der Triumph \u00fcber ihre leichte Eroberung lie\u00df ihr Herz Freudenspr\u00fcnge machen.<\/p>\n<p class=\"einzug\">\u00bbDu hast sicherlich auch schon eine Livree f\u00fcr mich\u00ab, scherzte er, der bereits ganz in seiner Rolle aufging und nicht im Entferntesten annahm, da\u00df sie tats\u00e4chlich so etwas wie eine Livree f\u00fcr ihn haben k\u00f6nnte.<\/p>\n<p class=\"einzug\">\u00bbIn gewisser Weise kann man es durchaus als eine Livree bezeichnen\u00ab, sagte sie sp\u00fcrbar gedehnt.<\/p>\n<p class=\"einzug\">\u00bbAch?\u00ab Er blickte sie mehr als \u00fcberrascht an. Scherzte sie etwa, um ihre Verlegenheit zu \u00fcberspielen, von der er immer noch glaubte, da\u00df sie echt war?<\/p>\n<p class=\"einzug\">F\u00fcr einen Moment kamen ihr Zweifel. W\u00fcrde er jetzt einen R\u00fcckzieher machen? Aber er schien nicht daran zu denken. Nachdem sich seine \u00dcberraschung gelegt hatte, interpretierte er ihre Antwort als \u2013 in seinen Augen schwache \u2013 Retourkutsche auf seinen Scherz.<\/p>\n<p class=\"einzug\">\u00bbMit einer richtigen Livree wie Diener sie in Filmen oder auf der B\u00fchne tragen, hat es wenig zu tun\u00ab, versicherte sie ihm und schaffte es tats\u00e4chlich ihn zu beruhigen.<\/p>\n<p class=\"einzug\">\u00bbWann wollte deine Freundin kommen?\u00ab dachte er nun ans Naheliegende.<\/p>\n<p class=\"einzug\">\u00bbIn etwa eineinhalb Stunden.\u00ab<\/p>\n<p class=\"einzug\">\u00bbDann bleibt ja noch etwas Zeit\u00ab, war er etwas erleichtert, denn nach ihren Worten hatte er angenommen, da\u00df Maren jeden Augenblick klingeln k\u00f6nnte.<\/p>\n<p class=\"einzug\">\u00bbDu hilfst mir also aus der Klemme?\u00ab Es war mehr eine Feststellung als eine Frage.<\/p>\n<p class=\"einzug\">\u00bbJa, warum nicht?\u00ab<\/p>\n<p class=\"einzug\">\u00bbDu bist ein Schatz\u00ab, sagte sie freudig und dr\u00fcckte ihm spontan einen Ku\u00df auf die Wange.<\/p>\n<p class=\"einzug\">Fast w\u00e4re er vor R\u00fchrung err\u00f6tet.<\/p>\n<p class=\"einzug\">\u00bbIch hole dir jetzt deine \u203aLivree\u2039.\u00ab Erneut entging ihm der besondere Unterton, wie eigent\u00fcmlich sie das Wort \u203aLivree\u2039 aussprach.<\/p>\n<p class=\"einzug\">Allein im Bad und die Werkzeugkiste schlie\u00dfend, sch\u00fcttelte er den Kopf dar\u00fcber, auf welch kindische Wetten erwachsene Frauen doch mitunter verfielen, dabei die Tatsache v\u00f6llig verdr\u00e4ngend, da\u00df M\u00e4nner in puncto kindische Wetten oft genug \u2013 leider \u2013 kaum zu toppen sind.<\/p>\n<p class=\"einzug\">Wie das, was sie als Livree bezeichnete, wohl aussehen mochte? Etwas anderes als die typischen Livreen, wie er sie aus unz\u00e4hligen einschl\u00e4gigen Filmen und des Theaterfundus, aus dem sich damals die Theatergruppe seiner Schule bedient hatte, kannte, wollten ihm nicht in den Sinn kommen.<\/p>\n<p class=\"einzug\">Darum staunte er nicht schlecht, mit was sie \u00fcber dem Arm zur\u00fcckkam. Nun, es gab wohl kaum etwas, das seiner Vorstellung von einer Livree derart diametral entgegenstand. Viel \u203aLivree\u2039 \u2013 ein anderes Wort daf\u00fcr fiel ihm allerdings nicht ein \u2013 war es nicht. Aber das Wenige w\u00fcrde mehr Aufmerksamkeit erwecken als jeder noch so elegante Frack mit gestreifter Weste und gest\u00e4rkter Hemdburst; schwarze Ledershorts und ein Harne\u00df waren wirklich das letzte, an das er gedacht h\u00e4tte.<\/p>\n<p class=\"einzug\">\u00bbEs ist nicht sehr originell, ich wei\u00df\u00ab, entschuldigte sie sich, weil sie seinen Blick mi\u00dfdeutete.<\/p>\n<p class=\"einzug\">Sie konnte ihre Angst nicht unterdr\u00fccken, da\u00df er beim Anblick, welche \u203aLivree\u2039 sie f\u00fcr ihn bereithielt, doch noch einen R\u00fcckzieher machte.<\/p>\n<p class=\"einzug\">Er fand, da\u00df es im Gegenteil sehr \u203aoriginell\u2039, fast schon <i>zu<\/i> originell war, was sie ihm als \u203aLivree\u2039 anbot.<\/p>\n<p class=\"einzug\">\u00bbDu mu\u00dft nicht, wenn du nicht willst\u00ab, sagte sie mit der richtigen Portion Demut, um jeden m\u00f6glichen Zweifel, ob seine Entscheidung ihr zu helfen, richtig gewesen war, im Keim zu ersticken.<\/p>\n<p class=\"einzug\">Er atmete tief durch. Es war nicht seine Art, eine einmal gegebene Zusage zur\u00fcckzuziehen, wenn es keinen <i>wirklich<\/i> triftigen Grund daf\u00fcr gab. Merkw\u00fcrdigerweise f\u00fchlte er sich von ihr nicht wirklich \u00fcberrumpelt, obwohl sie ihn meisterlich eingewickelt hatte. F\u00fcr ihn pa\u00dfte es zu einer solchen Wette.<\/p>\n<p class=\"einzug\">\u00bbHauptsache deine Freundin triumphiert nicht\u00ab, meinte er entschieden.<\/p>\n<p class=\"einzug\">Er kn\u00f6pfte schon das Hemd auf. Sie weidete sich immer mehr an der Macht, die sie \u00fcber ihn bekam.<\/p>\n<p class=\"einzug\">\u00bbDu ziehst besser auch die Unterhose aus. Die Shorts sind ganz sch\u00f6n eng.\u00ab<\/p>\n<p class=\"einzug\">Er tat auch das und ihm wurde gar nicht bewu\u00dft, da\u00df er sich ungeniert vor ihr auszog.<\/p>\n<p class=\"einzug\">Sie mu\u00dften einen anerkennenden Pfiff unterdr\u00fccken, denn was seine Unterhose freigab, hielt, was seine engen Jeans versprochen hatten. Gewi\u00df, Gr\u00f6\u00dfe ist nicht alles. Ein zuviel ist auch nicht das Wahre. Aber hier stimmte alles. Ob er sich dessen bewu\u00dft war? Sie glaubte nicht so recht daran. M\u00e4nner wie er, bemerken aus falscher Bescheidenheit nur selten, wie sehr die Natur sie bevorzugt hat. Komplimente von weiblicher Seite diesbez\u00fcglich tun sie leider zu oft als aus der Euphorie geboren ab. Aber sie war sicher, da\u00df er das Geschenk von Mutter Natur zu gebrauchen wu\u00dfte.<\/p>\n<p class=\"einzug\">Er schl\u00fcpfte in die Shorts. Sie waren wirklich sehr eng, dabei aus erstaunlich weichem ungef\u00fcttertem Leder. Sie sa\u00dfen wie f\u00fcr ihn gemacht. Mit einem zufriedenen fast schon l\u00fcsternen L\u00e4cheln sah Nora auf die Ausbeulung in seinem Schritt. Fast schon selbstverst\u00e4ndlich legte er den Harne\u00df an.<\/p>\n<p class=\"einzug\">Ja, sie war zufrieden. Er sah so m\u00e4nnlich wie noch nie aus. W\u00e4re er in diesem Moment \u00fcber sie hergefallen und h\u00e4tte sie nach Strich und Faden durchgev\u00f6gelt, sie h\u00e4tte jede Minute genossen. Aber halt, devote Fantasien waren eigentlich nicht so ihre Sache. Ab und zu ganz nett, aber erstens h\u00e4tte es nicht zu ihm gepa\u00dft und zweitens h\u00e4tte sie nach einer solchen Nummer das Interesse an ihm ebenso schnell verloren, wie ihr Orgasmus abgeklungen w\u00e4re. Er war in ihren Augen nicht der Mann, mit dem frau nur eine geile V\u00f6gelei haben wollte und es damit f\u00fcr sie abgetan war. Einen Mann zu ihren F\u00fc\u00dfen zu sehen, der ihr stets zu Willen war und gerade daraus seinen Genu\u00df zog, war ihr bedeutend lieber. Daf\u00fcr schien er auch viel besser geeignet.<\/p>\n<p class=\"einzug\">\u00bbPa\u00dft wunderbar\u00ab, meinte sie sichtlich zufrieden. \u00bbIch ziehe mir jetzt auch etwas anderes an. Du kannst unterdessen Tee aufbr\u00fchen, den Tisch decken und so weiter. Geb\u00e4ck ist im Schrank \u00fcber dem K\u00fchlschrank.\u00ab<\/p>\n<p class=\"einzug\">Sie redete mit ihm bereits wie mit einem Diener und f\u00fcr ihn war es schon selbstverst\u00e4ndlich, von ihr auf diese Weise behandelt zu werden.<\/p>\n<p class=\"einzug\">Die Shorts trugen sich angenehm und den Harne\u00df nahm er gar nicht richtig wahr. Er stellte sich bereits vor, was f\u00fcr ein Gesicht Noras Freundin machen w\u00fcrde, wenn sie sah, da\u00df sie ihre Wette verloren hatte. Das weckte seinen Sinn f\u00fcr Schadenfreude und aufger\u00e4umt ging er in die K\u00fcche, um seine Auftr\u00e4ge zu erf\u00fcllen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Fortsetzung von \u00bbDer Einzug\u00ab &nbsp; \u00bbSo, das Regal h\u00e4ngt\u00ab, verk\u00fcndete Steffen nicht ohne Stolz. Es war nicht leicht gewesen, es zu montieren und nicht allein wegen der Glasplatte. 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