{"id":4758,"date":"2017-04-07T16:53:48","date_gmt":"2017-04-07T14:53:48","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.arminaugustalexander.de\/?p=4758"},"modified":"2026-04-12T12:46:47","modified_gmt":"2026-04-12T10:46:47","slug":"kurzes-95-der-einzug","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.arminaugustalexander.de\/?p=4758","title":{"rendered":"Kurzes #95 \u00b7 Der Einzug"},"content":{"rendered":"<p class=\"titelbild\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/blog.arminaugustalexander.de\/wp-content\/gallery\/titel\/20140521_044_800_2.jpg\" \/><\/p>\n<p>Der M\u00f6belwagen fuhr langsam \u00fcber den an vielen Stellen l\u00f6chrigen Asphalt der schmalen Zufahrtsstra\u00dfe, die ein St\u00fcck weit hinter dem Haus in einen befestigten Feldweg \u00fcberging. An der Einm\u00fcndung hielt er f\u00fcr einen Moment an, um dann behutsam die enge Kurve zu nehmen. Nachdem der LKW seinen Blicken entschwunden war, trat er durch das leise quietschende, von Patina \u00fcberzogene schmiedeeiserne Gartentor, das er noch w\u00fcrde \u00f6len m\u00fcssen, auf den schmalen schiefen Plattenweg, in dessen Fugen Moos und Gr\u00e4ser wuchsen, und ging auf das Haus zu.<!--more--><\/p>\n<p class=\"einzug\">Er war froh, da\u00df es trotz der Gr\u00f6\u00dfe des Grundst\u00fccks so nah an der Stra\u00dfe lag. Dadurch wurde der r\u00fcckw\u00e4rtige, durch seine leichte Verwilderung einen besonderen Charme ausstrahlende Garten fast zu einem Park, in dem gro\u00dfe alte B\u00e4ume reichlich Schatten spendeten. Das Haus selbst war zweigeschossig, irgendwann um die letzte Jahrhundertwende erbaut und erst vor wenigen Jahren modernisiert worden. An der dem Ort abgewandten und der gegen\u00fcberliegenden Seite schlossen sich Wiesen und Felder an, stellenweise von Hainen durchzogen. An die andere Seite grenzte eine gepflegte gr\u00f6\u00dfere Villa, nur wenig \u00e4lter als sein Haus. Sie war um ein gutes St\u00fcck zur\u00fcckgebaut und verlief nicht parallel zur Stra\u00dfe, so da\u00df ein Teil des seitlich liegenden Eingangs und die gesamte Terrassenseite, die vor allem im Obergescho\u00df von gro\u00dfen bis zum Boden reichenden Fenstern beherrscht wurde, von seinem Haus eingesehen werden konnte. Diese Seite war exakt nach S\u00fcden ausgerichtet, w\u00e4hrend sein Haus leicht nach S\u00fcdwesten zeigte.<\/p>\n<p class=\"einzug\">Er schlo\u00df die massive eichene Haust\u00fcr, die leicht in den Angeln lief, hinter sich. Alle M\u00f6bel befanden sich an ihrem Platz. Jetzt hie\u00df es \u203anur\u2039 noch die Umzugskartons auszur\u00e4umen \u2013 was bei einem Umzug bekanntlich die eigentliche Arbeit bedeutet.<\/p>\n<p class=\"einzug\">\u00bbIch mache uns erst mal Tee\u00ab, rief ihm Saskia aus dem Wohnzimmer zu, kaum da\u00df die Haust\u00fcr ins Schlo\u00df gefallen war.<\/p>\n<p class=\"einzug\">Sie hatte sich bereit erkl\u00e4rt, ihm beim Einzug zu helfen. Neben Marius, dem Freund seit der gemeinsamen Schulzeit, war sie sein \u00e4ltester und bester Freund und rund drei Jahre \u00e4lter. Sie war wie er Einzelkind. Ihre Eltern waren bereits miteinander befreundet, als beide noch klein waren. Als Kinder waren, hatte sie sich ihm gegen\u00fcber mehr wie eine \u00e4ltere Schwester gef\u00fchlt \u2013 in dem Alter bilden drei Jahre einen sp\u00fcrbaren Unterschied \u2013 au\u00dferdem hatte sie sich immer einen kleinen Bruder gew\u00fcnscht. Sie erhielt oft Gelegenheit, sich ihm gegen\u00fcber wie eine gro\u00dfe Schwester zu geben. Er war ihr stets \u203aanvertraut\u2039 worden, unternahmen ihre Eltern etwas ohne den Nachwuchs. Ihm war es alles andere als unangenehm gewesen. So wie sie sich einen kleinen Bruder hatte er sich eine gro\u00dfe Schwester gew\u00fcnscht. Sie hatte sich ihm gegen\u00fcber stets verhalten, wie ein Junge im Alter von zehn, elf Jahren sich eine gro\u00dfe Schwester w\u00fcnscht. Erst w\u00e4hrend eines gemeinsamen Urlaubs ihrer Eltern, es war zugleich der letzte, an dem sie mit ihren Eltern verreiste, verlor ihre Beziehung fast schlagartig alles Geschwisterliche, wenngleich erste Anzeichen schon vorher vorhanden gewesen waren. Er war damals vierzehn, sie bereits siebzehn gewesen. Da ihre Eltern sie fast g\u00e4nzlich sich selbst \u00fcberlie\u00dfen, verbrachten sie die Zeit gemeinsam, sa\u00dfen oft, w\u00e4hrend die Eltern bereits schliefen, auf der kleinen Terrasse des gemieteten Ferienhauses bis tief in die Nacht zusammen, genossen das mediterrane Klima und unterhielten sich auf diese tiefsinnige Weise, wie man es nur in diesem besonderen Alter kann, wo man noch gen\u00fcgend gesunde Naivit\u00e4t und Enthusiasmus besitzt, auch existentielle Fragen unbek\u00fcmmert anzugehen. Gingen sie gemeinsam, sich nicht mehr wirklich geschwisterlich an den H\u00e4nden haltend durch den kleinen Ort, tuschelten vor allem die Jungen seines Alters hinter ihnen her. Ihre Mimik, ihre Haltung war eindeutig; sie hielten sie f\u00fcr ein Liebespaar. Ihn erf\u00fcllte es mit Stolz, da\u00df sie diese bildh\u00fcbsche, ein wenig kr\u00e4ftige Siebzehnj\u00e4hrige f\u00fcr seine Freundin hielten, wenngleich er sich keine Illusionen dar\u00fcber machte, da\u00df es nur ein Gedanke war, schlie\u00dflich war sie sp\u00fcrbar \u00e4lter und im Gegensatz zu ihm nicht mehr unerfahren. Sie hatte schon ihren ersten Trennungsschmerz hinter sich. Kurz vor Ostern hatte sie von ihrem ersten Freund getrennt, mit dem sie fast zwei Jahre zusammengewesen war. Sie am\u00fcsierte sich anf\u00e4nglich scheinbar \u00fcber das Gebaren der anderen. Vielleicht war es zuerst wirklich nur als leichte Provokation gedacht, den Jungen einen konkreten Anla\u00df zum Tuscheln zu geben, als sie ihn am dritten Tag, w\u00e4hrend sie dieser Gruppe erneut begegneten, keck fragte: \u00bbWollen wir denen mal einen Grund zum Starren geben?\u00ab Sie wartete seine Zustimmung nicht ab, sondern k\u00fc\u00dfte ihn und schob ihm sogleich die Zunge tief in den Mund. Er war mindestens ebenso verdattert wie die Jungen, die sie mit offenen M\u00fcndern anstarrten. Trotz ihrer Spekulationen waren sie in Wahrheit doch f\u00fcr Geschwister gehalten worden. Sein erster Zungenku\u00df dauerte nicht lange, was auch gar nicht von ihr beabsichtigt war. Die Jungen ignorierend gingen sie weiter. Ohne sich dessen zuerst recht bewu\u00dft zu sein, hielten sie die Hand des anderen auf eine nicht mehr geschwisterliche Weise.<\/p>\n<p class=\"einzug\">An diesem Nachmittag wurden ihre Gespr\u00e4che auf eine besondere Weise einsilbiger. Beide befanden sich in einer wohlig verzauberten Stimmung, die das Gef\u00fchl vermittelt, alles sei in rosa Watte eingepackt und von einem warmen Licht durchdrungen.<\/p>\n<p class=\"einzug\">Nachdem die Eltern sich zu Bett begeben hatten, sa\u00dfen sie wie gewohnt allein auf der Terrasse. In seiner Erinnerung war es eine besonders sch\u00f6ne, warme Nacht. Sie k\u00fc\u00dfte ihn erneut, diesmal l\u00e4nger und intensiver. Mit leicht ger\u00f6teten Wangen fragte sie ihn leise, mit einem leichten Zittern in der Stimme, als bef\u00fcrchtete sie, er k\u00f6nne ablehnend reagieren, ob er mit ihr bumsen m\u00f6chte. Er nickte nur, er h\u00e4tte ihr ohnehin nie etwas abschlagen k\u00f6nnen. Er kam beim ersten Mal recht schnell, kaum da\u00df er in sie eingedrungen war, aber es blieb nicht bei diesen einem Mal.<\/p>\n<p class=\"einzug\">Ihre Erinnerung an diesen Abend war ein wenig prosaischer. Zwar war sie sicher, da\u00df das Getuschel der Jungen den Ausschlag f\u00fcr ihre Entscheidung gegeben hatte, sie hatte ihn zum ersten Mal dadurch nicht mehr als \u203akleinen\u2039 Bruder gesehen, aber sie erinnerte sich noch gut an den Ablauf des Abends. Sie hatte ihn in der Tat gek\u00fc\u00dft, aber eher kurz und dann prosaisch, wie eine Frau, die es gewohnt ist, zu ihrem Sexualtrieb zu stehen, gesagt: \u00bbLa\u00df uns nach oben gehen und bumsen.\u00ab Sie hatte seit \u00fcber drei Monaten nicht mehr gev\u00f6gelt und sie vermi\u00dfte es sehr. Jemand, mit dem sie eine Beziehung haben wollte, war bisher nicht in ihren Gesichtskreis geraten. Er stand sozusagen zur \u203aVerf\u00fcgung\u2039 und w\u00fcrde mit Sicherheit kein \u203aTheater machen\u2039. Da er noch unerfahren war, konnte sie ihn f\u00fcr ihre Zwecke \u203aformen\u2039. Das dachte sie in erster Linie sinngem\u00e4\u00df. Bez\u00fcglich des weiteren Verlaufs gingen sie in ihren Erinnerungen wieder konform.<\/p>\n<p class=\"einzug\">Den Rest des Urlaubs v\u00f6gelten sie oft miteinander und schliefen gemeinsam in einem Bett. Die Eltern lie\u00dfen sie gew\u00e4hren und ersparten es ihnen, sich dazu \u00e4u\u00dfern zu m\u00fcssen. Saskia war sicher, da\u00df die Eltern ihr weiterhin vertrauten. Sie empfand es als sehr vorteilhaft, da\u00df er, wie sie vermutet hatte, ohne Widerspruch nicht nur ihren \u203aAnweisungen\u2039 Folge leistete, sondern es ihn auch auf eine besondere Weise sexuell erregte. Sie lebte auf diese Weise ihre Phantasie bez\u00fcglich eines Lustknaben, der ihr jederzeit bereitwillig zur Befriedigung ihrer sexuellen Lust zur Verf\u00fcgung stand, wogegen er nichts das geringste einzuwenden hatte. Sie erstaunte mitunter allenfalls ein wenig, wie oft er ohne Schwierigkeiten konnte, verfiel aber nicht auf die naheliegende Vermutung, da\u00df sie der alleinige Grund daf\u00fcr war. Mit ihrem ersten Freund hatte das nie so recht funktioniert, da er leider die Auffassung vertrat, da\u00df doch bitte der m\u00e4nnliche Teil eines Paares die haupts\u00e4chliche Initiative zu ergreifen hat, was sie mehrfach zur enervierten \u00c4u\u00dferung veranla\u00dft hatte: \u00bbWenn <i>ich<\/i> Lust zu ficken habe, warum soll ich dir das nicht sagen? Du scheust dich doch auch nicht zu sagen, wenn du Lust hast, <i>mich<\/i> zu ficken! Ich ficke nun einmal wahnsinnig gerne, darum sehe ich nicht ein, darauf zu warten, bis mein Freund sich dazu durchringt, den Anfang zu machen.\u00ab Da ihr Ex-Freund die Erfahrung gemacht hatte, da\u00df sie an diesem Punkt nicht mehr mit sich reden lie\u00df, schwieg er trotzig.<\/p>\n<p class=\"einzug\">Sie hatte ihm diesbez\u00fcglich oft ihr Herz ausgesch\u00fcttet. Er hatte aufmerksam zugeh\u00f6rt, zwar nicht gewu\u00dft, was er darauf erwidern sollte, doch war zu der Erkenntnis gelangt, da\u00df es doch sch\u00f6n sei, eine Freundin zu haben, die nicht nur gerne Sex hatte, sondern es auch selbstbewu\u00dft artikulierte.<\/p>\n<p class=\"einzug\">Mit dem Ende der Ferien endete auch bald die sexuelle Komponente ihrer Beziehung. Der in ihrem Alter doch noch recht gro\u00dfe Unterschied von drei Jahren, der unterschiedliche Freundeskreis waren ausschlaggebend. Au\u00dferdem strebte sie f\u00fcr eine Beziehung eher einen um einige Jahre \u00e4lteren Mann an.<\/p>\n<p class=\"einzug\">Er machte sich nichts aus dem Ende. Er war nie von einer Beziehung ausgegangen. Er hatte den h\u00e4ufigen Sex mit ihr genossen und viel dabei gelernt, schlie\u00dflich hatte sie ihm stets gesagt, was und wie er es machen sollte. Sie hatte manches mit ihm ausprobiert, von dem sie wu\u00dfte und geh\u00f6rt hatte und sie mit ihrem ersten Freund nicht machen konnte. Trotz seiner Jugend war er in diesen Dingen schon reichlich eingefahren. Bei ihm dagegen war sie keinen Augenblick auf den Gedanken gekommen, er k\u00f6nnte ihren Wunsch unangenehm aufnehmen, schlie\u00dflich hatte er bisher so gut wie alles, was sie von ihm verlangte, solange es einen bestimmten Rahmen nicht \u00fcberschritt, gemacht. Aber an das wirkliche \u00dcberschreiten von Grenzen dachte sie nicht, in diesem Punkt fehlte ihre jede Form von sadistischer B\u00f6swilligkeit, die Kindern und Jugendlichen oftmals eigen ist, um ihre Macht \u00fcber vermeintlich schw\u00e4chere auszutesten. Im Nachhinein war f\u00fcr sie die Erfahrung, da\u00df es f\u00fcr einen Mann kein Problem war, wenn eine Frau selbstbewu\u00dft ihren Sexualtrieb lebte, pr\u00e4gend f\u00fcr sie. Sie lie\u00df sich nie mehr auf einen Kompromi\u00df diesbez\u00fcglich ein. Einige Jahre sp\u00e4ter, beide befanden sich mitten im Studium, hatten sie noch einmal eine lebhafte, wenn auch kurze sexuelle Phase miteinander, in der sie nun offen der dominante Teil war.<\/p>\n<p class=\"einzug\">Mittlerweile war sie Lehrerin f\u00fcr Deutsch und Philosophie an einem st\u00e4dtischen Gymnasium und verheiratet mit einem sympathischen Kollegen. Ihre beiden T\u00f6chter befanden sich mitten in der Pubert\u00e4t und waren in so manchem ihrer Mutter erschreckend \u00e4hnlich. Es gab zwischen ihm und ihrem Mann nicht wenige charakterliche Gemeinsamkeiten. Ihr Mann hatte nicht nur nichts dagegen, da\u00df seine Frau im Sexuellen das Heft in der Hand hielt, sondern es kam seinen Bed\u00fcrfnissen entgegen. So sehr er auch in vielem seinen eigenen Kopf besa\u00df und seiner Frau gerne in Nebens\u00e4chlichkeiten widersprach, was sie mitunter ganz sch\u00f6n nervte, so hatte sie w\u00e4hrend ihrer Beziehung im Sexuellen nie ein \u203aNein\u2039 oder auch nur \u203aVielleicht\u2039 von ihm geh\u00f6rt. Oft konnte sie sich des Gef\u00fchls nicht erwehren, da\u00df er ihr absichtlich widersprach, um sie herauszufordern, ihm zu zeigen, wer bei ihnen im Sexuellen das Sagen hatte.<\/p>\n<p class=\"einzug\">\u00bbAlso, wie ist das jetzt mit dem Tee\u00ab, ri\u00df Saskia ihn aus seinen Gedanken.<\/p>\n<p class=\"einzug\">\u00bbEine gute Idee, vorausgesetzt, wir finden die dazu n\u00f6tigen Ger\u00e4tschaften.\u00ab<\/p>\n<p class=\"einzug\">Er lehnte im T\u00fcrrahmen und sah Saskia zu, wie sie inmitten der, \u00fcberwiegend noch geschlossenen Kartons stand, deren Beschriftung zwar einen ungef\u00e4hren Hinweis auf den Inhalt gaben, aber das besagte bekannterma\u00dfen nicht viel.<\/p>\n<p class=\"einzug\">Sie sah selbst auch in der alten verwaschenen Jeans, dem labberigen Sweatshirt, ohne Make-up, bis auf den dunklen Lippenstift, reizvoll aus. Er konnte sich nicht erinnern, sie jemals ohne ihren Lippenstift gesehen zu haben, seit sie mit f\u00fcnfzehn begonnen hatte, ihn zu benutzen. Die Farbe, ein schwer definierbarer Rotton, stand ihr gut. Mit den Jahren war sie \u00fcppiger geworden, was bei zwei Kindern und einem Beruf, der wenig mit k\u00f6rperlicher Bewegung zu tun hat, nicht verwunderlich war. Allerdings von einer \u00dcppigkeit, die zum Vorteil gereichte und ihre Attraktivit\u00e4t und ihre ohnehin starke erotische Ausstrahlung erh\u00f6hte. Das Haar trug sie noch so lang wie mit siebzehn, jedoch meist zu einem Dutt geformt. Obwohl es schwarz war, zeigte sich noch keine eine graue Str\u00e4hne darin, dabei hatte sie die vierzig schon deutlich \u00fcberschritten. Sie f\u00e4rbte sie nicht, das wu\u00dfte er.<\/p>\n<p class=\"einzug\">\u00bbTee habe ich selbst mitgebracht und der Rest ergibt sich schon\u00ab, ri\u00df ihn Saskia mit der ihr eigenen Zuversicht, die heute ein Lehrer auch braucht, erneut aus seinen Gedanken.<\/p>\n<p class=\"einzug\">Teekanne, Wasserkessel und zwei Tassen waren in der Tat schnell gefunden \u2013 sie schien einen sechsten Sinn daf\u00fcr zu haben, denn ihm war v\u00f6llig entfallen, in welchem Karton er sie verstaut hatte, wenn er es \u00fcberhaupt gewesen war und nicht sie selbst \u2013, nur wenig sp\u00e4ter sa\u00dfen sie am schmalen K\u00fcchentisch und tranken hei\u00dfen Tee.<\/p>\n<p class=\"einzug\">\u00bbWoran arbeitest du im Augenblick\u00ab, erkundigte sie sich interessiert, die dampfende Tasse in beiden H\u00e4nden haltend.<\/p>\n<p class=\"einzug\">Sie war gemeinsam mit Marius die einzige Person, mit der er grunds\u00e4tzlich \u00fcber seine Werke bereits w\u00e4hrend der Entstehung sprach. Er sch\u00e4tzte beider Urteil, da ihre Auffassung von \u203aguter\u2039 Literatur sich deutlich voneinander unterschied. Es hatte ihm schon mehr als einmal \u00fcber strittige Fragen hinweggeholfen.<\/p>\n<p class=\"einzug\">\u00bbAn einer Erz\u00e4hlung, nichts Weltbewegendes eigentlich.\u00ab<\/p>\n<p class=\"einzug\">\u00bbDas sagst du immer und dann liest es sich ausgezeichnet. Zeitkritische Themen allein machen noch keine gro\u00dfe Literatur aus. Die kleinen Dinge des Lebens verdienen nicht weniger Aufmerksamkeit. \u2013 Also, was ist das Thema dieser Erz\u00e4hlung?\u00ab<\/p>\n<p class=\"einzug\">Er mu\u00dfte ein Grinsen unterdr\u00fccken. In diesem Tonfall redete sie sicher vor ihrer Klasse.<\/p>\n<p class=\"einzug\">Er ging nicht weiter auf ihren \u203aTadel\u2039 ein \u2013 zum einen hatte er ihn schon zu oft vernommen und zum anderen hatte sie im Prinzip recht \u2013, sondern begann mit der Inhaltsbeschreibung.<\/p>\n<p class=\"einzug\">\u00bbOrt der Handlung ist eines dieser alten verwinkelten H\u00e4user, wo von der einen Wohnung aus ein Teil der Nachbarwohnung eingesehen werden kann. In eine dieser Wohnungen zieht ein junger Mann. Die Wohnung neben ihm wird von einer jungen Frau, einer Photographin bewohnt.\u00ab<\/p>\n<p class=\"einzug\">\u00bbWie ich dich kenne, sieht sie gut aus\u00ab, unterbrach Saskia ihn lachend. <\/p>\n<p class=\"einzug\">\u00bbNur kein Neid\u00ab, entr\u00fcstete er sich spielerisch. \u00bbSchlie\u00dflich brauchst du dich auch nicht zu verstecken.\u00ab <\/p>\n<p class=\"einzug\">\u00bbMan dankt, immerhin ist das ein Kompliment f\u00fcr eine Frau meines Alters\u00ab, entgegnete sie trocken.<\/p>\n<p class=\"einzug\">\u00bbBei einer Frau mit Pers\u00f6nlichkeit, Geist, Witz und Charme ist das Alter nebens\u00e4chlich, sie faszinieren in jedem Alter.\u00ab Dabei sah er sie mit einem \u00fcbertrieben schmachtenden Blick an. Zumindest versuchte er, einen solchen aufzusetzen. <\/p>\n<p class=\"einzug\">\u00bbAlso, weiter\u00ab, forderte sie ihn auf, seinen Blick mit ostentativer Gleichg\u00fcltigkeit ignorierend, und schenkte sich Tee nach.<\/p>\n<p class=\"einzug\">Da er keine andere Reaktion von ihr erwartet hatte, fuhr er, nachdem er einen Schluck aus seiner Tasse genommen hatte, fort:<\/p>\n<p class=\"einzug\">\u00bbZwei Zimmer kann er von seiner Wohnung aus einsehen; ihr kleines Studio und ihr Schlafzimmer. Sie macht \u00fcberwiegend erotische Photos, haupts\u00e4chlich von Frauen, gelegentlich auch von M\u00e4nnern. Ihre erotischen Photos besitzen etwas Vertr\u00e4umtes. Nein, vertr\u00e4umt ist nicht das richtige Wort. Sie strahlen eine Erotik aus, die diesen Namen auch verdient. Sie f\u00e4ngt das erotische Potential ihrer Modelle ein. Diese Photos sind auf positive Weise unschuldig. Beim Anschauen dieser Photos sp\u00fcrt man, da\u00df Erotik etwas mit gegenseitiger Hingabe, sich dem anderen \u00f6ffnen zu tun hat, mit Vertrauen und auch Genu\u00df. Da\u00df man umso mehr zur\u00fcckbekommt, je mehr man gibt. Ihr gelingt es, jede Person, die sie photographiert, erotisch begehrenswert zu machen. \u2013 Aber ich f\u00fcrchte, ich schweife ab.\u00ab<\/p>\n<p class=\"einzug\">\u00bbNein, gar nicht\u00ab, Saskia sch\u00fcttelte entschieden den Kopf, eine Locke fiel ihr tief ins Gesicht, die sie mit einer nachl\u00e4ssigen Handbewegung weg strich. \u00bbIch wei\u00df was du meinst. Sie photographiert ausnahmslos Frauen, die, je n\u00e4her man sie kennenlernt, immer mehr faszinieren, weil sie sich m\u00f6gen, wie sie sind, um ihr erotisches Potential wissen, ihren Sexualtrieb nicht verleugnen und ihn auch nicht verleugnen lassen, deren erotische Ausstrahlung sich deshalb letztlich niemand entziehen kann. \u2013 Es ist sch\u00f6n zu h\u00f6ren, da\u00df Jugend und Sch\u00f6nheit nicht die Hauptsache darstellen.\u00ab<\/p>\n<p class=\"einzug\">F\u00fcr einen Augenblick wu\u00dfte er nicht, ob sie den letzten Satz ernst oder ironisch meinte. Weder ihr Tonfall noch ihre Mimik gaben einen Hinweis darauf. Er entschied, es mit einem inneren Achselzucken zur Kenntnis zu nehmen.<\/p>\n<p class=\"einzug\">\u00bbEr beginnt nicht wirklich absichtlich, sie zu beobachten. Er bem\u00fcht sich stets unauff\u00e4llig zu bleiben, ja in seinem Auftreten ist fast schon etwas Sch\u00fcchternes. Er wird Zeuge, wie zwischen einer der Frauen, die ihr h\u00e4ufiger Modell steht, eine \u00fcppige Sch\u00f6nheit mit Pers\u00f6nlichkeit, und ihr auch eine k\u00f6rperliche Beziehung besteht.\u00ab<\/p>\n<p class=\"einzug\">\u00bbTypisch Mann\u00ab, unterbrach Saskia ihn lachend, aber es schwang kein wirklicher Vorwurf darin mit, \u00bbimmer wollen sie zwei Frauen beim Liebesspiel zusehen.\u00ab<\/p>\n<p class=\"einzug\">Er verzog pikiert das Gesicht, da ihm dergleichen Vulg\u00e4rerotik nun wirklich fern lag.<\/p>\n<p class=\"einzug\">\u00bbIn dieser Hinsicht brauchst du dir keine Sorgen zu machen; sie hat ebenso Beziehungen zu M\u00e4nnern\u00ab, entgegnete er fast schon bissig, und sah absichtlich an ihr vorbei.<\/p>\n<p class=\"einzug\">\u00bbDu willst wohl damit mehr diese ganz besondere Beziehung zwischen Modell und K\u00fcnstler andeuten\u00ab, sah Saskia ein, da\u00df Ironie im Moment nicht angebracht war. \u00bbDiese ganz eigene Form von Intimit\u00e4t, die sich dabei aufbauen kann. Allerdings kann es auch ganz reizvoll sein, zwei M\u00e4nnern beim Liebesspiel zuzusehen\u00ab, f\u00fcgte sie mit einem leicht verkl\u00e4rten Gesichtsausdruck hinzu. Sie hatte aus ihrer Vorliebe f\u00fcr Schwulenpornos nie ein Geheimnis gemacht.<\/p>\n<p class=\"einzug\">\u00bbW\u00e4hrend er Gelegenheit bekommt, ihnen beim Liebesspiel zuzuschauen, beschleicht ihn zum ersten Mal das Gef\u00fchl, da\u00df sie wissen, da\u00df sie dabei beobachtet werden, und es ihnen nicht nur nichts auszumachen scheint, sondern es genie\u00dfen, einen Zuschauer zu haben. Selbstverst\u00e4ndlich kann er diesen Eindruck auf keine konkrete Beobachtung st\u00fctzen. Dennoch wird er dieses Gef\u00fchl nicht mehr los, das sich mit der Zeit verst\u00e4rkt. Es ist eines dieser Gef\u00fchle, das wie eine gesicherte Erkenntnis erscheint, das aber rational nicht begr\u00fcndet werden kann. Um dich zu beruhigen; er hat nicht nur Gelegenheit ihr und dieser Frau zuzusehen, sondern auch ihr und einem Mann.\u00ab Saskia ging mit keiner Miene darauf ein. \u00bbDa hat er jedoch nicht den Eindruck, da\u00df der Mann wei\u00df, da\u00df sie beobachtet werden. Daf\u00fcr festigt sich in ihm die \u00dcberzeugung, da\u00df sie sich gerade beim Sex mit dem Mann f\u00fcr einen imagin\u00e4ren Zuschauer in Pose setzt.\u00ab<\/p>\n<p class=\"einzug\">\u00bbDas gef\u00e4llt mir schon deutlich besser\u00ab, ein breites Grinsen umspielte ihre Mundwinkel, schlie\u00dflich kam es ihrem pers\u00f6nlichen Exhibitionismus entgegen.<\/p>\n<p class=\"einzug\">\u00bbWie dem auch sei, dieses \u203aSpiel\u2039 \u2013 nennen wir es einmal so \u2013 geht \u00fcber einige Wochen. Die Handlung bezieht sich nicht auf eine externe Zeit, sondern sie besitzt nur eine interne. Alles geschieht innerhalb der Welt dieser beiden Wohnungen. Es gibt nur diese beiden Wohnungen und das St\u00fcck Hausflur, das sie verbindet, mehr nicht.\u00ab<\/p>\n<p class=\"einzug\">\u00bbDas Verwischen der Grenzen zwischen Tagtraum und Realit\u00e4t also. Alles k\u00f6nnte sich so ereignet haben, aber der Leser kann nicht mit Bestimmtheit sagen, ob es nicht einzig in der Phantasie des jungen Mannes geschieht oder gar \u2013 was mir sogar wahrscheinlicher erscheinen w\u00fcrde \u2013 einem Tagtraum der jungen Frau entspringt.\u00ab<\/p>\n<p class=\"einzug\">\u00bbEs kann auch auf diese Weise gesehen werden\u00ab, r\u00e4umte er ein, diese Perspektive hatte etwas f\u00fcr sich, daran hatte er noch gar nicht gedacht. \u00bbEs geschieht schon innerhalb der Realit\u00e4tsebene der Geschichte, die allerdings nur die beiden Wohnungen beinhaltet.\u00ab<\/p>\n<p class=\"einzug\">\u00bbDie Wahrscheinlich eines Traumes ist demnach durchaus gegeben. Du sagst schlie\u00dflich selbst, da\u00df die Welt au\u00dferhalb dieser beiden Wohnungen nicht existiert. In einem Traum gibt es auch nur die Realit\u00e4t des Traumes und nichts anderes. Was man von der Realit\u00e4t, wie sie uns umgibt, nicht unbedingt sagen kann.\u00ab<\/p>\n<p class=\"einzug\">Als Antwort l\u00e4chelte er nur vielsagend, ihm fehlte im Augenblick die Lust, sich auf eine philosophische Grundsatzdiskussion \u00fcber den Realit\u00e4tsbegriff mit ihr einlassen. Sie ging aber auch von sich aus nicht weiter darauf ein.<\/p>\n<p class=\"einzug\">\u00bbSelbstverst\u00e4ndlich ist er kein gew\u00f6hnlicher Voyeur, kein verklemmter junger Mann, der sich an eine Frau nicht herantraut, aus welchen Gr\u00fcnden und negativen Erfahrungen heraus auch immer. Die Zeiten, zu denen er sie beobachtet, plant er ebenso wenig, es sind scheinbar zuf\u00e4llige Begegnungen. Um jedem m\u00f6glichen Mi\u00dfverst\u00e4ndnis vorzubeugen; er bekommt, wenn auch unregelm\u00e4\u00dfig, Besuch von einer langj\u00e4hrigen Freundin, mit der er Sex aber keine Beziehung hat.\u00ab<\/p>\n<p class=\"einzug\">\u00bbEine Freundschaft mit Bonus also. Es sch\u00f6n, wenn es das gibt. Ich finde, das sollten mehr Frauen anstreben. Zumal ein Mann oftmals geeigneter als beste Freundin ist als eine Frau.\u00ab<\/p>\n<p class=\"einzug\">Aus eigener Erfahrung konnte er ihr nicht einmal widersprechen.<\/p>\n<p class=\"einzug\">\u00bbIch bin sicher, da\u00df er kein gew\u00f6hnlicher Voyeur ist, dann w\u00e4re der Reiz der Geschichte, so wie du sie erz\u00e4hlen willst, auch hin. Er darf ja nicht ihr Gegner, sondern mu\u00df ihr Komplize sein, es mu\u00df ein stilles Einverst\u00e4ndnis zwischen ihnen bestehen, damit sich eine erotische Spannung zwischen ihnen aufbauen kann. Auch wenn er zuerst gar nicht wei\u00df, da\u00df sie ihn zu ihrem Komplizen macht.\u00ab<\/p>\n<p class=\"einzug\">Er nickte, sie hatte die Grundidee erfa\u00dft.<\/p>\n<p class=\"einzug\">\u00bbEines Tages findet er einen Umschlag nur mit seinem Namen darauf im Briefkasten, mit einem Photo und einem Zettel darin. Das Photo zeigt ihn, wie er am Fenster steht und sie beobachtet. Rechts unten ist ein Datum notiert. Es ist der Tag, an dem er sie zum ersten Mal in ihrer Wohnung beobachtet hat. Auf dem Zettel steht nur, da\u00df er sie um eine bestimmte Uhrzeit an diesem Tag in ihrer Wohnung besuchen soll. Er ist etwas verunsichert \u00fcber diese Einladung, sieht aber keine Veranlassung, ihrer Aufforderung nicht zu folgen. An ihrer lediglich angelehnten Wohnungst\u00fcr h\u00e4ngt ein Zettel mit Aufschrift \u203a<i>Bitte eintreten<\/i>\u2039. Er geht hinein, schlie\u00dft die T\u00fcr hinter sich. In der Wohnung ist es ruhig, es scheint niemand da zu sein. Er gelangt, einen kurzen Blick in verschiedene Zimmer werfend, in ihr kleines Studio. Auf dem Tisch unter dem Fenster liegen drei Stapel Photos. Die vom ersten zeigen ihn, wie er am Fenster steht, fast alle mit Datum, nahezu von allen Tagen, an denen er zu ihr hin\u00fcberschaute. Der zweite zeigt ihn beim Sex mit seiner Freundin, gleichfalls mit Datum. Also hat auch sie ihn beobachtet. Diese Erkenntnis ist ihm, nach der ersten \u00dcberraschung, alles andere als unangenehm. Der dritte Stapel erregt mehr als die beiden anderen seine Aufmerksamkeit. Auf den ersten Blick gleichen sie denen vom zweiten. Aber nur auf den ersten, auf den zweiten erkennt er, da\u00df sie ihren Kopf per Computer auf den K\u00f6rper der Frau gesetzt hat. Dar\u00fcber verwirrt und geschmeichelt zugleich \u2013 denn es ist f\u00fcr einen Mann immer schmeichelhaft, von einer Frau begehrt zu werden \u2013, hebt er den Blick und sieht, zumindest glaubt er es im ersten Augenblick, sie dr\u00fcben in seiner Wohnung an seinem Fenster stehen und ihn beobachten. Doch erweist es sich schnell als Spiegelung, denn in Wahrheit steht sie nicht in seiner Wohnung, sondern hinter ihm. Er erkennt seinen Irrtum, dreht sich ein wenig unsicher l\u00e4chelnd um, einige der Photos noch in der Hand haltend. Sie kommt auf ihn zu. \u2013 Den Rest kannst du dir ja denken.\u00ab<\/p>\n<p class=\"einzug\">Saskia lie\u00df seine Skizze auf sich wirken.<\/p>\n<p class=\"einzug\">\u00bbEine durchaus interessante Geschichte. Der vermeintliche Voyeur, der selbst zum Objekt wird und es nicht bemerkt. N\u00e4he trotz Entfernung. Aber auch ihr Hang zum Exhibitionismus wird bedient. Ich mag es ja auch, wenn man mir beim Sex zusieht. Darin liegt f\u00fcr mich ja der eigentliche Reiz beim Besuch eines Swinger-Clubs. Da sie wei\u00df, da\u00df sie beobachtet wird, genie\u00dft sie es auch. Mit Sicherheit hat sie ihre Geliebte eingeweiht. Aber das hast du ja schon angedeutet. Das ergibt auch Sinn. Ich glaube auch nicht, da\u00df sie einen ihrer M\u00e4nner eingeweiht hat, da diese ihn, ob sie nun will oder nicht, als Konkurrenten sehen w\u00fcrden und sich von ihr benutzt f\u00fchlen. Dagegen d\u00fcrfte sich die Verbundenheit zwischen beiden Frauen verst\u00e4rken. Ich finde, da\u00df gerade darin der Reiz deiner Geschichte liegt.\u00ab<\/p>\n<p class=\"einzug\">Saskia schaute auf ihre Uhr und deutete damit an, da\u00df sie ihr Schlu\u00dfwort gesprochen hatte.<\/p>\n<p class=\"einzug\">\u00bbWir sollten beginnen, deine Sachen einzur\u00e4umen, wenn wir heute mit dem Gr\u00f6bsten noch fertig werden wollen\u00ab, entschied sie.<\/p>\n<p class=\"einzug\">Dem hatte er nichts entgegenzusetzen. Sie stellten die Tassen in die Sp\u00fcle und machten sich an die Arbeit.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der M\u00f6belwagen fuhr langsam \u00fcber den an vielen Stellen l\u00f6chrigen Asphalt der schmalen Zufahrtsstra\u00dfe, die ein St\u00fcck weit hinter dem Haus in einen befestigten Feldweg \u00fcberging. An der Einm\u00fcndung hielt er f\u00fcr einen Moment an, um dann behutsam die enge Kurve zu nehmen. 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