{"id":4789,"date":"2017-04-11T15:17:34","date_gmt":"2017-04-11T13:17:34","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.arminaugustalexander.de\/?p=4789"},"modified":"2026-04-12T13:29:06","modified_gmt":"2026-04-12T11:29:06","slug":"kurzes-101-die-schoene-ueppige","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.arminaugustalexander.de\/?p=4789","title":{"rendered":"Kurzes #101 \u00b7 Die \u203aSch\u00f6ne \u00dcppige\u2039"},"content":{"rendered":"<p class=\"titelbild\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/blog.arminaugustalexander.de\/wp-content\/gallery\/titel\/20160224_0002_800_2.jpg\"\/><\/p>\n<p><em>Die Fortsetzung von:<\/em> <a href=\"?p=4758\">Der Einzug<\/a>, <a href=\"?p=4767\">Die \u203aSch\u00f6ne K\u00fcnstlerin\u2039<\/a>, <a href=\"?p=4770\">Der sch\u00f6ne J\u00fcngling<\/a>, <a href=\"?p=4777\">Bettina<\/a>, <a href=\"?p=4782\">Ein Wochenende mit Bettina<\/a> <em>und<\/em> <a href=\"?p=4786\">Begegnung im Mondschein<\/a><\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>Mit dem Ende der Regenperiode kam auch das seiner Schreibhemmung. Innerhalb kurzer Zeit hatte er seine Erz\u00e4hlung fast zur H\u00e4lfte fertig. Es wunderte ihn oft, wie gut es ihm nun von der Hand ging. Dabei sah er an manchen Tagen h\u00e4ufiger und l\u00e4nger zu der \u203aSch\u00f6nen K\u00fcnstlerin\u2039 hin\u00fcber, als bisher statt sich auf seine Arbeit zu konzentrieren.<\/p>\n<p class=\"einzug\">Zum ersten Mal wunderte er sich dar\u00fcber, da\u00df es ihr offenbar bisher nicht aufgefallen war, vom gegen\u00fcberliegenden Haus aus beobachtet zu werden. Zwar tat er es mit dem Fernglas immer noch von seinem Schreibtisch aus und bei zugezogener d\u00fcnner Gardine. Trotzdem, sp\u00e4testens wenn nachmittags die Sonne in sein Arbeitszimmer schien, h\u00e4tte sie ihn bemerken m\u00fcssen, sobald sie einen Blick zu ihm hin\u00fcberwarf, was sie gelegentlich tat. Dann h\u00e4tte ihm auch die Gardine keinen rechten Blickschutz mehr geboten. Aber es folgte keine Reaktion.<!--more--> Es war, als sehe sie nicht wirklich hin\u00fcber, als g\u00e4be es sein Haus f\u00fcr sie nicht. Irgendwie beruhigte es ihn, immer noch unentdeckt zu sein. Er gefiel ihm, an ihrem Leben teilzunehmen, ohne da\u00df sie es wu\u00dfte. Es war ihm sehr wohl bewu\u00dft, da\u00df er das Spiel nicht ewig betreiben konnte. Irgendwann w\u00fcrden sie sich begegnen, vor ihren H\u00e4usern, im Ort. Zudem h\u00e4tte er ihr schon l\u00e4ngst einen nachbarschaftlichen Antrittsbesuch machen sollen. Auf den Gedanken, da\u00df sie gleichfalls l\u00e4ngst einen h\u00e4tte machen k\u00f6nnen, verfiel er nicht einen Moment. Doch hatte er sich noch nicht dazu durchringen k\u00f6nnen. Irgend etwas hielt ihn davon ab. Sich vor allem damit beruhigend, da\u00df er erst seine Erz\u00e4hlung fertigstellen wollte, da er f\u00fcrchtete, eine neue Bekanntschaft k\u00f6nnte den Flu\u00df seiner Arbeit ungewollt unterbrechen, schob er diese Entscheidung vor sich her. Auf ihren morgendlichen L\u00e4ufen war er ihr trotz des deutlich besseren Wetters nicht mehr gefolgt. Weniger aus Konditionsgr\u00fcnden als aus Angst, entdeckt zu werden.<\/p>\n<p class=\"einzug\">Bisher war der sch\u00f6ne J\u00fcngling ihr einziger Besuch. Abgesehen von ein bis zwei Abenden in der Woche, bevorzugt am Wochenende, wobei er nur am Rande mitbekam, wie sie das Haus verlie\u00df, an denen sie sp\u00e4t zur\u00fcckkam, meist lag er schon im Bett, h\u00f6rte er ihr Gartentor quietschen, lebte sie zur\u00fcckgezogen. Darum weckte die junge Frau, die sie an diesem fr\u00fchen Nachmittag besuchte, doppelt seine Aufmerksamkeit.<\/p>\n<p class=\"einzug\">Nach einer herzlichen Begr\u00fc\u00dfung setzten sich beide Frauen auf die Terrasse. Es war zwar ein sonniger, aber kein sonderlich warmer Tag. Nach der Art der Begr\u00fc\u00dfung und ihrer angeregten Unterhaltung schien es eine Freundin zu sein. Fast war es, als h\u00e4tten sie sich absichtlich so gesetzt, da\u00df er vor allem ihren Besuch in Ruhe von seinem Arbeitszimmerfenster aus betrachten konnte. Mechanisch griff er zum Fernglas und sah zu ihnen hin\u00fcber.<\/p>\n<p class=\"einzug\">Er hatte sich nicht get\u00e4uscht. Sie war eine bildh\u00fcbsche Frau, allerdings doch \u00e4lter als er auf die Entfernung gesch\u00e4tzt hatte. Sie mochte in den sp\u00e4ten Drei\u00dfigern sein. Ihr \u00fcppiges langes rotbraunes Haar gl\u00e4nzte leicht kupfern im Sonnenlicht. \u00dcberhaupt war alles an dieser Frau wundervoll \u00fcppig, ihr m\u00fctterlicher Busen, der es ihr unm\u00f6glich machte, im Stehen ihre Fu\u00dfspitzen zu sehen, ihre H\u00fcften, ihre bet\u00f6rende Bauchw\u00f6lbung. Auf Grund ihrer Gr\u00f6\u00dfe und da die Proportionen stimmten, wirkte sie lediglich im Ansatz rundlich. Sie geh\u00f6rte zu den verf\u00fchrerisch sch\u00f6nen stattlichen Frauen, an denen man(n) sich kaum sattsehen konnte. Die vollen Lippen hatte sie mit einem kr\u00e4ftigroten Lippenstift geschminkt und die braunen Augen \u2013 vielleicht etwas zu kr\u00e4ftig \u2013 mit Kajalstift betont. Doch so sch\u00f6n und ebenm\u00e4\u00dfig ihr Gesicht auch war \u2013 \u00fcppige Frauen wirken stets ein wenig j\u00fcnger als sie sind \u2013 besa\u00df es nichts Oberfl\u00e4chliches. Es war durchaus das Gesicht einer Frau, die, gemessen an ihren Lebensjahren, ihre Erfahrungen bereits gemacht hatte. Die blaue Hose aus beinahe stoffweichem Glattleder schmiegte sich wie eine zweite Haut um ihre muskul\u00f6sen Schenkel. Das \u00e4rmellose, hochgeschlossene Oberteil aus dem gleichen Leder lag ebenfalls eng an und war geneigt, einem den Atem zu rauben. Die Abs\u00e4tze ihrer farblich passenden Stiefel hielten f\u00fcr die ge\u00fcbte Tr\u00e4gerin die Waage zwischen einem einigerma\u00dfen bequem Laufen und verf\u00fchrerischer H\u00f6he. Es schien ihm, als trage sie am liebsten Stiefel. Ab und an, wenn sie sich eine Str\u00e4hne aus der Stirn strich, die ein Luftzug dort hingeweht hatte, konnte er auf ihre unberingte schlanke Hand mit etwas mehr als halblangen in hellem Rot lackierten N\u00e4geln sehen und das Spiel ihres Bizeps beobachten. Gegen sie wirkte die \u203aSch\u00f6ne K\u00fcnstlerin\u2039, die selbst alles andere als eine zarte Elfe war, beinahe zierlich.<\/p>\n<p class=\"einzug\">Sie war un\u00fcbersehbar eine lebensbejahende Genie\u00dferin in vielf\u00e4ltiger Hinsicht, da\u00df sie kulinarischen K\u00f6stlichkeiten nicht abgeneigt war, verriet ihre Figur allzu deutlich. Sie schien gerne zu lachen, mit den Augen offenbar st\u00e4ndig, war ein Mensch, mit dem man gerne seine Zeit verbrachte. Er wu\u00dfte nicht zu sagen, welcher Frau er den Vorzug geben sollte. Er hatte den Eindruck, die starke erotische Ausstrahlung der sch\u00f6nen \u00dcppigen selbst auf die Entfernung beinahe k\u00f6rperlich zu sp\u00fcren.<\/p>\n<p class=\"einzug\">Er war derart in die Betrachtung der stattlichen Sch\u00f6nen vertieft, da\u00df er nicht darauf achtete, wie lange die Frauen plaudernd auf der Terrasse gesessen hatten, bis sie hineingingen, die \u203aSch\u00f6ne K\u00fcnstlerin\u2039 voran. Sie wurde von der anderen sogar etwas \u00fcberragt.<\/p>\n<p class=\"einzug\">Er war ein wenig entt\u00e4uscht. Gerne h\u00e4tte er diese gro\u00dfe \u00fcppige Sch\u00f6nheit noch l\u00e4nger betrachtet. Hoffentlich waren sie hinauf ins Atelier gegangen. Er richtete das Fernglas dorthin und sah sie hereinkommen.<\/p>\n<p class=\"einzug\">Sie lie\u00df sich von der \u203aSch\u00f6nen K\u00fcnstlerin\u2039 keine Skizzen, keine Zeichnungen, keine Bilder zeigen, sondern zog sich aus, w\u00e4hrend die \u203aSch\u00f6ne K\u00fcnstlerin\u2039 einen Zeichenblock an die Staffelei klemmte und diverse Zeichenutensilien bereitlegte.<\/p>\n<p class=\"einzug\">Unter dem \u00e4rmellosen Oberteil und der Lederhose war die muskul\u00f6se Sch\u00f6ne nackt. Nun konnte er sie diese moderne barocke Venus in ihrer ganzen Sch\u00f6nheit bewundern.<\/p>\n<p class=\"einzug\">Alles an ihr war fest. Unter ihren Rundungen verbargen sich kr\u00e4ftige Muskeln. Es gab an ihr nicht einmal im Ansatz die sogenannten kleinen Problemzonen, \u00fcber die sich selbst gertenschlanke Frauen mehr Gedanken machten, als es die Sache \u00fcberhaupt verdiente. Auf Grund ihrer Gr\u00f6\u00dfe fiel es ihren Br\u00fcsten selbstverst\u00e4ndlich nicht leicht, der Schwerkraft zu trotzen, dennoch erweckten sie lediglich im Ansatz den Eindruck des H\u00e4ngens, wenngleich auch H\u00e4ngebr\u00fcste ihre besondere Sch\u00f6nheit besa\u00dfen. Ihre Waden waren sch\u00f6n geschwungen und die Fesseln erschienen ungew\u00f6hnlich zierlich. Selten hatte er eine Frau gesehen, deren \u00dcppigkeit derart harmonische Proportionen aufwiesen.<\/p>\n<p class=\"einzug\">Sie fuhr sich mit beiden H\u00e4nden durchs Haar. Er seufzte unwillk\u00fcrlich. Zu gerne w\u00e4re <i>er<\/i> mit beiden H\u00e4nden ihr durchs Haar gefahren.<\/p>\n<p class=\"einzug\">Die \u203aSch\u00f6ne K\u00fcnstlerin\u2039 lie\u00df sie verschiedene Posen einnehmen, die ihre \u00fcppige Weiblichkeit betonten.<\/p>\n<p class=\"einzug\">W\u00e4hrend die \u203aSch\u00f6ne K\u00fcnstlerin\u2039 beim Portr\u00e4tieren des sch\u00f6nen J\u00fcnglings nur wenige Worte mit ihm gewechselt hatte, die offenkundig allesamt Anweisungen gewesen waren, plauderte sie nun angeregt mit der anderen, ohne da\u00df eine von ihnen ihre Konzentration vernachl\u00e4ssigte, was seine Vermutung, da\u00df sie nicht nur ein Modell, sondern eine gute Freundin war, verst\u00e4rkte. Zudem schien ihm, als bereitete es der \u203aSch\u00f6nen K\u00fcnstlerin\u2039 mehr Freude eine Frau zu portr\u00e4tieren als einen Mann. Der \u00fcppigen Sch\u00f6nen machte es sichtlich Spa\u00df, Modell zu stehen. Sie war un\u00fcbersehbar in ihren \u00fcppigen durchtrainierten K\u00f6rper verliebt, nicht nur auf narzi\u00dftische Art. Sie versteckte die leidenschaftliche Exhibitionistin nicht.<\/p>\n<p class=\"einzug\">Seine Nachbarin bannte alles mit schnellen sicheren Strichen aufs Papier. Auch diesmal fertigte sie zuerst ein Dutzend Skizzen an. Dabei dr\u00e4ngte sich ihm der Eindruck auf, da\u00df sie die andere mit den Augen einer Liebhaberin sah.<\/p>\n<p class=\"einzug\">Im Gegensatz zum sch\u00f6nen J\u00fcngling zeigte sie der \u00fcppigen Sch\u00f6nen anschlie\u00dfend die Skizzen, besprach sie mit ihr. Manchmal nickte diese zustimmend, aber widersprach der anderen offensichtlich auch. Schlie\u00dflich einigten sie sich und die barocke Sch\u00f6nheit nahm eine andere Pose ein, die ihren \u00fcppigen durchtrainierten K\u00f6rper bestens zur Geltung brachte. Sie verschr\u00e4nkte die Arme spielerisch im Nacken, verlagerte das Gewicht leicht auf das rechte Bein, so da\u00df ihr K\u00f6rper ein schwaches \u203aS\u2039 beschrieb. Sie wirkte wie eine selbstbewu\u00dfte Frau, die sich ihrer Qualit\u00e4ten, ihrer erotischen Ausstrahlung, ihres Sexualtriebs mehr als nur bewu\u00dft ist, die sich ohne zu z\u00f6gern holt, was ihr zusteht.<\/p>\n<p class=\"einzug\">Die \u203aSch\u00f6ne K\u00fcnstlerin\u2039 klemmte nun ein gro\u00dfes Blatt Zeichenpapier auf das Brett und begann, diese Pose mit der Zeichenkohle festzuhalten. Ihm schien, als sollte dieses Bild das Pendant zum Portrait des J\u00fcnglings werden. Doch w\u00e4hrend das des J\u00fcnglings Weichheit und Verletzlichkeit wirkte, strahlte dieses vor allem weibliche St\u00e4rke und Selbstbewu\u00dftsein aus, gerade auf Grund ihrer \u00fcppigen weiblichen Rundungen.<\/p>\n<p class=\"einzug\">Die \u203aSch\u00f6ne K\u00fcnstlerin\u2039 lie\u00df sich mit der Studie f\u00fcr das Bild Zeit. Sie hatte ihm zwar den R\u00fccken zugewandt, aber in den Blicken der anderen konnte er sehen, da\u00df sie diese beim Zeichnen mit den Augen fast schon verschlingen mu\u00dfte.<\/p>\n<p class=\"einzug\">Kaum hatte sie die Zeichnung fertig \u2013 die seines Erachtens die Sch\u00f6ne ausgezeichnet getroffen hatte \u2013, trat sie, die Zeichenkohle noch in der Hand, einen Schritt zur\u00fcck und bat die andere zu sich. Sie sagte etwas zu ihr, die mit kraftvollen und doch leichtf\u00fc\u00dfigen Schritten hinter sie trat, ihr un\u00fcbersehbar z\u00e4rtlich die H\u00e4nde auf die Schultern legte und sich leicht an sie schmiegte. An der Haltung der \u203aSch\u00f6nen K\u00fcnstlerin\u2039 sah er, da\u00df ihr die unmittelbare N\u00e4he der anderen mehr als angenehm war. Sie betrachteten die Zeichnung und besprachen sie ausf\u00fchrlich.<\/p>\n<p class=\"einzug\">Die \u203aSch\u00f6ne K\u00fcnstlerin\u2039 legte die Zeichenkohle beiseite, drehte sich zu der sch\u00f6nen \u00dcppigen um und legte ihr die H\u00e4nde auf die Taille. Nach einem kurzen Blickwechsel k\u00fc\u00dften sie sich lange und intensiv. In leidenschaftlich z\u00e4rtlicher Umarmung versunken, standen sie eine geraume Weile da, ehe sie sich ins Schlafzimmer der \u203aSch\u00f6nen K\u00fcnstlerin\u2039 zur\u00fcckzogen, wo sie sich ausgiebig ihrer Lust mal z\u00e4rtlich, mal deftig widmeten, wodurch sie ihm noch sch\u00f6ner erschienen. Sie liebkosten sich ausgiebig, jede Minute, jede Ber\u00fchrung intensiv genie\u00dfend, bezogen den Spiegel als imagin\u00e4ren Zuschauer mit ein.<\/p>\n<p class=\"einzug\">Als er sp\u00e4ter, er hatte ihnen nicht allzulange zusehen k\u00f6nnen, es w\u00fchlte ihn zu sehr auf, lag die \u203aSch\u00f6ne K\u00fcnstlerin\u2039 auf dem R\u00fccken, die sch\u00f6ne \u00dcppige seitlich, den Kopf auf den Arm aufgest\u00fctzt, betrachtete und streichelte die Geliebte z\u00e4rtlich, w\u00e4hrend sie miteinander sprachen. Die sch\u00f6ne \u00dcppige blieb \u00fcber Nacht.<\/p>\n<p class=\"einzug\">Er mu\u00dfte zugeben, da\u00df Saskia gar nicht so unrecht mit ihrem \u203aVorwurf\u2039 hatte; es gefiel ihm durchaus, zwei Frauen bei der Liebe zuzusehen. Es war auch ein eindeutig \u00e4sthetischer Anblick. Mochte es an den weich flie\u00dfenden Formen der weiblichen K\u00f6rper liegen, daran, da\u00df eine Frau wei\u00df, wie es der anderen am besten gef\u00e4llt, an dem vielleicht noch immer unterschwellig vorhandenen \u203as\u00fcndigen\u2039 Reiz der gleichgeschlechtlichen Liebe \u2013 was immer es auch war; er konnte sich diesem Reiz nicht entziehen.<\/p>\n<p class=\"einzug\">Diese Szene hatte, anders als die mit dem sch\u00f6nen J\u00fcngling, seine Schaffenskraft befl\u00fcgelt. Fast ohne Pause schrieb er an diesem Nachmittag bis sp\u00e4t in den Abend hinein nahezu ein ganzes Kapitel. Zwischendurch warf er hin und wieder einen Blick zur Villa hin\u00fcber. Bald brannte dort nur noch im Schlafzimmer Licht. Beide hatten es sich wieder auf dem Bett bequem gemacht, plauderten angeregt \u2013 und mehr noch. Ein wenig sehns\u00fcchtig erinnerte er sich an seine, schon l\u00e4nger zur\u00fcckliegenden Erlebnisse mit zwei Frauen gemeinsam, zu dem er durch eine gl\u00fcckliche F\u00fcgung gekommen war. Es war sehr sch\u00f6n gewesen und ganz anders, als die meisten M\u00e4nner sich das in ihrer Phantasie vorzustellen belieben. Er war nicht der Mittelpunkt gewesen, niemand war es letztlich gewesen. Man sich einander gegenseitig gewidmet, wenngleich die beiden Frauen mehr oder weniger tonangebend waren.<\/p>\n<p class=\"einzug\">Fr\u00fch am Morgen plagte ihn ein dringendes Bed\u00fcrfnis. Es war nur wenig nach der einsetzenden Morgend\u00e4mmerung, doch schon fast taghell. Im Osten zeigte sich ein schmales rotes Band am Horizont. Die V\u00f6gel gaben bereits ihr morgendliches Konzert. Als er der Natur gro\u00dfz\u00fcgig Tribut gezollt hatte, reizte es ihn, einen Blick ins Schlafzimmer der \u203aSch\u00f6nen K\u00fcnstlerin\u2039 zu werfen. Trotz des eher m\u00e4\u00dfig warmen vergangenen Tages war die Nacht so mild gewesen, da\u00df man das Fenster bedenkenlos ge\u00f6ffnet lassen konnte, was sie auch gleich ihm getan hatte.<\/p>\n<p class=\"einzug\">Zuerst erkannte er im morgendlichen D\u00e4mmerlicht nicht viel. Doch nachdem sich seine Augen an das Halbdunkel gew\u00f6hnt hatten, bot sich ihm das Bild eines liebenden Paars, das in z\u00e4rtlicher Umarmung friedlich schlummerte.<\/p>\n<p class=\"einzug\">Dieses Bild entlockte ihm einen leichten sehns\u00fcchtigen Seufzer, denn er dachte an sein eigenes einsames Bett, in das er sich gleich wieder legen w\u00fcrde, dachte unwillk\u00fcrlich an Bettina, die dort zuletzt mit ihm gelegen hatte und wie gerne er selbst wieder einmal eine sch\u00f6ne \u00dcppige bei sich im Bett h\u00e4tte. So sch\u00f6n Sex auch sein mochte, bisweilen war es sch\u00f6ner, die Frau, die man mochte, neben sich liegen zu haben und mit ihr zu kuscheln. Mit der tr\u00f6stlichen Erkenntnis, da\u00df kein Zustand \u2013 auch ein unbefriedigender nicht \u2013 auf dieser Welt von Dauer ist, ging er wieder zu Bett und schlief sogleich ein. Die M\u00fcdigkeit hatte \u00fcber die Sehnsucht den Sieg davongetragen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Fortsetzung von: Der Einzug, Die \u203aSch\u00f6ne K\u00fcnstlerin\u2039, Der sch\u00f6ne J\u00fcngling, Bettina, Ein Wochenende mit Bettina und Begegnung im Mondschein \u00a0 Mit dem Ende der Regenperiode kam auch das seiner Schreibhemmung. Innerhalb kurzer Zeit hatte er seine Erz\u00e4hlung fast zur H\u00e4lfte fertig. Es wunderte ihn oft, wie gut es ihm nun von der Hand ging. 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