{"id":4815,"date":"2017-04-18T14:51:26","date_gmt":"2017-04-18T12:51:26","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.arminaugustalexander.de\/?p=4815"},"modified":"2026-04-12T14:33:28","modified_gmt":"2026-04-12T12:33:28","slug":"kurzes-105-wieder-allein","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.arminaugustalexander.de\/?p=4815","title":{"rendered":"Kurzes #106 \u00b7 Wieder allein"},"content":{"rendered":"<p class=\"titelbild\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/blog.arminaugustalexander.de\/wp-content\/gallery\/titel\/20160625_249_800_2.jpg\"\/><\/p>\n<p><i>Die Fortsetzung von:<\/i> <a href=\"?p=4758\">Der Einzug<\/a>, <a href=\"?p=4767\">Die \u203aSch\u00f6ne K\u00fcnstlerin\u2039<\/a>, <a href=\"?p=4770\">Der sch\u00f6ne J\u00fcngling<\/a>, <a href=\"?p=4777\">Bettina<\/a>, <a href=\"?p=4782\">Ein Wochenende mit Bettina<\/a>, <a href=\"?p=4786\">Begegnung im Mondschein<\/a>, <a href=\"?p=4789\">Die \u203aSch\u00f6ne \u00dcppige\u2039<\/a>, <a href=\"?p=4797\">Viviane<\/a>, <a href=\"?p=4801\" target=\"_blank\">Erinnerungen an Swaantje<\/a>, <a href=\"?p=4805\">Eine Session mit Viviane<\/a> <i>und<\/i> <a href=\"?p=4810\">Ein sonnt\u00e4glicher Regenspaziergang<\/a><\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>Nach einem \u00fcberwiegend verregneten und f\u00fcr die Jahreszeit zu k\u00fchlen August, war im September nahezu ohne \u00dcbergang der Herbst mit Tagen gekommen, die dem August gut zu Gesicht gestanden h\u00e4tten.<\/p>\n<p class=\"einzug\">So wie Viviane von einem Tag auf den anderen bei ihm eingezogen war, so zog sie von einem auf den anderen aus.<\/p>\n<p class=\"einzug\">Aus den angek\u00fcndigten ein bis zwei Wochen wurden etwas mehr als drei Monate, die ihm kaum wie zwei Wochen erschienen, wobei er nicht einmal wu\u00dfte, ob es wirklich solange gedauert hat, bis die, in seinen Augen omin\u00f6se \u203aFreundin\u2039 eine eigene Wohnung gefunden hat, oder, was ihm beinahe wahrscheinlicher schien, da er sie nur zu gut kannte, sie lange keine Lust versp\u00fcrt hat, ihn wieder zu verlassen und in ihre leere Wohnung zur\u00fcckzukehren. Fest stand, da\u00df sie noch nie \u00fcber einen derart langen Zeitraum bei ihm geblieben war.<!--more--><\/a> Allerdings blieb es bei der einen intensiven Session. Er wu\u00dfte nicht einmal, ob er es bedauern oder froh dar\u00fcber sein sollte. Der Zwiespalt fand seine Ursache in der Bef\u00fcrchtung, auf diese Weise von ihr \u203aabh\u00e4ngig\u2039 zu werden, ohne so recht sagen zu k\u00f6nnen, wie diese \u203aAbh\u00e4ngigkeit\u2039 sich manifestieren k\u00f6nnte. Sollte er am Ende trotz des Wunschs nach einer dauerhaften Beziehung, unabh\u00e4ngig, ob mit Viviane oder einer anderen Frau, sein weitgehend unabh\u00e4ngiges Leben, nicht aufgeben wollen? War das m\u00f6glicherweise der wahre Grund, weshalb er sich mit der Zeit immer unbehaglicher mit Swaantje gef\u00fchlt hatte, trotz unglaublich erf\u00fcllter Sexualit\u00e4t, weitgehender intellektueller \u00dcbereinstimmung und starker physischer Hingezogenheit zu ihr? In Hinblick auf seine devoten Neigungen hatte sie mehr oder weniger eindeutig zu verstehen gegeben, da\u00df sie nichts dagegen h\u00e4tte, w\u00fcrde er diese in einer Spielbeziehung ausleben, vielleicht sogar mit Viviane. Sie lie\u00df keinen Zweifel daran, da\u00df sie Viviane mochte und von der besonderen Freundschaft zwischen ihr und ihm wu\u00dfte. Dieses Arrangement h\u00e4tte durchaus bei ihm Anklang finden k\u00f6nnen, wenngleich ihm wichtig war, da\u00df Lebenspartnerin und Domse ein und dieselbe Person waren. Swaantje hatte jedoch mal mehr mal weniger offen zu verstehen gegeben, da\u00df ihr Ideal einer Beziehung in einer klassischen Ehe m\u00fcndete, eventuell mit Kindern, zumindest mit einem. Letzteres hinge jedoch davon ab, wie gut sie mit ihrer Habilitation vorank\u00e4me und wie relativ z\u00fcgig die Aussicht auf eine ordentliche Professur best\u00fcnde. Eine Hochschulkarriere mit Forschungsm\u00f6glichkeit war ihr berufliches Ziel. Ihm war das offenbar zuviel Bed\u00fcrfnis nach Verbindlichkeit, die er weder vor noch nach ihr jemals von einer Frau ihm gegen\u00fcber vernommen hatte. Sein Z\u00f6gern, sein Ausweichen hatte letztlich dazu gef\u00fchrt, da\u00df ihn Swaantje schweren Herzens \u203afreigegeben\u2039 hat, wie sie es ausgedr\u00fcckte. Offensichtlich \u00fcberwogen die unbestreitbaren Vorteile des Single-Daseins derart f\u00fcr ihn, da\u00df es ihm nicht gelungen war, den entscheidenden Schritt zu tun, was wohl auch ein wenig seiner Profession als Schriftsteller geschuldet war, f\u00fcr die Ruhe und Alleinsein dem Schaffen f\u00f6rderlich war. Vermutlich z\u00e4hlte auch er zu den Menschen, die bereits mit ihrer Arbeit \u203averheiratet\u2039 waren.<\/p>\n<p class=\"einzug\">Er hatte nach der Trennung von Swaantje ein widerspr\u00fcchliches Gef\u00fchl aus Erleichterung und Traurigkeit versp\u00fcrt und den Wunsch, vorerst allein zu sein. Er hatte sich f\u00fcr fast einen Monat vollst\u00e4ndig von allen Freunden und Bekannten zur\u00fcckgezogen. Selbst Vivianes Versuch mit ihm Kontakt aufzunehmen, hatte er ignoriert, was noch nie vorgekommen war und seither auch nie mehr vorkam. Er hatte alle Fetischsachen, die ihn an Swaantje erinnerten in die tiefste Ecke seines Kleiderschrankes und teilweise im Keller in einem gro\u00dfen Karton versteckt, bis auf die Sachen, die Birgit ihm vor seiner Zeit mit Swaantje besorgt hatte. Es hatte einige Zeit ben\u00f6tigt, bis er selbst diese Sachen, die nun mit Swaantje \u00fcberhaupt nichts zu tun hatten, wieder unbeschwert hervorholen und anziehen konnte, aber auch nur, weil Birgit ihn gedr\u00e4ngt hatte, mit ihr Fetischparties zu besuchen, damit er mal wieder unter Leute kam, in der stillen Hoffnung, er w\u00fcrde dabei eine dominante Gummifetischistin kennenlernen. Ein Wunsch, der sich leider so nicht erf\u00fcllte, wenngleich sich eine kurze Liaison mit einer noch recht jungen Fetischistin von Anfang zwanzig f\u00fcr ihn ergab, die allerdings auf der Suche nach einem dominanten \u00e4lteren Mann war. Dennoch und vielleicht gerade deswegen war es eine sch\u00f6ne Zeit mit der jungen Frau, die ihn Swaantje vergessen lie\u00df.<\/p>\n<p class=\"einzug\">Die zeitliche Distanz wurde gr\u00f6\u00dfer und die Wehmut entsprechend kleiner, zumal Viviane mal wieder eine ihrer \u00fcblichen Trennungsphasen durchmachte und bei ihm Trost suchte.<\/p>\n<p class=\"einzug\">Sein Sexualleben war trotz allem erf\u00fcllt zu nennen, obschon er Swaantjes ausgepr\u00e4gten Fetischismus f\u00fcr bestimmte Arten der Bekleidung aus Gummi nicht wenig vermi\u00dfte. In der Tat hatte ihn diese an ihr sexuell sp\u00fcrbar st\u00e4rker erregt, als das schickste Latexkleid, das sie besa\u00df und vornehmlich auf Fetischparties trug, was ihr eine tiefe innere Zufriedenheit bereitet hatte.<\/p>\n<p class=\"einzug\">W\u00e4hrend seiner Single-Phasen besuchte Bettina ihn alle paar Monate, auch Viviane pflegte den regelm\u00e4\u00dfigen sexuellen Kontakt zu ihm, au\u00dfer sie glaubte sich in einer gl\u00fccklichen Beziehung. Nutze sie dagegen die unbestreitbaren Vorteile des Singledaseins und widmete sich lediglich ihren Spielbeziehungen, die w\u00e4hrend ihrer verliebten Phasen ihrer Dominanz ebenso entbehren mu\u00dften, so besuchte sie ihn h\u00e4ufig \u00fcbers Wochenende, um zu v\u00f6geln, vordergr\u00fcndig, weil er \u203abegnadete Finger hatte\u2039 und er \u203aseinen sch\u00f6nen gro\u00dfen dicken Schwanz zu gebrauchen wu\u00dfte\u2039, tats\u00e4chlich, weil er sie und ihre \u2013 sexuellen \u2013 Bed\u00fcrfnisse wie kein zweiter kannte und ein \u203aNein\u2039 in seinem Sprachschatz nicht zu existieren schien. Lediglich diesmal hatte sie zuvor \u00fcber ein halbes Jahr nichts von sich h\u00f6ren lassen.<\/p>\n<p class=\"einzug\">Die erste Zeit nach ihrem Auszug kam ihm das Haus geradezu entv\u00f6lkert vor. Er vermi\u00dfte die langen, mal tiefgr\u00fcndig, mal beinahe oberfl\u00e4chlich heiteren Gespr\u00e4che mit ihr, auch, da\u00df sie ihm die Leviten gelesen hatte, nahm er ihr in keiner Weise \u00fcbel, manches lie\u00df ihn vermeintliche Selbstverst\u00e4ndlichkeiten in seinen Einstellungen \u00fcberdenken, die gemeinsamen Spazierg\u00e4nge, besonders im Regen und in Latex, ihre Spontaneit\u00e4t in so ziemlich allem, ihre N\u00e4he beim Einschlafen und vor allem beim Aufwachen und gelegentlich ihr \u203aSklave\u2039 zu sein.<\/p>\n<p class=\"einzug\">Nur wenige Wochen, nachdem sie ihn verlassen hatte, verliebte sie sich in einen jungen Volont\u00e4r, der, wie sich relativ schnell herausstellte und nicht anders zu erwarten war, \u00fcberzeugter Stino war. Er begann erwartungsvoll die Tage zu z\u00e4hlen, bis sie wieder trostsuchend vor seiner T\u00fcr stehen w\u00fcrde. Es \u00fcberraschte ihn nicht, da\u00df ihn seine egoistische Einstellung keinerlei Schuldgef\u00fchle verursachte. Wenn schon nicht die Aussicht auf eine Beziehung mit ihr bestand, so wollte er doch aus ihrer Inkonsequenz seinen Vorteil ziehen.<\/p>\n<p class=\"einzug\">Seine Erz\u00e4hlung hatte er w\u00e4hrend ihres Aufenthaltes fertig stellen k\u00f6nnen. Jetzt ruhte sie f\u00fcr einige Zeit, um sie aus dem zeitlichen Abstand heraus noch einmal zu \u00fcberarbeiten, was ihm wiederum ausgiebig Zeit zum Nachdenken lie\u00df. \u00dcblicherweise las er viel w\u00e4hrend dieser Ruhephasen in seiner Arbeit, nur selten bearbeitete er zwei oder mehrere Texte zur gleichen Zeit. Diesmal jedoch dachte er mehr \u00fcber sich und das nach, was Viviane ihm gesagt hatte. Er fragte sich zum ersten Mal, ob er vielleicht doch mehr an seiner Beziehung mit Swaantje h\u00e4tte arbeiten sollen, ob eine Ehe mit ihr vielleicht doch gar keine so schlechte Sache w\u00e4re, auch ein gemeinsames Kind, eine Tochter, die nach ihrer Mutter schlug, w\u00e4re doch durchaus etwas Erfreuliches. Mit einer Frau wie Swaantje an der Seite bot auch das Altwerden eine angenehme Aussicht. Vielleicht h\u00e4tte es auch mit Caroline am Ende besser laufen k\u00f6nnen, selbst wenn ihre Beziehung an einem Punkt angelangt war, an dem die Trennung nur folgerichtig war, da man begonnen hatte, sich sp\u00fcrbar auseinanderzuleben. Viviane war sein Wunschtraum, dessen Erf\u00fcllung er die wenigsten Chancen einr\u00e4umte, vermutlich waren diese drei Monate ohnehin das Maximum, das er je erhoffen durfte. Allerdings ging er auch nicht davon aus, da\u00df er sie jemals \u203averlieren\u2039 w\u00fcrde. Vielleicht w\u00fcnschte er sich auch nur so sehnlich eine Beziehung mit ihr, weil er wu\u00dfte, da\u00df er sie nie w\u00fcrde eingehen m\u00fcssen.<\/p>\n<p class=\"einzug\">Doch alles Nachdenken half letztlich wenig, da es f\u00fcr eine Korrektur l\u00e4ngst zu sp\u00e4t war. Er lief nur Gefahr, \u00fcber versch\u00fcttete Milch zu weinen, und sich somit in Selbstmitleid zu verlieren.<\/p>\n<p class=\"einzug\">Arbeitete er nicht, hielt ihn wenig im Haus. Ungeachtet der Witterung unternahm er lange Spazierg\u00e4nge, Regenwetter war ihm sogar lieber als sonnige Tage, konnte er doch in seiner schicken langen Regenjacken aus gummiertem Stoff \u00fcber Latexkleidung spazieren gehen und an die gemeinsamen Regenspazierg\u00e4nge mit Swaantje und vornehmlich mit Viviane denken. Da er seine Latexbekleidung nicht mit Silikon\u00f6l auf Hochglanz zu bringen pflegte, er liebte den nat\u00fcrlichen matten Glanz, was auch bei der \u203aSch\u00f6nen K\u00fcnstlerin\u2039 der Fall zu sein schien, hielt ein unbedarfter Beobachter seine Latexhosen ohnehin f\u00fcr ein besonders weiches und glattes Leder. Bei Regen und unter der Woche begegnete er so gut wie nie einem anderen Menschen. Er bevorzugte die abgelegenen Wege, die tiefer in den Wald f\u00fchrten und die Viviane und er auf ihren Spazierg\u00e4ngen entdeckt hatten. Durch die h\u00e4ufigen Regenf\u00e4lle dieses Sommers waren so gut wie alle Nebenwege von tiefen Pf\u00fctzen und Morast durchzogen. Er stellte eine kindische Freude bei sich fest, mitten durch die tiefsten Pf\u00fctzen und den tiefsten Morast mit seinen Gummistiefeln zu stapfen. Eine Freude, die er bisher nur in seiner Kindheit und sp\u00e4ter mit Swaantje empfunden hatte, stapfte er mit ihr solche Wege entlang, wobei er immer \u00fcberzeugt war, da\u00df er sich lediglich von ihrer Euphorie hat mitrei\u00dfen lassen.<\/p>\n<p class=\"einzug\">Am Ende seiner Spazierg\u00e4nge waren seine Gummistiefel bis obenhin mit Morast bedeckt und auch an seiner Latexhose befanden sich bei den Knien Spritzer von Morast. Der Wald wurde von einer Handvoll B\u00e4che durchflossen, von denen einige auf Grund des Regens relativ viel Wasser f\u00fchrten. In Entdeckerlaune waren Viviane und er bereits in deren Bett entlang gewatet. Meist reichte ihnen das Wasser nur bis zu den Waden, manchmal war es mehr als knietief. Doch versuchten sie diese Stellen nicht zu umgehen, sondern spazierten durch sie hindurch. Sie genossen das Gef\u00fchl, wie ihnen das k\u00fchle Wasser von oben in die Gummistiefel lief. Da weder Viviane noch er in den Gummistiefeln Str\u00fcmpfe trugen, wie es auch Swaantje und Birgit, war es sehr angenehm, das Wasser in den Gummistiefeln zu sp\u00fcren. Erst zu Hause lie\u00dfen sie das Wasser aus den Stiefeln laufen. Es erstaunte ihn anf\u00e4nglich ein wenig, da\u00df ihm das Stapfen durch den Morast und das Waten im Bach alleine genauso viel Spa\u00df bereitete, wie in Vivianes Begleitung, erfreute sich aber schnell daran, da\u00df er auch allein auf diese Weise Spa\u00df haben konnte.<\/p>\n<p class=\"einzug\">Dennoch konnte er Anfl\u00fcge von Wehmut nicht unterdr\u00fccken, wenn er daran dachte, wie er mit Swaantje vergleichbare Spazierg\u00e4nge in Bachbetten unternommen hatte und wie ihnen auch da das Wasser von oben in die Stiefel gelaufen war, wenn sie keine Watstiefel getragen hatten und erneut \u00fcberfiel ihn Wehmut. Da dachte er doch lieber an Birgit, wie sie als Jugendliche w\u00e4hrend der Angeltouren mit ihrem Vater oft so tief in den Flu\u00df gewatet war, da\u00df ihr das Wasser von oben in die Watstiefel gelaufen war, was sie sexuell erregt hatte.<\/p>\n<p class=\"einzug\">Er kam zu der \u00dcberzeugung, da\u00df er sich letztlich nur der Vermutung von Birgit und Viviane anschlie\u00dfen konnte, da\u00df er eine Gummifetischistin mit dominanten Neigungen ben\u00f6tigte.<\/p>\n<p class=\"einzug\">Er ertappte sich dabei, w\u00e4hrend er abends am Schreibtisch sa\u00df, im Atelier der \u203aSch\u00f6nen K\u00fcnstlerin\u2039 brannte derzeit bis sp\u00e4t in die Nacht hinein Licht, die Fenster waren jedoch geschlossen und die Vorh\u00e4nge vorgezogen, da\u00df er \u00fcbers Netz nach hochwertigen Gummistiefeln und Latexbekleidung suchte und sich \u00fcberlegte, ob er sich nicht auch einen SBR-Mackintosh anschaffen sollte, wenngleich ihn der Preis schon ein wenig abschreckte. Anderseits waren sie nicht wirklich viel teurer als sein Regenmantel aus gummiertem Stoff. Ob er sich einen Kleppermantel auf eigene Faust zulegen oder sich besser an Birgit wandte. Zwar gab es online verschiedene zu ersteigern, aber er kannte sich zu wenig aus, um das f\u00fcr ihn richtige Angebot herauszufinden. Er \u00fcberlegte, ob er sich nicht auch Gasmasken samt speziellem Zubeh\u00f6r zulegen sollte. Bisher hatte er eine von Birgits und Swaantjes Gasmasken auf deren Wunsch hin getragen. Ebenso suchte er nach Bildern von Frauen in Watstiefeln, Gummim\u00e4ntel, bevorzugt mit breiten H\u00fcften und \u00fcppigem Busen, die durch Morast und tiefe Pf\u00fctzen marschierten. Er wurde relativ schnell f\u00fcndig. Es \u00fcberraschte ihn nicht, da\u00df ihn die Bilder erregten, auch wenn die Frauen vom Typ keinerlei \u00c4hnlichkeit zu Swaantje aufwiesen. Das best\u00e4tigte ihn in seiner Vermutung, da\u00df es l\u00e4ngst ihr Gummifetischismus war, dem er \u203anachtrauerte\u2039 und ihn \u00fcber sich selbst am\u00fcsiert schmunzeln lie\u00df. Hatte er doch stets behauptet, da\u00df sein Fetischismus nicht st\u00e4rker ausgepr\u00e4gt sei als der von anderen und grunds\u00e4tzlich personengebunden. Das hatte eine Zeitlang sicherlich den Tatsachen entsprochen, doch durch Swaantje hatte sich bei ihm die Waagschale in eine eindeutige Richtung bewegt.<\/p>\n<p class=\"einzug\">Er akzeptierte die neue Erkenntnis und trug Latex wie auch seine Regensachen, wenn ihm danach war, wobei sich fast jedes Mal relativ schnell das Bed\u00fcrfnis zu onanieren einstellte, dem er selbstredend nur zu gerne nachgab. Ihn erleichterte das Wissen, da\u00df seine Vorliebe f\u00fcr Latex und Gummi nicht an eine Verflossene gebunden war, wobei er sich noch nicht wirklich als \u203arichtiger\u2039 Gummifetischist sehen wollte.<\/p>\n<p class=\"einzug\">Er sah wieder h\u00e4ufiger zu der \u203aSch\u00f6nen K\u00fcnstlerin\u2039 hin\u00fcber. Allerdings hatte sie, auf Grund der fortgeschrittenen Jahreszeit, die Fenster ihres Ateliers nur noch f\u00fcr kurze Zeit am Tag ge\u00f6ffnet. Soweit er das feststellen konnte, erhielt sie weder vom sch\u00f6nen J\u00fcngling noch von der \u203aSch\u00f6nen \u00dcppigen\u2039 Besuch. Er sah sie ausschlie\u00dflich am Zeichentisch sitzen, h\u00e4ufig einen ihrer Ganzanz\u00fcge aus metallicblauem Latex unter ihren Kittelkleidern tragend. Sie verlie\u00df fast jede Woche am Freitag- oder Samstagabend das Haus und kehrte erst sp\u00e4t in der Nacht zur\u00fcck. In der Regel trug sie einen langen Ledermantel. Die Vermutung lag nicht fern, da\u00df sie in den nahegelegenen Swinger-Club fuhr. Selbstverst\u00e4ndlich konnten ihre allw\u00f6chentlichen abendlichen Ausfl\u00fcge auch andere Ziel haben. Doch der lange, wadenlange Mantel und die schicken hochhackigen Stiefel, die darunter sichtbar wurden und die sie, ungeachtet der doch noch warmen Witterung an den Abenden in diesem September trug, waren schon ein auff\u00e4lliges Indiz. Gar kein Zweifel bestand an dem Abend an dem sie eindeutig ACQUO-Boots und ihren SBR-Mackintosh trug. An diesem fand wieder einmal die regelm\u00e4\u00dfige Latexfetischparty statt, die er im Fr\u00fchjahr mit Bettina besucht hatte.<\/p>\n<p class=\"einzug\">Er telefonierte wieder h\u00e4ufiger mit Birgit, die sich wie \u00fcblich ihres Singledaseins erfreute. Sie hatte sich noch nie viel daraus gemacht, keine \u203aPrim\u00e4rbeziehung\u2039 zu besitzen. Sie war zu umtriebig, um sich an einen Menschen binden zu k\u00f6nnen und vor allem zu wollen. Mittlerweile pflegte sie die \u00dcberzeugung, da\u00df ab vierzig die meisten in ihren Gewohnheiten derart gefestigt sind, da\u00df es nicht leicht ist, diese mit denen von einem anderen in Einklang zu bringen. Insbesondere, wenn man selbst noch nie eine Beziehung \u00fcber einen l\u00e4ngeren Zeitraum hatte, wie er in Gedanken hinzuf\u00fcgte. Wobei das auch das Alter sei, in dem manche ihre erste Scheidung hinter sich und Kinder in der Pubert\u00e4t haben, sozusagen \u203aehegesch\u00e4digt\u2039 sind, wie sie es gerne bezeichnete. Er konnte bei ihren Ausf\u00fchrungen ein Schmunzeln nie unterdr\u00fccken, denn ihre Argumentation gegen eine dauerhafte Beziehung pa\u00dfte sie ihrem Lebensalter an. Er hatte nie herausfinden k\u00f6nnen, ob sie sich damit selbst \u00fcberzeugen wollte oder sie es nur sagte, weil sie glaubte, sich anderen gegen\u00fcber rechtfertigen zu m\u00fcssen, da\u00df sie kein Interesse an einer sogenannten festen Beziehung besa\u00df. Seit er sie kannte, hielt sie sich einen kleinen \u203aHarem\u2039 von \u00fcberwiegend m\u00e4nnlichen Gummifetischisten, zu dem sie ihn ebenfalls, wenn auch ein wenig scherzhaft, z\u00e4hlte und womit sie gl\u00fccklich war. Mit dem einen oder anderen traf sie sich vielleicht zweimal Jahr, mit anderen h\u00e4ufiger. Ihr \u203aHarem\u2039 besa\u00df regelm\u00e4\u00dfige Ab- wie Zug\u00e4nge, wobei es au\u00dfer ihm nur noch einen gab, der seit vielen Jahren fester Teil ihres \u203aHarems\u2039 war, einen Engl\u00e4nder, den sie aber selten mehr als zwei bis dreimal im Jahr sah. Mit ihrem besonderen Charme, der sich aus einer unb\u00e4ndigen Lebensfreude heraus speiste, gelangt es ihr, da\u00df sich keiner aus ihrem \u203aHarem\u2039 dem anderen gegen\u00fcber benachteiligt f\u00fchlte, und letztlich jeder vom anderen wu\u00dfte, wenn sich auch nur wenige von ihnen jemals pers\u00f6nlich begegneten.<\/p>\n<p class=\"einzug\">Sie freute sich, von ihm zu h\u00f6ren, er hatte sich in den zur\u00fcckliegenden Monaten rar gemacht, was sie ihm aber nicht \u00fcbelnahm, schlie\u00dflich kannten sie sich zu lange, als da\u00df sie nicht doch irgendwann wieder den Kontakt zueinander aufnehmen w\u00fcrden. Sie entschuldige sich sogleich, da\u00df sie ihn noch nicht in seinem neuen Haus besucht hatte, aber ihr \u00fcberquellender Terminkalender lie\u00df ihr nur wenig Zeit, was sie nicht daran hinderte, mehrmals in der Woche Telefonate von zwei bis drei Stunden mit ihm zu f\u00fchren. Vivianes Besuch erw\u00e4hnte er nur kurz, was auch gen\u00fcgte, schlie\u00dflich wu\u00dfte sie um ihr besonderes Verh\u00e4ltnis zueinander. Daf\u00fcr berichtete er ihr, wie er mittlerweile erkannt habe, da\u00df er wohl doch einen Fetisch f\u00fcr Latex und Gummi besa\u00df, worauf sie schallend lachen mu\u00dfte.<\/p>\n<p class=\"einzug\">\u00bbDann bist du der letzte, dem das aufgefallen ist. Das ist mir schon lange klar, so wie du abgehst, wenn eine Frau beim Sex in Latex gekleidet ist, was mir Swaantje mehrmals best\u00e4tigt hat. Anf\u00e4nglich mu\u00df es bei dir noch etwas verhalten gewesen sein, aber dann bist du recht schnell total auf Gummi abgefahren. Sie meinte, da\u00df vor dir kein Mann sie mit einer derartigen Begehrlichkeit angesehen und derart schnell einen St\u00e4nder bekommen hat, sobald sie in Watstiefel, Gummimantel, Gasmaske und dicken Gummihandschuhen \u00fcber einem Ganzanzug aus dickem Latex vor ihm gestanden hat. Und du wei\u00dft, wie sehr ihr Fetisch darauf ausgerichtet ist. Du hast sie dann immer gev\u00f6gelt, als h\u00e4ttest du schon seit Jahren keine Frau mehr gehabt, was ihr nur zu gut gefallen hat, wie du wei\u00dft.\u00ab<\/p>\n<p class=\"einzug\">Er verzog pikiert das Gesicht, was sie durchs Telefon zum Gl\u00fcck nicht sehen konnte. Offenkundig war er f\u00fcr \u203aseine\u2039 Frauen ein offenes Buch. Wobei ihm am meisten \u00e4rgerte, da\u00df es der Wahrheit entsprach.<\/p>\n<p class=\"einzug\">\u00bbDa\u00df du nach der Trennung von ihr, die euch beiden alles andere als leicht gefallen ist, eine Zeitlang keine Lust hattest, Latex zu tragen, weil es dich zu sehr an sie erinnert, ist nachvollziehbar. Da\u00df du es aber dahin gehend interpretiert hast, du w\u00fcrdest selbst keine wirkliche Vorliebe daf\u00fcr besitzen, ist Selbstbetrug. Schlie\u00dflich haben wir beide auch schon vorher in Latex jede Menge Spa\u00df miteinander gehabt. Das h\u00e4tte dir bereits zu denken geben m\u00fcssen. Doch was soll\u2019s. Du bist halt ein bi\u00dfchen anders als andere M\u00e4nner und daf\u00fcr lieben wir dich doch schlie\u00dflich alle.\u00ab<\/p>\n<p class=\"einzug\">Er verzog erneut pikiert das Gesicht. Es gibt Komplimente, die der Empf\u00e4nger nicht als solche empfindet, gegen die er sich dennoch nicht wehren kann, weil der Absender seine Aussage als Bekundung ehrlicher Sympathie empfindet.<\/p>\n<p class=\"einzug\">\u00bbWirklich, ich finde es sch\u00f6n, da\u00df du jetzt f\u00fcr dich allein Latexsachen tr\u00e4gst und in den schicken Regenjacken, die du dir wegen Swaantje gekauft hast, Regenspazierg\u00e4nge machst und gerne und oft darin onanierst. Vielleicht l\u00e4\u00dft es sich ja einrichten, da\u00df wir wieder einmal gemeinsam einen Regenspaziergang machen k\u00f6nnen, bevor die k\u00fchlen Tage kommen. Ich h\u00e4tte mal wieder Lust, durch in einen Bach zu waten und mir das Wasser von oben in die Gummistiefel laufen zu lassen. Wenn du ein wenig Zeit hast, k\u00f6nnen wir uns was aus Latex und Gummihandschuhe anziehen und gemeinsam am Telefon onanieren. Wir haben lange nicht mehr miteinander onaniert und noch l\u00e4nger ist es her, da\u00df du mich mit deinen begnadeten Fingern zum Abspritzen gebracht hast.\u00ab<\/p>\n<p class=\"einzug\">Im Grunde onanierten sie w\u00e4hrend jedem Telefonat. Sie sandten sich per E-Mail Fotos zu, damit der andere sah, was sie angezogen hatten, wobei sie ihm meist sagte, was er anziehen sollte, unter anderem seine Regenjacken aus gummiertem oder vinylbeschichtetem Stoff. Dabei erz\u00e4hlte sie ihm irgendeine erotische Phantasie, oder \u00fcber den Reiz der verschiedenen Ausf\u00fchrungen von Gummi- und Latexhandschuhen beim Onanieren \u2013 eins ihrer Lieblingsthemen \u2013 oder wie sie als Pubertierende ihre Watstiefel auf vielf\u00e4ltigste Weise beim Onanieren verwendet hat und noch heute verwendet, oder welche Phantasien sie dabei hatte, oder blumenreich, was sie gerade machte. Fast alles hatte sie ihm bereits mehrfach erz\u00e4hlt, aber irgendwie besa\u00df es noch immer seinen Reiz, weil sie diese doch immer irgendwie anders erz\u00e4hlte. Oder er sollte sich aus dem reichhaltigen Schatz von Verbalinjurien bedienen, den er sich durch Viviane angeeignet hatte und ihr sagen, was sie doch f\u00fcr eine \u203akranke\u2039 und bis ins Mark \u203averdorbene\u2039 Frau sei \u2013 ein wenig devot war sie durchaus.<\/p>\n<p class=\"einzug\">Sie berichtete ihm in epischer Breite, wie sie seit einiger Zeit Latex in St\u00e4rken von 0,5 bis und 0,6 Millimetern den Vorzug gab, schlie\u00dflich sei sie einem Alter, in dem man zwangsl\u00e4ufig an Gewicht zulege. Was sie an sich nicht st\u00f6re, zumal ein wenig mehr gar nicht schlecht sei, gerade die Haut wirke dadurch straffer und man selbst durchaus j\u00fcnger. Abgesehen davon, da\u00df Latex sowieso ein Plus an Inhalt ben\u00f6tige, um wirklich ansprechend zu wirken, besonders bei Frauen, aber was sie sage das einem Mann, der nicht nur Frauen mit breiten H\u00fcften und \u00fcppigem Busen zu sch\u00e4tzen wu\u00dfte, sondern sich sexuell von ihnen stark angezogen f\u00fchlte, insofern d\u00fcrfte sie f\u00fcr ihn nun noch ein wenig reizvoller sein. Sie habe schon immer M\u00e4nner gesch\u00e4tzt, die unumwunden zugaben, da\u00df sie die ber\u00fchmten Kilos zuviel nicht st\u00f6rten und die Sch\u00f6nheit einer Frau nicht an deren Gewicht festmachten, oder eben doch, halt nur anders als es allgemein \u00fcblich zu sein schien. Schlie\u00dflich g\u00e4be es viele attraktive und gepflegte Frauen, die der Volksmund als \u203adick\u2039 bezeichnete und deren Gewicht schon dreistellig war, was je nach Gr\u00f6\u00dfe gar nicht so auffiel, wie man gemeinhin vermuten sollte. Im \u00dcbrigen habe sie mitunter den Eindruck, da\u00df diese Frauen mehr Verehrer besa\u00dfen als andere. In Latex sehen sie in der Regel auch besonders verf\u00fchrerisch aus. Ihr eigenes Gewicht beginne seit kurzem mit einer Sieben. F\u00fcr eine Frau mit etwas \u00fcber einem Meter siebzig sei das ja noch nicht wirklich viel, das sehe sie selbst ein. Von einigen, wirklich engen Latexsachen habe sie sich aber bereits trennen m\u00fcssen. Was jedoch nicht schlimm sei, da sie diese ohnehin seit Jahren nicht mehr getragen und sich sowieso schon gefragt, weshalb sie diese noch nicht verkauft habe. Wie dem auch sei, so w\u00e4re wieder ein wenig Platz in ihren Kleiderschr\u00e4nken. Seit sie etwas kr\u00e4ftiger sei, bekomme sie noch mehr Komplimente, trage sie Latex. Das dickere Latex mache ja auch eine sehr gute Figur. Die Komplimente waren geeignet, Zweifel an der Gewichtszunahme zu beseitigen und das Bed\u00fcrfnis nach Abnehmen gar nicht erst entstehen zu lassen.<\/p>\n<p class=\"einzug\">Er konnte sich ein Grinsen nicht verkneifen. Sie war viel zu lebensfroh, als da\u00df sie sich je der Selbstkasteiung des Abnehmens unterwerfen w\u00fcrde. Wahrscheinlich lag in ihrem quirligen Wesen der eigentliche Grund, weshalb sie nicht schon l\u00e4ngst eine bildh\u00fcbsche wohl gerundete Frau war, denn sie a\u00df, was ihr schmeckte und dabei dominierte nicht die Rohkost.<\/p>\n<p class=\"einzug\">Sie schickte ihm aktuelle Fotos in ihren neuen Latexsachen und er gab ihr Recht, sie sah mit ihren noch nicht wirklich auff\u00e4llig erweiterten Rundungen sehr sexy darin aus, was in ihm den Wunsch weckte, sie darin in natura zu sehen.<\/p>\n<p class=\"einzug\">Die Zeit, die Bettina unter ihrem krankheitsbedingten \u00dcbergewicht gelitten hatte, hatte ihm bewu\u00dft werden lassen, da\u00df die K\u00f6rperf\u00fclle einer Frau, zu der er sich hingezogen f\u00fchlte, f\u00fcr ihn nebens\u00e4chlich war. Auch eine Birgit mit der Figur von Maupassants ber\u00fchmter \u203aBoule de Suif\u2039 w\u00e4re f\u00fcr ihn um keinen Deut sexuell weniger reizvoll. Im \u00dcbrigen beschreibt Maupassant oft den Reiz \u00fcppiger Weiblichkeit.<\/p>\n<p class=\"einzug\">Wenn er zu ihren Fotos onaniere, sollte er es ihr sagen, insbesondere, welche ihn besonders \u203aaufgeilten\u2039. Er wisse ja, wie sehr sie es mag, nutze er sie als \u203aWichsvorlage\u2039, schlie\u00dflich nutze sie ihn ja auch als solche. \u00dcberhaupt habe er ihr schon lange keine Fotos mehr geschickt und schon gar nicht, wie er mit Gummihandschuhen onaniere, was er doch so gerne mache. Sie verst\u00fcnde, da\u00df er w\u00e4hrend der Zeit, die Viviane bei ihm war, nicht daran gedacht habe, aber die letzten Fotos hatte er ihr schon lange vor seinem Umzug geschickt. Immer nur dieselben anzusehen, wenngleich sie ja nicht wenige von ihm besa\u00df, sei nicht so prickelnd. Sch\u00f6n w\u00e4re es, sendete er ihr wieder mal welche, auf denen er einen Latexhandschuh \u00fcber den Schwanz gezogen habe und darin komme, so wie sie es ihm vor langem vorgeschlagen habe. Sie kenne einige m\u00e4nnliche Gummifetischistin, die das sehr gerne machen. Das sei sehr sexy und eigentlich naheliegend. Sie stelle sich vor, wie sch\u00f6n es sei, den Handschuh mit seinem Sperma darin anzuziehen \u2013 was sie schon einige Male gemacht hatte, da sie gerne Sperma an den H\u00e4nden sp\u00fcrte.<\/p>\n<p class=\"einzug\">Er lachte gutm\u00fctig und versprach, ihr bald neue zu senden. Er wu\u00dfte, da\u00df sie sich von jedem aus ihrem \u203aHarem\u2039 solche Foto senden lie\u00df.<\/p>\n<p class=\"einzug\">Er dachte daran, da\u00df Viviane und er w\u00e4hrend ihrer drei Monate bei ihm, einige Fotos von sich gemacht hatten, die sie beide unter anderem beim Oralsex und wie sie ihn onanierte zeigten. Leider gefielen Birgit nur Fotos, auf denen ein Mann onanierte, am liebsten vollst\u00e4ndig in Gummi. Das regte ihre Fantasie an. Fotos von Paaren lie\u00dfen sie eher gleichg\u00fcltig, was ihn vermuten lie\u00df, da\u00df ihre Masturbationsfantasie sich um den Mann auf den Fotos drehte.<\/p>\n<p class=\"einzug\">Er erz\u00e4hlte ihr von den Regenspazierg\u00e4ngen seiner sch\u00f6nen Nachbarin in einem SBR-Mackintosh und sehr wahrscheinlich ACQUO-Boots. Aus seinen Worten sprach un\u00fcberh\u00f6r die Begeisterung, was Birgit dazu verleitete, von den ACQUO-Boots zu schw\u00e4rmen, die sie sich mittlerweile angeschafft hatte, desgleichen von der umfangreichen Sammlung von Regenbekleidung aus SBR und \u00e4hnlichem ihres Engl\u00e4nders, den er vor Jahren einmal kennengelernt hat und der ihr zwei SBR-Macks geschenkt habe. Sie berichtete von ihren Besuchen bei ihrem Engl\u00e4nder, wie er dort in einer Szene involviert war, die sich vorrangig mit Macks und \u00e4hnlichem besch\u00e4ftigte. Wodurch ihm wieder einfiel, da\u00df ihr Engl\u00e4nder bereits um die sechzig sein mu\u00dfte. Es war kurzweilig, ihre Erz\u00e4hlungen \u00fcber seine dortige Szene zuzuh\u00f6ren, zu der sie w\u00e4hrend eines dreimonatigen Englandaufenthalts im Rahmen ihres Studiums Anschlu\u00df gefunden hatte. Seitdem z\u00e4hlte ihr Engl\u00e4nder, dessen Namen er immer verga\u00df, zu ihrem \u203aHarem\u2039. Er hatte den Eindruck, da\u00df ihm manches sogar neu war. Er konnte sich nicht erinnern, da\u00df sie ihm bisher so viel \u00fcber ihren Engl\u00e4nder erz\u00e4hlt hatte.<\/p>\n<p class=\"einzug\">Gummi und Latex sei \u00fcberhaupt ein so wundervoller Fetisch, was ja immer mehr und vor allem Frauen f\u00fcr sich entdecken w\u00fcrden.<\/p>\n<p class=\"einzug\">Sie habe vor kurzen auf einem kleinen aber feinen Latexstammtisch eine Frau in ihrem Alter kennengelernt, die durch ihren Latexfetisch eine starke Vorliebe zu Urolagnie entdeckt habe, insbesondere sich in Latex einzun\u00e4ssen. Sie h\u00e4tten sich lange dar\u00fcber ausgetauscht, wie sch\u00f6n das doch sei. Er wisse ja, da\u00df sie es gleichfalls gerne tat. Fr\u00fcher w\u00e4re der Frau so etwas als das Schlimmste erschienen, was einem widerfahren und wie das \u00fcberhaupt jemand freiwillig tun und es Spa\u00df bereiten k\u00f6nne. In Verbindung mit Latex sei das jedoch etwas derart Selbstverst\u00e4ndliches, da\u00df man sich schon wundern m\u00fcsse, warum es nicht alle Gummifetischisten tun. Zudem h\u00e4tte es den angenehmen Nebeneffekt, da\u00df man viel mehr trinke, um den gr\u00f6\u00dftm\u00f6glichen Nutzen daraus zu ziehen. H\u00e4tte man einmal die anerzogenen Vorurteile hierzu \u00fcberwunden, k\u00f6nne man gar nicht verstehen, wie etwas derart harmloses und im besten Sinne unschuldiges wie ein Fetisch f\u00fcr Gummi und Latex und Urolagnie \u00fcberhaupt in den Ruch des Abseitigen gelangen konnte. Es g\u00e4be ja kaum etwas, was weniger abseitig sei als das. Latex anziehen, sich darin wohlf\u00fchlen und darin tun, was einem Spa\u00df bereitet, was gibt es Harmloseres? Jede Art von Sex in Latex sei etwas sehr Sch\u00f6nes. Abgesehen davon, da\u00df es gerade Frauen mit ihren Problemzonen eine gute Figur mache und besser als die \u00fcbliche Reizw\u00e4sche, der ja leider zu oft etwas Vulg\u00e4res anhaftete, sehe es auf jeden Fall aus. Seit sie in erster Linie in einem hautengen Ganzanzug Sex habe, k\u00f6nne sie sich entspannt auch bei hellem Licht fallen lassen, denn von ihren Problemzonen, besonders um H\u00fcften und Oberschenkel w\u00e4re nun nichts mehr zu sehen, alles sei glatt und perfekt. Wie auch der Sex mit einem Gummifetischisten auf angenehme Weise anders sei.<\/p>\n<p class=\"einzug\">Viele dieser kleinen und gro\u00dfen Anekdoten rund um ihren Fetisch berichtete Birgit ihm. Sie kannte mehr als genug, schlie\u00dflich hatte sie ihr Leben rund um ihren Fetisch eingerichtet und war ihr Aufkl\u00e4rung \u00fcber die Harmlosigkeit von Fetischismus im allgemeinen und Gummifetischismus im Besonderen eine Herzensangelegenheit, insbesondere Frauen ermunterte sie, selbstbewu\u00dft zu ihrem Fetischismus zu stehen und diesen zu entwickeln, was ihr durchaus mit Erfolg gelang.<\/p>\n<p class=\"einzug\">Seine Bemerkung, da\u00df er \u00fcberlege, sich einen Kleppermantel zuzulegen, nahm sie derart beil\u00e4ufig zur Kenntnis, da\u00df er nicht sicher war, ob sie es \u00fcberhaupt bewu\u00dft wahrgenommen hatte. Umso mehr war er erstaunt, als er einige Tage sp\u00e4ter ein Paket von ihr erhielt, das einen fast neu wirkenden in seiner Gr\u00f6\u00dfe enthielt, mit einer kurzen Notiz, da\u00df es erstens der beste sei, den sie in so kurzer Zeit habe auftreiben k\u00f6nnen, was nach einer Entschuldigung klang, und er ihr zweitens das Geld daf\u00fcr geben k\u00f6nne, w\u00fcrden sie sich das n\u00e4chste Mal sehen. Was sie f\u00fcr den Mantel haben wollte, hatte sie nat\u00fcrlich nicht geschrieben. Auf Grund ihres Hinweises, da\u00df der Mantel, das beste sei, was sie habe auftreiben konnte, untersuchte er diesen mit weitaus kritischeren Augen als beim ersten Mal, konnte aber seiner Auffassung nach nicht den kleinsten Makel finden. Der Mantel wirkte so gut wie neu.<\/p>\n<p class=\"einzug\">Birgits ungek\u00fcnstelte Lebensfreude halfen ihm relativ schnell \u00fcber Vivianes Auszug hinweg, wenn sie es auch diesmal bis auf weiteres nicht schaffte, ihn zu besuchen, und sie auf phantasievollen Telefonsex beschr\u00e4nkt blieben.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Fortsetzung von: Der Einzug, Die \u203aSch\u00f6ne K\u00fcnstlerin\u2039, Der sch\u00f6ne J\u00fcngling, Bettina, Ein Wochenende mit Bettina, Begegnung im Mondschein, Die \u203aSch\u00f6ne \u00dcppige\u2039, Viviane, Erinnerungen an Swaantje, Eine Session mit Viviane und Ein sonnt\u00e4glicher Regenspaziergang \u00a0 Nach einem \u00fcberwiegend verregneten und f\u00fcr die Jahreszeit zu k\u00fchlen August, war im September nahezu ohne \u00dcbergang der Herbst mit [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"pgc_sgb_lightbox_settings":"","_themeisle_gutenberg_block_has_review":false,"footnotes":""},"categories":[52,37,32],"tags":[61,50,74,38,41],"class_list":["post-4815","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-erotisches","category-kurze-geschichten","category-literarisches","tag-erotisches","tag-fetisch","tag-gummifetisch","tag-kurzgeschichten","tag-literatur"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/blog.arminaugustalexander.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4815","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/blog.arminaugustalexander.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/blog.arminaugustalexander.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.arminaugustalexander.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.arminaugustalexander.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=4815"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/blog.arminaugustalexander.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4815\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":8594,"href":"https:\/\/blog.arminaugustalexander.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4815\/revisions\/8594"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/blog.arminaugustalexander.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=4815"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.arminaugustalexander.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=4815"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.arminaugustalexander.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=4815"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}