{"id":88,"date":"2007-02-28T18:15:35","date_gmt":"2007-02-28T17:15:35","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.arminaugustalexander.de\/?p=88"},"modified":"2026-03-31T16:07:09","modified_gmt":"2026-03-31T14:07:09","slug":"fototip-nachtaufnahmen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.arminaugustalexander.de\/?p=88","title":{"rendered":"Fototip: Nachtaufnahmen"},"content":{"rendered":"<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/blog.arminaugustalexander.de\/wp-content\/gallery\/div\/096_0001.jpg\" border=\"0\" \/>\n\n<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/blog.arminaugustalexander.de\/wp-content\/gallery\/div\/096_0005.jpg\" border=\"0\" \/>\n\nNachtaufnahmen haben einen besonderen Reiz, verwandeln die gewohnte Umgebung ist etwas Neues. Sie sind nicht schwerer als Gegenlichtaufnahmen, wenn man einige wenige Dinge beachtet.\nZuerst mu\u00df man sich bewu\u00dft sein, da\u00df es sich wie bei Gegenlichtaufnahmen um starke Hell\/dunkel-Kontraste handelt. Man mu\u00df genau \u00fcberlegen, wo der Schwerpunkt liegen soll. Soll nur der Bereich unter der Stra\u00dfenlaterne richtig belichtet sein und kann der Rest in Schwarze untergehen? Oder soll soviel als m\u00f6glich von der Umgebung zu sehen sein?\n\n<!--more-->\n\n\nFarben werden immer verf\u00e4lscht sein, oft gr\u00fcnlich, was an dem Spektrum der verwendeten Leuchtmittel der Stra\u00dfenbeleuchtung liegt. Was aber kein Nachteil sein mu\u00df, im Gegenteil!\nSollen die Aufnahmen aus der Hand gemacht werden, sind Objektive mit gro\u00dfer \u00d6ffnung und hochempfindliche Filme oder die h\u00f6chstm\u00f6gliche Empfindlichkeit an der Digitalen einzustellen. Werden die Aufnahmen mit der Digitalen gemacht, mu\u00df man sich u. U. auf sichtbar verrauschte Bilder einlassen, ob das Rauschen st\u00f6render als das grobe Korn des Films ist mu\u00df jeder f\u00fcr sich selbst entscheiden. Einen SW-Film wie der DELTA 3200 von Ilford hat eine Nennempfindlichkeit von ISO 3200 l\u00e4\u00dft sich aber z. B. in Mircophen problemlos auf ISO 6400 steigern und sogar auf ISO 12800! Letzteres erfordert aber ein bi\u00dfchen Experimentierfreude, da Ilford keine Zeiten f\u00fcr diese Empfindlichkeitsausnutzung angibt. Gleiches gilt f\u00fcr den Kodak T-MAX P3200. In Farbe kann man auf den Kodak PORTRA 800 oder von Fuji den New Superia 1600 zugreifen.\nSind hochaufl\u00f6sendere Aufnahmen gefragt, ist ein Stativ unumg\u00e4nglich. Die lange Verschlu\u00dfzeit kann bei bewegten Objekten f\u00fcr interessante Effekte sorgen.\nBei der Belichtungsmessung gilt das gleiche wie bei Gegenlichtaufnahmen: Auf Automatik verzichten, denn die hat mit den extremen Kontrasten noch mehr Schwierigkeiten. Den bildwichtigen Teil anmessen, am besten mit Spotmessung, wenn vorhanden. Zwei weitere Aufmahmen mit einer Blende oder Zeitstufe mehr und mit einer Blende oder Zeitstufe weniger sind nicht schlecht. So hat man Auswahlm\u00f6glichkeiten und zugleich einen Vergleich.\n\nBei Langzeitbelichtungen von mehr als einer Sekunde mu\u00df beim Film der sogenannte Schwarzschildeffekt beachtet werden. D. h. die relative Filmempfindlichkeit sinkt. Als Faustregel gilt, da\u00df die Belichtungszeit ab einer Sekunde verdoppelt werden mu\u00df. Bei Belichtungszeiten ab einer Minute helfen nur noch Belichtungsreihen, da sich jedes Material etwas anders verh\u00e4lt. Eine Minute gemesen mu\u00df schon mal auf 10 Minuten mehr ausgedehnt werden.\n\nDie untere Stra\u00dfenszene wie die Serie \u00bbHBF K\u00f6ln\u00ab wurde auf einem Ilford DELTA 400 belichtet wie ISO 1600 und in Microphen entwickelt aus der Hand gemacht. Verwendete Optiken: 1,7\/50mm und 2,8\/28mm jeweils bei maximaler \u00d6ffnung.\nDie oberen Bilder wie die Serie \u00bbK\u00f6lner Dom bei Nacht\u00ab wurden vom Stativ aus auf einem Ilford DELTA 100 mit einer Belichtungszeit im Minutenbereich und kleiner Blende aufgenommen.\n\n<!--adsense-->","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nachtaufnahmen haben einen besonderen Reiz, verwandeln die gewohnte Umgebung ist etwas Neues. Sie sind nicht schwerer als Gegenlichtaufnahmen, wenn man einige wenige Dinge beachtet. Zuerst mu\u00df man sich bewu\u00dft sein, da\u00df es sich wie bei Gegenlichtaufnahmen um starke Hell\/dunkel-Kontraste handelt. Man mu\u00df genau \u00fcberlegen, wo der Schwerpunkt liegen soll. 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