{"id":961,"date":"2009-04-12T13:42:28","date_gmt":"2009-04-12T11:42:28","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.arminaugustalexander.de\/?p=961"},"modified":"2026-04-11T11:38:49","modified_gmt":"2026-04-11T09:38:49","slug":"kurzes-14-die-marmeladentortchen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.arminaugustalexander.de\/?p=961","title":{"rendered":"Kurzes #14 \u00b7 Die Marmeladent\u00f6rtchen"},"content":{"rendered":"<p class=\"titelbild\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/blog.arminaugustalexander.de\/wp-content\/gallery\/logos\/inter.jpg\" \/><\/p>\n<p>Er h\u00f6rte das Wasser im Bad rauschen. Er schmunzelte vor sich hin. Sie machte sich f\u00fcr ihn frisch. Er suchte nach den Keksen. Es waren gekaufte, noch in Zellophan einpackt. Er ber\u00fchrte die Packung mit spitzen Fingern, als enthielte sie etwas ganz besonders Absto\u00dfendes. Zwar war es eine bessere Marke, aber das war nichts gegen selbstgebackene! Nachdem er sich vorhin soviel M\u00fche gegeben hatte, erschien es ihm als Sakrileg, ihr fertige Kekse zum Tee zu servieren. Vor allem da ihre Tees sorgsam ausgew\u00e4hlte Mischungen waren. Wie konnte jemand mit soviel Stil bei einer Sache nur so nachl\u00e4ssig bei einer anderen sein? Nein, das w\u00fcrde er nicht mitmachen. Das war ein Fall f\u00fcr seine ber\u00fchmten Marmeladent\u00f6rtchen.<!--more--><br \/>\nMit diesen begeisterte er seine G\u00e4ste seit seinen Studententagen. Mittlerweile hatte er sie in so vielen verschiedenen Varianten gebacken, da\u00df er l\u00e4ngst selbst den \u00dcberblick verloren hatte. Geboren war das Rezept aus dem Umstand, da\u00df das Geld stets schneller zur Neige ging als der Monat. Und man seinen G\u00e4sten doch etwas mehr als Kaffee und Tee anbieten sollte. F\u00fcr die T\u00f6rtchen ben\u00f6tigte er lediglich etwas Mehl, ein bis zwei Eier, etwas Zucker, die eine oder andere Zutat, die er noch keinem verraten hatte und die Marmelade, die gerade im Haus war. Wie bei allem kam es einzig auf die Mischung, weniger auf die Zutaten an.<br \/>\nW\u00e4hrend sie duschte und sich umzog, dabei \u00fcberlegte, wie sie den Abend f\u00fcr sie beide zu einem unverge\u00dflichen Erlebnis machen k\u00f6nnte, summte er in der K\u00fcche fr\u00f6hlich vor sich hin, machte seine ber\u00fchmten Marmeladent\u00f6rtchen und w\u00e4hrend sie im hei\u00dfen Ofen vor sich hin backten, sp\u00fclte er und r\u00e4umte auf.<br \/>\nAls sie nach etwas mehr als einer Stunde gutgelaunt und wohlriechend in die K\u00fcche kam, war er l\u00e4ngst fertig. Die Marmeladent\u00f6rtchen k\u00fchlen auf einem gro\u00dfen Teller ab und der Tee erf\u00fcllte den Raum gemeinsam mit diesen mit einem aphrodisischen Duft.<br \/>\nEr hatte sie gar nicht kommen geh\u00f6rt, obwohl sie nicht leiser als sonst gegangen war. Erst als sie sagte, er k\u00f6nne jetzt den Tee servieren, schreckte er f\u00f6rmlich aus seiner Selbstversunkenheit.<br \/>\nNach dem kurzen Schreck zog ein Strahlen des Bewunderns \u00fcber sein Gesicht. Sie sah einfach hinrei\u00dfend aus. Sie trug ein leicht geschn\u00fcrtes Korsett aus schwarzem Satin, das ihre vollen Br\u00fcste auf eine sinnliche Weise anhob, schwarze, hauchzarte Nahtstr\u00fcmpfe, schwarze Schuhe mit turmhohen Abs\u00e4tzen, auf denen sie sicher ging und ein wadenlanges, halbtransparentes leicht geg\u00fcrtetes N\u00e9glig\u00e9, das mehr sehen als ahnen lie\u00df, da\u00df sie darunter kein H\u00f6schen trug. Ihr Make-up war sehr verf\u00fchrerisch aber alles andere als aufdringlich oder gar vulg\u00e4r. Es betonte ihre sch\u00f6nen braunen Augen und ihre vollen weichen Lippen. Ob sie ihm erlauben w\u00fcrde, sie zu k\u00fcssen?<br \/>\nSie bemerkte seine Bewunderung und l\u00e4chelte nicht nur in sich hinein. Dieser interessante Mann war ihr ganz ergeben.<br \/>\nOhne eine Antwort von ihm abzuwarten ging sie ins Wohnzimmer. Das Nichts von einem N\u00e9glig\u00e9 wehte lautlos hinter ihr her. Ihr Po war hinrei\u00dfend und ihn durchlief ein Gef\u00fchl des Begehrens und der Lust auf sie und eines der Angst, da\u00df au\u00dfer Schauen nichts sein w\u00fcrde. Trotz ihrer leibhaftig gewordenen Sinnlichkeit und Verf\u00fchrung glaubte er eine Mauer der Unnahbarkeit zu sp\u00fcren.<br \/>\nEr gab sich innerlich einen Ruck. Er stellte Tee, zwei Tassen, Milch, Zucker, Zitrone und seine ber\u00fchmten Marmeladent\u00f6rtchen auf ein gro\u00dfes Tablett und schritt mit bis zum Hals klopfendem Herzen, feuchten H\u00e4nden und Revolte im Scho\u00df formvollendet zu ihr ins stilvoll eingerichtete Wohnzimmer.<br \/>\nSie sa\u00df w\u00fcrdevoll aufrecht mit damenhaft \u00fcbereinandergeschlagenen Beinen in einem bequemen beigen Ledersessel, das N\u00e9glig\u00e9 scheinbar nachl\u00e4ssig drapiert, so da\u00df es zwar ihre langen Beine mit den muskul\u00f6sen Schenkeln und den schmalen Fesseln ungehindert seinen bewundernden Blicken darbot, ihren Scho\u00df jedoch beinahe schamvoll verdeckte.<br \/>\nW\u00e4hrend er das Tablett auf einem kleinen Tisch neben ihr abstellte, konnte er den Blick kaum von ihren Beinen wenden. Dabei bot sie insgesamt einen \u00fcberaus atemberaubenden Anblick. Aber sie hatte sich nun mal so plaziert, da\u00df ihm keine andere Wahl blieb.<br \/>\nEr schenkte ihr Tee ein und wunderte sich, da\u00df seine Hand trotz allem nicht zitterte, obwohl sein Herz heftig schlug und er nichts anderes wollte als dieser Frau jeden Wunsch erf\u00fcllen.<br \/>\nAuf seine Frage, auch mit einigerma\u00dfen ruhiger Stimme vorgebracht, wie sie ihren Tee w\u00fcnsche, antwortete sie mit einem sanften L\u00e4cheln: \u00bbNur etwas Zitrone, bitte.\u00ab<br \/>\nSie nahm die Tasse mit dem dampfenden Tee entgegen und ber\u00fchrte dabei wie zuf\u00e4llig seine Hand. Ein elektrisierendes Gef\u00fchl durchstr\u00f6mte ihn. Fast hastig bot er ihr den Teller mit den noch ein wenig warmen Marmeladent\u00f6rtchen an, gespannt, ob sie davon auch begeistert w\u00e4re. Sie betrachtete sie interessiert. Jedenfalls dufteten sie gut. Und nach dem, was er ihr heute abend kredenzt hatte, w\u00fcrde sich das nicht nur auf den Duft beschr\u00e4nken. Sie nahm eines. Er folgte gebannt mit dem Blick dem T\u00f6rtchen, wie es zwischen ihren vollen Lippen verschwand. Sie zerkaute es nicht einfach, sie lie\u00df es sich auf der Zunge zergehen. Und er sah an ihrer Mimik, da\u00df er ihren Geschmack getroffen hatte. Sie sparte nicht mit Komplimenten. Nahm ein zweites, bi\u00df gen\u00fc\u00dflich hinein, und\u2026 da passierte es! Sie sahen sich betreten an. Sie war erstaunter als er und schien erst gar nicht glauben zu wollen, da\u00df das halbe T\u00f6rtchen, nat\u00fcrlich mit der Marmeladenseite, auf ihrer rechten Schuhspitze gelandet war. Mitten drauf. Wie die Puscheln an seinen Pantoffeln, an die er sich l\u00e4ngst gew\u00f6hnt hatte.<br \/>\nNachdem sich die \u00dcberraschung gelegt hatte, bat sie ihn, das T\u00f6rtchen doch zu entfernen. Obwohl als Bitte vorgebracht, war die Aufforderung, der Befehl un\u00fcberh\u00f6rbar. Er war f\u00fcr den Moment versucht, in die K\u00fcche zu gehen und einen Lappen zu holen. Doch dann tat er was, was ihn erst sp\u00e4ter \u00fcberraschte, aber genau das war, was sie von ihm wollte; er kniete sich vor sie, nahm das T\u00f6rtchen mit dem Mund von ihrem Schuh und leckte die Marmelade vom Leder. So gut hatte ihm noch keines seiner T\u00f6rtchen geschmeckt. Dabei hatte er schon das eine oder andere gemacht, das noch schmackhafter war als diese.<br \/>\nEr konnte es aus seiner Position heraus nicht sehen, aber sie strahlte volle Zufriedenheit aus. Sie hatte sich in ihm nicht entt\u00e4uscht und er hatte seine Probe bestanden. Von jetzt an w\u00fcrde sie ihn erh\u00f6ren.<br \/>\nEr leckte noch \u00fcber ihren Schuh, als l\u00e4ngst keine Marmelade mehr vorhanden war und er das halbe T\u00f6rtchen bereits zerkaut und hinuntergeschluckt hatte.<br \/>\n\u00bbIch glaube, am Absatz ist noch was\u00ab, meinte sie sanft, aber bestimmt.<br \/>\nEs war ihm unm\u00f6glich ihr nicht bereitwillig zu folgen. Er war l\u00e4ngst in der Stimmung jede ihrer Anweisungen bedingungslos auszuf\u00fchren. Er umspielte den hohen schlanken Absatz gen\u00fc\u00dflich mit der Zunge wie eine Zuckerstange, ja wie einen warmen, pulsierenden Phallus.<br \/>\nSie nahm ein weiteres Marmeladent\u00f6rtchen und &ndash; Hoppla, was war sie heute wieder ungeschickt! &ndash; es landete auf ihrem Knie.<br \/>\nSie sagte es ihm. Er sah auf. Ihr Absatz gl\u00e4nzte von seinem Speichel, seine Augen leuchteten. Er hatte den Geschmack von Schuhleder und Marmeladent\u00f6rtchen im Mund. Nur zu bereitwillig entfernte er auch dieses mit dem Mund und leckte \u00fcber den zarten Stoff. Sie trank gen\u00fc\u00dflich einen Schluck Tee und delektierte sich an einem weiteren T\u00f6rtchen, das diesmal aber g\u00e4nzlich in ihrem Mund verschwand, w\u00e4hrend er \u00fcber ihre Str\u00fcmpfe leckte und sie mit seinem Speichel na\u00df machte.<br \/>\nAls er das T\u00f6rtchen von ihrem Knie genascht hatte, hob er erwartungsvoll den Blick. Er wollte mehr. Er lechzte geradezu danach, T\u00f6rtchen von ihren Str\u00fcmpfen, ihren Schuhen zu lecken. Sie sahen sich an. Ihre Augen gl\u00e4nzten. Es gab f\u00fcr sie nur noch sie beide. Sie schob sich ein weiteres T\u00f6rtchen zwischen die feuchtgl\u00e4nzenden tiefroten Lippen. Er hoffte inst\u00e4ndig, da\u00df auch dieses den Weg auf ihre Beine oder ihre Schuhe finden w\u00fcrde. Doch nichts dergleichen. Sie a\u00df es \u203aunfallfrei\u2039. Er war entt\u00e4uscht. Sie kaute gen\u00fc\u00dflich und nahm einen Schluck Tee.<br \/>\nDann umfa\u00dfte sie, f\u00fcr ihn v\u00f6llig \u00fcberraschend, seinen Kiefer mit einem festen Griff und zwang ihn, den Mund zu \u00f6ffnen. Er hatte keine Wahl, wollte er sie nicht zur\u00fccksto\u00dfen, woran er nicht einen Moment dachte. Bevor er gro\u00dfartig r\u00e4tseln konnte, was sie vorhatte, beugte sie sich schon \u00fcber ihn und lie\u00df den Inhalt ihres Mundes aus vielleicht zwanzig Zentimeter H\u00f6he in seinen laufen. Tee, vermischt mit ihrem Speichel und dem halbzerkauten Marmeladent\u00f6rtchen.<br \/>\nIhm blieb keine Wahl, als es zu schlucken. Und er schluckte es gerne. Nein, das Marmeladent\u00f6rtchen schmeckte noch besser als die beiden anderen!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Er h\u00f6rte das Wasser im Bad rauschen. Er schmunzelte vor sich hin. Sie machte sich f\u00fcr ihn frisch. Er suchte nach den Keksen. Es waren gekaufte, noch in Zellophan einpackt. 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