Samstag, den 18. April 2009 von: Armin A. Alexander
Matthias ist in seinem Kloster ein angesehener, geschätzter und beliebter Pater, der hin und wieder heimlich dem Kloster entflieht, wenn ihn das kontrollierte Leben zu erdrücken scheint. Er legt die Kutte für kurze Zeit ab, um in einem bürgerlichen Anzug einen Bummel durch die Welt zu machen. (mehr …)
Mittwoch, den 15. April 2009 von: Armin A. Alexander
Hans Schnier wächst als zweitältestes Kind einer protestantischen Unternehmerfamilie auf, die ihren Reichtum in erster Linie der Braunkohlenabbau verdankt. Nach seinem Schulabbruch kurz vor dem Abitur versucht er sich als Clown und Pantomime. Nach einigen Anlaufschwierigkeiten ist er sehr gefragt. Doch als ihn seine Lebensgefährtin Marie verläßt, nimmt ihn das derart mit, daß er Trost im Alkohol sucht. (mehr …)
Donnerstag, den 2. April 2009 von: Armin A. Alexander
Eine verschlafene rheinische Kleinstadt im Spätsommer Mitte der 1960er Jahre. Vater und Sohn Gruhl, die in ihrem Heimatort Ansehen und Sympathie genießen, werden vor dem örtlichen Amtsgericht, das im alten Schulgebäude des Ortes untergebracht ist, wegen »[…] Sachbeschädigung und groben Unfug […]« angeklagt und zur Entschädigungszahlung nebst sechs Wochen Haft verurteilt, letztere ist mit der Untersuchungshaft abgegolten. Im Vorfeld wird alles unternommen, damit die Öffentlichkeit nichts von dem Prozeß erfährt. (mehr …)
Sonntag, den 29. März 2009 von: Armin A. Alexander
Professor Raat ist ein vom Leben enttäuschter Lehrer in mittleren Jahren an einem Kleinstadtgymnasium um 1900. Weil naheliegend wurde einst sein Name zu »Unrat« verballhornt. Dieser Spitzname haftet ihm unverändert seit seinem Eintritt in den Schuldienst an. In seinen Schülern sieht er nicht junge Leute, die seiner Erziehung anvertraut sind, sondern persönliche Gegner, die es zu »fassen« gilt. (mehr …)
Samstag, den 28. März 2009 von: Armin A. Alexander
Eine Frau erwacht von einem Geräusch in der Küche. Es ist halb drei in der Nacht. Ihr Mann liegt nicht neben ihr. Sie steht auf, geht durch die dunkle Wohnung und findet ihn in der Küche. Sie schaltet das Licht ein. Sofort fällt ihr Blick auf den mitten auf dem Tisch stehenden Brotteller. Auf der Tischdecke liegen Krümel, obwohl sie am Abend zuvor saubergemacht hat. Ihr Mann behauptet, er hätte ein Geräusch gehört und sei aufgestanden, um nachzusehen. Die Frau weiß, daß er sie belügt, denn nur er kann etwas vom Brot abgeschnitten haben. Sie weicht seinem Blick aus, da sie nicht ertragen kann, daß er sie nach neununddreißig Jahren Ehe belügt. (mehr …)
Freitag, den 27. März 2009 von: Armin A. Alexander
Die freiberuflich tätige Hauswirtschafterin Katharina Blum lernt auf der Karnevalsfete ihrer Tante den jungen Ludwig Götten kennen. Katharina, die als prüde gilt, nimmt ihn mit in ihre Wohnung und verbringt eine Liebesnacht mit ihm. Am nächsten Morgen findet bei ihr eine Razzia statt. Götten soll ein unter ständiger Polizeibewachung stehender gesuchter Raubmörder sein. (mehr …)
Dienstag, den 24. März 2009 von: Armin A. Alexander
Eine beschauliche rheinische Kleinstadt im alten Kaiserreich. Jeder kennt jeden. Der Kreis der örtlichen Honoratioren ist überschaubar. Man trifft sich regelmäßig samstagabends im gleichen Weinlokal. Man redet, debattiert über das, was der Landesvater gesagt haben soll und was die Zeitungen darüber nicht geschrieben haben. Man ereifert sich, erhitzt sich und löscht den Durst mit reichlich Wein. Es wird spät. Der Wein tut seine Wirkung. Staatsanwalt von Treskow verläßt mit starker Schlagseite begleitet von seiner Dogge August als letzter das Wirtshaus. Irgendwie gelangt er nach Hause. Der Sonntag beginnt mit einem schier unglaublichen Ereignis: Ein Streife gehender Polizist entdeckt etwas Ungeheuerliches: Das Denkmal des Landesvaters ist von einem Unbekannt mit einen ordinären abgenutzten Maulkorb »verziert« worden. Es herrscht kein Zweifel; das riecht nach vorsätzlicher Majestätsbeleidigung durch subversive Subjekte. Reaktion auf die Rede, die der Landesvater gehalten und in der er unter anderem gegen die notorischen Nörgler gewettert haben soll. Die Gerechtigkeit muß ihren Lauf nehmen, so etwas kann im Interesse der Allgemeinheit und der staatlichen Autorität nicht geduldet werden. Staatsanwalt von Treskow, der noch unter den Folgen seiner Zecherei leidet, wird mit der Untersuchung beauftragt. (mehr …)
Abends nach einem Bombenangriff. Ein neunjähriger Junge sitzt vor einem zerstörten Haus. Plötzlich taucht ein Schatten vor ihm auf. Der Junge befürchtet, daß man ihn entdeckt hat und wegbringen will. Doch es ist nur ein alter Mann, der zwischen den Schuttbergen nach Grünfutter für seine Kaninchen sucht. Der alte Mann verwickelt den Jungen in ein Gespräch und erfährt, daß der Junge, der lediglich ein halbes Brot bei sich hat und halb verhungert ist, bereits seit einigen Tagen an diesem Ort Wache hält, da im Keller des zerstörten Hauses sein toter kleiner Bruder läge und er die Ratten vertreiben wolle, damit sie die Leiche seines Bruders nicht anfräßen und seine Eltern noch leben. Darauf erklärt der alte Mann dem Jungen, daß er nachts nicht wachen müsse, denn »[…] hat euer Lehrer euch denn nicht gesagt, daß die Ratten nachts schlafen?[…]« (mehr …)