Überarbeitete Neuausgabe von »Ein (fast) alltäglicher Fall« erschienen

 

Klappentext

In einer Siedlung, die abgebrochen werden soll, um Neubauten Platz zu machen, wird die Leiche einer Frau gefunden, die nackt auf einem alten Bettgestell gefesselt liegt. Alles deutet darauf hin, daß eine BDSM-Session gehörig daneben gegangen ist. Doch wer war bei der Frau gewesen? Wer hat sie gefesselt und mit einem Seidenschal gewürgt? Kommissarin Eva Gerbroth begibt sich im Rahmen ihrer Ermittlungen auch in die örtliche BDSM-Szene. Auf einer Party lernt sie den Szene-Photographen und passionierten Dom Jean kennen, von dem Eva sofort fasziniert ist. Durch ihn erfährt sie mehr über sich selbst als über ihren Fall, der bald eine überraschende Wende nimmt, als Eva entdeckt, daß Jean die Tote gekannt hat, obwohl er es ihr gegenüber leugnet.

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Zitat des Tages #135

Der kluge Rich­ter

Daß nicht alles so un­eben sei, was im Mor­gen­lan­de ge­schieht, das haben wir schon ein­mal ge­hört. Auch fol­gen­de Be­ge­ben­heit soll sich da­selbst zu­ge­tra­gen haben. Ein rei­cher Mann hatte eine be­trächt­li­che Geld­sum­me, wel­che in ein Tuch ein­ge­näht war, aus Un­vor­sich­tig­keit ver­lo­ren. Er mach­te daher sei­nen Ver­lust be­kannt und bot, wie man zu thun pflegt, dem ehr­li­chen Fin­der eine Be­loh­nung, und zwar von hun­dert Tha­lern an.

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Kathy Lette »Wie man seinen Mann umbringt«

Interpretationen

Cassandra – Cassie –, Jasmine – Jazz –, und Hannah sind Anfang vierzig und seit über zwanzig Jahren Busenfreundinnen, die miteinander durch dick und dünn gehen, wenngleich sie unterschiedlicher nicht sein könnten.

Hannah besitzt eine florierende Galerie für zeitgenössische Kunst und ist mit Pascal, einem Künstler, verheiratet, dessen Karriereambitionen sowie Talent als sehr bescheiden zu betrachten sind, und den sie mehr oder weniger aushält.

Jasmine, gelernte Köchin, ist mit Dr. David Studlands, einem international renommierten Chirurg, Menschenrechtler und Experten für die Weltgesundheitsorganisation WHO verheiratet, überwiegend topgestylt, die in der Rolle der Nur-Hausfrau in einer Villa wie aus einem Magazin für gehobene Innenarchitektur aufgeht.

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Zitat des Tages #134

An die Rea­lis­ten – Ihr nüch­ter­nen Men­schen, die ihr euch gegen Lei­den­schaft und Phan­tas­te­rei ge­wapp­net fühlt und gerne einen Stolz und einen Zier­ath aus eurer Leere ma­chen möch­tet, ihr nennt euch Rea­lis­ten und deu­tet an, so wie euch die Welt er­schei­ne, so sei sie wirk­lich be­schaf­fen:

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›Richtige‹ versus ›andere‹ Literatur

Das korrekte Antonym zu ›richtig‹ wäre ›falsch‹, doch im Kontext von Literatur als Gattung der Künste, wäre ›falsch‹ so ziemlich das falscheste, das sich ›richtig‹ gegenüberstellen läßt. Dennoch taucht der Begriff ›richtige‹ Literatur immer auf, wenn es darum geht, E- und U-Literatur – sogenannte Ernste- und Unterhaltungs-Literatur – voneinander abzugrenzen. So klar eine solche Unterscheidung auf den ersten Blick auch erscheinen mag, bei näheren Hinsehen verschwimmt diese Eindeutigkeit. An welchen einigermaßen objektiven Kriterien läßt sich eine solche Unterscheidung fest machen?

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Zitat des Tages #133

Um das Wort bit­ten – Der dem­ago­gi­sche Cha­rak­ter und die Ab­sicht, auf die Mas­sen zu wir­ken, ist ge­gen­wär­tig allen po­li­ti­schen Par­tei­en ge­mein­sam: sie alle sind ge­nö­tigt, der ge­nann­ten Ab­sicht wegen, ihre Prinzi­pi­en zu großen Al­fres­co-Dumm­hei­ten um­zu­wan­deln und sie so an die Wand zu malen.

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Zitat des Tages #132

Die Kunst ist und bleibt einmal eine Leidenschaft! Machen aber Leidenschaften glücklich? Konträr? Strenge Moralisten sagen: um glücklich zu sein, muß man alle Leidenschaften aus sich verbannen.

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Franziska zu Reventlow »Der Geldkomplex«

Interpretationen

Auf den ersten Blick teilt Franziska ein Schicksal mit vielen, es mangelt ihr ständig an Geld. Doch hat sich das bei ihr zu einem Komplex im psychologischen Sinn ausgeweitet. Das Geld liebt sie nicht, meidet sie, wo es nur kann, so zumindest ist ihr Eindruck und scheint ihr die Erfahrung recht zu geben. Sie gibt zu, daß sie sich nie mit dem nötigen Ernst ums Geld und somit um ihre finanzielle Situation gekümmert hat, ihm Verachtung statt Ehrfurcht entgegen entgegenbringt, was ihr das Geld daher übelzunehmen scheint, in dem es sie meidet, so ihre Vermutung.

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