Kategorie-Archiv »Zitat des Tages«
Donnerstag, den 1. April 2010 von: Armin A. Alexander

Mensch und Tier
Wenn ich die Gesichter rings studiere,
Frage ich mich oft verzagt:
Wieviel Menschen gibt’s und wieviel Tiere? –
Und dann hab‘ ich – unter uns gesagt –,
Äußerst dumm gefragt. (mehr …)
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Montag, den 29. März 2010 von: Armin A. Alexander

Logik
Die Nacht war kalt und sternenklar,
Da trieb im Meer bei Norderney
Ein Suahelischnurrbarthaar. –
Die nächste Schiffsuhr wies auf drei. (mehr …)
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Sonntag, den 28. März 2010 von: Armin A. Alexander

Erbauliche Bescheidenheit
Sehr schlecht befand sich Mutter Klöhn
Sie kann nicht gehn,
Ist krumm und lahm
Und liegt zu Bett und rührt sich nicht.
Seit zwanzig Jahren hat sie schon die Gicht. (mehr …)
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Donnerstag, den 25. März 2010 von: Armin A. Alexander

Wenn sich unsere jungen Leute gewöhnten gegen drei Gedichtchen für das Herz nur eines für den Kopf zu machen, so hätten wir Hoffnung einmal im Alter einen Mann zu sehen der Herz und Kopf hätte, die seltenste Erscheinung. Die meisten haben selten mehr Licht im Kopf als gerade nötig ist zu sehen, daß sie nichts drin haben.
Georg Christoph Lichtenberg (1.7.1742–24.2.1799) »Aphorismen«
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Mittwoch, den 24. März 2010 von: Armin A. Alexander

Anmaßung. – Vor Nichts soll man sich so hüten, als vor dem Aufwachsen jenes Unkrautes, welches Anmaßung heißt und uns jede gute Ernte verdirbt; denn es gibt Anmaßung in der Herzlichkeit, in der Ehrenbezeigung, in der wohlwollenden Vertraulichkeit, in der Liebkosung, im freundschaftlichen Rate, im Eingestehen von Fehlern, in dem Mitleid für Andere, (mehr …)
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Sonntag, den 21. März 2010 von: Armin A. Alexander

Der Wahrheitssinn des Künstlers. – Der Künstler hat in Hinsicht auf das Erkennen der Wahrheiten eine schwächere Moralität, als der Denker; er will sich die glänzenden, tiefsinnigen Deutungen des Lebens durchaus nicht nehmen lassen und wehrt sich gegen nüchterne, schlichte Methoden und Resultate. (mehr …)
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Freitag, den 19. März 2010 von: Armin A. Alexander

Warum man widerspricht. – Man widerspricht oft einer Meinung, während uns eigentlich nur der Ton, mit dem sie vorgebracht wurde, unsympathisch ist.
Friedrich Nietzsche (1844–1900): Menschliches, Allzumenschliches · Ein Buch für freie Geister
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Dienstag, den 16. März 2010 von: Armin A. Alexander

Zu zweit
Frau Urschel teilte Freud und Leid
Mit ihrer lieben Kuh,
Sie lebten in Herzinnigkeit
Ganz wie auf du und du. (mehr …)
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