Zitat des Tages #33
Samstag, den 13. Februar 2010 von: Armin A. Alexander

An das Publikum
O hochverehrtes Publikum,
sag mal: bist du wirklich so dumm,
wie uns das an allen Tagen
alle Unternehmer sagen? (mehr …)
Samstag, den 13. Februar 2010 von: Armin A. Alexander

An das Publikum
O hochverehrtes Publikum,
sag mal: bist du wirklich so dumm,
wie uns das an allen Tagen
alle Unternehmer sagen? (mehr …)
Donnerstag, den 11. Februar 2010 von: Armin A. Alexander

Tillmann fühlte sich mehr im Urlaub als in einem neuen Haus. Des Morgens stand er nicht sofort auf, sondern sah zum Fenster, durch das er das Laub der großen vor dem Haus stehenden Buche sehen konnte. Ein durch das leicht geöffnete Fenster hereindringender Luftzug spielte mit der Gardine. Die Sonne warf einen hellen Fleck auf den Boden vor dem Bett. Der Gesang der Vögel war das vorherrschende Geräusch, lediglich vom entfernten Brummen eines Traktors durchbrochen. Die Aussicht, daß am kommenden Samstagmorgen Solveig neben ihm liegen würde, steigerte seine innere Zufriedenheit noch ein wenig.
Nach einem ausgiebigen Räkeln stand er auf. Er duschte kurz und ging in die Küche hinunter. Während er ein belegtes Brot aß und eine Tasse Tee dazu trank, sah er aus dem Küchenfenster, das ihm einen ungehinderten Blick auf das gegenüberliegende Haus gestattete, von dem er nur wußte, daß es von einer Frau bewohnt wurde. Gesehen hatte er sie noch nicht.
Er überlegte, ob er sich noch ein Brot mit Camembert machen sollte, als seine Nachbarin aus dem Haus trat und gemächlich zum Briefkasten ging, der neben dem niedrigen Gartentor angebracht war. Sie schloß den Briefkasten auf und entnahm sie ihm eine Zeitung und einige Briefe. Dabei wandte sie ihm das Profil zu. Einen der Briefe öffnete sie, benutzte dazu einen ihrer Schlüssel als Brieföffner. Sie las ihn, was Tillmann Zeit gab, seine Nachbarin in Ruhe zu betrachten. (mehr …)
Sonntag, den 7. Februar 2010 von: Armin A. Alexander

Miezel, eine schlaue Katze
Molly, ein begabter Hund,
Wohnhaft an demselben Platze,
Haßten sich aus Herzensgrund. (mehr …)
Samstag, den 6. Februar 2010 von: Armin A. Alexander


Anita hat Mann und Sohn vor Jahren von einem Tag auf den anderen verlassen und ist nach Athen gefahren, »um sich selbst finden«, wie sie sagte. Eines Tages machen sich Vater und Sohn mit dem Auto auf den Weg von Norwegen nach Griechenland, um Anita zu suchen. Ihre Reise führt sie mitten durch Europa. Unterbrochen durch notwendige Übernachtungen und Zigarettenpausen, die mehr Rituale als bloße Pausen sind. Sie werden vom Vater stets mit Überlegungen eingeleitet, die er während der Fahrt hatte. Mal geht es um Anita, oft aber auch um tiefgründige Betrachtungen, die Hans-Thomas’ Vater als Philosoph im Ursinn des Begriffs zeigen – als jemand, der auf der Suche nach Weisheit ist. (mehr …)
Sonntag, den 31. Januar 2010 von: Armin A. Alexander

Zur Kunst des Schenkens – Eine Gabe ausschlagen zu müssen, nur weil sie nicht auf die rechte Weise angeboten wurde, erbittert den Geber.
Friedrich Nietzsche (1844–1900): Menschliches, Allzumenschliches · Ein Buch für freie Geister
Freitag, den 29. Januar 2010 von: Armin A. Alexander

Verbotene Freigiebigkeit – Es ist nicht genug Liebe und Güte in der Welt, um noch davon wegschenken zu dürfen.
Friedrich Nietzsche (1844–1900): Menschliches, Allzumenschliches · Ein Buch für freie Geister
Montag, den 25. Januar 2010 von: Armin A. Alexander

»Kennst du eine unnahbare Frau«, fragte mich Hansegon unvermittelt.
»Wie meinst du das?« verstand ich nicht so recht, worauf er hinauswollte.
Ich setzte meine Tasse Kaffee, die ich gerade zum Mund führen wollte, wieder auf die Untertasse zurück.
»Ich meine, ob du jemals einer Frau begegnet bist, bei der du sofort wußtest, daß, egal, was du auch versuchst, du niemals Erfolg haben würdest«, fuhr er fort.
»Ja, ich erinnere mich an eine, die aus einem katholischen Elternhaus kam und nur als Jungfrau in die Ehe gehen wollte. Oder meinst du die, die sich ausschließlich einen wohlhabenden Mann vorstellte?« beantwortete ich seine Frage alles andere als in seinem Sinne, das sah ich schon an seiner Miene.
»Witzbold. Natürlich meine ich nicht diese Art von Unnahbarkeit.« (mehr …)
Montag, den 25. Januar 2010 von: Armin A. Alexander


Der Chirurg Frederik zieht sich nach einer mißglückten Operation, die er selbst nebulös mit »Die große Katastrophe« bezeichnet, auf eine abgelegene Schäreninsel zurück, die er von seinen Großeltern geerbt hat. Seine einzigen Gefährten in der selbstgewählten Einsamkeit sind ein alter Hund und eine alte Katze. Mehrmals in der Woche kommt das Postboot vorbei. Der hypochondrische Briefträger holt sich bei Frederik immer wieder Rat bezüglich seiner eingebildeten Krankheiten. Obwohl Frederik ihm stets versichert, daß ihm nichts fehle, beruhigt ihn das nicht. An einem eisigen Wintertag taucht plötzlich Harriet auf. Mit ihr hatte Frederik vor vielen Jahren eine Beziehung, verschwand aber plötzlich aus ihrem Leben und hat seitdem nie wieder etwas von ihr gehört. Harriet ist krebskrank und hat nur noch wenige Monate zu leben. Sie erinnert ihn an ein Versprechen, das er ihr damals gegeben hat: Ihr den Waldsee zu zeigen, in dem Frederik als Kind mit seinem Vater geschwommen ist. Mehr widerwillig macht Frederik sich mit Harriet auf die Reise, auf der er nicht nur Menschen kennenlernt, die scheinbar nicht in ein gutbürgerliches Schema passen, die aber auf ihre Weise ihren Platz gefunden haben und diesen zu behaupten wissen. (mehr …)