Kurzes #52 – Hausputz

von
Armin A. Alexander

Für Ines gab es lange kaum etwas Unangenehmeres als den notwendigen Hausputz. Bis ihre Freundin Ursula ihr einen Tip gab, wie sie sich die Hausarbeit versüßen kann. Und als Ines beim Fensterputzen auch noch ein netter junger Mann von gegenüber zusieht, wird das Putzen letztlich zur Nebensache.

 

Die ins Schlafzimmer scheinende Frühlingssonne kitzelte Ines im Gesicht und weckte sie. Blinzelnd schlug sie die Augen auf. Sie fühlte sich wundervoll ausgeruht. Tief und fest hatte sie geschlafen. Das morgendliche Konzert der Vögel war im vollen Gang, der durch das gekippte Fenster hereinströmende Luftzug spielte mit der Gardine.

Ines verschränkte die Arme im Nacken und beobachtete eine Weile das Schattenspiel auf den türkisfarbenen Gardinen, bevor sie aufstand. Sie fühlte, daß es ein besonderer Tag war und nicht nur, weil heute ihr Urlaub begann. Sie hatte sich für ihren ersten Urlaubstag einiges vorgenommen, jedoch nur, damit sie ihn ab morgen unbeschwert genießen konnte.

Sie gab sich einen inneren Ruck, damit sie nicht von einer wohligen Trägheit befallen wurde, es sich erneut in Morpheus Armen behaglich einrichtete und den ganzen Tag in angenehmer Selbstvergessenheit im Bett verbringen würde. Dazu würden sich in den nächsten beiden Wochen noch genug Gelegenheiten bieten.

Schwungvoll schlug sie die Decke zurück. Sie blieb für einen Moment auf der Bettkante sitzen, um ihrem Kreislauf die Möglichkeit zu geben, sich an eine aufrechte Haltung ihres Körpers zu gewöhnen. Dabei blickte sie fröhlich auf ihre schlanken gepflegten Füße, deren Nägel sie erst gestern abend in ihrem bevorzugten dunklen Rot lackiert hatte.

Nach einer belebenden Dusche fühlte sie sich endgültig bereit, dem Tag ins Auge zu sehen und sich ihrem Vorhaben zu stellen.

Bis vor etwa zwei, drei Jahren war für sie ein Hausputz eine mehr als lästige Pflichtübung gewesen, der sie sich stets so schnell wie möglich entledigt hatte. Sie konnte nie nachvollziehen, warum man sich eigentlich so große Mühe gab, wenn nur wenig später nicht mehr viel davon zu sehen war? Auf diese Frage hatte sie nie eine befriedigende Antwort finden können. Doch dann hatte ihr die beste Freundin erzählt, wie sie aus dem langweiligen Prozedre des Hausputz’ eine auf vielfältige Weise anregende Tätigkeit machen könne. Ursulas Mund hatte ein verklärtes Lächeln umspielt, das Ines neugierig auf das ›Geheimrezept‹ der Freundin hatte werden lassen.

Sie müsse sich lediglich sexy dabei fühlen, ein fetischistisches Vergnügen daraus machen, hatte diese mit einer Miene geäußert, als hätte sie das Nonplusultra entdeckt, was Ines’ Skepsis erst recht genährt hatte.

Dafür sorgen, daß man sich sexy fühlte? Beim Hausputz womöglich? Gab es überhaupt etwas, das weniger sexy als Hausputz war? Für Ines schien das ein Widerspruch in sich zu sein. Und auch noch ein fetischistisches Vergnügen? Hausputz war für nicht wenige ein Fetisch, aber es sah nicht so aus, als ob es für sie wirklich ein Vergnügen war. Diese Art meinte die Freundin sicherlich nicht. Fetischismus war in ihrer Welt ausschließlich erotisch besetzt. Was Ines den Ausspruch von weniger verständlich werden ließ.

Sie müsse etwas anziehen, worin sie sich besonders sexy fühle, ließ Ursula sie nicht lange im unklaren. Bei ihr seien es ein Überbrustkorsett, Strümpfe, aber keine teuren echten Nahtnylons, die seien zu schade, da es sich nicht immer vermeiden ließe, sich eine Laufmasche zu holen, einen schwarzen Ledermini, von dem sich problemlos behaupten ließe, daß er für einen Rock zu kurz und für einen Gürtel zu breit sei und den sie nie in der Öffentlichkeit tragen würde, da er kaum ihren Hintern bedeckte, dazu High Heels mit mindestens zwölf Zentimeter hohen Absätzen, am besten noch ein wenig mehr, und das nicht nur, weil sie einem ermöglichte, leichter an die oberen Regalbretter zu reichen, oberschenkelhohe Stiefel würden dem ganzen das Sahnehäubchen aufsetzen – Ursula maß einen Meter vierundsechzig, Ines dagegen über zehn Zentimeter mehr, wodurch sich für sie das Problem auch auf flachen Sohlen bisher nur selten gestellt hatte. Ursula trug nicht nur aus diesem Grund überwiegend sehr hohe Absätze, Ines dagegen nur hin und wieder, hatte sie Lust dazu.

Ines mußte entgegen ihrem Willen ein wenig schmunzeln, als sie sich vorstellte, wie Ursula auf diese Weise gekleidet ihren Hausputz erledigte.

Zugleich würde das Korsett eine aufrechte Haltung fördern und somit dem Rücken guttun, fuhr Ursula fort, abgesehen davon gefiele ihr einfach der gleichmäßige Druck auf den Körper. Eine Bekannte hätte sich sogar ein Dienstmädchenkleid aus schwarzem Latex gekauft, in dem sie ihren Hausputz verrichtete und nicht nur, weil sie ohnehin einen Latexfetisch besaß.

Zuerst hatten Ursulas Ausführungen Ines amüsiert. Doch je länger sie darüber nachdachte, desto reizvoller erschien ihr der Gedanke. Fühlt man sich sexy, fühlt man sich gut und wenn man sich gut fühlt, empfindet man auch ansonsten lästige Verrichtungen gar nicht mehr so schlimm. Doch so weit, sich ein Dienstmädchenkleid anzuschaffen, ganz gleich, ob aus Latex oder einem anderem Material, wäre Ines nie gegangen. Sie fand ein solches Kleid nicht unbedingt sexy, es belustigte sie eher – sexy waren in ihren Augen andere Kleider.

Nach einigem Überlegen hatte Ines sich für ärmellose, weiße Nylonkittel entschieden, die gerade so lang waren, daß sie auch beim Bücken noch ausreichend ihren Po bedeckten. Sie kaufte sie mindestens eine Nummer zu klein, denn sie fand, daß sie ihren wunderbar feminin üppigen Körper, bei dem jede Rundung an der richtigen Stelle war, auf eine betörende Weise betonten. Darunter trug sie einen schwarzen BH, ihre geliebten Strumpfhalter im 1950er Jahre Stil und ein durchscheinendes Nichts von einem Höschen, das ihre haarlose Scham kaum bedeckte. Schwarze Dessous unter weißen Nylonkitteln besaßen für sie etwas äußerst Laszives. Sie folgte zudem Ursulas Rat und trug nur preiswerte Strümpfe, obwohl sie sich erst ein oder zweimal beim Hausputz eine Laufmasche zugezogen hatte. Schwarzer zehenfreier Lack-High-Heels mit etwas mehr als zwölf Zentimeter hohen schlanken Absätzen vervollständigten ihre ›Hausarbeitskleidung‹.

Nach einem kurzen Frühstück zog sie ihre bewährte ›Hausarbeitskleidung‹ an, band sich das lange, dichte aschblonde Haar ein wenig nachlässig im Nacken zusammen, schminkte sich schnell die Lippen – ohne aufgetragenen Lippenstift, fühlte sie sich nackt – warf zufrieden einen kurzen Blick in den großen Spiegelschrank und machte sich fröhlich vor sich hinsummend, an die Hausarbeit.

Fensterputzen stand als Erstes auf dem Programm, damit die Frühlingssonne ungehindert hereinscheinen konnte.

Sie holte Eimer, Schwamm und Putzlappen aus dem kleinen Eckschrank im Flur und machte eine neue Packung Haushaltshandschuhe aus rosa Gummi mit extralangen Stulpen auf.

Sie hatte einige Zeit gebraucht, bis sie diese gefunden hatten. Die Stulpen der meisten Gummihandschuhe waren zu kurz. Da sie in der Regel schwungvoll mit dem Putzwasser umging, war es unvermeidlich, daß stets etwas davon von oben in ihre Handschuhe lief. Es hätte sie nicht sehr gestört, schließlich trug sie in erster Linie, weil es ihre ›Hausarbeitskleidung‹ vervollständigte und es Spaß machte, sie beim Putzen zu tragen, doch die Zusätze im Putzwasser verschafften ihr schnell einen unangenehmen Juckreiz an den Händen, was nun wirklich sehr unsexy war.

Sie streifte die enganliegenden rosa Gummihandschuhe, die beim Auspacken ein intensives Gummiaroma verströmten, das sie sehr mochte, mit fast zärtlicher Selbstvergessenheit über. Die Stulpen reichten ihr fast bis zu den Ellbogen. Sie strich sich sanft mit dem Handrücken über die Wange, um das weiche Gummi auf der Haut zu spüren. Einen Moment betrachtete mit fetischistischer Freude ihre schönen schlanken von rosa Gummi umhüllten Händen. Es konnte mit Fug und Recht behauptet waren, daß die Handschuhe zu einem Fetisch für sie geworden war und sie die Aussage Ursulas bezüglich des fetischistischen Vergnügens verstand. Dann gab sie sich einen Ruck, stellte den Eimer ins Waschbecken und ließ warmes, fast schon heißes Wasser hineinlaufen.

Seit sie beim Putzen Gummihandschuhe trug, hatte sie sich angewöhnt, das Wasser so heiß wie erträglich zu machen. Durch das schützende Gummi konnte es ein ganzes Stück wärmer sein. Außerdem liebte sie es, ein wenig in ihren Gummihandschuhen zu schwitzen.

Als der Eimer zur Hälfte gefüllt war, gab sie ein mildes Putzmittel für die Fenster hinein – für den Boden verwendete sie ein schärferes –, und ging mit Eimer, Schwamm und Lappen bewaffnet zuerst das Schlafzimmerfenster putzen.

Während sie die Gardinen beiseite zog, fragte sie sich, ob der nette junge Mann von gegenüber ihr wieder so aufmerksam zusehen würde, wie das letzte Mal. Es war drollig, wie er stets bemüht war, den Eindruck zu vermitteln, als sehe er gar nicht hinüber. Dabei war die Straße, die sie trennte viel zu schmal, um nicht sofort zu erkennen, zu wem jemand hinübersah. Außerdem hatte er es gar nicht nötig, sie schüchtern bewundernd zu beobachten, schließlich gehörte er zu den Männern, deren Gegenwart eine Frau gerne hatte.

Sie öffnete das Fenster, warme Luft voll von Frühlingsaromen strömte ins Zimmer, und tauchte den Schwamm in das warme, nach Zitrone duftende, leicht schäumende warme Wasser. Als sie den nassen Schwamm in ihrer naßglänzenden gummibehandschuhten Hand hielt, schmunzelte sie kurz über die vermeintlich schlüpfrige Assoziation, die sie im Augenblick hatte. Sie schüttelte sie ab und begann, den Rahmen abzuwaschen. Für schlüpfrige Gedanken war später noch Zeit, die stellten sich ohnehin von allein war, war man sexy gekleidet und fühlte sich so. Erst wollte sie soviel als möglich im Haushalt schaffen.

Während sie zuerst den Rahmen und dann die Fensterbank abwusch, warf sie immer wieder einen Blick nach gegenüber. Doch den netten jungen Mann konnte sie nicht entdecken. Vielleicht war er auch gar nicht zu Hause. Ein wenig enttäuscht zuckte sie mit den Achseln.

Scheinbar zufällig bei ihrer Hausarbeit beobachtet zu werden, gab dem ganzen einen zusätzlichen Reiz. Sie stellte sich gerne vor, wie der ›zufällige‹ Beobachter den Eindruck bekommen mußte, daß sie sich im Haus immer dermaßen verführerisch kleidete.

Wie üblich beim Fensterputzen, bekam auch ihr weißer Nylonkittel gerade über ihren vollen Brüsten etwas vom Putzwasser ab und ließ dadurch den schwarzen BH noch etwas deutlicher durchscheinen.

Sie ließ sich viel Zeit mit dem Abwaschen der Rahmen, schaute dabei immer wieder zum Haus gegenüber.

Ihre Wohnung und die des jungen Mannes waren jeweils die oberen der beiden Häuser, wobei seine Wohnung fast eine halbe Etage höher lag, wodurch es ihm möglich war, bequem in ihre zu schauen.

Sie überlegte schon, ob sie doch die kleine Trittleiter holen sollte, obwohl sie auch so problemlos den oberen Teil des Rahmens reinigen konnte, da erblickte sie in der Fensterscheibe einen Reflex. Ihr Herz schlug schneller; der nette junge Mann von gegenüber war ans Fenster getreten und versuchte so unauffällig wie möglich durch seine Gardine zu schauen.

Ja, die Trittleiter war unbedingt notwendig, es war einfach bequemer, entschied sie und beeilte sich, sie zu holen. Sie hoffte, daß der nette junge Mann seinen Beobachtungsposten nicht verließ, obwohl das geöffnete Fenster, der Schwamm auf der Fensterbank Hinweise genug sein müßten, daß sie mit dem Fensterputzen noch nicht fertig war.

Er enttäuschte sie nicht. Als sie mit der kleinen Trittleiter zurückkam, stand er immer noch am Fenster.

Sie stieg hinauf, ihm dabei das Profil zuwendend, und begann, den oberen Teil des Rahmens abzuwaschen, was sie bereits zum dritten Mal tat. Sie bemühte sich so konzentriert wie möglich zu wirken und gar nicht wahrzunehmen, was um sie herum geschah, obschon sie sein Fenster nicht aus den Augen ließ.

Das Stehen auf der Trittleiter ermöglichte dem netten jungen Mann problemlos, den schmalen Streifen ihrer nackten Haut zwischen dem Saum ihres Kittels und dem breiten Spitzenrand ihrer Strümpfe zu sehen. Sie putzte lange und ausgiebig, wiegte dabei die Hüften, den ganzen Oberkörper auf eine Weise, die nur wenig mit der gewöhnlichen Körperhaltung beim Fensterputzen gemein hat.

Dabei verfuhr sie derart großzügig mit dem Putzwasser, daß sie froh war, auf dem Boden unter dem Fenster keinen Teppich liegen zu haben, obwohl das meiste davon von ihrem Kittel aufgefangen wurde.

Aus den Augenwinkeln heraus sah sie, wie aufmerksam der nette junge Mann ihr zuschaute, der seine versteckte Haltung bereits so stark vernachlässigt hatte, daß kein Zweifel mehr daran bestand, daß er ihr zuschaute. Was sie dazu herausforderte, ihm noch etwas mehr zu bieten.

Das Fensterputzen war längst zur Nebensache geworden. Trotzdem ging sie das notwendige frische Wasser holen, um die Scheiben endgültig abzuwaschen.

Der nette junge Mann wartete brav ihre Rückkehr ab.

Sie stellte den Eimer mit dem frischen warmen Wasser, in das sie nur ein wenig Spülmittel gegeben hatte, mitten auf die breite innere Fensterbank, verschaffte sich auf der Trittleiter einen bequemen Stand, so daß zugleich der Saum ihres Kittels auf Höhe der Fensterbank war. Obwohl sie dem netten jungen Mann jetzt das Gesicht zuwandte, tat sie, als sehe ihn nicht, fixierte einen Punkt unterhalb seines Fensters. Sie tauchte den Schwamm mit beiden Händen ins Wasser. Dabei bemühte sie sich, die Arme so tief in den Eimer zu tauchen, daß die Stulpen ihrer Gummihandschuhe fast vollständig naß wurden. Einen Moment verharrte sie, bevor sie den Schwamm herausholte.

Doch sie wusch mit dem Schwamm nicht die Scheiben ab, das war auch gar nicht ihre Absicht gewesen, sondern hob den Schwamm in beiden Händen haltend, ein Stück oberhalb ihrer Bürste auf Gesichtshöhe. Ein Teil des Wassers lief ihr bereits zwischen die Brüste. Das warme, fast heiße Wasser verursachte ihr ein Kribbeln und fast meinte sie, das Wasser wäre doch eine Spur zu heiß.

Sie konnte sich gut vorstellen, wie der nette junge Mann jetzt den Atem anhielt, gebannt auf ihr üppiges Dekolleté achtete und sich fragte, was sie vorhatte, obwohl es nur wenig Möglichkeiten gab.

Sie atmete tief durch, hatte die Augen halbgeschlossen und vollen weichen Lippen leicht geöffnet. Dann drückte sie den nassen Schwamm über ihren Brüsten aus. Wohlig fühlte sich das warme Wasser auf der Haut an, Kittel und BH saugten gierig die Nässe auf. Es war nicht nur die Wärme des Wassers, das ihr ein durchdringendes Kribbeln auf der Haut bescherte.

Kaum war der Schwamm ausgedrückt, tauchte sie ihn erneut ins Wasser, diesmal war sie so übermütig, die Arme zu tief ins Wasser zu tauchen, so daß es ihr von oben in die Gummihandschuhe lief. Aber das störte sie nicht. Im Gegenteil, es gefiel ihr ausnehmend gut.

Sie holte den Schwamm wieder heraus und drückte ihn erneut über ihren Brüsten aus. Nun waren, zumindest vorne, alle ihre Sachen naß. Wobei die Nässe weiter unten mehr aus ihrem Inneren als vom Wasser aus dem Schwamm herrührte.

Sie legte den Schwamm in den Eimer zurück und strich sich mit den Händen auf eine Weise über den Körper, als streichelte sie sich nicht selbst, sondern als täte das ein Liebhaber.

Sie nahm den Schwamm und wusch mit ihm endgültig die Fensterscheibe ab. Aber nicht, weil sie fand, daß das noch nötig war, sondern um dem netten jungen Mann Gelegenheit zu geben, ihre üppigen Formen in ihrem nassen, durchscheinenden Nylonkittel, ihre naßglänzenden rosa Gummihandschuhe ausgiebig zu bewundern.

Sie putzte die Scheibe intensiv. So sauber waren sie sicherlich noch nie gewesen. Die ganze Zeit wandte der nette junge Mann nicht den Blick von ihr, der jetzt ungeniert am Fenster stand.

Auch sie blickte jetzt immer wieder einmal ungeniert zu ihm hinüber. Ihm mußte längst klar sein, daß sie es für sie beide tat, es ihr gefiel, wie er ihr ungeniert zusah. Sie entwickelte einen Exhibitionismus, den sie bisher bei sich in der Intensität noch gar nicht gekannt hatte.

Daß sie ein warmes Kribbeln durchströmte, lag nicht nur am warmen Wasser, das sie über die Haut hatte laufen lassen und auch die Nässe in ihrem Schoß kam kaum vom nassen Kittel allein.

Sie atmete tief durch. Sie hatte nicht nur dem netten jungen etwas zum Schauen geboten, sondern hatte sich damit selbst Lust verschafft, und diese angestaute Lust mußte sie unbedingt loswerden, sonst fiel sie noch von der Trittleiter.

Sie stieg von der Leiter. Ihr zitterten leicht die Knie. Sie setzte sich auf den Stuhl, der so stand, daß er vom Fenster des jungen Mannes gut zu sehen war. Sie lehnte sich entspannt zurück, legte die Rechte mit dem naßglänzenden Gummihandschuh in den Schoß und die Linke an ihre Brüste, massierte sich genüßlich selbst. Sie wußte, daß es nicht lange dauern würde, bis ein entspannender Orgasmus sie erreichen würde.

Als sie spürte, wie der Orgasmus sich unaufhaltsam näherte, sah sie auf und zum Fenster des netten jungen Mannes hinüber. Sie suchte seinen Blick und lächelte ihm zu. Er sollte unbedingt wissen, daß ihr kommender Orgasmus ihm gewidmet war und daß sie sich vorstellen konnte, das nächste Mal sein Fenster auf diese Weise zu putzen.

Der nette junge Mann erwiderte ihren Blick und sein Lächeln sagte ihr, daß er verstanden hatte.

Ihm selben Augenblick schlug der Orgasmus wie eine warme Brandungswelle über sie zusammen.

Dermaßen sexy hatte sie sich noch nie beim Hausputz gefühlt. Es war gut gewesen, dem Ratschlag der besten Freundin zu folgen.

 

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