Nicci French »Seit er tot ist«

Eleanor, eine junge Frau von Mitte dreißig, ist an einem trüben Herbsttag mitten in den Vorbereitungen fürs Abendessen als es an der Tür klingelt. Zuerst glaubt sie, daß ihr Mann Greg seinen Hausschlüssel vergessen haben könnte oder es sich gar um einen Vertreter handelt. Doch es sind zwei Polizistinnen, die ihr mitteilen, daß ihr Mann einen tödlichen Autounfall hatte. Nach diesem ersten Schock muß Eleanor einen zweiten, vielleicht schlimmeren verkraften; im Wagen saß eine andere Frau – Milena Livingston. Sollte Greg eine Geliebte gehabt haben?

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Wer rastet der rostet #5

In den letzten Wochen habe ich meinen Blog etwas vernachl?ssigt, da ich mich ganz auf die Fertigstellung meines neuen Erz?hlbandes ?Felizia & Felix? konzentriert habe. Nun ist er fertig und wird gerade von dritter Seite Korrektur gelesen. Er enth?lt f?nf Erz?hlungen mit BDSM-erotischem Schwerpunkt, mal heiter, mal ein wenig nachdenklicher, ?ber unerwartete Begegnungen wie bspw. in ?Marmeladent?rtchen?, wie ein Outing dem Partner gegen?ber eine bisher zutiefst harmonische Beziehung in eine gef?hrliche Schieflage bringen kann, nur weil der andere etwas partout mi?verstehen will, wie in der Titelgeschichte ?Felizia & Felix?.
Verl?uft alles wie geplant, dann wird der Band voraussichtlich im Sp?tsommer erscheinen. Zur Einstimmung hier schon einmal die Titelseite und das Inhaltsverzeichnis nebst Klappentext.

Klappentext
Felizia und Felix gelten in ihrem Freundes- und Bekanntenkreis als Traumpaar. Sie leben bereits seit sieben Jahren harmonisch zusammen. Nichts scheint ihre traute Zweisamkeit st?ren zu k?nnen. Bis Felizia sich ihrer BDSM-Phantasien bewu?t wird. Zuerst sieht sie in ihnen nur eine vor?bergehende Erscheinung, doch schieben sie sich immer st?rker in den Vordergrund. Felizia entschlie?t sich, Felix davon zu erz?hlen. Zuerst nimmt Felix es relativ gelassen auf, doch dann macht Felizia eine ungeschickte ?u?erung bez?glich ?anderer M?nner?, die Felix vollkommen mi?versteht. Und auf einmal scheint die ganze Harmonie zwischen Felizia und Felix nachhaltig gest?rt.
Inhalt:

Marmeladent?rtchen
Die neue Kollegin
Felizia & Felix
Ein neues Zimmer
?berrascht!

Kurzes #15 – Die neue Wirtin

Der folgende Text ist das erste Kapitel der Erzählung »Ein neues Zimmer« aus dem veraussichtlich im Spätsommer erscheinenden Erzählband »Felizia & Felix«

 

Das Zimmer war geräumig, die Möbel unübersehbar neu. Das breite Bett, dessen Matratze sogar noch neu zu riechen schien, der Kleiderschrank wie auch das hohe schmale Regal, bislang ohne Inhalt, wollten erst noch in Besitz genommen werden. Nur der Schreibtisch und die beiden um einen niedrigen Tisch mit einer farbenfrohen flachen Keramikschale darauf, aufgestellten bequemen Sessel waren eindeutig älteren Datums, jedoch sehr gut gepflegt.
»Es ist hier den ganzen Tag über sehr ruhig«, war ihr Bemühen offensichtlich, daß er das Zimmer nahm.
Sie stand mit vor dem Schoß gefalteten Händen im Türrahmen und beobachtete ihn erwartungsvoll, während er sich umschaute.

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Franz Kafka »Das Urteil«

Interpretationen

Der junge Kaufmann Georg Bendemann sitzt an einem sonnigen Sonntagvormittag im Frühling über einen Brief an einen Freund, der vor einigen Jahren nach Sankt Petersburg übergesiedelt ist, um dort den geschäftlichen Erfolg zu suchen, der ihm in seiner Heimatstadt seiner Meinung nach verwehrt geblieben ist. Georg denkt rücksichtsvoll an den Freund, ob er ihm über den eigenen geschäftlichen Erfolg berichten soll, der im krassen Gegensatz zum bescheidenen des Freundes steht, ob der Freund nicht das Gefühl haben könnte, Georg sehe auf ihn herab. Georg hat die Leitung des väterlichen Unternehmens übernommen, nachdem sein herrischer Vater sich nach dem Tod seiner Mutter vor drei Jahren zurückgezogen hat.

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Zitat des Tages #4

Denn wenn das Leben uns noch einmal gegen alle Voraussicht von Leiden befreit, die unvermeidbar schienen, tut es das unter so verschiedenen, ja oft entgegengesetzten Bedingungen, daß allein schon in der Identifizierung der jeweils uns gewährten Gnade offenbar schon etwas wie Frevel liegt.

aus: Marcel Proust: Auf der Suche nach der verlorenen Zeit Band 5 »Die Gefangene«