Beurteilung der Negative

Nachdem der Film getrocknet ist, will man natürlich wissen, ob auch alles richtig gelaufen ist. Gerne wird an dieser Stelle von Schwärzungskurven und dergleichen gesprochen und mit schönen Graphiken gearbeitet, die eigentlich nur dem Erfahrenen etwas bringen. Als Beispiel wird in der Regel ein Standardnegativ genommen, bei dem die Kontraste nicht zu groß und die Anteile zwischen hell und dunkel gleichmäßig verteilt sind. Was sie aber in der Praxis so gut wie nie sind. Sind die Aufnahmen einem trüben, verregneten Tag gemacht, dann sind die Negative grundsätzlich dünn und flau. Klar, wo in der Natur die Kontraste schwach sind, werden sie es auch auf dem Film sein. Umgekehrt bringt strahlendes Sommerwetter grundsätzlich sehr dichte und kontrastreiche Negative.
Einfacherer aber ebenso zuverlässig läßt sich an den Randnummern ablesen, ob der Film unterentwickelt oder unterbelichtet bzw. überentwickelt oder überbelichtet ist. Sind die Randnummern scharf umgrenzt und schwarz ist der Film richtig entwickelt, sind sie zu dünn, liegt Unterentwicklung vor, sind sie zu dicht und ausgefressen, ist der Film überentwickelt.
Ein gutes Negativ sollte noch Zeichnung in den Schatten besitzen und keine ausgefressenen Lichter haben.

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