Erzählungen – Übersicht

 

Interpretationen

Eine Übersicht aller bisher im Blog in Abschnitten erschienen Erzählungen aus eigener Feder.

 

Nachhilfestunden

Ulla muß nur noch eine Prüfung machen, dann kann sie sich für die Abschlußarbeit anmelden. Allerdings ist sie bereits zweimal durch diese gefallen, bei der es lediglich ums Auswendiglernen geht. Ihr bleibt nur noch ein Versuch. Sie bitten ihren Kommilitonen Rüdiger um Hilfe. So sehr dieser sich auch bemüht; ihr gelingt es nicht sich ausreichend zu konzentrieren. Er will bereits aufgeben, doch dann fällt ihm ein alter speckiger Erziehungsratgeber aus dem 19. Jahrhundert in die Hand, der ihn mit seinen drastischen Methoden zu einem letzten Versuch inspiriert; und – es funktioniert. Ulla gelingt es, sich zu konzentrieren.

 

Die ›Schöne Künstlerin‹

Ein Schriftsteller kehrt der lärmenden Großstadt den Rücken und zieht aufs Land. Die alte Villa neben ihm wird von einer schönen Frau, einer Künstlerin bewohnt. Ihr geräumiges Altelier, das durch großzügige Fenser erhellt wird, kann er gut von seinem Arbeitszimmer aus einsehen. Anfänglich nutzt er die Gelegenheit nur verstohlen, doch wird er schnell kühner. Sein Interesse wächst nicht nur an ihrer Arbeit. Sie versteht es ihre Modelle, eine Frau und einen Jüngling auf besonders ansprechende Weise auf die Leinwand zu bannen.

Er selbst arbeitet an einer Erzählung, in der sich Tagtraum und Realität auf besondere Weise miteinander vermischen, und in der gleich ihm, ein junger Mann die Möglichkeit erhält, einer jungen Fotografin, die neben ihm wohnt, sie nicht nur bei ihrer Arbeit unauffällig zu beobachten.

Derweil besuchen ihn Frauen, die auf irgendeine Weise mit seinem Leben verbunden sind. Saskia, die Freundin aus Kinder- und Jugendtagen. Bettina, die ehemalige Kommilitonin, der er in einer kritischen Phase ihres Lebens beigestanden hat. Viviane, die ein Händchen dafür besitzt, sich grundsätzlich in Männer zu verlieben, die nicht gut für sie sind – eine SMerin und Vanillas passen prinzipiell nicht zusammen – und jedesmal ihren Trennungsschmerz bei ihm ablädt und sich Trost holt, und bei der er es bedauert, daß sich zwischen ihnen nie eine richtige Beziehung entwickeln wird. Auch die Erinnerung an Swaantje, einer jungen Ornithologin und passionierten Gummifetschistin lebt wieder auf.

Über allem schwebt die Person der ›Schönen Künstlerin‹, zu der er sich auf vielfältige Weise immer mehr hingezogen fühlt und von der er glaubt, daß sie es nicht bemerkt, wie sie von ihm beobachtet wird, bis er eines Tages einen Umschlag mit einer besonderen Zeichnung erhält.

 

Nachbarschaftshilfe

Man wird in der Regel nur einmal dreißig und wenn der beste Freund das feiert, dann bleibt man schon einmal bis in die frühen Morgenstunden. Ein Sonnenaufgang im Frühling hat schließlich auch etwas für sich. Schließlich ist Samstag und man kann den Tag verschlafen. Es sei denn, es zieht jemand allzu geräuschvoll in die Nachbarwohnung ein. Irgendwann reißt einem dann doch die Geduld und das Verständnis, das so etwas nicht völlig ohne Geräusche abgehen kann. Und dann muß man einfach einmal den Verursachern sagen, was man davon hält. Es sei denn, der Verursacher ist auf einmal eine schöne junge Frau. Da ist man gerne behilflich und geht in seiner Hilfsbereitschaft schon einmal sehr weit, und scheut sich nicht, eine doch etwas besondere Figur zu machen, um der jungen Dame zu helfen, eine Wette zu gewinnen.

 

Das neue Zimmer

Gero, ein begabter, aber wenig erfolgreicher Schriftsteller, der sich mit Literatur- und Kunstkritiken mehr schlecht als recht über Wasser hält, ist auf der Suche nach einem neuen, preiswerten Zimmer. Er scheint Glück zu haben. Er findet auf Anhieb eines im Haus einer relativ jungen und überaus attraktiven, üppigen Witwe. Anfänglich scheut er sich davor, ihren Wunsch nach Geselligkeit nachzugeben. Schließlich erreicht es Daphne, die nicht nur seine beste Freundin ist, sondern auch seine in ihm schlummernden sadomasochistischen Neigungen geweckt hat, daß er die Einladung seiner Zimmerwirtin annimmt. Die beiden kommen sich nur intellektuell näher.

 

Geheimnisvolles Rendezvous

Man stelle sich vor: Eines Morgens liegt im Briefkasten ein Umschlag mit einem erotischen Aquarell, dem Selbstportrait einer faszinierend schönen Frau und einer begnadeten Künstlerin, die ihren Körper verführerisch darstelt, aber ihr Gesicht verdeckt. Und es bleibt nicht bei diesem einen Aquarell, sondern es werden ein Dutzend. Auf keinem gibt sie ihre Identitär preis, dafür alles andere. Genau das und noch etwas mehr widerfährt dem Helden dieser Erzählung.

 

Die »Gouvernante«

Lisbeth Schmitz-Greve hat von ihrem Kollegen Lars den heimlichen Spitznamen »Die Gouvernante« bekommen. Wie sich erweist, nicht zu unrecht und zu seiner Freude.

 

Evamarias Gummiregenmantel

Evamaria geht in einer kleinen verwinkelten Gasse, die in einer alten kleinen Stadt liegt, in der die Zeit stehengeblieben zu sein, auf den Strich. Ihre Kunden kommen meist aus den gleichen kleinen Verhältnissen wie sie selbst. Am liebsten werden ihr mit der Zeit die »Fetischisten« und die »Devoten«, wie sie sie einteilt. Eines Tages schenkt ihr eine Tante, die seinerzeit dasselbe Gewerbe ausgeübt und später einen wohlhabenden Kunden geheiratet hat, zwei ältere, aber sehr gut erhaltene Gummiregenmäntel, die Evamaria nun regelmäßig an Regentagen während der Arbeit trägt und ihr einen »besonderen« Kunden einbringt.

 

Das Hotelzimmer

Simon erhält um Mitternacht einen, für ihn seltsamen Anruf. Eine ihm unbekannte wohlklingende Frauenstimme verwickelt ihn in ein Gespräch. Die Frau gibt vor, ihn zu kennen. Sie ruft erneut an und ihr gelingt es, ihn zu einem »Blind date« im Wortsinn in einem kleinen verschwiegenen Hotel zu bewegen. Dort wartet er im Dämmerlicht sitzend auf die erste Begegnung mit der Unbekannten.

 

Eine Flucht

Ulrich Bernow, aufgewachsen in Waldeneck, einem kleinen, kaum bekannten Ort in Thüringen unweit der Zonengrenze, muß schon als Schüler erfahren, was es bedeutet, eine nonkonforme Meinung zu vertreten, welche Schikanen es mit sich zieht, wenn einen einmal der mächtige Staatsapparat in den Fängen hat. Flucht aus dem ungeliebten Land erscheint ihm einziger Ausweg. Doch als sein Fluchtversuch scheitert, beginnt für ihn der Alptraum erst wirklich.

 

Blick aus dem Fenster

Rolf hatte einen unglücklich Unfall und den Fuß nun in Gips. Zur verübergehenden Bewegungslosigkeit verurteilt, schaut er immer öfter aus dem Fenster. Die Wohnung, in die er relativ gut von seinem Rekonvaleszentenplatz schauen kann, wird gerade renoviert. Eine junge Frau zieht dort ein. Maria, von der er sich frisch getrennt hat, zumindest sieht er es so, obgleich undefiniert für ihren Beziehungsstatus passen wäre, kümmert sich auf besondere Weise um ihn. Wie er auch von seinem besten Freund regelmäßig besucht wird.

 

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