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Kurzes #15 – Die neue Wirtin

Der folgende Text ist das erste Kapitel der Erzählung »Ein neues Zimmer« aus dem veraussichtlich im Spätsommer erscheinenden Erzählband »Felizia & Felix«

 

Das Zimmer war geräumig, die Möbel unübersehbar neu. Das breite Bett, dessen Matratze sogar noch neu zu riechen schien, der Kleiderschrank wie auch das hohe schmale Regal, bislang ohne Inhalt, wollten erst noch in Besitz genommen werden. Nur der Schreibtisch und die beiden um einen niedrigen Tisch mit einer farbenfrohen flachen Keramikschale darauf, aufgestellten bequemen Sessel waren eindeutig älteren Datums, jedoch sehr gut gepflegt.
»Es ist hier den ganzen Tag über sehr ruhig«, war ihr Bemühen offensichtlich, daß er das Zimmer nahm.
Sie stand mit vor dem Schoß gefalteten Händen im Türrahmen und beobachtete ihn erwartungsvoll, während er sich umschaute.
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Franz Kafka »Das Urteil«

Interpretationen

Der junge Kaufmann Georg Bendemann sitzt an einem sonnigen Sonntagvormittag im Frühling über einen Brief an einen Freund, der vor einigen Jahren nach Sankt Petersburg übergesiedelt ist, um dort den geschäftlichen Erfolg zu suchen, der ihm in seiner Heimatstadt seiner Meinung nach verwehrt geblieben ist. Georg denkt rücksichtsvoll an den Freund, ob er ihm über den eigenen geschäftlichen Erfolg berichten soll, der im krassen Gegensatz zum bescheidenen des Freundes steht, ob der Freund nicht das Gefühl haben könnte, Georg sehe auf ihn herab. Georg hat die Leitung des väterlichen Unternehmens übernommen, nachdem sein herrischer Vater sich nach dem Tod seiner Mutter vor drei Jahren zurückgezogen hat. (mehr …)

Zitat des Tages #4

Denn wenn das Leben uns noch einmal gegen alle Voraussicht von Leiden befreit, die unvermeidbar schienen, tut es das unter so verschiedenen, ja oft entgegengesetzten Bedingungen, daß allein schon in der Identifizierung der jeweils uns gewährten Gnade offenbar schon etwas wie Frevel liegt.

aus: Marcel Proust: Auf der Suche nach der verlorenen Zeit Band 5 »Die Gefangene« »Bei Amazon

Daniel Defoe »Robinson Crusoe«

Interpretationen

Robinson Crusoe Sohn eines Kaufmann wünscht nichts sehnlicher als zur See zu fahren. Obwohl die Eltern ihm das verbieten, reißt er von zu Hause aus und nutzt die sich bietende Gelegenheit auf einem Schiff mitzufahren. Kaum hat das Schiff abgelegt, gerät es bereits in einen Sturm. Obwohl sie auf einem Fluß fahren, nimmt Robinson das Unwetter derart mit, daß ihn für den Augenblick die Seefahrt verleidet zu sein scheint. (mehr …)

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