Schlagwort-Archiv »Sexualität«

SM-Outing oder lieber nicht?

Auch wenn ich auf die Frage »SM-Outing oder lieber nicht?« mit einem klaren Ja antworte, muß jeder für sich entscheiden, ob und vor allem vor wem er sich outen will.

Wer sich mit einem Outing schwer tut, sollte sich der Tragweite eines »Neins« bewußt sein. (mehr …)

›Darüber‹ zu reden ist essentiell

Es ist Allgemeingut und bestätigt sich im täglichen Umgang, daß es ›Vanillas‹ Probleme bereitet, über Sexualität offen oder überhaupt zu sprechen, insbesondere mit dem Partner. Sexualität mag zwar scheinbar in aller Munde zu sein. Das Thema wird mal mehr mal weniger gelungen in den Medien aufgegriffen, dabei klingt nicht selten bemüht. Es drängt sich der Eindruck auf, daß diejenigen, die das Thema behandeln, sich nicht so recht dabei wohlfühlen, selbst wenn sich Mühe gegeben wird, die Thematik weitgehend wertneutral zu behandeln.

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Gummifetischisten ohne BDSM-Bezug

Gummifetischisten ohne BDSM-Bezug sind eine Spezies für sich

 

Eine kleine Polemik

 

Zwar will es das Klischee, daß Fetischisten zugleich BDSM-Neigungen unterstellt werden, was in erster Linie seine Ursache darin haben dürfte, daß der Gummifetischismus ebenso den Ruf des Bizarren besitzt wie BDSM und in der Öffentlichkeit in der Regel als wesentlicher Teil von BDSM-Praktiken dargestellt wird, jedoch bleiben die Schnittmengen überschaubar. Die Mehrzahl der Gummifetischisten sind Vanillas. Gummifetischisten die zugleich BDSMer sind, bilden auf den BDSM-Stammtischen wie auf Latexfetischparties eine Minderheit.

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Gummifetischismus – Eine (Liebes-)Erklärung

Einleitung

 

Sexueller Fetischismus, der wohl die harmloseste und unschuldigste sexuelle Vorliebe überhaupt sein dürfte und der seinen Grund vermutlich in der stark optischen und haptischen orientierten Wahrnehmung des Menschen hat, ist wahrscheinlich so alt wie die Menschheit. Die auf Gummi bezogene Variante ist notwendigerweise an die Erfindung des Materials gebunden und zählt daher zu den noch relativ jungen Material-Fetischen. Jünger ist die Variante für PVC und vergleichbare Kunststoffe, die in ihrer Form Überschneidungen zum Gummifetischismus aufweist und so mancher Gummifetischist, mich eingeschlossen, kann auch dem PVC beziehungsweise mit PVC beschichteten Geweben, hauptsächlich in Form von Regenbekleidung, einen erotischen Reiz abgewinnen. PVC erscheint vielen als allerdings auch als weniger edel, was nicht zwingend sein muß. Hier jedoch ist in erster Linie der Fetischismus für Gummi das Thema.

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Sachbuchempfehlungen zu BDSM

Zwar besitzen wir heute über das Internet Zugriff auf eine schier erschlagende Menge an Information, auch bezüglich BDSM, doch wird leider zu vieles nur gestreift oder ist unvollständig, oder wird seit Jahren nicht mehr gepflegt, ein Schicksal, das leider auch datenschlag.org ereilt hat, daher eine kleine Auswahl an gedruckten Büchern (von einigen gibt es auch e-book-Ausgaben oder es gibt sie derzeit nur als solches), von denen einige schon als Klassiker bezeichnet werden können, die immer wieder Neuauflagen erleben. (mehr …)

Über die Schönheit »dicker« Frauen

Dieser Essay behandelt weniger vermeintliche und tatsächliche gesundheitliche Risiken von Übergewicht, sondern beschäftigt sich in erster Linie mit den ästhetischen und gesellschaftlichen Dimensionen eines weiblichen Schönheitsideals. Da bei Männern erst in neuer Zeit Dicksein als »unschön« angesehen wird, und das bei weitem nicht in dem Maße wie bei Frauen, werden diese hier außen vor gelassen.

 

»Dick« ist ein Adjektiv, das als Attribut für die Beschreibung von – menschlichen – Körpern eindeutig negativ besetzt ist. Es wird mit Faulheit, Gefräßigkeit, Plumpheit, Schwerfälligkeit auch in geistiger Hinsicht, mangelnder Selbstdisziplin nicht nur bezüglich der Ernährungsgewohnheiten gleichgesetzt, sogar ein per se sozial, wirtschaftlich niedriger Status mit entsprechend niedrigem Bildungsstandard wird damit unterstellt, im besten Fall noch Krankheit. Wer dick ist, hat sich schlecht zu fühlen. Dick in Verbindung mit dem menschlichen Körper wird somit zu einem Schimpfwort.

Darum wird hier mit Absicht das negativ konnotierte »Dick« und nicht die eher positiv und teilweise auch mit leichter Ironie besetzten Begriffe »Mollig«, vermittelt mütterliche Behaglichkeit, »Stattlich«, »Matrone« etc. verwendet. Eine Sonderstellung nimmt der Begriff »Üppig« ein, damit wird Verschwendung, Überfülle, aber auch schwüle Erotik – Wollust – assoziiert. Nur eine üppige Frau kann sich wahrhaftig wollüstig gebärden. (mehr …)

Urolagnie – die sexuelle Lust am Urin

 

Als Urolagnie – auch Urophilie – wird die sexuelle Vorliebe für den eigenen und/oder fremden Urin bezeichnet. Die sexuelle Stimulation kann durch den Geruch, den Geschmack, das Einnässen, das Anurinieren des Partners oder von ihm anuriniert werden erfolgen. Im BDSM-Kontext kann Urin Mittel als »Demütigung«, »Bestrafung« oder »Belohnung« benutzt werden, wobei die »Demütigung« nicht zwingend darin bestehen muß, daß der Aktive den Passiven anuriniert, seinen Urin zu trinken gibt oder er sich einnässen muß, es sei auf Befehl oder er sich in einer grundsätzlich in einer Lage befindet, in dem es ihm unmöglich ist, ein WC aufzusuchen und er somit irgendwann seinen Blaseninhalt nicht mehr zurückhalten kann, sondern der Aktive kann den Passiven ebenso dazu »zwingen« ihn anzuurinieren oder ihm seinen Urin zu trinken zu geben, oder ihm beides als »Belohnung« gestatten. Wer sich anurinieren läßt, muß nicht zwingend in der Hierarchie unten sein.

Den britischen Sexualforscher Havelock Ellis (* 2.02.1859, † 8.07.1939) beispielsweise hat seine Neigung für Urolagnie dahin gehend beeinflußt, sich mit den sogenannten »Perversionen« (heutzutage durch das freundlichere »Paraphilie« ersetzt) differenzierter als seine Zeitgenossen, deren Einstellung zur Sexualität und ihren zahlreichen, überwiegend harmlosen Spielarten vornehmlich durch religiöse Überzeugungen geprägt war, auseinanderzusetzen, wie er in seiner spät erschienen Autobiographie bekannte. (mehr …)

Kleine BDSM-Terminologie

 

24/7

Bezeichnung für 24 Stunden am Tag und 7 Tage die Woche. Bei dieser Variante wird das vorgegebene Machtgefälle rund um die Uhr gelebt.

Vergleich: TPE, bzw Total Power Exchange.

Adult Baby (Erwachsenen Baby)

Dabei schlüpft der Passive in die Rolle des Babys und wird vom Aktiven wie ein solches umsorgt. Genossen wird nicht nur das liebevolle Umsorgtwerden, sondern z. B. auch das Einnässen in die Windeln.

Age Play

Dabei nimmt mindestens einer der Beteiligten ein Alter an, das deutlich von seinem realen abweicht, meist ein pubertäres oder gar vorpubertäres – das Schulmädchen, das Baby. Siehe auch Adult Baby (Erwachsenen Baby)

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