Kategorie-Archiv »Literarisches«

Ist es dem Dominanten erlaubt?

Betrachtungen eines BDSMer

 

Eine dominante Freundin hatte sich kürzlich nach dem Besuch einer Femdom-Party darüber gewundert, daß dort eine andere dominante Frau ›Sklaven‹ oral stimuliert hat. Sie hat sie gefragt, ob sie denn wirklich dominant sei, schließlich würde es sich für eine dominante Frau nicht gehören, einem Sklaven einen zu blasen. Die Antwort fiel wohl so aus, daß sie Männer gerne oral befriedige.

Es ist ein altes Klischee, daß dominante Frauen ihre ›Sklaven‹ nicht oral stimulieren oder sich von ihnen vögeln lassen, allenfalls sei ihnen erlaubt, sie mit dem Mund zu befriedigen. Ich habe bereits vor mehr als zehn Jahren Diskussionen hierzu erlebt, die mehr über das Verständnis von BDSM der Diskutanten aussagten, als über das Thema an sich.

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Funktionale vs. Designer-Latexbekleidung

Gummifetischistische Betrachtungen

 

Gummi- und Latexbekleidung läßt sich grob in zwei Gruppen einteilen: Funktionale und Designer-Bekleidung. Funktionale gibt es strenggenommen seit es durch die Erfindung der Vulkanisierung von Charles Goodyear möglich ist, Stoffe zu gummieren. Die Regenmäntel der Firma Mackintosh in England waren die ersten. Funktional ist jedes Bekleidungsstück aus Latex/Gummi, das im Alltag unter den unterschiedlichsten Bedingungen zum Einsatz kommt; Handschuhe, Regenbekleidung – heutzutage kaum noch – Stiefel, etc. (mehr …)

Kurzes #115 – Ziehen der Konsequenzen

Fortsetzung und Abschluß von: Nachhife tut Not, Der wilhelminische Erziehungsratgeber, Unkonventionelle Maßnahmen, Der Stuhl, Auf allen vieren Kontrollverlust und Der Test

 

Schwarzer Mini, High Heels, Nylons, durchsichtige Bluse, keine Dessous außer notwendiger Hüfthalter, laute Rüdigers SMS.

Ob sie in einem Monat die Prüfung machen konnte, ohne sich beim Niederschreiben der Antworten lustvoll vorzustellen, wie ihr für jede falsche Antwort der nackte Po versohlt würde? Sie konnte kaum noch an irgendeinen Baustoff denken, ohne von einem wohligen Gefühl durchströmt zu werden, einem sinnlichen Kribbeln von den Zehen bis in die Haarspitzen.

Auch jetzt beim bloßen Lesen der SMS und der Imaginierung dessen, was er ihrer Meinung nach plante, konnte sie nicht umhin, einen Moment die Augen zu schließen und ein leises wohliges Schnurren von sich zu gehen.

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Kurzes #114 – Der Test

Fortsetzung von: Nachhife tut Not, Der wilhelminische Erziehungsratgeber, Unkonventionelle Maßnahmen, Der Stuhl, Auf allen vieren und Kontrollverlust

 

Nach diesem ›Malheur‹, das Rüdiger im Nachhinein peinlicher erschien als es für Ulla wirklich war, beschränkte er sich darauf, sie mit nacktem Hintern auf dem Stuhl sitzen und auf ihren höchsten Absätzen, die Hände hinter dem Rücken gefesselt, die ganze Zeit über stehen zu lassen, was sie ganz schön enttäuschte. Aber vielleicht war sie auch nur zu verwöhnt. Anstrengend und anregend zugleich war es auf jeden Fall. Sie mußte sich gedulden. Ihm konnte schließlich nicht immer etwas Neues einfallen.

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Kurzes #113 – Kontrollverlust

Fortsetzung von: Nachhife tut Not, Der wilhelminische Erziehungsratgeber, Unkonventionelle Maßnahmen, Der Stuhl und Auf allen vieren

 

Jetzt noch einen Tee und anschließend nach Hause entschloß sich Rüdiger.

Die Holzbauvorlesung war wieder einmal reichlich öde verlaufen. Dabei machte ihm dieses Fach durchaus Spaß. Holz war ein interessanter Werkstoff. Natürlich, warm, angenehm zu berühren und es ließen sich damit Konstruktionen errichten, die den Laien erstaunten. Aber dem alten Müller-Bergholm gelang es einfach nicht, das Thema interessant aufzubereiten. Er war unbestritten eine Koryphäe auf seinem Gebiet, doch seine pädagogischen Fähigkeiten konnten bei weitem nicht mithalten. Wohl der Hauptgrund, warum seine Vorlesungen so schlecht besucht waren, obwohl nicht wenige den KIB-Schwerpunkt gewählt hatten.

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Kurzes #112 – Auf allen vieren

Fortsetzung von: Nachhife tut Not, Der wilhelminische Erziehungsratgeber, Unkonventionelle Maßnahmen und Der Stuhl

 

Beim Hereinkommen fielen ihr sofort die im ganzen Zimmer auf dem Boden verstreut liegenden mehr als drei Dutzend rosa Karteikarten auf. Alle waren an der oberen Längsseite aufgebogen. Auf jeder stand ein kurzer in großen Lettern geschriebener Text.

Spätestens seit seinem Einfall mit dem Stuhl konnte sie ihr nächstes Zusammentreffen nun wirklich nicht mehr erwarten. Dreimal hatte sie seitdem mit entblößtem Hintern darauf gesessen und es als sehr ›eindrucksvoll‹ empfunden. (mehr …)

Kurzes #111 – Der Stuhl

Fortsetzung von: Nachhife tut Not, Der wilhelminische Erziehungsratgeber und Unkonventionelle Maßnahmen

 

»Was macht dein Nachhilfeschüler?« fragte Rolf mehr mit beiläufigem Interesse, während er angestrengt im Küchenschrank stöberte.

Er war ebenso passionierter Kaffeetrinker wie Rüdiger Teetrinker, weshalb er sich aus alter Freundschaft und als guter Gastgeber genötigt sah, Tee aufzugießen. Irgendwo mußte er noch welchen haben. Er hatte doch immer Tee im Haus. Man wußte ja nie, wer zu Besuch kam. Es wäre mehr als peinlich am Morgen ›danach‹ auf die Frage: »Hast du auch Tee?« antworten zu müssen: »Wie? Tee? Du trinkst Tee?« Wie viele hoffnungsvolle Beziehungen hatten auf diese Weise schon ein jähes Ende genommen, bevor sie sich richtig entfalten konnten? Andererseits konnte Rolf sich nicht erinnern, wann das letzte Mal eine Teetrinkerin sein schmales Nachtlager mit ihm geteilt hatte. Dennoch wäre es interessant herauszufinden, ob Teetrinkerinnen andere sexuelle Präferenzen besaßen als Kaffeetrinkerinnen. Wozu studierte er eigentlich Soziologie? Das wäre einmal ein wirklich interessantes Forschungsthema. Natürlich durfte man sich nicht auf Fragebogenaktionen allein verlassen. Um ausgiebige Feldforschungen würde er nicht herumkommen. Für die Wissenschaft mußte man schon mal das eine oder andere Opfer bringen, wofür er sich nicht zu schade war. Bei diesem Gedanken bekam Rolfs Blick etwas Entrücktes. Beinahe hätte er Rüdiger vergessen und den Tee sowieso.

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Kurzes #110 – Unkonventionelle Maßnahmen

Fortsetzung von: Nachhife tut Not und Der wilhelminische Erziehungsratgeber

 

»Wir müssen unbedingt miteinander reden«, sagte er anstelle einer Begrüßung, kaum daß er hinter Ulla die Tür geschlossen hatte.

Unsicher, wie sie seinen Vorschlag aufnehmen würde, war sein Tonfall ernster als beabsichtigt ausgefallen. Das versetzte ihr einen schmerzlichen Stich. Ihre Ahnung schien sich zu bestätigen, daß er die Zusammenarbeit aufkündigen wollte, doch hatte sie gehofft, er würde noch etwas Geduld mit ihr haben.

»Du willst also aufhören«, klang ihre Stimme unüberhörbar belegt.

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