»Mondfinsternis«

Hier die ersten Aufnahmen der Mondfinsternis. Leider hatte das Wetter nur bedingt mitgespielt. Vom Wandern des Mondes in den Erdschatten war nur der Anfang zu sehen, dann zog dichte Bewölkung auf, die sich so ziemlich bis zu dem Zeitpunkt hielt, an dem der Mond sich langsam wieder aus dem Erdschatten bewegte. Aber dafür konnte dieser Teil ohne große Sichtverdeckung beobachtet werden, von dem es auch die meisten Aufnahmen gibt.

Gemacht wurden die Aufnahmen mit einem 8.0/500mm bei 1/250 sec auf Ilford DELTA 100 vom Stativ aus. Dennoch mußten Ausschnitte gewählt werden, andernfalls wäre der Mond immer noch klein ausgefallen.

Ein Tip: Der Mond wird bei klarem Himmel mit der gleichen Zeit/Blenden-Kombination wie eine sonnendurchflutete Landschaft aufgenommen, denn er ist ja nichts anderes. 😉

Erzeugen von Pinsel/Brushes

Die meisten verwenden Pinsel/Brushes in der Regel als simple Werkzeuge zum Retuschieren. In der Grundausstattung sind ja auch nur diese Typen im Auswahlfeld vorhanden. Doch mit Pinsel/Brushes läßt sich bedeutend mehr anfangen, siehe als Beispiel die Titelgraphik meines Blogs, dem die Arbeit »Eis-Kaffee« zugrunde liegt.

Mehr ist hier zu lesen.

Fototip: Nachtaufnahmen

Nachtaufnahmen haben einen besonderen Reiz, verwandeln die gewohnte Umgebung ist etwas Neues. Sie sind nicht schwerer als Gegenlichtaufnahmen, wenn man einige wenige Dinge beachtet.
Zuerst muß man sich bewußt sein, daß es sich wie bei Gegenlichtaufnahmen um starke Hell/dunkel-Kontraste handelt. Man muß genau überlegen, wo der Schwerpunkt liegen soll. Soll nur der Bereich unter der Straßenlaterne richtig belichtet sein und kann der Rest in Schwärze untergehen? Oder soll soviel als möglich von der Umgebung zu sehen sein?
Farben werden immer verfälscht sein, oft grünlich, was an dem Spektrum der verwendeten Leuchtmittel der Straßenbeleuchtung liegt. Was aber kein Nachteil sein muß, im Gegenteil!
Sollen die Aufnahmen aus der Hand gemacht werden, sind Objektive mit großer Öffnung und hochempfindliche Filme oder die höchstmögliche Empfindlichkeit an der Digitalen einzustellen. Werden die Aufnahmen mit der Digitalen gemacht, muß man sich u. U. auf sichtbar verrauschte Bilder einlassen, ob das Rauschen störender als das grobe Korn des Films ist muß jeder für sich selbst entscheiden. Einen SW-Film wie der DELTA 3200 von Ilford hat eine Nennempfindlichkeit von ISO 3200 läßt sich aber z. B. in Mircophen problemlos auf ISO 6400 steigern und sogar auf ISO 12800! Letzteres erfordert aber ein bißchen Experimentierfreude, da Ilford keine Zeiten für diese Empfindlichkeitsausnutzung angibt. Gleiches gilt für den Kodak T-MAX P3200. In Farbe kann man auf den Kodak PORTRA 800 oder von Fuji den New Superia 1600 zugreifen.
Sind hochauflösendere Aufnahmen gefragt, ist ein Stativ unumgänglich. Die lange Verschlußzeit kann bei bewegten Objekten für interessante Effekte sorgen.
Bei der Belichtungsmessung gilt das gleiche wie bei Gegenlichtaufnahmen: Auf Automatik verzichten, denn die hat mit den extremen Kontrasten noch mehr Schwierigkeiten. Den bildwichtigen Teil anmessen, am besten mit Spotmessung, wenn vorhanden. Zwei weitere Aufmahmen mit einer Blende oder Zeitstufe mehr und mit einer Blende oder Zeitstufe weniger sind nicht schlecht. So hat man Auswahlmöglichkeiten und zugleich einen Vergleich.

Bei Langzeitbelichtungen von mehr als einer Sekunde muß beim Film der sogenannte Schwarzschildeffekt beachtet werden. D. h. die relative Filmempfindlichkeit sinkt. Als Faustregel gilt, daß die Belichtungszeit ab einer Sekunde verdoppelt werden muß. Bei Belichtungszeiten ab einer Minute helfen nur noch Belichtungsreihen, da sich jedes Material etwas anders verhält. Eine Minute gemesen muß schon mal auf 10 Minuten mehr ausgedehnt werden.

Die untere Straßenszene wie die Serie »HBF Köln« wurde auf einem Ilford DELTA 400 belichtet wie ISO 1600 und in Microphen entwickelt aus der Hand gemacht. Verwendete Optiken: 1,7/50mm und 2,8/28mm jeweils bei maximaler Öffnung.
Die oberen Bilder wie die Serie »Kölner Dom bei Nacht« wurden vom Stativ aus auf einem Ilford DELTA 100 mit einer Belichtungszeit im Minutenbereich und kleiner Blende aufgenommen.

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